Sinabung: massive Eruption

Update 07.04.2018: Nach der explosiven Eruption war der Sinabung noch eine Weile recht munter und erzeuge kleiner Ascheeruptionen. Nachts war glühende Tephra sichtbar. Mittlerweile hat sich der Vulkan beruhigt.

Originalmeldung: Der Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra eruptierte heute explosiv. Das VAAC Darwin registrierte Vulkanasche in 16 km Höhe. Einem Medienbericht zufolge eruptierte der Vulkan um 16.07 Uhr Ortszeit. Auf dem Seismogramm sieht man, dass die Explosion, gefolgt von starkem Tremor gegen 15.40 Uhr (WIB-Time) einsetzte.  Die örtlichen Vulkanologen berichten von einer Aschewolke, die 5 km hoch aufstieg. Pyroklastische Ströme erreichten Längen von 3,5 km. Es war die erste größere Eruption seit über einem Monat. Zuletzt brach der Sinabung am 19. Februar in einer ähnlich großen Eruption aus.

Gunung Agung: kleine Ascheeruption

Ein weiterer Vulkan Indonesiens liefert weiterhin Schlagzeilen: Gunung Agung auf Bali. Dieser produzierte gestern eine kleinere Aschewolke, die vom VAAC Darwin registriert wurde. höhenangaben fehlen, daher wir es sich um eine kleine Eruption gehandelt haben. Auf der Seismik sieht man ein schwaches Explosions-Signal.

Pacaya eruptiert weiterhin Lavaströme

Nach mehreren Tagen ohne aktuelle Berichte, gibt es ein neues Bulletin von INSIVUMEH. Demnach ist der Hornito Im McKenney-Krater weiterhin aktiv und erzeugt strombolianische Eruptionen. Glühende Tephra wird bis zu 40 m hoch ausgeworfen. Im Süden und Südwesten fließen 2 Lavaströme. Sie erreichen Längen von 200 m. Die Aktivität ist mit jener vergleichbar, die ich zusammen mit Martin Rietze Ende Februar beobachten konnte.

Lascar heizt auf

Der Vulkan in der chilenischen Atacama-Wüste zeigt Anzeichen eines Erwachens: SERAGEOMIN setzte die Alarmstufe auf „gelb“, da die Seismik leicht gestiegen ist. Zudem scheint der bis dato offene Förderschlot verstopft zu sein, da man nachts die sonst übliche Rotglut nicht mehr sieht. Die Vulkanologen halten schwächere explosive Eruptionen für möglich.

Kirishima: Explosionen gehen weiter

Am japanischen Vulkan Kirishima gehen die explosiven Eruptionen weiter: das VAAC Tokyo registrierte gestern insgesamt 7 Eruptionen, bei denen Vulkanasche bis zu 10 km hoch aufstieg. Heute wurde bisher 1 Ausbruch detektiert. Ursache für die heftigen Explosionen könnte sein, dass der Lavadom, welcher vor 1 Monat entstand, den Förderschlot verstopfte, so dass sich unter dem Vulkan hoher Gasdruck aufbaute. Zudem wurde, wenige Tage vor den neuerlichen Explosionen, eine Zunahme der Seismik registriert, was auf den Aufstieg von frischem Magma hindeutete. Leider ist das Wetter am Komplexvulkan schlecht, so dass auf der LiveCam nichts zu sehen ist. Gestern gingen die Eruptionen mit spektakulären vulkanischen Gewittern einher.

Erta Alé: Lavastrom rückläufig

Am Vulkan Erta Alé in Äthiopien nimmt die Lavastrom-Tätigkeit langsam, aber kontinuierlich ab. Nachdem die Länge des Lavastroms vor 2 Wochen etwas zulegte, sieht man auf neuen Satelliten-Aufnahmen, dass die Lavafront wieder zurück weicht. Zudem scheint der 2. Lavapond in der Südcaldera endgültig verschwunden zu sein. Die Lava fließt nahe des Schlotes wieder komplett unterirdisch und tritt erst kurz vor der Lavafront zutage. Die Wärmestrahlung reduzierte sich im Laufe des letzten Jahres kontinuierlich und liegt derzeit bei 268 MW.

Yasur mit moderater Wärmesignatur

Am Yasur auf Vanuatu scheint die Aktivität etwas zugenommen zu haben. MIROVA registrierte eine Wärmestrahlung von 62 MW gegenüber maximalen 29 MW in den letzten Tagen. Beim daueraktiven Yasur fluktuiert die Stärke der Eruptionen öfters. In solchen Hochphasen wird dann der Zugang zum Kraterbereich möglicher Weise gesperrt.

Aoba eruptiert weiter

Mit dem Aoba sorgt ein weiterer Vulkan auf Vanuatu für Schlagzeilen: das VAAC Darwin registrierte eine Aschewolke, die vom Vulkan aufstieg. Die Höhe der Wolke blieb unbestimmt. Aoba ist seit seit Wochen aktiv und der Ascheniederschlag stellt ein ernstes Problem für die Bevölkerung dar.

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