Ätna wärmt auf

Seit 2 Tagen beobachten die sizilianischen Vulkanologen ein langsames Aufheizen des Ätnas. Über dem Sattelvent des Neuen-Südostkraterkegels wurde nachts ein roter Lichtschein beobachtet, der von der Lava im Schlot stammt. Gelegentlich wurden kleine strombolianische Eruptionen beobachtet. Der Aktivität voran ging ein plötzlicher Abfall des Tremors. MIROVA registrierte eine moderate Thermalstrahlung mit einer Leistung von 15 MW.

Nishinoshima ist heiß

Der japanische Inselvulkan Nishinoshima dominiert weiter das vulkanische Geschehens Asiens. Das VAAC Tokio registriert täglich mehrere Aschewolken, die bis auf einer Höhe von 4600 m aufsteigen. Der Wind verfrachtet die Aschewolken in nördlicher Richtung und lässt sie über dem Ozean abregnen. Gestern registrierte MIROVA eine thermische Strahlung mit einer Leistung von 1341 MW. Lavaströme sind weiterhin aktiv und lassen die Insel wachsen. Sie fließen ins Meer und erzeugt spektakuläre Dampfwolken.

Kanarische Inseln: Erdbeben M 3,3

Die Bebenserie bei den Kanaren geht weiter. Vor der Südwestküste der Insel El Hierro bebte es mit einer Magnitude von 3,3. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 31 km. In diesem Bereich der Asthenosphäre sammelt sich gerne Magma, das in den unteren Bereich der Erdkruste eindringt. Vor der Südküste El Hierros ereignete sich im Jahr 2011 ein submariner Vulkanausbruch. Monate vor der Eruption zog die Seismik an.

Santiaguito läuft zur Höchstform auf

In Guatemala ist der Domvulkan Santiaguito zur Höchstform aufgelaufen. Lokale Medien berichten von Schutt-und Ascheströmen, sowie dem gelegentlichen Abgang von Pyroklastischen Strömen. Sie fließen über den Süd- und Südwesthang und können die Basis des Domkomplexes erreichen. Bei einer weiteren Aktivitätssteigerung könnten die Fincas gefährdet werden, die sich in Vulkannähe befinden. INSIVUMEH berichtet zudem von explosiver Aktivität, bei der Vulkanasche bis auf einer Höhe von 3000 m aufsteigt. Das Foto stammt aus dem Archiv.

Das wir einen so aktiven Santiaguito gesehen haben, ist ein paar Jahre her. Würde sich Guatemala nicht in einem Lockdown befinden, wäre der Vulkan jetzt ein schönes Ziel für Vulkanbeobachter. Zudem sind noch 2 weitere Vulkane in Guatemala aktiv. Einer ist der Pacaya.

Pacaya eruptiert langen Lavastrom

Pacaya ist weiterhin explosiv- und effusiv aktiv. Die strombolianischen Eruptinen aus dem Mckenney-Krater erreichen eine Höhe von bis zu 100 m. Die Vulkanologen berichten von einem 1200 m langen Lavastrom. Er teilt sich in 2 Arme. Einer fließt in den Norden, der andere in den Nordwesten. Die Ströme sollten von der Aufstiegsroute aus zugänglich sein.

Fuego speit Tephra

Der 3. aktive Vulkan Guatemalas ist der Fuego. Er ist explosiv Tätig und erzeugt stündlich zwischen 10 und 15 Eruptionen. Die Vulkanasche erreicht eine Höhe von 4700 m ü.N.N. und driftet mit dem Wind bis zu 15 km in nordwestliche Richtung. Einige Explosionen lassen in 7 km entfernten Dörfern die Fensterscheiben klirren und erzeugen rumpelnde Geräusche. Glühende Tephra steigt bis zu 300 m hoch auf. Es gehen Block- und Schuttlawinen ab.

Island: Seismik zog an

Unter der isländischen Reykjanes-Halbinsel rumpelte es gestern wieder stärker. In den letzten 48 Stunden wurden 212 Erdbeben registriert, das Stärkste hatte eine Magnitude von 3,3. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 5,6 km. Das Epizentrum manifestierte sich 3,5 km nordwestlich von Grindavik.

An der Askja und der Tjörnes-fracture-zone bebte es mit Magnituden größer 3. Island ist seismisch ziemlich unruhig. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis wieder ein Vulkan ausbrechen wird.

Taiwan installiert Frühwarnsystem

Taiwan will bis Ende des Jahres ein Eruptions-Frühwarnsystem einrichten, dass sich an internationale Standards orientiert. An dem Frühwarnsystem sollen Maßnahmen zur Katastrophenverhütung gekoppelt sein. Die Zuständige Behörde ist das CWB (Central Weather Bureau). Dem CWB untersteht auch die Seismologiebehörde, die Eng mit den Vulkanologen zusammenarbeitet. Mit dieser Struktur steht Taiwan nicht alleine da, denn in vielen anderen Staaten ist die Überwachung der Vulkane mit den örtlichen Meteorologiebehörden gekoppelt, so etwa in Island und Japan.

Überwacht werden sollen die beiden als aktiv eingestuften Vulkangebiete im Norden des Landes. Das sind die Vulkansysteme von Datun bei Taipeh und die Turtle Island in Yilan. Beide Vulkangebiete gelten als aktiv, wenn man die allgemein gültige Interpretation des Begriffs heranzieht, nach dem ein Vulkan als aktiv eingestuft wird, wenn er in den letzten 10.000 Jahren ausgebrochen ist.



Das Warnsystem stuft die Aktivität der Vulkane in einem 3-stufigen Ampel-System ein. Stufe “0” ist gleich “grün” und bedeutet keine Gefahr. Stufe “1” wird mit “gelb” gleichgesetzt und kommt einer Warnung vor einem möglichen Ausbruch gleich. In dieser Phase wird normalerweise eine Zunahme der Seismik registriert. Stufe “3” entspricht dem “roten” Alarm, wenn ein Vulkanausbruch begonnen hat, oder unmittelbar bevorsteht.

Zu den Überwachungskriterien gehören Veränderungen in der Form der Erdkruste, die Freisetzung bestimmter Gase und Veränderungen der Unterwassertemperatur, sagte das CWB in einer Pressemeldung und fügte hinzu, dass sowohl das CWB, als auch das Ministerium für Technologie und Wissenschaft Beobachtungsstationen auf dem Berg Datun haben.

Obwohl die Vulkane in Taiwan seit Tausenden von Jahren inaktiv sind, könnten sie nach einer Studie der Academia Sinica immer noch ausbrechen.

Warnungen werden über das Internet, Textnachrichten und Handy-Sendungen verbreitet, ein gezielter Nachrichtendienst, der die Menschen in bestimmten Gebieten benachrichtigt, so das CWB.

Vulkanobservatorium Deutschland?

Damit ist Deutschland eines der wenigen Länder der weiter entwickelten Welt, dass über kein Vulkanologisches Warnsystem verfügt, obwohl es auch ein als aktiv einzustufendes Vulkangebiet besitzt. Gemeint ist die Vulkaneifel. Der letzte Ausbruch fand hier vor ca. 11.000 Jahren statt, doch aufgrund einer großen Brandbreite in den Datierungen, könnte die letzte Eruption des Ulmener Maars auch erst 9500 Jahre her sein und müsste demnach gemäß Definition noch als aktiv eingestuft werden. Darüber hinaus rückt die Wissenschaft langsam von der 10.000 Jahre-Definition ab, denn es mehren sich die Hinweise darauf, dass Vulkane auch noch nach längeren Ruhephasen ausbrechen können. Tatsächlich wurden erst vor kurzem Hinweise entdeckt, dass der Magmenkörper unter der Eifel aktiv ist.

Pacaya: Aktivität ist hoch

Der Vulkan Pacaya in Guatemala steigerte seine Aktivität wieder. Aus dem Mckenney Krater wird glühende Tephra gefördet, die bis zu 100 Meter über Kraterhöhe aufsteigt. Auf der Nordwestflanke fließt ein Lavastrom mit einer Länge von gut 500 m. Der Lavastrom ist weithin sichtbar und lockt lokale Fotografen an. Es wird Tremor registriert, der auf den Aufstieg frischen Magmas aus der Tiefe hindeutet.

Fuego: Lahre gehen ab

Eine weitere Meldung aus Guatemala betrifft den Fuego bei Antigua. Anhaltende Regenfälle im oberen Bereich des Feuerbergs lösten Lahare aus. In einem Sonderbulletin von INSVUMEH wurden sie als schwach bis moderat beschrieben. Die Schlammströme hatten eine Breite von gut 20 m und flossen durch den Rio Mineral. Sie transportierten nicht nur Schlamm, sondern auch Äste, Baumstämme und Geröllblöcke.

Darüber hinaus ist der Fuego weiter explosiv aktiv und generiert stündlich 10-12 strombolianische Eruptionen. Glühende Tephra steigt bis zu 200 m über Kraterhöhe auf. Schuttlawinen fließen durch die diverse Schluchten.

Ebeko produziert Aschewolken

Der russische Vulkan Ebeko liegt auf der Kurileninsel Paramushiri und eruptiert fleißig weiter. Das VAAC Tokio registrierte seit gestern 4 Aschewolken, die vom Vulkan eruptiert wurden. Sie stiegen bis auf einer Höhe von bis zu 3700 m auf und wurden vom Wind in östlicher Richtung verdriftet. Eine deutsche Expedition, die den entlegenen Vulkan im letzten Jahr besuchte, stellte fest, dass der Ebeko weitaus häufiger ausbrach, als es die VONA-Meldungen vermuten ließen. Zudem wurden spektakuläre vulkanische Blitze in den Eruptionswolken dokumentiert. Das Bild stammt von Martin Rietze und zeigt eine dieser Eruptionen.


Sangay: Thermische Anomalien detektiert

Der ecuadorianische Vulkan Sangay ist weiter aktiv. Heute wurden explosive Eruptionen festgestellt, die Vulkanasche bis auf einer Höhe von 6400 m aufsteigen ließen. Die Asche wurde in Richtung Westen verdriftet. In einem Sonderbericht des IGEPN wurden die morphologischen Änderungen am Vulkan untersucht, die durch die Eruptionen verursacht wurden. Am auffälligsten ist eine Depression auf der Südostflanke. Sie wurde von Lavaströmen, Schuttlawinen und pyroklastischen Strömen in die Flanke gegraben. Die Schlucht ist fast 400 m breit, 4 km lang und geht vom Krater aus. In ihr wurden 3 thermische Anomalien detektiert. 2 der Anomalien befinden sich im oberen Bereich der Schlucht. Die oberste Anomalie liegt im Kraterbereich und markiert einen explosiv tätigen Schlot. Die 2. Anomalie liegt unterhalb der Basis des Kraters und repräsentiert die Quelle der Lavaströme. Die 3. Wärmequelle befindet sich im unteren Schluchtbereicht und wird vermutlich durch eine Ansammlung heißer Ablagerungen pyroklastischer Ströme erzeugt.

Stromboli: Aktivität auf Tiefststand

Die vulkanische Aktivität auf Stromboli hat einen neuerlichen Tiefstand erreicht. Am Samstag wurden weniger als 10 Ausbrüche am Tag registriert, die sich im nordöstlichen Kratersektor manifestierten. Der Durchschnittswert liegt bei 100 täglichen Eruptionen. Auch die restlichen Parameter sind niedrig, einzig der Kohlendioxid-Ausstoß wird im Bericht des LGS als moderat bezeichnet. Die Fluktuationen der letzten Wochen sind bemerkenswert groß.

Japan: schwere Überschwemmungen

Über dem Südwesten Japans wüteten schwere Stürme, die Starkregen mit sich brachten und ganze Landstriche überfluteten und Erdrutsche auslösten. Besonders stark hat es die Prefekturen Kagoshima und Kumamoto auf der Insel Kyushu getroffen. Der Katastrophenschutz rief über 200.000 Menschen dazu auf ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. 13 Personen wurden vermisst gemeldet. Zu mehreren Bewohnern überfluteter Ortschaften ist der Kontakt abgebrochen. Für zahlreiche Regionen wurde die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen. Das kommt in Japan in den letzten Jahren häufiger vor. Aufgrund des Klimawandels nehmen auch in Asien die Wetterextreme zu.

Der Regierungschef Sinzo Abe beschloss den Einsatz des Militärs und will 10.000 Soldaten in das Katastrophengebiet entsenden. Die Unwetter drohen nun auch in den Westen der Inselrepublik zu ziehen.

Brasilien: Regenwald in Flammen

Wie praktisch in jedem Jahr in Zeiten des fortschreitender Umweltzerstörung, so brennen auch aktuell wieder große Gebiete im Amazonas-Regenwald nieder. Alleine im Juni wurden  2248 Feuer registriert. Das ist ein Spitzenwert, der nur im Juni 2007 getoppt wurde. Die meisten Feuer sind von Menschen gemacht: erst werden alle wertvollen Hölzer gerodet und dann wird der Rest angezündet, um Weideland für Rinder zu schaffen. Präsident Jair Bolsonaro strich das Budget der Umweltbehörde Ibama drastisch zusammen und schwächte so bewusst den Umweltschutz und lieferte den Regenwald illegalen Holzfällern aus. Seit August letzten Jahres steigerten sich die illegalen Rodungen um 34%

Botswana: Massensterben von Elefanten

In Botswana starben Hunderte Elefanten aus bisher ungeklärten Ursachen. Die ersten toten Tiere wurden Anfang Mai entdeckt. Bisher stieg ihre Zahl auf über 330 Tiere an. Alleine 169 Kadaver wurden während eines 3 stündigen Hubschrauberfluges entdeckt. Die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Da die Tiere alle noch ihre Stoßzähne hatten, wurde Wilderei als Todesursache ausgeschlossen. Ebenso schließen Experten eine absichtliche Vergiftung, da es kaum andere tote Tiere gibt. Ob die Elefanten einer Krankheit zu Opfer fielen, werden veterinäre Untersuchungen zeigen.

Alaska: Erdbeben Mw 5,5

Heute Vormittag bebete es vor der Südküste des US-Bundesstaates Alaska. Das Erdbeben hatte die Magnitude 5,5. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. So flach gelegene Erdbeben haben ein besonders hohes Potenzial Tsunamis auszulösen. Allerdings war die Magnitude dafür noch etwas gering. Das Epizentrum wurde 361 km östlich von Akuta lokalisiert. In den vergangenen Tagen bebte in der Region öfters die Erde.

Tadschikistan: Erdbeben M 5,4

Gestern ereignete sich eine Reihe Erdbeben mit Magnituden im 5-er Bereich. Das stärkste dieser Beben manifestierte sich in Tadschikistan. Es hatte die Magnitude 5,4 und lag in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurde 49 km westlich Karakenja lokalisiert. Die Gemeinde hat gut 2800 Einwohner.

Eine weiteren Erdstoß mit der Magnitude 5,3 wurde in der Nähe der Osterinsel registriert. Wobei, Nähe ist ja bekanntlich relativ: Das Epizentrum befand sich fast 900 km südlich der -zu Chile gehörenden- Osterinsel.

Bereits vorgestern bebte die Erde in Puerto Rico. Es wurde eine Magnitude 5,3 ermittelt. Das Epizentrum befand sich 9 km südöstlich von La Parguera. Das Hypozentrum lag in nur 3 km Tiefe. Entsprechend stark wirkte sich das Beben an der Oberfläche aus. Zuvor wurde in der gleichen Region eine Erschütterung der Magnitude 4,9 registriert.

Hawaii: Erdbeben M 4,6

Am Freitag kam es zu einem vergleichsweise starken Erdbeben am Kilauea auf Big Island Hawaii. Es hatte die Magnitude 4,6. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 7,6 km. Das Epizentrum wurde nahe der Südküste bei Kalapana lokalisiert, in einer Entfernung von 15 km zum Fern-Forrest, wo der Wanderweg zum Pu’u’O’o-Krater beginnt. Gestern gab es ein etwas schwächeres Beben der Magnitude 4,3.

Nevada: zahlreiche Erdbeben

In Nevada kommt es zu leichten Erdbeben an 2 Lokalitäten. Die Erdstöße lagen im 2-er Bereich. Im angrenzenden Kalifornien bebte es in 2 vulkanisch geprägten Regionen: Am Mono Lake und am Rand der Long Valley Caldera.

Sizilien: Erdbeben am Ätna

Gestern bebte es unter der Westflanke des Vulkans Ätna auf Sizilien. Das Beben hatte die Magnituden 2,3 und lag in 29 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich bei der Ortschaft Bronte. In den vergangenen Tagen hatte es hier öfters gebebt. Die Erdbebenherde lagen im oberen Erdmantel. Typischerweise sammelt sich dort Magma an.

Popocatepetl: Vulkan mit Stimmung

Nahe der mexikanischen Hauptstadt ist der Popocatepetl weiterhin aktiv. Das Institut CENAPRED veröffentlichte gestern ein sehr stimmungsvolles Foto einer Eruption zum Sonnenuntergang. Neben der Explosion wurden 169 Asche-Dampf-Exhalationen und 32 Minuten Tremor registriert. Heute wurden ebenfalls explosive Vulkanausbrüche festgestellt: das VAAC brachte 2 VONA-Meldungen heraus, nach denen Vulkanasche bis auf einer Höhe von 5800 m aufgestiegen war.

Popocatepetl mauserte sich in den letzten Jahren zu einem daueraktiven Vulkan. Nur selten kommt es zu längeren Eruptionspausen. Zudem wächst sporadisch ein Lavadom im Krater. Der Aufstieg ist verboten.

Nishinoshima weiterhin aktiv

Auch vom japanischen Inselvulkan Nishinoshima gibt es VONA-Meldungen. Vulkanasche wurde in 4900 m Höhe detektiert. In den sozialen Medien sind Bilder vom 2. Juli aufgetaucht, die von einem Schiff aus aufgenommen wurden. Die Fotos verdeutlichen die Größe der Eruptionswolken sehr schön. Zu diesem Zeitpunkt erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von 4200 m.

Pacaya: Lavastrom weiter aktiv

Am guatemaltekischen Vulkan Pacaya gehen die Eruptionen weiter. Aus dem Mckenney-Krater wird glühende Tephra eruptiert, die bis zu 75 m hoch ausgespieen wird. Der Lavastrom hat eine Länge von 400 m. Gegenüber den letzten Tagen ist die Aktivität rückläufig. Dennoch bekommen potenzielle Besucher ein fantastisches Schauspiel geliefert. Da auch in Guatemala ein Corona-Lockdown ausgerufen wurde, findet die Eruption aber praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Fuego erzeugte Lahare

Bleiben wir noch ein wenig in Guatemala: bereits am 29 Juli wurden am Fuego Lahare generiert. Die Schlammströme gingen durch die Schluchten von Seca und Santa Teres ab und wurden von starken Regenfällen ausgelöst. Lahare entstehen oft in Gebieten, die zuvor von pyroklastischen Strömen heimgesucht wurden, wie es im Jahr 2018 auch am Fuego der Fall gewesen war.

Lahare stellen eine ernste Bedrohung dar, denn es wird nicht nur Schlamm transportiert, sondern auch PKW-große Gesteinsbrocken, die ganze Hauswände zum kollabieren bringen können. Wenn sie durch ein Flussbett poltern, dann erzeugen sie laute Geräusche und so kann man einen Lahar hören, lange bevor man ihn sieht. Baumstämme stellen eine weiter Gefahr dar. Derartiges Transportgut kann einen künstlichen Damm erzeugen, so dass dann größere Überflutungen drohen, wenn der natürliche Abfluss behindert wird. Besonders an Brücken droht Staugefahr: der Lahar kann dann die Brücke überspringen und neugierige Beobachter mit sich reißen.