Ätna: 13. Paroxysmus

Update: Augenzeugen der Eruption berichten, dass sich der neue SE-Krater im Zuge des Vulkanausbruches heute stark verändert hat. An der Basis der Nordflanke des Krater öffnete sich ein neuer Förderschlot, aus der eine kleine Aschewolke aufstieg. Die Ostseite mit der Scharte, wo die Lavaströme auslaufen scheint ausgeräumt worden zu sein, ebenso ein Teil der Nordflanke des Kegels. Eine spektakuläre Lavanadel ist stehen geblieben.

Vor wenigen Minuten begann der 13. Ätna-Paroxysmus in diesem Jahr. Wie bei den vorangegangenen Vulkanausbrüchen am Vulkan auf Sizilien, steigt der Tremor rapide an und aus dem SE-2-Krater schießt eine Eruptionssäule empor. Wahrscheinlich werden auch wieder Lavaströme gefördert die ins Valle del Bove fließen. Seit Beginn des Jahres wurde aus dem Pitkrater an der Flanke des SE-Krater-Kegels ein eigenständiger Schlackekegel, der immer mehr mit dem ursprünglichen Südostkrater verschmilzt.

Vielen Dank an die vulkane.net Leser, die mich darauf aufmerksam machten!

6 Gedanken zu „Ätna: 13. Paroxysmus“

  1. Komme heute vom Sizilien-Urlaub zurück und war beim Ausbruch vom 08.09.2011Live dabei. Wir konnten alles von unserem Ferienhaus in Piedimonte Etnea aus ca. 10 km Entfernung bestens mit verfolgen. Der Wind stand günstig, so dass wir eine optimale Sicht auf den Etna hatten.
    Der Ausbruch begann um 8.20 Uhr und dauerte fast 2 Stunden! Es war ein gewaltiger Ausbruch mit riesiger Rauchsäule von wohl mehreren km Höhe. Tephra-Auswurf von sicherlich 400 bis 500 m Höhe und reichlich Lavafluß aus dem Pitkrater in Richtung Südost und teilweise auch nach Nordost.
    Wir sind dann gleich an den Berg hochgefahren und hochgelaufen. Wir standen 4 1/2 Stunden nach dem Ausbruch oben am Pitkrater, an dem wir auch schon am 07.09.2011 waren und haben uns die Verhältnisse vorher/nachher im Vergleich angesehen. Von der südöstlichen Flanke des Kraters hat es einen beträchtlichen Teil abgesprengt und dieser ist mit der Lava talwärts gerutscht. Eine bizarre senkrecht stehende ca. 50 m hohe aufrechte Felsnadel ist übriggeblieben und steht nun mitten in der Lavaausflusszone in der geöffneten Südostflanke des Kraters. Diese Felsnadel ist so groß, dass sie sogar vom Tal aus mit bloßem Auge aus ca. 10 km Entfernung in Piedimeonte Etnea leicht erkennbar ist. Der Ausbruch hat den Krater und sogar die Silhouette des ganzen Berges in der Ansicht aus nordöstlicher Richtung deutlich verändert.

    Grüße aus Nürnberg

  2. Ähhm,der Katla Beitrag ist auch hierhin verlinkt.

    Da ist wohl was schiefgelaufen. 🙂

    Übrigens,Katla alles Schmelzwasserbedingt,da grosse Teile des Gletschers schwarz sind.

    Mfg

  3. Hi,

    ich komme nicht ins Netz vom Ätna- bzw. Strombolistation. Wie schlimm ist es? Die Rauchsäule ist auch auf den Satellitenbild zu erkennen. Ich hoffe nur, daß der Server überlastet ist.

    Wäre schön, wenn Ihr was schreiben könntet.

    Danke!

    Grüße aus dem Erzgebirge

  4. Hi Marc, scheint aber diesmal ein etwas größeres Ereignis zu sein, oder? So wie man auf der Thermalcam sieht, sind die Fontänen aber bedeutend höher und breiter gefächert als bei den Eruptionen zuvor! Oder täuscht das?

Kommentare sind geschlossen.