Zurück vom Kilauea

Nach meiner 10-tägigen Hawaii-Reise mit Ziel Kilauea melde ich mich zurück. Leider war es mir aus technischen Gründen nicht möglich von Unterwegs zu berichten, da ich mich nicht in den Blog einloggen konnte.  Dafür wird in den nächsten Tagen ein ausführlicher Bericht über die Eruption folgen, natürlich samt Fotos und Videos.  Das Bild hier zeigt den ocean entry zur Morgendämmerung. Besonders spannend waren litorale Explosionen, die Martin und ich fotografieren konnten.

Nicht nur auf Hawaii ging es heiß her, sondern auch am Ätna. Dort manifestierten sich in den letzten Tagen mehrere Schwarmbeben. Nach wie vor, lässt es sich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob eine Eruption erfolgen wird, dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch, der sich mittelfristig ereignen könnte.

Am Fuego in Guatemala gab es zwar keinen richtigen Paroxysmus, allerdings eine Serie ungewöhnlich starker strombolianischer-vulcanianischer Eruptionen. Wie es aussieht, scheint die Serie von Paroxysmen erst einmal vorüber zu sein.

Fuego live

Die LiveCam vom Fuego in Guatemala wird von der Vulkanologischen Gesellschaft e.V. und vulkane.net betrieben. Um ein neues Bild zu laden bitte die Seite aktualisieren.

Seismik

Seismik des Vulkans Fuego. Das Seismometer steht in Panimache. © LGS

Akustik

Akustische Signale des Vulkasn Fuego. ©LGS

Wärmesignatur

Wärmestrahlung des Vulkans Fuego. © MIROVA

Monitoring Vulkan Fuego

Der Fuego liegt in einer vergleichsweisen dicht besiedelten Gegend und überragt nicht nur mehrere Dörfer, die sich an seinem Fuß ansiedelten, sondern auch den Touristenmagnet Antigua. Der Fuego kann pyroklastiche Ströme und Lahare generieren, die eine Gefahr für die umliegenden Siedlungen darstellen. Daher ist der Vulkan recht gut überwacht. Trotzdem kam es im Juni 2018 zur Katastrophe, als unerwartet pyroklastische Ströme zahlreiche Häuser zerstörten und mehr als 100 Menschen das Leben kosteten. Die pyroklatischen Ströme entstanden während einer paroxysmalen Eruption die es zu dieser Zeit alle paar Wochen gab. Doch dieser Paroxysmus war stärker als die vorangegangenen, doch da die Bedrohung nicht rechtzeitig erkannt wurde, gab es keine Vorwarnung.

Vor der Eruption gab es ein Beobachtungs-Netzwerk, dass unter Kooperation des USGS, sowie Kanadischen Wissenschaftlern unter Schirmherrschaft der Uni Michigan errichtet wurde. Natürlich unter Zusammenarbeit mit den lokalen Vulkanologen von INSIVUMEH. Das Netzwerk bestand aus 6 mobilen Breitbandseismometern, akustischen Sensoren und einem Gas-Spektrometer. 2 Livecams unterstützen die Vulkanologen bei visuellen Beobachtungen.

Nach der Eruption wurde die Kooperation erweitert. Nun sind die mexikanische UNAM involviert, sowie verschiedenen europäischen Vorschungseinrichtungen. Mit von der Partie sind die Universität Liverpool und das LGS Florenz. Es werden 7 Stationen betrieben, die über mehrere Seismometer und Mikrofone verfügen.

Im Januar 2020 hat unser Vulkanverein “Volcanological Society e.V.” eine Livecam am Fuß des Vulkans installiert. Sie unterstützt die Vulkanologen bei der visuellen Observierung des Feuerbergs.

Natürlich wird der Fuego auch mit Hilfe der Satelliten überwacht. Hier werden vor allem die Wärmeemissionen detektiert. Via INSAR wird die Bodendeformation beobachtet.

Kilauea: Lava erreicht den Ozean

Update 14:00 Uhr: Eine Person wurde von einem Lavabrocken getroffen und schwer verletzt. Der Mann saß auf dem Balkon seines Hauses, dass sich im Sperrgebiet befindet. Die Lavabombe wirbelt durch die Luft und traf das Schienbein des Mannes, welches zertrümmert wurde. In den Sozialen Netzwerken geht das Gerücht um, dass es sich bei dem Mann um eine der Personen handeln könnte, die uns in den letzten Tagen mit livestreams des Geschehens versorgten.

Nach diesem Vorfall werden die Sicherheitsvorkehrungen bestimmt nochmals verstärkt. Das Gebiet ist bereits großräumig abgesperrt. Nur Anwohnern mit einer speziellen Zugangserlaubnis ist es gestattet das Gebiet zu betreten. Journalisten werden auf Pressetouren in das Gebiet geführt, wobei sie von Vertretern der Nationalgarde begleitet werden. Je nach Situation werden diese Pressetouren ausgesetzt.

Sehr wahrscheinlich werden bald wieder Bootstouren zu ocean entry angeboten. Die Lava one wurde bereits gesichtet. Für kleinere Boote wird die Strecke von Hilo aus allerdings zu weit sein.

Originalmeldung 10:45 Uhr: Am Kilauea auf Hawaii steigerte sich die Aktivität in den letzten 24 Stunden deutlich. Die Spalten 16 und 20 vereinigten sich und eruptieren Lavafontänen, welche  einen dünnflüssigen Lavastrom speisen, der schnell voranschreitet. Die Lavafront bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 100 m pro Stunde. Vor wenigen Minuten erreichte der Strom bereits den Ozean. Vorher unterbrach er den Highway 137, welcher eine wichtige Evakuierungsroute für die Anwohner des betroffenen Distrikts war. Die Inflation in der unteren Ostriftzone stoppte, es fließt also mindestens so viel Lava aus den Spalten, wie in den Untergrund einströmt.

Derweilen bereite ich mich auf meinen Flug nach Hawaii vor, der morgen startet. Daher ist die Berichterstattung hier im Blog derzeit etwas knapp gehalten. Ich werde versuchen live vom Kilauea zu berichten.

Kilauea: neues Magma erreicht Puna

Die Spalteneruption am Kilauea auf Hawaii hat sich verstärkt. Grund hierfür ist die Ankunft des neuen Magmas, welches aus dem oberen Ostrift stammt und vor 17 Tagen begann dort abzulaufen. Bis vor 2 Tagen wurde ausschließlich Lava gefördert, die die gleiche chemische Zusammensetzung hatte wie die Lava der Eruption von 1955. Bei den Lavaströme wurde zähflüssige Aa-Lava gefördert. Die neue Lava ist heißer und dünnflüssiger und generiert Pahoehoe Lavaströme. Diese Lavaströme fließen schneller und haben das Potenzial den Ozean zu erreichen, wenn in den nächsten Tagen genug Nachschub kommen sollte. Es liegt die Vermutung nahe, dass nun das frische Magma aus dem oberen Ostrift den Puna-Distrikt erreicht hat. Jetzt wird sich zeigen, welches zerstörerisches Potenzial in der Eruption steckt.

Aktuell wird die Lava überwiegend aus den Spalten 18 und 20 eruptiert. Der Lavastrom aus Spalte 18 ist über 1 km lang. Spalte 15 produzierte einen Lavastrom, der die Pohoiki Straße abschnitt. Aus Spalte 17 eruptierte gestern relativ viel Lava, welche aber nur auf dem bereits bestehenden Lavafeld floss. Die verschiedenen kurzen Spalten sind alle Teil eines zusammenhängenden Systems, welches sich über dem Dyke bildete. Die Gas-Konzentration ist hoch und der Zugang zum Eruptionsgebiet gesperrt. Die Bewohner in Windrichtung werden aufgefordert das Leilani-Estates zu verlassen. Bisher sieht man noch von Zwangsevakuierungen ab.

Unter dem Gipfelbereich zog die Seismik in den letzten Stunden an. Allerdings war kein Erdbeben größer als M 3,5. Die Deflation unter dem Gipfel hält an und es drohen weitere Kollaps-Ereignisse und explosive Eruptionen aus dem Halema’uma’u-Krater. Der Pitkrater, in dem früher der Lavasee stand, hat sich deutlich vergrößert. Hält die Deflation an, dann könnte der Boden des gesamten Halema’uma’u-Kraters kollabieren.

In unserer FB-Gruppe: “volcanoes and volcanism” sind viele Mitglieder damit beschäftigt, Euch auf dem Laufenden zu halten und teilen zahlreiche aktuelle Berichte und Fotos.

Eruption am Kilauea geht weiter

Die gestrige explosive Eruption sorgte nicht nur auf Hawaii für viel Aufregung: die Medien berichteten über die Eruption, als wäre es der Anfang vom Ende der Insel gewesen. Dabei war die Eruption noch vergleichsweise klein. Es wurde zwar Vulkanasche in fast 10 km Höhe registriert, doch der Hauptteil der Wolke blieb sicherlich unter dieser Höhe. Die Eruptionswolke stieg senkrecht auf und wurde nicht sofort vom Wind verfrachtet. Wie auf diesem Video zu sehen ist, dauerte die Eruption nur kurz und förderte relativ wenig Asche. Ich bezweifle, dass es sich bereits um eine phreatomagmatische Eruption gehandelt hat, denn wenn so eine eruptive Phase erst einmal eingesetzt hat, erfolgen die Eruptionen in deutlich kürzeren Abständen. Dennoch könnten solche Eruptionen bald einsetzten.

Im unteren Ostrift reaktivierten sich die Spalten 18, 19, und 20. Zwischen den Spalten 7 und 3 öffnete sich eine neue Spalte. Diese trägt die Nummer 21. Zwischen Highway 130 und Lanipuna Gardens bildete sich eine fast 50 x 100 m große Depression, die sich mit Lava aus den Spalten 20 und 21 füllt.  Spalte 17 war auch noch aktiv, doch der Lavastrom stagnierte.

Die Häufigkeit von Erdbeben mit Magnituden größer als 2 ist deutlich zurückgegangen. Die Deflation im Gipfelbereich und im oberen Ostrift schwächt sich tendenziell weiter ab, allerdings nahm sie in den letzten Stunden unter dem Gipfel wieder leicht zu.

Im unteren Ostrift -dort wo sich die Eruptionsspalten öffneten- wird noch Inflation registriert. Allerdings migrieren die Erdbeben nicht weiter in nordwestlicher Richtung. Es sieht momentan nicht danach aus, als würde es kurzfristig eine große Eruption mit hohen Lavafontänen geben. Die Eruption ist relativ stabil und kann auf diesem Niveau eine Weile weiter gehen.

Sakurajima mit zahlreichen Ascheeruptionen

Während aller Augen auf Hawaii gerichtet sind, eruptiert des Sakurajima von der Weltöffentlichkeit unbemerkt. In den letzten 48 Stunden registrierte das VAAC Tokyo 17 Aschewolken, die vom Vulkan in Japan aufsteigen. Einige erreichten eine Höhe von 4 km ü.NN. Die meisten Ausbrüche scheinen vom Gipfelkrater Minima-dake auszugehen. Vulkanische Blitze entstehen scheinbar nicht, weshalb die Eruptionen wenige Aufmerksamkeit bekommen.

Kermadec: Erdbeben Mw 6,2

Zwischen den Kermadec-Inseln und der neuseeländischen Nordinsel manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 6,2. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. In der Region liegt der Havre Seamount, einer der aktivsten Unterwasservulkane der Welt. Von ihm gingen in der Vergangenheit mächtige Bims-Teppiche aus, die auf dem Pazifik dümpelten.

Kilauea: Schäden nach Erdbeben

Update 22:30 Uhr: Das HVO meldet eine Aschewolke, die vom Halema`uma`u-Krater aufgestiegen ist und eine Höhe von 10 km erreichte. Die Eruption begann gegen 4:15 Uhr Ortszeit und war von explosiver Natur. Es wurde eine Warnung für den Flugverkehr ausgegeben. Die Vulkanologen betonen, dass sich die Eruption spontan verstärken könnte. Derzeit steigt nur Dampf mit ein wenig Asche aus dem Krater auf.

Originalmeldung: Das gestrige Erdbeben mit der Magnitude 4,2 richtete im Gipfelbereich des Vulkans einige Schäden an. Besonders schlimm hat es den Highway 11 getroffen, welcher zum Eingang des Hawaii Volcano Nationalparks führt. Zahlreiche Risse bildeten sich im Asphalt. Noch darf die Straße befahren werden, doch man darf nicht anhalten. Im Nationalpark wurden einige Gebäude leicht beschädigt. Seit dem Erdstoß wurden mehr als 130 Erschütterungen im Gipfelbereich registriert, einige Beben hatten Magnituden über 3.

Am Halema`uma`u-Krater haben die Asche-Emissionen nachgelassen. In der Nähe des Kraters wurden kopfgroße Lavabomben gefunden, welche bei den aktuellen Eruptionen ausgeworfen wurden. Die Deflation hält weiter an, allerdings flacht sich die Kurve des Grafen deutlich ab. Insgesamt reduzierte sich die Hangneigung um fast 300 Mikroradien, was ein beachtlicher Wert ist. Würde man das als Inflation innerhalb weniger Tage registrieren, würde Panik am Vulkan ausbrechen. Stellt sich die Frage, wo das abfließende Magma geblieben ist? Bisher wurde in der unteren Ostriftzone nur ein Bruchteil des Magmas eruptiert. Es ist anzunehmen, dass noch einiges Im Untergrund steckt. Zahlen über die Größe der Inflation dort wurden bisher nicht veröffentlicht.

Im Puna-Distrikt bildeten sich in der Nohea Street bei Malama Spalten, welche sich gestern extrem weiteten. Sie sind gut 1 m breit und könnten Vorläufer einer neuen Eruptionsspalte sein. Die Risse werden mit jenen vergleichen, die sich vor der Kapoho-Eruption 1960 öffneten.

Gestern beschränkte sich die eruptive Aktivität auf Spalte 17, welche noch ein wenig Lava ausstieß. Generell ist der Gasausstoß hoch und stellt zunehmend eine Gefährdung für die Gesundheit dar. Besonders Kinder, alte Menschen und solche mit Atemwegserkrankungen sind von der Luftverschmutzung betroffen.

Tornado in Deutschland

Heute Abend suchte ein Tornado die Stadt Viersen bei Mönchengladbach heim. Der Wirbelsturm richtete große Schäden an. 1 Mensch wurde von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Zudem deckte der Tornado zahlreiche Dächer ab. In umliegenden Regionen gab es plötzliche Sturmböen, Starkregen und Hagel. Die Unwetter-Gefahr steigt aufgrund der viel zu hohen Temperaturen, die für diese Jahreszeit untypisch sind, aber immer häufiger vorkommen.

Kilauea: Alarmstufe “rot” für den Flugverkehr

Update 22:00 Uhr: Vor wenigen Stunden ereignete sich ein Erdbeben Mw 4,2 unter dem Halema‘uma‘u-Krater. Man kann davon ausgehen, dass das Erdbeben weitere Steinschläge auslöste. Es kam allerdings zu keiner größeren Ascheeruption, wie es gestern der Fall war. Derzeit dampft es aus dem Krater. Die Erdbeben deuten allerdings darauf hin, dass sich unter dem Krater Veränderungen anbahnen.

Im unteren Ostrift geht die Eruption auf geringem Niveau weiter. Der bisher größte Lavastrom aus Spalte 17 bewegte sich heute weniger als 100 m voran. Dennoch könnten sich jeder Zeit neue Spalten öffnen. Die Lava ist bisher ungewöhnlich zähflüssig und kommt nur langsam voran. Aa-Lavaströme sind eher die Ausnahme am Kilauea, meistens werden dünnflüssige Pahoehoe-Lavaströme gefördert.

Originalmeldung: Am Kilauea auf Hawaii wurde die höchste Alarmstufe für den Flugverkehr ausgerufen. Grund hierfür ist eine Zunahme des Asche-Ausstoßes aus dem Pit im Halema‘uma‘u-Krater. Gestern stand fast den ganzen Tag eine Aschewolke über dem Gipfel des Vulkans. Die stärke der Eruption variierte. In Hochphasen stieg die Vulkanasche bis in eine Höhe von fast 4 km ü.NN auf. Die Vulkanologen rechnen mit einer Zunahme der explosiven Aktivität, sobald das Magma im Schlot des ehemaligen Lavasees mit Grundwasser in Kontakt kommt. Dann drohen starke Explosionen, wie sie sich bei der Eruption von 1924 zugetragen haben. Damals wurden tonnenschwere Lavabrocken mehrere Kilometer weit ausgeworfen. Solche Eruptionen nennt man phreatomagmatische Eruptionen. Sie weisen ein großes zerstörerisches Potenzial auf.

Das USGS listete folgende Bedrohungen auf:

  • Ascheniederschlag wurde in der Gemeinde von Pahala gemeldet, an Orten entlang des Highway 11 von Pahala nzum Vulkan und in der Ka’u-Wüste im Hawaii Volcanoes National Park.
  • Wenn phreatomagmatische Explosionen auftreten sollten, könnten ballistische Projektile können erzeugt werden,. Auswirkungen werden sich auf ein Gebiet um Halema‘uma‘u beschränken.
  • In Pahala wurde über vulkanische Luftverschmutzung durch vulkanisches Gas berichtet.

GPS-Messungen ergaben, dass der Dyke (magmatische Gang) im unteren Ostrift weiter Richtung Nordwesten migrierte. Im unteren Puna-Distrikt öffnete sich die 20. Spalte. Aus ihr trat Dampf aus. Spalte 18 zeigte Lava-Spattering und aus Spalte 17 quoll Lava. Der zähe Lavastrom legte in der Nacht zum Dienstag noch 380 m zurück und verlangsamte sich. Es können sich jeder Zeit weitere Spalten auftun. eine Verstärkung der Eruption ist naheliegend.

Kilauea: eine ruhige Nacht auf Hawaii

Gestern Morgen wurde die Aktivität am Kilauea auf Hawaii durch Lava spritzen (lava spattering) und einem Lavastrom aus Spalte 17 dominiert. Die Lava spritze bis zu 30 m hoch aus einem Schlot auf der Spalte. Bis zum Morgen erreichte der Lavastrom eine Länge von gut 750 m. Er floss parallel zum Ostrift und bewegte sich auf Bundesstraße 132 zu. Spalte 19 förderte einen langsam kriechenden Lavastrom. Spalte 18, welche am Vortag aktiv war, reduzierte ihren Lava-Ausstoß.

Im Laufe des Tages nahm die Aktivität ab, zumindest ereignete sich nichts Dramatisches, was das HVO zu einem update veranlasst hätte. Tagsüber nahmen Seismik und Deformation etwas ab. Besonders die Kurve der Deflation flacht zusehends ab, allerdings fällt der Spiegel des Lavasees weiter, wenn auch vermutet werden darf, dass die Fallgeschwindigkeit abnimmt.

Während der Nacht in Europa zog die Seismik wieder etwas an. Die Erdbeben konzentrieren sich auf den Gipfelbereich des Vulkans und auf das untere Ostrift. Im oberen Ostrift gab es nur vereinzelte Erdstöße. Die Subsidenz des Puʻu ʻŌʻō könnte also langsam stoppen.

Kirishima mit weiteren Eruptionen

Der Vulkan auf der japanischen Insel Kyushu ist weiterhin aktiv. Das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden 2 Aschewolken des Vulkans. Sie stiegen bis zu 6 km hoch auf. Quasi in Sichtweite des Kirishimas liegt der Sakurajima. Er ist ebenfalls aktiv und erzeugt Aschewolken geringerer Höhe.

2 Vulkane Kamtschatkas aktiv

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka sind die Vulkane Klyuchevskoy und Karymsky aktiv. Sie fördern Aschewolken, welche vom VAAC registriert werden. Die Vulkanasche vom Klyuchevskoy wurde in fast 11 km Höhe detektiert. Damit dürfte die Aschewolke eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen. Die Aschewolken des Karymsky bringen es immerhin bis auf eine Höhe von fast 4 km.