Ätna mit Asche-Emissionen

Der Ätna auf Sizilien zeigt weiterhin Anzeichen des Erwachens. So fotografierten die italienischen Vulkanologen Asche-Emissionen aus dem Nordostkrater und der Bocca Nuova. Dr. Boris Behncke befand sich auch auf dem Rand des NE-Kraters und berichtet von schwachen strombolianischen Eruptionen im Krater. Auf dem Sentinel-Satellitenfoto vom 29. Juli erkennt man eine schwache thermische Anomalie im NE-Krater.  Die Wärmesignatur der Bocca Nuova ist deutlich ausgeprägter. Seit Monaten mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Ätna zu einer größeren Eruption bereit ist. Scheinbar fehlt aber immer noch der nötige Anschub um richtig loszulegen. Sollten sich die strombolianischen Eruptionen deutlich steigern, könnte dies ein Startsignal darstellen. Allerdings gab es auch Aktivitätsphasen, in denen es monatelang strombolianische Eruptionen im Zentralkraterbereich gab, ohne dass sich kurzfristig Paroxysmen ereigneten. Doch die meisten dieser Eruptionsphase gipfelten irgendwann in Paroxysmen, oder Flankeneruptionen. Ein Beispiel hierfür ist die Eruption vom März 1999. Ihr vorangegangen waren mehrere Jahre strombolianischer Aktivität der Gipfelkrater.

Rinjani: Bergwanderer gerettet

Laut Andrea Ercolani wurden am Rinjani alle Bergwanderer gerettet, die nach dem Erdbeben der Magnitude 6,4 am Vulkan festsaßen. Insgesamt befanden sich 543 Personen auf dem Berg. Von diesen waren 189 Personen ausländische Urlauber. 31 Führer und 150 Träger begleiteten die Touristen. 3 Personen wurden vom See Segara Anak ausgeflogen. Die Bergwanderer saßen fest, weil Erdrutsche und Schlammlawinen, die vom Erdbeben ausgelöst wurden, die Wege zerstört hatten. Für Lombok stellt das Ereignis eine doppelte Katastrophe dar: dort lebt man vom Tourismus und die meisten Urlauber kommen, weil sie den Vulkan besteigen wollen. Es wird einige Monate dauern, bis die Infrastruktur am Berg wieder hergerichtet ist. Die aktuelle Reisesaison dürfte sich somit für die Insulaner erledigt haben. Bedenkt man, dass seit fast 1 Jahr der Gunung Agung auf Bali unruhig ist und den Tourismus auf der Nachbarinsel Lomboks hat einbrechen lassen, ist dies nun ein doppelter Schlag für Indonesiens Tourismusindustrie. Vermutlich befanden sich so viele Wanderer auf Lombok, weil sie von Bali aus auswichen.

Rinjani: Hunderte Touristen sitzen fest

Nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok sitzen mindesten 560 Touristen und Bergführer auf dem Vulkan Rinjani fest. Dieser ist ein beliebtes Wanderziel mit zahlreichen Wanderwegen. Die meisten Wanderer steigen zur Caldera auf in der ein Kratersee nebst Schlackenkegel liegt. Durch das Erdbeben Samstagnacht wurden am Vulkan zahlreiche Erdrutsche und Schlammlawinen ausgelöst, die viele der Wanderwege verschütteten. Die Touristen zelten auf schmalen Terrassen, von denen einige zumindest beschädigt wurden. Rettungshubschrauber machten sich dran die gestrandeten Urlauber zu bergen.

Durch das Erdbeben der Magnitude 6,4 starb mindestens eine malaysische Touristin. Insgesamt ist bisher von 14 Toten die Rede. Ob es am Vulkan Todesopfer gab ist noch nicht bekannt. In den Ortschaften um den Rinjani wurden über 1000 Häuser beschädigt oder zerstört. Das Erdbeben konnte man auch auf Bali spüren. Das beliebte Urlaubsparadies ist ca. 100 km entfernt. Es manifestierten sich zahlreiche Nachbeben, die auch auf dem Seismogramm des Vulkans Agung zu sehen sind.

Das indonesische Archipel wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Die Inselgruppe bildete sich entlang von Subduktionszonen, an denen es nicht nur ständig bebt, sondern auch Vulkane ausbrechen.

Ätna mit 2 schwachen Erdbeben

Unter dem mächtigsten Vulkan Europas manifestierte sich 2 Erdbeben der Magnituden 2,5. Laut EMSC lagen die Hypozentren in der Nähe der Erdoberfläche nördlich des Gipfels. Unweit des Epizentrums befindet sich der NE-Krater, aus dem in den letzten Tagen schwache Asche-Emissionen beobachtet wurden.

Merapi mit Anzug der Seismik

Am indonesischen Vulkan Merapi nimmt die Seismik dieser Tage weiter zu. Gestern registrierte VSI insgesamt 82 Erdbeben. Die Hälfte der Erschütterungen standen mit Magmenaufstieg in Verbindung. Es sieht so aus, als würde der Dom im Krater langsam wachsen. Allerdings gibt es diesbezüglich keine aktuellen Informationen von Seiten des Instituts.

Indonesien: Erdbeben Mw 6,4 unter Rinjani

Update: Nach inoffiziellen Angaben waren gut 800 Touristen auf dem Vulkan Rinjani unterwegs, als sich das Erdbeben ereignete. Ob es Opfer unter den Bergsteigern gibt ist noch unklar.

Originalmeldung: Im indonesischen Archipel ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,4. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe unter der Nordflanke des Vulkans Rinjani auf Lombok. Das Beben richtete große Schäden an und forderte mindestens 10 Todesopfer. Es stürzten ganze Häuser ein und selbst Brücken wurden beschädigt. Der Rinjani ist ein beliebtes Trekkingziel und dürfte nun, während der Urlaubszeit von vielen Wanderern begangen worden sein. ob Touristen unter den Opfern sind ist unbekannt. Es kam zu zahlreichen Nachbeben. Einige hatten Magnituden größer als 4. Der Erdbeben lösten Erdrutsche aus.

Der Vulkan eruptierte zuletzt vor 2 Jahren. Wenn etwas an der Theorie dran ist, dass starke Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen können, dann sollte man meinen, das der Rinjani bald reagiert. In der Nähe des Epizentrums liegen weitere bekannte Vulkane: Die Insel Bali mit dem Gunung Agung und Batur liegen quasi in Sichtweite. Auch hier könnte das Erdbeben Wirkung zeigen, zudem die Magmakammer des Agung geladen ist. Die Erdbeben spiegeln sich in den Seismogrammen der Vulkane wieder.

Lombok und der Rinjani erfreuten sich zuletzt großer Beliebtheit bei den Touristen. Seit dem der Agung auf Bali aktiv geworden ist, verzeichnet man auf Lombok erhöhte Besucherzahlen.

Bali und Lombok sind beliebte Reiseziele. Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie schnell man als Urlauber in ein Naturkatastrophe ereignen kann. Wichtige Informationen wie man sich im Fall des Falles verhalten sollte, habe ich in der Kategorie Erdbeben zusammengefasst. In unserer Facebookgruppe „volcanoes and volcanism“ berichtet eine Anwohnerin (Jacky Zwahlen) von Bali, wie sie das Beben erlebte. Sie bezeichnet es als das stärkste Erdbeben, welches sie bisher erlebte.

Kilauea: Explosion triggert Lavawelle

Heute ereignete sich im Halema’uma’u Krater ein weiteres Explosionserdbeben der Magnitude 5,3. Das Hypozentrum lag in 2 km Tiefe. Die Explosion verursachte eine Lavawelle im unteren Ostrift: Spalte 8 verstärkte ihre Aktivität deutlich. Die Lava sprudelte in einem Schwall aus dem Schlot. Doch die Lava scheint sich in dem große Lavafeld zu verteilen. Die Bootsrampe bei Pohoiki steht immer noch.

Ätna: Asche-Emissionen aus dem NE Krater

Seit einigen Tagen stößt der Nordostkrater kleine Aschewölkchen aus. Dies berichtet Dr. Boris Behncke vom INGV Catania. Auf Satellitenbildern sieht man allerdings, dass die thermische Anomalie dort verschwunden ist. So bleibt es unklar, ob die Asche-Emissionen den Beginn einer neuen Eruptiven Phase markieren, oder ob es nur ein Intermezzo ist und wir weiterhin auf einen größeren Ausbruch warten müssen. Ätna ist der größte Vulkan Europas und einer der Aktivsten. Immer wieder kommt es zu Phasen mit paroxysmalen Eruptionen. darüber hinaus ist der Vulkan einfach zugänglich.

Karymsky mit Explosionen

Nach gut 1 Woche pause eruptierte der Karymsky wieder mehrfach. Seit gestern wurden 7 Aschewolken vom VAAC Tokyo registriert. Die Vulkanasche stieg bis in einer Höhe von 3 km auf. Karymsky ist einer der aktivsten Vulkane der sibirischen Halbinsel Kamtschatka.

Sakurajima mit Run

Der Sakurajima hatte gestern einen regelrechten Run und eruptierte 10 Mal. Die Vulkanasche stieg dabei bis zu 3 km hoch auf. Heute war es indes relativ ruhig: das VAAC Tokyo registrierte nur ein Eruption. Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane des japanischen Archipels und bekannt für Eruptionen die vulkanische Blitze generieren. Der Vulkan liegt auf der Insel Kyushu, in der Präfektur Kagoshima. In Sichtweite liegt der Vulkan Kirishima. Die Gegend ist bei Touristen sehr bleibt.

Mondfinsternis über Deutschland

Gestern ereignete sich eine ungewöhnlich lang dauernde Mondfinsternis über Deutschland: die Totalität dauerte 103 Minuten. Eine ähnlich lange Mondfinsternis wird sich erst in mehr als 100 Jahren wieder ereignen. Die nächste normale Mondfinsternis gibt es in unseren Breiten im Jahr 2028. Eine weitere Besonderheit war, dass der Mars 6 Grad unterhalb des Mondes stand. Der rote Planet steht der Erde derzeit besonders nahe und befindet sich in Opposition zur Sonne. Unter guten atmosphärischen Bedingungen kann man die Farbe des Planeten erahnen. Der Mars machte jüngst von sich Reden, weil auf ihm ein untermarsianisches Wasserreservoir entdeckt wurde. Zudem tobt auf im ein gewaltiger Sturm der Staub aufwirbelt. Daher scheint er derzeit besonders rötlich zu leuchten.

Während sich der Mond bei einer Sonnenfinsternis vor die Sonne schiebt und diese verdeckt, tritt der Mond bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten ein und verfinstert sich. Doch der Mond verdunkelt sich nicht total, sondern reflektiert das Sonnenlicht, welches in der Erdatmosphäre gebrochen wird und so den Mond erreicht. Da der Rotanteil des Sonnenlichts am stärksten gebrochen wird, erscheint der Mond rötlich. Man spricht auch von einem Blutmond.

Bei der gestrigen Mondfinsternis ereignete sich eine weitere Besonderheit: die Internationale Raumstation zog über den Himmel und war gut sichtbar. Derzeit steht die Raumstation unter deutschem Kommando: Alexander Gerst ist Kapitän.

Ich erlebte die Mondfinsternis zusammen mit meinem 5-jährigen Sohn, der zum ersten mal Zeuge eine Verdunklung wurde. Ein bisschen unheimlich wurde ihm schon, als wir uns mit Taschenlampen bewaffnet auf den Weg zur einzigen Erhöhung in der Gegend machten: einem alten Bahndamm hinter seinem Kindergarten. Doch das unheimliche Gefühl wandelte sich in verhaltener Begeisterung, als er die kupferrote Scheibe am Himmel entdeckte. Echte Begeisterung kam auf, als das Pünktchen der ISS in Sicht kam.

Aoba eruptiert eine große Aschewolke

Update 10:00 Uhr: Die Eruption auf Ambae geht weiter. Das VAAC Wellington registrierte Vulkanasche in 6000 m Höhe. In etwas größere Entfernung vom Vulkan, wurde Vulkanasche sogar in 10.300 m Höhe ü.NN. festgestellt. Die Stärke der Eruption nimmt weiter zu. Die Zustände auf der Insel müssen schwierig sein. Scheinbar ist es noch nicht gelungen alle Menschen aus der Gefahrenzone zu Evakuieren. Die hohe Staubkonzentration in der Luft stell eine direkte Gesundheitsgefährdung dar. Darüber hinaus drohen Hausdächer einzustürzen, die Menschen unter sich begraben können. Die Eruption findet praktisch unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit statt, zumindest deutsche Medien berichten nicht darüber.

Originalmeldung: Der Vulkan auf der Insel Ambae ist weiterhin sehr aktiv. Das VAAC Wellington registriert Vulkanasche in einer Höhe von 5000 m ü.NN. Ein Großteil der Vulkanasche scheint direkt im Bereich des Vulkans abzuregnen. Dort wird der Tag zur Nacht. Bereits Gestern meldete das Rote Kreuz auf Vanuatu, dass der Süden der Inseln nicht mehr zu erreichen sei: Bäume knickten unter der Last der Asche um und blockierten Straßen.

Normalerweise ist das Inselarchipel von Vanuatu für seine traumhaften Strände bekannt. Viele Australier verbringen hier ihre Ferien. Doch der Vulkanausbruch könnte ihnen einen Strich durch die Rechnung machen: die Vulkanasche könnte zu Flugausfällen führen.

Gunung Agung eruptiert eine weitere Aschewolke

Der Vulkan auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali eruptierte heute eine weitere Aschewolke. Diese erreichte eine Höhe von 2000 m über dem Gipfel. Laut VSI dauerte die Eruption 82 Sekunden.

Anak Krakatau eruptiert weiter

Das Kind des Krakatau ist weiterhin aktiv. VSI meldet für gestern 132 Explosionen. Auf der Seismik sind auch wieder diskrete Signale zu erkennen. Sentinel-Satellitenfotos vom 24. Juli enthüllen eine thermische Anomali. Diese zeigt Wärmesignaturen, die bis fast an die Küste gehen.

Seismik am Merapi weiterhin leicht erhöht

Die Seismik des Merapi ist weiterhin leicht erhöht. Gestern wurden neben den üblichen Erdbeben auch 7 Signale aufgezeichnet, die auf schwache Eruptionen hindeuten. Bisher scheint nur relativ wenig Magma aufzusteigen, dass könnte sich allerdings schnell ändern.

Hitzewelle in Deutschland

Update 23:00 Uhr: In der Nähe von Potsdam brennt seit heute Nachmittag ein großes Waldareal. Die Autobahn A9 wurde gesperrt. Menschen im Ort Fichtenwalde sollen sich auf eine Evakuierung vorbereiten, dass verlautete das BBK. Scheinbar fehlen Löschflugzeuge. Diese sind in Südeuropa auf Hilfseinsätze.

Originalmeldung: Derzeit leidet Deutschland unter einer Hitzewelle und Dürre. Besonders in Norddeutschland haben die Feuerwehren mit zahlreichen Bränden zu kämpfen. Besonders Getreidefelder brennen ab: wenn die Erntemaschinen mit ihren Schaufeln aus Metall gegen Steine stoßen entstehen Funken, die die ausgetrockneten Felder in Brand setzen. Bisher konnten große Waldbrände verhindert werden, aber es ist durchaus möglich, dass es auch bei uns zu Feuersbrünste kommt. Die Landwirte beklagen wegen Hitze und Dürre große Ernteausfälle. Da drängt sich die Frage auf, ob dieses Sommerwetter noch normal ist, oder bereits eine Folge des globalen Klimawandels? Fest steht, dass es bereits in früheren Jahren extreme Sommertemperaturen gepaart mit Trockenheit gab. Allerdings verzeichneten die Meteorologen in den letzten 3 Jahren ständig neue Temperaturrekorde. Global gesehen, waren es die 3 Jahre mit den höchsten Durchschnittstemperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Von der aktuellen Hitzewelle sind nicht nur die Deutschen betroffen: fast ganz Europa leidet unter den extremen Temperaturen und auf der gesamten nördlichen Hemisphäre ist es viel zu warm und zu trocken. Dieses Phänomen scheint neu zu sein, spiegelt aber die Prognosen vieler Klimaforscher wieder. Seit Beginn der Industrialisierung haben die globalen Durchschnittstemperaturen um 1 Grad zugenommen. Trockene und heiße Sommer werden somit noch heißer und trockener.

Düsterer Blick in die Zukunft

Unsere Zukunftsprognosen sind leider alles andere als sonnig! Geht man davon aus, dass die Modelle und Prognosen der Klimaforscher stimmen (wonach es derzeit aussieht), erreicht das klimatische System der Erde in 20-30 Jahren einen kritischen Punkt: 55% des Regenwaldes im Amazonas werden abgeholzt sein. In Afrika sollen noch 8% der Waldbestände stehen. Die Arktis wird während des Sommers eisfrei sein, die Albedo sich somit stark reduzieren. Die Erwärmung der Ozeane bewirkt, dass weniger Kohlendioxid im Wasser gebunden wird, zudem können Methanhydrate freigesetzt werden. Das gleiche gilt für den Permafrost-Boden. Das System gerät in einem Zustand, in dem der Klimawandel deutlich schneller voranschreitet. Die Folgen sind global katastrophal.

Folgen für Deutschland

Wir sollen vom Klimawandel noch am wenigsten betroffen werden. Allerdings bedeutet dies nicht, dass wir von dessen Folgen verschont werde. Da Handel und Wirtschaft global verknüpft sind, werden auch wir leiden. Es kann zu Versorgungsengpässen bis hin zu Hungersnöten kommen und dies sehr viel schneller, als wir bisher annehmen. Schon während der aktuellen Dürreperiode ist von steigenden Lebensmittelpreisen die Rede. Da praktisch die gesamte Nordhalbkugel betroffen ist und es überall zu Ernteausfällen kommt, könnten manche Lebensmittel knapp werden. Ich stelle mir die Frage, was passiert, wenn wir in den nächsten 2-3 Jahren entsprechende Sommer erleben sollten?

Was machen unsere Politiker?

Wer die aktuellen Nachrichten verfolgt, kann eigentlich nur noch zweifelnd den Kopf schütteln! Es scheint so, als hätten die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft nach wie vor nur im Sinn, wie man das Wirtschaftswachstum und das Kapital der Reichen vergrößern kann. Gerade diese Denkweise versetzt dem Klima und somit uns allen, den Todesstoß! Einziges Mittel zur Reduzierung des Klimawandels ist eine Abkehr vom steten Wirtschaftswachstum. Wir müssen Schrumpfen, und zwar in Bezug auf Konsum und Bevölkerung. Wenn wir das nicht schnellsten freiwillig tun, wird die Natur dafür sorgen und zwar auf sehr schmerzhafte Art und Weise.

Mars: unterirdischen See entdeckt

Diese Meldung vom Roten Planeten ist sensationell: Forscher wollen einen unterirdischen See entdeckt haben, der flüssiges Salzwasser enthält. Der See ist ca. 20 km lang und liegt in 1500 m Tiefe, unter dem Südpol des Mars. Entdeckt wurde der See von einem italienischen Forscherteam des Nationalen Instituts für Astrophysik in Bologna. Der Bericht von Roberto Orosei ist ursprünglich  im US-Fachblatt „Science“ erschienen.

Die Forscher untersuchten den Mars mit Hilfe der europäischen Raumsonde „Mars Express“. Ein teil der Polregion wurde mittels Radar vermessen. Dabei wurde eine Signatur entdeckt, wie sie von unterirdischen Wasserreservoirs auf der Erde bekannt sind. Die Forschungsergebnisse werden in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Skeptiker bezeichnen die Messdaten als vielversprechend, sehen in ihnen aber keinen endgültigen Beweis für die Existenz flüssigen Wassers.

Wasser auf dem Mars. © NASA/JPL/CORBY WASTE

Wasser gilt als Grundvoraussetzung für Leben auf einem Planeten. Auf der Erde gibt es unterirdische Wassersysteme, in denen mikrobisches Leben nachgewiesen wurde. Dass heißt allerdings nicht, dass es auf dem Mars ebenso sein muss. Das entdeckte Wasserreservoir muss hochgradig salzig sein, damit es nicht gefriert. Flüssiges Wasser kommt auf der Marsoberfläche nur in sehr geringen Mengen vor. So wurden Kondenstropfen auf dem NASA-Landemodul Phoenix festgestellt.

Die meisten Wissenschaftler sind sich indes einig, dass es vor langer Zeit viel Oberflächenwasser auf dem Mars gab. Warum er sein Wasser -und den größten Teil seiner Atmosphäre- verlor ist eines der großen Rätsel des Sonnensystems. Eine Hypothese ist, dass die Dynamik des Marsinneren weitestgehend zum erliegen kam. Ohne Plattentektonik und Vulkanismus gab es keinen Nachschub an an Gasen aus dem Marsinneren mehr. Der Sonnenwind blies die Atmosphäre in den Weltraum.

Auf dem Mars finden sich zahlreiche Vulkane, die sich auf 4 Zonen verteilen. Olympus Mons ist sogar der größte Vulkan des Sonnensystems. Die Hauptphase der vulkanischen Aktivität auf dem Mars dauerte nur kurz und scheint sehr lange her zu sein. Allerdings gibt es erst ca. 2 Millionen Jahre alte Spuren von Vulkanismus. So erscheint es nicht vollkommen utopisch, dass es unterirdische hydrothermale Quellen geben könnte, welche Ursprung bakteriellen Lebens sein könnten.

Sinabung: 9 Tornillos registriert

Der Vulkan Sinabung ist weiterhin seismisch aktiv, obgleich die Anzahl vulkanisch bedingter Erdbeben in den letzten Wochen deutlich zurück gegangen ist. Umso interessanter ist die Meldung, dass VSI gestern 9 seismische Tornillo-Singale registrierte. Im Seismogramm sehen diese Signale schraubenförmig aus. Lange Zeit konnten diese Signale nicht richtig interpretiert werden, doch seit der Katastrophe am kolumbianischen Vulkan Galeras weiß man, dass Tornillos explosive Eruptionen ankündigen können. Die vulkanische Aktivität ist derzeit nur schwach. Es wurde eine Asche-Dampf-Exhalation beobachtet. Dampf steigt bis zu 300 m über den Krater auf. Der Dom wächst -wenn überhaupt- nur sehr langsam.

Gunung Agung: zahlreiche Exhalation

Gestern war ein „busy day“ am Agung. Es wurden 19 Exhalationen beobachtet, sowie 2 kleine Ascheeruptionen. Die Vulkanasche erreichte eine Höhe von 4,7 km ü.NN. Die Seismik war eher unauffällig, bis auf 1 Phase mit harmonischen Tremor. Auf einem Satellitenfoto vom 22. Juli kann man noch eine thermische Anomalie beobachten. Der Agung verhält sich wie bei seiner ersten Eruptionsphase im November letzten Jahres. Mir liegen zwar keine aktuellen Zahlen vor, aber ich gehe davon aus, dass sich noch einiges an Magma im Untergrund befindet. Es stellt sich nur die Frage, ob- und wann es eruptiert.

Kilauea: Lava stagniert vor Pohoiki

Gestern sah es noch so aus, als würde Pohoiki heute nicht mehr sein. Allerdings zeigte sich Vulkangöttin Pele gnädig und verschonte die Bucht mit der Bootsrampe bisher. Die Lava stoppte wenige Hundert Meter von der Bootsrampe entfernt. Die Lavafontänen der Spalte 8 scheinen etwas schwächer geworden zu sein und bleiben unter der 50 m Marke. Die Gipfelcaldera sackt weiterhin ab. Der Trend bleibt sehr wahrscheinlich so lange bestehen, wie große Mengen Lava aus dem unteren Ostrift gefördert werden. Dadurch sackt der gesamte Gipfel ab.

Anak Krakatau mit Tremor

Die Berichte zu diesem faszinierenden Vulkan sind dieser Tage etwas dünn und es ist unklar, ob die Explosionen weiter gehen. Die öffentlich zugängliche Seismik zeigt nur schwache Peaks an, die nicht eindeutig als Explosionssignale zu identifizieren sind. Ebenfalls nicht zu erkennen ist ein Erdbeben der Magnitude 4,9, welches sich gestern in einer Tiefe von 30 km vor der Südwestspitze Sumatras manifestierte. Von daher gehe ich davon aus, dass die Seismik falsch skaliert ist. Allerdings berichtet das VSI ebenfalls nur von Tremor und führt keine einzelnen Erdbeben, oder Explosionssignal auf. Fotos, die in sozialen Netzwerken geteilt werden, sind mehrere Tage alt. Von daher ist es derzeit schwierig die aktuelle Situation einzuschätzen. Dies ist besonders für all jene Vulkanspotter tragisch, die eine Reise zum Krakatau planen.

Ambae: weitere Evakuierungen

Auf Ambae ist der Vulkan Manaro Voui wieder aktiv. Während das zuständige Observatorium am Samstag noch schrieb, dass die Aktivität auf dem Niveau vom März liegt und eine Verstärkung eher unwahrscheinlich ist, berichtet das Rote Kreuz heute von katastrophalen Zuständen und Massen-Evakuierungen. Dörfer im Süden der Insel seien von der Umwelt abgeschnitten, da die Vulkanasche Bäume umstürzen lässt.  Zudem beträgt die Sichtweite nur wenige Meter. Auf MIROVA sieht man nur eine moderate thermische Strahlung. Auf Satellitenfotos von letzter Woche ist von einer Ascheneruption nichts zu sehen, also scheint sich die Situation aktuell zugespitzt zu haben.

Kilauea: Explosionsbeben M 5,6

Gestern fand ein weiteres Explosionsbeben der Magnitude 5,6 statt. Die Energie, die bei den Explosionen freigesetzt wird, nimmt derzeit zu. Die Subsidenz der Caldera hält an. Ebenso die Spalteneruption. Die Lava am Ocean Entry ist nur noch 175 m von Pohoiki und der Bootsrampe im Isaac Hale Park entfernt. Die Chancen stehen schlecht, dass dieser die Katastrophe überlebt.

Gunung Agung: weitere Eruption

Am Vulkan auf Bali gab es eine weitere Ascheeruption. Diese war relativ klein: die Vulkanasche stieg lauft VSI ca. 700 m über den Krater auf. Die anhaltende Aktivität des Vulkans verunsichert weiterhin Urlauber. Viele Fragen mich, ob man eine Reise dorthin riskieren kann? Die Behörden deklarieren Bali als sicher, solange man sich außerhalb der Sperrzone um den Vulkan aufhält. Meine Meinung ist, dass man kurzfristig nach Bali reisen kann, sich aber Informiert halten sollte. Eine katastrophale Eruption ist momentan nicht sehr wahrscheinlich, kann aber nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte den Vulkan in einem Umkreis von 20 km meiden.

Anak Krakatau mit Tremor

Am Anak Krakatau scheint die explosive Tätigkeit deutlich zurück gegangen zu sein. Das VAAC Darwin registrierte Vulkanasche in 1,3 km Höhe. Das VSI hat keine Eruptionen beobachtet, allerdings hüllte sich der Vulkan gestern in Nebel. Auf der Seismik sind keine Explosionssignal zu erkennen, allerdings kontinuierlicher Tremor. Es ist gut möglich, dass die Eruption pausiert, aber noch nicht zu Ende ist.

Sakurajima mit Zunahme der Tätigkeit

Auf Kyushu steigerte der Sakurajima seine explosive Tätigkeit. Das VAAC Tokyo registrierte seit gestern 9 Eruptionen. Vulkanasche stieg bis zu 4 km hoch auf. Zudem ereignete sich weiter nördlich ein Erdbeben der Magnitude 4,4. Das Hypozentrum lag bei Kumaoto in Zentralkyushu. In der Nähe liegt der Vulkan Aso.

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