Erta Alé: Aktivität fluktuiert

Wer dieser Tage zum Erta Alé in die äthiopische Wüste Danakil fährt, der kann sich eines Erfolges der Reise nicht gewiss sein: die Aktivität fluktuiert und zeitweise gibt es keine Lava im Pitkrater zu sehen. So geschehen in der vergangenen Woche, als der Lavasee komplett gedeckelt war und auch der Hornito seine Tätigkeit eingestellt hatte. Dafür sieht man heute wieder einen kleinen Hot Spot im Krater, der auf geringe magmatische Aktivität schließen lässt. Wahrscheinlich ist besagter Hornito mit Lavaspattering beschäftigt. Auch die Front des Lavastrom fluktuierte und das zugehörige thermische Signal hat seine Lage verändert.

Anak Krakatau: Kratersee verdampft

Ein aktuelles Satellitenbild vom Anak Krakatau enthüllt, dass die Eruptionen den Kratersee weitestgehend vernichtet haben. Vulkanisches Material hat den Kratern teilweise aufgefüllt. Nur im westlichen Kraterbereich scheint noch etwas Wasser vorhanden zu sein. Sollten die Eruptionen weiter anhalten, wird wohl bald ein neuer Kegel wachsen. Das VAAC registriert weiter Vulkanasche in 2400 m Höhe. Das VSI berichtet von einer Eruption heute Nachmittag um 13:36 Uhr (Ortszeit). Die Eruptionswolke soll 1000 m hoch aufgestiegen sein. Es wird Seismik registriert. Das Video zeigt die aktuellen Eruptionen.

Stromboli mit Dauerfeuer

Gestern zeigte sich der Vulkan von seiner munteren Seite und erzeugte 212 strombolianische Eruptionen. Die Ausbrüche traten somit mehr als doppelt so häufig wie normal auf. Die Anzahl der VLP-Erdbeben war mit 18,8 pro Stunde ebenfalls deutlich erhöht. Der Explosionsdruck der Eruptionen war durchschnittlich. eine weitere Besonderheit wurde heute Morgen beobachtet: Am Gipfel des Vulkans lag Schnee.

Nyiagongo mit starker Wärmestrahlung

In der DRK ist der Nyiagongo weiterhin aktiv. Vom Lavasee ging eine sehr hohe thermische Strahlung aus, die eine Leistung von 1884 MW erreichte. Dieser hohe Wert kam wahrscheinlich dadurch zustande, dass neben dem Lavasee noch ein Hornito aktiv war, der Lava förderte. Solche Episoden kamen in den letzten Monaten immer wieder vor.

Anak Krakatau fördert Vulkanasche

Der indonesische Inselvulkan Anak Krakatau ist weiterhin explosiv aktiv und fördert Vulkanasche. Das VAAC Darwin meldet Asche in 2400 m Höhe. MIROVA registrierte eine schwache thermische Anomalie mit einer Leistung von 3 MW und die Seismik ist erhöht. Brauchbare LiveCam Bilder gibt es leider nicht mehr, da die gestern eruptierte Asche die Kamera verdreckte.

Das VSI registrierte 18 seismische Signale, die von explosiven Eruptionen verursacht wurden. Das Längste hielt 62 Minuten an. Zudem wurde harmonischer Tremor aufgezeichnet. Bereits Anfang des Monats steigerten sich die Erdbeben mit einer niedrigen Frequents und deuteten an, dass sich Magma im Untergrund bewegte. Mit weiteren Eruptionen kann gerechnet werden.

Gunung Agung: Neue LiveCam am Gipfel

Für alle Fans vom Gunung Agung auf Bali dürfte dies eine gute Nachricht sein: endlich wurde eine LiveCam am Kraterrand des Gunung Agung installiert. Sie zeigt die Pancake-Dom, der den Krater zum Teil ausfüllt. Allerdings ist der Vulkan nur noch fumarolisch aktiv und es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das kurzfristig ändern wird. Aber gut zu wissen, wo man den Link findet, falls der Gunung Agung wieder aktiver werden sollte.

Piton de la Fournaise lädt wieder auf

In der letzten Woche beobachteten die Vulkanologen auf La Réunion leichte Inflation in 2 Bereichen des Vulkans: die Bodenschwellungen manifestierten sich unter dem Gipfelbereich und an der Basis des Kraters Dolomieu. Es wurden 8 vulkanotektonische Beben registriert. Auch die Kohlenstoffdioxid-Emission nahm zu. Alles deutet darauf hin, dass sich wieder Magma ansammelt, doch wann es eruptieren wird lässt sich noch nicht vorhersagen.

Pacaya: Video der strombolianischen Eruptionen

In unserer Facebookgruppe wurde ein Video geteilt, dass letzte Woche am Pacaya entstand. Es zeigt Lava-Spattering aus 2 Schloten. Inzwischen soll es etwas stärkere strombolianische Eruptionen geben, wobei nicht klar ist, ob noch beide Schlote aktiv sind, oder nur einer. Der Lavastrom auf der Südflanke hat eine Länge von 300 Metern erreicht.

Ätna zeigt geringe Aktivität

Der Ätna auf Sizilien ist wieder aktiver geworden. Unsere Vereinsmitglieder Michaela und Royko sind vor Ort und beobachteten gestern schwache Asche-Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater. Der starke Wind drückte die Eruptionswolken nieder und wehte sie in östlicher Richtung. Zudem hörten sie Explosionen aus Richtung Zentralkrater. Der Tremor ist leicht gestiegen.

Fuego mit Lavastrom

In Guatemala ist der Fuego weiter aktiv und erzeugt explosive Eruptionen. Vulkanasche steigt bis zu 4800 m hoch auf. Pro Stunde werden bis zu 18 Eruptionen generiert. Der Lavastrom ist 150 m lang und produziert eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 156 MW.

Stromboli: frequente Tätigkeit

Nachdem die LiveCam am Gipfel des Strombolis längere Zeit offline war, funktionierte sie gestern temporär. Zur Abenddämmerung konnte ich frequente Eruptionen aus 3 unterschiedlichen Schloten und einem kleinen Hornito beobachten. Letzterer bildete sich erst kürzlich am südlichen Rand der Kraterterrasse und ist wahrscheinlich auch Ursprung des Lavaspatterings in der vergangenen Woche gewesen. Die Eruptionen kamen in einem Abstand von weniger als 5 Minuten. Bei Ausbrüchen aus dem nordöstlichsten Krater landete relativ viel Tephra auf der Außenflanke des Kegels und verursachte Steinschläge und Schuttlawinen.

Am Vortag attestierte das LGS noch eine mittlere Häufigkeit und Stärke der Eruptionen. Der Schwefeldoxid-Ausstoß lag mit 100 Tonnen am Tag über dem Durchschnitt.

Seit Ende Mai ist die Tätigkeit am Stromboli erhöht. Anfang Juli kam es zu einer paroxysmalen Phasen. Es wurden mehrere starke Explosionen generiert. Der Gipfelbereich wurde dabei mit glühenden Lavabomben übersät und es entstanden pyroklastische Ströme. Sie flossen bis aufs Meer hinaus. Auf der Insel brach Panik aus. Es wurde berichtet, dass sich Anwohner in ihren Häusern verbarrikadierten. Touristen seien ins Meer gesprungen und weit hinaus geschwommen. Glühende Tephra erreiche die Küstenregion und setzte die Vegetation in Brand. Es musste studenlang gelöscht werden. 1 Wanderer starb. Wahrscheinlich erlitt er einen Herzinfarkt. In frühen Meldungen hieß es, dass er  von einer Lavabombe erschlagen wurde. seit dem Ereignis ist der aufstieg bis zum Krater komplett gesperrt. der Tourismus leidet sehr unter der Maßnahme. Ob- und wann der Aufstieg wieder für geführte Gruppen frei gegeben wird ist ungewiss. Der Bürgermeister von Stromboli plant die Anlage eines neuen Weges. Tatsächlich war zuvor die Errichtung einer Seilbahn im Gespräche, doch diese Pläne wurden -Gott sei dank- erst einmal auf Eis gelegt.

Shishaldin: Lavastrom wächst

Der Aleuten-Vulkan Sishaldin ist weiterhin aktiv und emittierte eine sehr hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 2478 MW. Sie geht von einem wachsenden Lavastrom aus, der inzwischen eine Länge von gut 1 km erreicht hat. Von der Lavafront gehen Schuttlawinen ab. Der Lavastrom entspringt dem Krater. Gelegentlich kommt es zu explosiven Ascheeruptionen. Der VONA-Alarmstatus steht auf “Orange”.

Der Vulkan Shishaldin liegt auf Unimak Island. Die nächst gelegenen Stadt ist False Pass. Sie befindet sich im Osten der Insel, direkt am nur 700 m breiten Isanotski Strait, der die Aleuten Insel vom Festlands Alaskas trennt.

Reventador mit explosiven Eruptionen

In Ecuador ist der Reventador munter und erzeugt frequente Explosionen. Das VAAC meldet Vulkanasche in 4900 m Höhe. Sie driftet in westlicher Richtung. Das Besondere an dem Andenvulkan ist, dass er am Westrand des Amazonasbeckens liegt. Die Region um den Vulkan ist durch den Naturpark Cayambe-Coca geschützt.

Pacaya eruptiert strombolianisch

In Guatemala erzeugt der Pacaya strombolianische Eruptionen. Diese fördern glühende Tephra bis zu 100 m hoch. Damit dürfte der Pacaya ähnlich aktiv sein, wie Stromboli auf den Liparischen Inseln. Offiziell ist auch hier der Aufstieg bis zum Krater gesperrt, doch er ist weniger streng kontrolliert, als am Feuerberg in Italien. Trotzdem ist es am Kraterrand des Pacayas gefährlicher, da die Distanz zum Schlot geringer ist. Zudem fließt ein Lavastrom, der eine Länge von gut 300 m erreicht.

Sakurajima eruptiert 2 Mal

Der Vulkan im Süden Japans eruptierte in den letzten 24 Stunden 2 Mal. Die Asche erreichte eine Höhe von 1800 m über dem Meeresspiegel. Die Aktivität des Vulkans hat in den letzten Tagen deutlich abgenommen.

Steamboat Geyser sprang

Gestern Abend sprang der Steamboat Geyser im Yellowstone Nationalpark. Die Pause zum vorangegangenen Sprung dauerte 8 Tage und 5 Stunden. Es war der 48. Sprung in diesem Jahr. Damit stellte der größte Geysir der Erde einen neuen Jahresrekord auf.

Fuego: Lavastrom bestätigt

Der vermutete Lavastrom am Fuego wurde von den INSIVUMEH-Vulkanologen bestätigt. Er hat eine Länge von 300 m und fließt durch den oberen Bereich der Seca Schlucht. Darüber hinaus ist der Vulkan weiter explosiv aktiv. Vulkanasche steigt bis zu einer Höhe von 4700 m ü.N.N. auf. Glühende Tephra schafft es auf 200 m über Kraterrand. Pro Stunde werden zwischen 10 und 18 Ausbrüche gezählt. Das Foto stammt aus dem Archiv.

Popocatepelt ascht weiter

Das VAAC registrierte eine weitere explosive Eruption des mexikanischen Vulkans Popocatepetl. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 7600 m und driftete in südöstlicher Richtung. MIROVA zeichnet eine geringe Wärmestrahung mit einer Leistung von 5 MW auf. Ein aktueller Bericht von CENAPRED steht noch aus.

Asosan emittiert Vulkanasche

In Japan ist es der Asosan, der die Luft mit Vulkanasche belastet. Er verteilt die Asche nahezu kontinuierlich, allerdings ohne besonders hoch aufsteigende Aschewolken zu erzeugen. Sie steigen nur einige Hundert Meter hoch auf, bevor sie vom Wind verfrachtet werden.

Suwanose-jima eruptiert

Suwanose-jima ist ein weiterer aktiver Vulkan Japans. Der Inselvulkan gehört zum Ryukyu-Archipel im Süden Japans. Gestern wurden durch Aschewolken 3 VONA-Meldungen generiert. Allerdings konnten die Höhen der Aschewolken nicht ermittelt werden. Sehr wahrscheinlich gab es strombolianische Eruptionen mit nur geringen Mengen Asche. Dieses Jahr wurden 30 Eruptionen des Vulkans festgestellt.

Pico del Teide: Seismischer Schwarm

In den letzten Tagen gab es unter dem spanische Vulkan Teide (Teneriffa) mehrere schwache Erdbeben, die zusammen ein Schwarmbeben bildeten. Bis gestern wurden 22 Erschütterungen registriert. Sie hatten überwiegend geringe Magnituden. Das stärkste Einzelbeben brachte es auf M 2,4 und lag in 8 km Tiefe. Die Beben konzentrieren sich auf die Gegend um den Ort Vila Flor de Chasna, auf der Südflanke des Vulkans gelegen. Dort gab es bereits früher mehrere Erdbebenschwärme. Ob es einen Zusammenhang mit Magmenaufstieg gibt, ist bisher ungewiss.

Popocatepetl: Paroxysmale Eruption

Heute Nacht (Ortszeit) startete Popocatepetl mit einem Paroxysmus durch. Bei der Eruption wurde viel Vulkanasche gefördert, die bis auf einer Höhe von fast 8000 m ü. N.N. aufstieg. Zudem entstand eine Lavafontäne. Die Eruption dauerte 85 Minuten. CENAPRED berichtet von 155 Minuten Tremor. Gestern wurde entweder kein Tremor registriert, oder man vergaß ihn im Bericht zu erwähnen. Da ein Paroxysmus selten alleine kommt, bleibt es spannend am Vulkan.

Pacaya: Neuer Lavastrom unterwegs

In Guatemala schickte der Vulkan Pacaya einen neuen Lavastrom auf die Reise. Er fließt über die Südost-Flanke des Vulkans und hat eine Länge von 200 m erreicht. Zudem sind im neuen Intrakraterkegel des Mc Kenney Kraters 2 Schlote aktiv. Sie erzeugen strombolianische Eruptionen, die zwischen 10 und 25 m hoch aufsteigen. Bis Dato war ein Schlot aktiv, der die glühende Tephra bis zu 75 m hoch aufsteigen ließ. MIROVA zeigt eine Wärmeanomalie mit einer Leistung von 38 MW an. Es wird Tremor registriert und man kann davon ausgehen, dass die Tätigkeit weiterhin anhält.

Fuego produziert Schuttlawinen

Ebenfalls in Guatemala liegt der Fuego. Der Feuerberg ist überwiegend explosiv aktiv und erzeugt Aschewolken, die bis zu 4700 m ü.N.N. aufsteigen. Die Explosionen fördern auch glühende Tephra, die bis zu 200 m hoch katapultiert wird. Die Flugbahn der vulkanischen Bomben ist offenbar flacher geworden, was auf eine Änderung der Förderschlot-Morphologie hindeutet. Die glühenden Brocken fliegen relativ weit auf die Vulkanflanken hinaus und rollen bis zur Vegetationszone hinab. Im Bericht von INSIVUMEH heißt es, dass sich in der Seca-Schlucht glühende Lava auf einer Länge von 200 m ansammelte. Ich vermute, dass es sich bei dieser Ansammlung um einen neuen Lavastrom handelt.

Popocatepelt zerstörte Lavadom

Der mexikanische Vulkan eruptierte seit gestern 2 Aschewolken, die einige Hundert Meter über den Krater aufstiegen. Neue Luftaufnahmen des Kraters zeigen, dass der flache Dom, der den Schlot verstopfte, verschwunden ist. An seiner Stelle klafft ein tiefes Loch, das zwischen 70 und 80 m tief ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 350 m. CENAPRED berichtet von 118 Asche-Dampf-Exhalationen. Offenbar hat es gestern keinen Tremor gegeben und es scheint kein Magma aktiv aufzusteigen.

Nishinoshima mit Aschewolke

Meldungen von Vulkanasche über den jungen Inselvulkan Nishinoshima sind relativ selten, doch das VAAC Tokio brachte gestern 2 Meldungen raus. Demnach erreichte die Vulkanasche eine Höhe von 900 m über dem Meeresspiegel. MIROVA registrierte eine hohe thermische Strahlung mit 463 MW Leistung. Sie wird von einem Lavastrom generiert, der das Meer erreichen dürfte.

Sydney: Waldbrände kommen näher

Das Schiebebild vergleicht 2 Satellitenbilder, die im Abstand von knapp 4 Wochen gemacht wurden. Sie zeigen die australische Hauptstadt Sydney, wie sie von den Waldbränden quasi eingekesselt wurde. Einzig die Seeseite ist feuerfrei. Wochenlang hat es im Osten Australiens nicht geregnet, Heute fällt der erste Niederschlag. Ob die Regenmengen allerdings ausreichen werden, um die Waldbrände wenigstens teilweise zu löschen ist fraglich. In einigen Teilen des Kontinents wurden Temperaturen von 47 Grad gemessen. Am Wochenende könnte das Quecksilber auf 48 Grad steigen. Eine Extrembelastung für die Lebewelt und Klimabedingungen, um die Waldbrände weiter anzufachen. Dabei beschränkt sich die Katastrophe nicht nur auf das ferne Australien. Der Smog verbreitet sich und könnte sogar Europa erreichen. Das durch die Brände freigesetzte Kohlendioxid verstärkt den globalen Treibhauseffekt weiter.

Klima verändert sich schneller als berechnet

Das sich das globale Klima weitaus schneller ändert, als die meisten Computermodelle berechnet haben, ist längst kein Geheimnis mehr und treibt die Politik, langsam auf die Problematik zu reagieren. Doch was in Deutschland beschlossen wurde, reicht bei weitem nicht aus, um da Ruder noch herum zu reißen. Dafür wären drastische globale Maßnahmen erforderlich, die wohl die wenigsten Menschen der westlichen Welt tragen möchten.

Hauptschuld am Klimawandel haben die Treibhausgase. Jahrmillionen lang wurde das Kohlendioxid der Atmosphäre entzogen, als die Lagerstätten fossiler Brennstoffe entstanden. Wir setzten sie in wenige Jahrzehnten (!) wieder frei, das kann einfach nicht folgenlos bleiben.

In einem Bericht der TAZ heißt es, dass der grönländische Eisschild bereits jetzt soviel Eis verlor, wie es die Klimamodelle für das Jahr 2060 vorherberechneten. In Sibirien und Kanada tauen die Permafrostböden so schnell auf, dass die Folgen noch nicht kalkulierbar sind. So eine große Schmelze erwartete man erst für das Jahr 2090. Neue Forschungen gehen davon aus, dass der Kipp-Punkt spätestens in 5 Jahren erreicht sein wird. Dann ist das Auftauen des Permafrostes durch menschliche Maßnahmen nicht mehr zu verhindern. Im Permafrost sind große Mengen Treibhausgas gespeichert, die dann freigesetzt werden und die Erdatmosphäre weiter aufheizen -ganz ohne menschliches zutun.

Wachstumsprognosen von Bevölkerung und deren Wohlstand geben indes keinen Grund zur Hoffnung. In den nächsten 20 Jahren wird sich die Anzahl der Flugpassagiere mindestens verdoppeln. Besonders in Asien und Afrika -den bevölkerungsreichsten Kontinenten der Erde- wir der Flugverkehr dramatisch zunehmen. Mit fortschreitenden Wohlstand und Kapitalismus von China und Indien wird auch der Verbrauch von Energie und Rohstoffe weiter ansteigen und damit auch der Ausstoß der Treibhausgase.

Es gibt also wenig Grund zur Hoffnung und umso mehr Gründe für Besorgnis, dass sich unser aller Leben in einigen Jahrzehnten dramatisch wandeln wird.