Apr 182014
 

Heute Nachmittag gab es ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,2 in Mexiko. Das Hypozentrum lag in 26 km Tiefe bei Guerrero an der Pazifikküste. Die Touristenmetropole Acapulco liegt nur knapp 170 km entfernt, bis Mexico City ist es ungefähr doppelt soweit. Tausende Menschen rannten in Panik auf die Strassen. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor.

Apr 182014
 

INETER berichtet, dass am Lake Managua ein Zurückweichen der Küstenlinie (Regression) beobachtet wurde. Demnach soll auf einer Länge von 500 m die Küstenlinie um 16 m zurückgewichen sein. In der Vertikalen bedeutet das eine Verringerung der Wassertiefe um 40 cm. Andersherum wäre es denkbar, dass nicht das Wasser zurückgewichen ist, sondern dass sich die Küste um 40 cm angehoben hat. Diese Möglichkeit erscheint mit wahrscheinlich, da die Regression nur an einem bestimmten Küstenabschnitt und nicht am gesamten See beobachtet wurde. Diese Anhebung der Küste könnte durch eindringendes Magma im Untergrund entstanden sein.

In dem Gebiet mit mehreren Vulkanen (Apoyeque, Momotombo) treten seit einigen Tagen Erdbebenschwärme auf. Sollte sich herausstellen, dass die Regression magmatischen Ursprungs ist, könnte ein Vulkanausbruch drohen.

Am Nordufer des 60 km langen Lake Managua liegt die Hauptstadt Managua. Hier leben mehr als 1 Millionen Menschen. Der Vulkankomplex Apoyeque liegt in Sichtweite der Hauptstadt. Ein größerer Vulkanausbruch würde sich sehr Wahrscheinlich auf die Hauptstadt auswirken.

Die Geologen von INETER wollen heute eine Pressekonferenz halten. Weitere Infos über die Vulkane findet ihr auf der Seite über die Vulkane Mittelamerikas.

Apr 132014
 

Update: 19 Uhr: vor 4 Stunden ereignete sich ein weiteres schweres Erdbeben der Magnitude 7,6. Es wurde erneut Tsunami-Alarm ausgelöst. Gefährdet sind die Salomonen, Vanuatu und Papua Neuguinea. Das erste Beben hat Gebäudeschäden verursacht.

Originalmeldung: die Inselgruppe im Pazifik wurde von einem starken Erdbeben der Magnitude 7,6 (7,8) erschüttert. Das Hypozentrum lag vor der Küste der Insel “San Cristobal” in 29 km Tiefe. Es ereignete sich an einem Tiefseegraben, an dem die Pazifische Platte subduziert wird. Die Behörden gaben Tsunamialarm, es brandeten aber nur kleinere Wellen an die Küste. Mehrere Nachbeben folgten, das stärkste mit M 6,2. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor.

Die Inselgruppe gehört zum “ring of fire” und es gibt mehrer submarine Vulkane in der Region. Das Beben könnte zu Vulkanausbrüchen führen.

Das Beben brachte auch die Seismik am Ätna ins Wanken. Der Vulkan selbst ist derzeit ruhig. Auffällig ist nur der rhythmisch oszillierende Tremor.

Apr 112014
 

In den letzten 24 Stunden ereigneten sich mehrere starke Erdbeben. In Papua Neuguinea erschütterten gleich zwei Beben die Region Bougainville: sie hatten Magnituden von 7,2 und 6,5. Die Hypozentren lagen in 60 und 40 km Tiefe, wenige Kilometer vor der Küste der Insel. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor. Aufgrund der Tiefe der Erdbeben und dünnen Besiedelung der Region könnten nur geringe Schäden entstanden sein.

In Nicaragua ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,1. Das Hypozentrum lag in nur 10 km Tiefe. Die gleiche Magnitude hatte ein Beben in der chilenischen Erdbebenregion Tarapaca.

In Tonga kam es zu einem mittelschweren Seebeben der Magnitude 5,6.

Apr 092014
 

Im französischen Grenzgebiet zu Italien gab es mehrere leichte Erdbeben mit Magnituden kleiner als 3. Die Hypozentren liegen ca. 100 km nordwestlich von Monaco in 2 km Tiefe. Auf Kreta manifestierten sich ebenfalls mehrere Erdbeben mit Magnituden kleiner als 3. In Zentralkalifornien rappelt es seit mehreren Tagen. Die Magnituden sind hier ebenfalls gering, doch man sieht die Beben als mögliche Anzeichen für ein bevorstehendes „big one“. Reisende Richtung San Franzisco und Los Angeles sollten unstabile Bauwerke meiden. Das Gleiche gilt für die chilenische Erdbebenregion Tarapaca.

Ein stärkeres Seebeben der Magnitude 4,8 ereignete sich vor Papua Neuguinea.  In 12 km Tiefe lag das Hypozentrum vor einem Tiefseegraben.

Erdbeben weltweit

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Apr 052014
 

Schwarmbeben. © IMOIm Südwesten Islands manifestiert sich ein starkes Schwarmbeben. Die meisten Beben haben Magnituden kleiner als 3, einige sind aber auch stärker. Das Schwarmbeben konzentriert sich am Reykjanes Rücken, an dem es immer wieder zu solchen Schwarmbeben kommt. Die Erdbebenzentren liegen oberflächennahe.

Im Süden von Griechenland gab es gestern ein Erdbeben der Magnitude 5,6. Das Hypozentrum lag 89 km südlich von Athen in 110 km Tiefe.

Chile: weitere Erdbeben erwartet

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Apr 042014
 

In der chilenischen Erdbebenregion Tarapaca gab es weitere Nachbeben. Das stärkste hatte eine Magnitude von 6,2. Die Hypozentren liegen immer noch offshore, nähern sich aber weiter der Küste an. Die jüngsten Beben lagen in 32 km Tiefe und 47 km südwestlich der Küstenstadt Iquique.

Das GFZ Potsdam rechnet mit weiteren starken Erdbeben in der Region. In der seismischen Lücke seien erst ca. 1/3 der Spannungen abgebaut.

Die seismische Lücke vor Nordchile entstand an der Subduktionszone entlang  der pazifischen Nazca-Platte mit der Südamerikanischen Platte. Die kontinentale Naht bricht in einem 150 jährigen Zyklus einmal komplett durch. Die Bruchzone erstreckt sich in einem Tiefseegraben vor der Westküste Südamerikas zwischen Patagonien und Panama. Die Subduktionszone durchlief ihren aktuellen Bruchzyklus bereits, bis auf ein Gebiet vor der Nordküste Chiles. Dieses Gebiet wird nun als „seismische Lücke“ bezeichnet. Die aktuellen Erdbeben werden demnach durch Sprödbruch der Gesteine hervorgerufen. Dabei kann es theoretisch auch zu einem horizontalen Versatz der Gesteinspakete am Ozeanboden kommen. Ein ähnliches Ereignis hatte 2004 den Mega-Tsunami vor Sumatra ausgelöst.

Chile: starke Nachbeben

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Apr 032014
 

Im chilenischen Küstengebiet der Provinz Tarapaca gab es in den letzten 24 Stunden  zahlreiche Nachbeben. Das stärkste Beben hatte eine Magnitude von 7,6. Zwei Erdbeben brachten es auf M 6,5 und 6,3. Es wurde erneut Tsunami-Alarm gegeben.

Die zahl der Todesopfer erhöhte sich auf 6. Die Behörden sind erstaunt, dass es nicht zu weitaus größeren Schäden kam. Das GFZ-Potsdam meldete inzwischen, dass das Seebeben genau in ein zeitliches und räumliches Fenster fiel, das von den Wissenschaftlern erwartet wurde. Inzwischen behaupten machen Forscher, das das Beben der Magnitude 8,1 noch nicht das “big one” war.

Die beiden stärksten Beben spiegeln sich auch im Tremor des Ätnas als hohe Peaks wieder. Gestern Abend stieg der Tremor leicht und es gab strombolianische Eruptionen aus dem NSEC.

Chile: schweres Seebeben M 8,2

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Apr 022014
 

Seebeben. © EMSCVor der chilenischen Küste ereignete sich ein schweres Seebeben der Magnitude 8,2. Zur Tiefe des Bebens gibt es unterschiedliche Angaben: sie wird mit 46 km (USGS) und 20 km (EMSC) angegeben. Das Beben ereignete sich in der Küstenregion bei Tarapaca, 99 km nordwestlich der Stadt Iquique. Das Gebiet wurde in den vergangenen Wochen von zahlreichen Beben erschüttert. Das zeigt einmal mehr, dass starke Erdbeben auch auf einer Vielzahl schwächerer Beben folgen können. Es gab 4 Nachbeben mit einer Magnitude größer als 5.

Das Hauptbeben richtete einige Schäden in den Küstenstädten an. 5 Tote wurden bisher bestätigt. Tsunami-Alarm wurde ausgerufen und die Küste sofort evakuiert. Meterhohe Wellen brandeten an dem Strand, allerdings entstand kein richtiger Tsunami. Der Alarm wurde inzwischen aufgehoben. Der relativ großen Tiefe des Bebens ist es wahrscheinlich geschuldet, dass es nicht zu einer noch größeren Katastrophe kam.

Laut der Zeitschrift „Focus“ nutzten 300 Gefängnisinsassen das Chaos zur Flucht.

In der Gegend  liegen zahlreiche Vulkane. Einer dieser Vulkane ist der Ubinas in Peru, der derzeit einen Lavadom aufbaut. Er ist nur 300 km vom Epizentrum entfernt. Da Erdbeben Vulkanausbrüche triggern können, sollten wir diesen Vulkanen in den nächsten Monaten besondere Aufmerksamkeit schenken.

Yellowstone: Erdbeben

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Mrz 312014
 

Gestern gab es unter dem Yellowstone Nationalpark eine Erdbebenserie. Der stärkste Erdstoß brachte es auf eine Magnitude von 4,8. Das Hypozentrum lag ca. 7 km nordwestlich des Norris Geysir Basins in 5 km Tiefe. Es war das stärkste Beben im Yellowstone seit Februar 1980. Es folgten mehrere Nachbeben mit Magnituden um 3. Die Beben gehören zu einem kleineren Erdbebenschwarm von 25 Beben. Ein Vulkanologen-Team wollte heute das Gebiet untersuchen.

Durch die Presse geisterten heute auch Berichte über eine dramatisch erhöhte Helium 4 Konzentration in der Luft des Yellowstone. Das Isotop stammt aus dem Erdmantel und wir häufig freigesetzt, wenn Magma in die Erdkruste eindringt. Laut einem Forschungsbericht, der auf nature.com veröffentlicht wurde, soll es sich beim HE 4 des Yellowstone Nationalparks allerdings um “fossiles HE 4″ handeln, dass sich über Jahrmillionen im Gestein unter dem Yellowstone ansammelte und nun freigesetzt wird.

Das USGS dementiert auf jeden Fall ungewöhnliche Aktivität des Yellowstone Vulkans, alle Parameter würden im Rahmen des Üblichen liegen. Dazu zählt nicht nur die erhöhte Bebentätigkeit im Park, sondern auch Bodendeformationen bis zu 3,5 cm. Dieses Statement stammt allerdings vom 28.Februar.