Vulkane weltweit

Cerro Negro de Mayasquer: vor 5 Tagen ereignete sich im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Ecuador ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Dies löste unter dem Vulkan Cerro Negro ein Schwarmbeben aus. Innerhalb von 18 Stunden wurden 4300 Mikroerdbeben registriert. Der Alarmstatus des Vulkans wurde daraufhin auf „orange“ erhöht.

Sakura-jima: das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden 8 Eruptionen des Vulkans in Japan. Eine Explosion ließ eine Aschewolke bis zu 3,5 km hoch aufsteigen. Nach einer relativ ruhigen Phase geht es am Sakura-jima nun wieder etwas lebhafter zu.

Sinabung: heute wurde ein relativ großer pyroklastischer Strom gemeldet. In den letzten Tagen soll die Häufigkeit und Reichweite der pyroklastischen Ströme aber etwas abgenommen haben.

Bardarbunga: weitere Erdbeben

Unter dem Nordostrand des Zentralvulkans Bardarbunga rappelt es weiter. So ist die Zahl der Erdbeben mit Magnituden größer als 3 in den letzten 48 Stunden auf 74 gestiegen. Der bisherige Rekord lag bei 72 stärkeren Erdbeben in 48 Stunden. Die meisten Beben manifestieren sich in Tiefen zwischen 7 und 10 km. Daher vermute ich, dass diese Beben weniger im Zusammenhang mit dem Absinken des Calderabodens stehen, sondern durch Magmabewegungen im Untergrund hervorgerufen werden.

Das Stärkste Beben der letzten 24 Stunden brachte es auf M 5,0. Dieses Beben lag in nur 2,9 km Tiefe und sorgte für ein stärkeres Absinken des Calderabodens, als es in den letzte 2 Tagen der Fall war.

Das IMO scheint aber weniger besorgt, denn in den letzten Updates hieß es immer “similar seismic and volcanic activity around the Bárðarbunga system as during the last days”.

Stromboli und Ätna

Lavaströme am Stromboli. © INGVAm Stromboli fließen wieder 2 Lavaströme über die Sciara del Fuoco. Die Seismik ist relativ unauffällig. Scheinbar hat sich diese Art der Aktivität etabliert. Strombolianische Eruptionen aus den Gipfelkratern finden nur sporadisch statt.

Vor der Westküste Liparis ereignte sich eine neues Erdbeben. Am Ätna manifestirten sich einige Mikrobeben und am NSEC werden sporadisch schwache strombolianische Eruptionen beobachtet. Die Gipfelkrater dürfen aber wieder mit Führern bestiegen werden. Von daher schein das INGV derzeit nicht mit größeren Eruptionen, oder Paroxysmen zu rechnen. Dafür gab es den ersten Schnee der Saison und das Wetter schaut so aus, als würde da mehr kommen.

Bardarbunga: Seismik weiter gestiegen

Beben am Bardarbunga. © IMODer Trend von gestern hielt heute an und hat sich noch einmal verstärkt. Unter dem Zentralvulkan wurden in den letzten 48 Stunden 52 Erdbeben mit einer Magnitude größer als 3 registriert. Damit nähert sich der Vulkan seinen Höchstwerten von der Anfangsphase der Eruption an. Die meisten Hypozentren liegen in 7 – 10 km Tiefe. In diesem tieferen Bereich der Magmakammer wird der Abfluss des magmatischen Ganges vermutet. Die Subsidenz nahm ebenfalls ab und hat in den letzten 24 Stunden nur ca. 15 cm betragen. Möglicherweise ändert sich etwas im Fördersystem. Es könnte sein, dass neues Magma aufsteigt, der Abfluss in den magmatischen Gang gestört ist, oder dass sich die Magmakammer fast geleert hat. Wenn dem so sein sollte, würde die Gefahr für eine explosive Eruption wieder größer werden.

Bardarbunga: Seismik hoch

Holuhranu-Splate plus Lavastrom. &copy, IMOHeute war die Seismik unter dem Zentralvulkan wieder einmal recht hoch. Es wurden 5 Beben mit Magnituden größer als 4 registriert. In den letzten 48 Stunden waren es 36 Erschütterungen mit Magnituden größer als 3. Entlang des magmatischen Ganges wurde ebenfalls Seismik aufgezeichnet.

Die Aktivität an der Holuhraun Spalte geht wie bisher weiter. Heute Morgen konnte man auf der LiveCam den aktiven Teil der Spalte sehen. Es wird von einem kräftigen Lavastrom berichtet, der in nördlicher Richtung unterwegs ist.

IMO veröffentlichte eine neue Gefahrenkarte für den Fall eines Gletscherlaufes. Es sind potenzielle Überflutungsbereiche eingetragen, sowie die Zeiten, die das Wasser braucht um Landmarken zu erreichen.

Stromboli: Kraterglühen

Rotglut über dem Krater. © INGVAm Vulkan Stromboli auf den Liparischen Inseln scheint sich neue Aktivität anzubahnen. Auf der LiveCam an der Sciara del Fuoco sieht man eine rot illuminierte Dampfwolke über dem Krater schweben. Es könnte ein neue Lavastrom im Krater fließen, oder einer der Lavaschlote hat sich zu einem kleinen Lavasee erweitert. Auf den Livecams am Gipfel ist derzeit nichts zu sehen.

Über die Sciara del Fuoco fließt auch wieder ein kleinerer Lavastrom. Seit August fließen immer wieder Lavaströme über den Steilhang.

Bardarbunga: erhöhte Seismik

Nach einigen Tagen mit relativ geringer Seismik, stieg heute die Zahl der Erdbeben am isländischen Vulkan Bardarbunga. Es wurden wieder mehrere schwache Beben entlang des magmatischen Ganges beobachtet. Unter dem Zentralvulkan ereigneten sich 12 Beben mit Magnituden größer als 3. Das Stärkste brachte es auf M 5,0.
IMO brachte zwar keine neuen Zahlen über die eruptierte Lavamenge, es soll sich bei der Holuhraun-Eruption aber um den größten effusiven Vulkanausbruch auf Island handeln, seit der Laki-Eruption von 1783. Das Lavafeld bedeckt nun eine Fläche von über 60 Quadratkilometern.

Bardarubunga: 2 stärkere Erdbeben

Wie schon im letzten Posting erwähnt, hat sich die seismische Aktivität am Bardarbunga geändert. Es finden deutlich weniger Erdbeben mit Magnituden größer als 3 statt. Dafür ereignete sich in den letzten 24 Stunden 2 starke Erdbeben der Magnituden 5,4 und 5,0. Die Hypozentren beider Beben lagen in ca. 4 km Tiefe und hängen daher sehr Wahrscheinlich mit der Setzung des Calderabodens zusammen. Diese lag in den letzten Tagen zwischen 30 und 40 cm pro Tag. Insgesamt ist die Caldera um fast 40 m abgesackt. Das Volumen liegt bei 0,75 Kubikkilometer.

Stromboli: Lavastrom versiegt

Heute sieht man keine frische Lava über die Sciara del Fuoco fließen. Auf der ThermalCam sind aber noch Wärmesignaturen zu erkennen.
Die effusive Tätigkeit der vergangenen Monate hat nicht nur auf der Sciara del Fuoco deutliche Spuren hinterlassen, sondern auch im Gipfelkrater. Im Vergleich der beiden Bilder auf der Livecam sieht man deutlich neu entstandene Depressionen um die Förderschlote. Am markantesten fällt der eingesackte Hornito im Zentralbereich ins Auge, der mit dem NW-Krater zusammen gewachsen ist. Der NE-Krater ist ebenfalls deutlich abgesackt.

 

Copahue: Alarmstatus erhöht

Andauernde eruptive Tätigkeit des Vulkans in Chile veranlasste SERNAGEOMI den Alarmstatus auf “orange“ zu erhöhen. Es wurde eine 3 km Sperrzone um den Krater des Vulkans eingerichtet. Vulkanasche ging noch in 12 km Entfernung nieder und mit einer Verstärkung des Vulkanausbruchs wird gerechnet. Der Bürgermeister der Region sieht aber keine Notwendigkeit für Evakuierungen.