Kleine Ascheerptionen am Ätna

Laut Dr. Boris Behncke gab es in den letzten Tagen vereinzelte kleine Ascheausbrüche am Südost-Krater des Vulkans Ätna. Viele Vulkanophile hoffen auf einen weitern größeren Vulkanausbruch wie dem Paroxysmus in Februar dieses Jahres.

Der Südost-Krater feiert in diesen Tagen seinen 40. Geburtstag. 1996 bestieg ich ihn zum ersten Mal. Damals glich er noch einer flachen Schüssel, in deren Mitte ein kleiner Kegel wuchs.

Seismik auf Island

Unter dem subglazialen Vulkan Katla rummpelt es heute mal wieder. In den letzten 24 Stunden hat sich eine kleine Erdbebenserie ereignet. Ein Beben fand unter dem Fimmförduhals-Pass statt. Dieser liegt zwischen den beiden Gletschervulkanen Katla und Eyjafjallajökull und war im letzten Jahr Schauplatz der ersten Eruptionsphase des Vulkanausbruches am Eyjafjallajökull.

Die Erdbebenserie muss nicht zwangsläufig auf einen bevorstehenden Vulkanausbruch hinweisen, könnte dennoch ein Anzeichen dafür darstellen, dass sich Magma im Untergrund der Katla bewegt.

Droht den Philippinen ein Vulkanausbruch?

Einer der größten Vulkane der Philippinen wird unruhig. Der Taal-Vulkan machte bereits im letzten Jahr durch eine Zunahme der Seismik von sich Reden. Nun stieg die Kohlendioxid-Emission um mehr als den Faktor 4 an. Vor einem Jahr wurden täglich ca. 1000 Tonnen des Treibhausgases exhaliert, heute sind es ca. 4600 Tonnen am Tag. Dies wird als Indiz gedeutet, das Magma im Untergrund entgast.

Ob und wann es zu einem Vulkanausbruch kommen wird ist noch ungewiss. Der Taal produzierte während der Bronzezeit einen Ausbruch mit einem VEI 6. Im 18. Jahrhundert brachte es eine Serie von Ausbrüchen auf einen VEI 3. Letzter größere Ausbruch war 1965.

Soufrière Hills

Der Soufrière Hills Vulkan auf Montserrat war für einige Monate aus den News verschwunden. Nun meldet er sich mit der Nachricht zurück, das am 24.03 ein pyroklastischer Strom durch das Tar River Valley floss. Er legte eine Strecke von gut 2 km zurück. Zudem wurde ein Lahar beobachtet.

Trotz der Meldung ist das Domwachstum nur gering. Es wurden nur 13 Steinschläge und 5 vulkanische Erdbeben registriert. Der Schwefeldioxid-Ausstoß ist vergleichsweise niedrig.

Vulkanausbruch am Karangetang

Der Vulkan Karangetang auf der indonesischen Insel Siau ist weiterhin aktiv. Allerdings ist die stärke des Vulkanausbruches etwas zurück gegangen und der Alarmstatus wurde auf “Orange” zurückgestuft. Der Domvulkan produziert pyroklastische Ströme und strombolianische Eruptionen. Zahlreiche Anwohner wurden evakuiert.

Vor einigen Jahren ist ein Pyroklastischer Strom durch ein Dorf an der Küste des Vulkans geflossen und hat es in 2 Hälften geteilt.

2 weitere Vulkane Indonesiens befinden sich im Alarmstatus “orange”: der Bromo und der Ibu.

Tsunami vor Japan

Vor der japanischen Insel Honshu ereignete sich ein Seebeben der Stärke 7,9. Ein Tsunami rast auf die Küste zu. Die Tsunamiwarnung würde für den gesamten Westpazifik-Raum ausgegeben. Weitere Infos folgen.

Starke Erdbeben können auch Vulkanausbrüche triggern. In Japan gibt es zahlreiche Vulkane, von denen 3 derzeit aktiv sind.

Update: Manche Quellen sprechen von einem Erdbeben der Stärke 8.9. Eine 10 Meter hohe Flutwelle hat die Hafenstadt Sendai überrollt. Es ist von mindestens 18 Toten und zahlreichen Verletzten die Rede. Vermutlich werden die Opferzahlen dramatisch ansteigen. Zahlreiche Gebäude wurden entlang der Küste durch die Erdstöße zerstört. Selbst im 400 km entfernten Tokio gab es Brände und Stromausfall.

Ein Tsunami wird gegen 14 Uhr (MEZ) auf Hawaii erwartet.

Vulkanausbruch am Kilauea

Der Vulkanausbruch auf Hawaii geht auf moderatem Niveau weiter! Das Spaltensystem hat mittlerweile eine Länge von 2,5 km. An verschiedenen Stellen kommt es immer wieder zu Paroxysmen. Das sind Eruptionsphasen in denen sich die Aktivität kurzfristig steigert um dann relativ schnell wieder an Intensität zu verlieren. Zwischen den einzelnen Hochphasen kommt es zeitweilig zum Erliegen der Tätigkeit. Tremor und Schwefeldioxid-Asustoß sind hoch, sodass mit Anhalten der Eruption zu rechnen ist.

Die Lavaströme am ocean entry haben ihre Aktivität derweil eingestellt. Zur Zeit fließt keine Lava ins Meer.

Kilauea

Die Eruption am Kilauea auf Hawaii geht weiter. Allerdings kam es in der Nacht zu mehreren Ruhepahsen, während derer der Lavaausfluß stoppte. Der Tremor ist weiterhin hoch, sodass mit weiterer Aktivität zu rechnen ist.

Das aktive Spaltensystem hat nun eine Länge von gut 500 m und liegt zwischen Pu`u O`o und Napau-Krater, genauer 2 km südwestlich des Pu`u O`o Kraters. In dieser Gegend hat es seit längerem keinen Lavadurchbruch mehr gegeben.

Update: Die stop-and-go Tätigkeit geht weiter. Es wird von 25 m hohen Lavafontänen berichtet. Ein Lavastrom ergießt sich in eine Spalte und bildet einen spektakulären Lavafall. Die Gegend um das Eruptionszentrum wurde weiträumig gesperrt.

Vulkanausbruch auf Hawaii

Gestern Nachmittag (Ortszeit) begann am Kilauea auf Hawaii eine neue Eruption. Der Vulkanausbruch begann gegen 14 Uhr, als die Messinstrumente des HVO starke Deflation und einsetzenden Tremor registrierten. Der Boden des Pu’u ‘O’o Kraters begann massiv abzusacken und rotglühende Lava quoll aus den Rissen. Der Lavasee im Halema’uma’u Krater fiel rasch ab und die Kraterwände kollabierten teilweise. Die Lava fließt in Richtung der “middle east rift zone” ab, wo sich zwischen Maka`opuhi und den Nāpau-Kratern scheinbar eine Spalte öffnete. Ein Beobachtungsflug zeigte vulkanische Aktivität bei den Nāpau-Kratern. Sobald Genaueres bekannt ist poste ich hier Einzelheiten.

Update: Das HVO zeigt erste Aufnahmen der Eruption. In einem System mehrerer Spalten quillt auf ca 100 m Länge Lava hervor. An zahlreichen Stellen kommt es zu kleinen Lavafontänen und Spattering.

Santiaguito

Am Domvulkan Santiaguito kam es am 03.03. zu einem Vulkanausbruch, bei dem neben einer Aschewolke ein 2,5 km langer Pyroklastischer Strom gefördert wurde. In benachbarten Ortschaften regnete es Asche.

Der Santiaguito ist ein Nebenvulkan des Santa Maria und wuchs an der Steller einer abgescherten Flanke des Hauptvulkans. Es wächst bereits die 4. Domgeneration und es kommt mehrmals täglich zu kleineren Ascheausbrüchen. Pyroklastische Ströme sind dagegen seltener, stellen aber eine große Gefahr dar.