Kreta: Erdbeben Mw 5,0

Südlich der griechischen Insel Kreta manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 5,0. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe, an der Subduktionszone wo Afrika und Europa aufeinanderprallen.

In dieser Region können sich durchaus katastrophale Erdbeben ereignen, welche Tsunamis auslösen. Dergleichen ereignete sich z.B. im Jahr 365: ein Erdbeben der Magnitude 8+ zerstörte große Teile Kretas und löste Tsunamis aus, welche entlang der Mittelmeerküste große Zerstörungen anrichteten. Es wurde bereits ein Nachbeben der Magnitude 4,2 generiert. Wer an der Südküste Kretas Urlaub macht, sollte sich mental auf Erdbeben vorbereiten. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit recht gering, während eines Urlaubs Opfer eines Erdbebens zu werden. Für die ständig dort lebende Bevölkerung ist das Risiko weitaus größer.

Durch diese Plattenkollision schiebt sich an der Südküste Kretas ein Akkretionskeil auf. Für Mineraliensammler ist diese Gegend von besonderem Interesse: Es gibt Serpentin-Gesteine, die direkt aus dem Erdmantel stammen. Zudem findet man Pegmatite mit Turmalin.

Fidschi: Erdbeben Mw 6,5

Gestern gab es ein Erdbeben der Magnitude 6,5 südlich von Fidschi. Das Hypozentrum lag in 605 Kilometern Tiefe. Von daher handelte es sich genau genommen und ein Mantelbeben. In den letzten Wochen ereignete sich eine ganze Serie dieser Beben im Erdmantel, was eher ungewöhnlich ist. Normalerweise kommt es nicht zu einer Häufung von Mantelbeben an der gleichen Stelle.

Costa Rica: Erdbebenserie

Im Südwesten von Costa Rica ereigneten sich weitere Erdbeben bei Golfito. Heute wurden 6 Erdstöße mit Magnituden zwischen 4,4 und 3,2 registriert. Die Hypozentren lagen zwischen 5 und 15  km Tiefe. In Costa Rica kommt es immer wieder zu Erdbeben. Vor der Südküste Mittelamerikas kollidieren die Cocos-Platte und die Karibische Platte. Die Cocos-Platte wird subduziert und im Erdmantel aufgeschmolzen. Ein teil des Magmas steigt hinter der Subduktionszone auf und bildet die Vulkane. Eine weitere Folge der Plattenkollision sind die Erdbeben.

Gunung Agung mit Zunahme der Seismik

Heute gab es an der Küste im Norden von Bali ein erneutes Erdbeben. Es hatte die Magnitude 3,7 und lag in 6 km Tiefe. Ein vergleichbares Erdbeben in der letzten Woche hatte Spekulationen ins Leben gerufen, ob die seismische Tätigkeit mit der Aktivität des Vulkans Gunung Agung in Verbindung stehen könnte. Tatsächlich verzeichnete die Vulkanologen des VSI/PVMGB einen leichten Anstieg der vulkanisch bedingten Erdbeben unter dem Vulkan.  Diese ging einher mit einer leichten Inflation. Es steigt also wieder etwas frische Schmelze auf. Es wurden auch wieder schwache Explosionssignale registriert. Pak Devy, Regionalleiter des PVMGB sagte dazu, dass der Vulkan unberechenbar bleibt und jederzeit ohne Vorwarnung eruptieren könnte. Allerdings geht man derzeit nicht von einer katastrophalen Eruption aus. Ein Jahr nach Beginn der Krise auf Bali bleibt es also spannend. Grund zur Panik besteht jedoch nicht.

Piton de la Fournaise

Der Vulkan im Indischen Ozean eruptiert weiterhin. Allerdings hat die Stärke der Eruption weiter nachgelassen. Die Förderrate liegt zwischen 2,5 und 5 Kubikmeter pro Sekunde. Es ist nur noch ein Lavastrom aktiv. Auf der LiveCam erkennt man eine kleine Fontäne. Gestern wurden 16 vulkanotektonische Erdbeben festgestellt. Die thermische Strahlung liegt bei 2293 MW. Der Tremor ist auf niedrigem Niveau stabil.

Pacaya eruptiert Lavaströme

In Guatemala ist der Pacaya weiterhin aktiv und eruptiert 2 Lavaströme. Diese bewegen sich in Richtung Cerro El Chino und sind ungefähr 200 m lang. der McKenney-Krater ist weiterhin aktiv und erzeugt Lavaspattering.

Veniaminof mit Lavastrom

In Alaska produziert der entlegenen Vulkan Veniaminof Lavaströme. Diese sind relativ kurz und quellen aus Schloten unterhalb des Gipfels des aktuellen Kegels. Dieser bildete sich in einer Caldera, welche mit Eis bedeckt ist. Der letzte Ausbruch des Vulkans war 2013.

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