Yellowstone: neuer Erdbebenschwarm

Seit gestern manifestiert sich ein neuer Erdbebenschwarm nördlich von West-Yellowstone. Es gab 8 Erdbeben mit Magnituden größer als 2. Das Stärkste brachte es auf Mw 3,1. Das Hypozentrum lag in 7,3 km Tiefe. In den letzten Wochen gab es mehrere dieser Erdbebenschwärme. Am 21.08.17 werden ungewöhnlich viele Touristen zum ältesten Nationalpark der Welt reisen, denn dann kann man von etwas weiter südlich aus eine totale Sonnenfinsternis beobachten.

Beben bei Oklahoma Citiy

Um in den USA zu bleiben: nördlich von Oklahoma City gab es ein mittelstarkes Erdbeben der Magnitude 4,2.  Sein Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe.

Erdbebenschwarm bei Landmannalaugar

Unweit des isländischen Thermalgebietes Landmannalaugar gab es ein Schwarmbeben mit (bisher) 41 Einzelbeben. Sie liegen in relativ geringer Tiefe. Landmannalaugar liegt nördlich der Katla in der Torfajökull-Caldera.

Sinabung: Eruption mit Aschewolke

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra erzeugte heute einen pyroklastischen Strom. Dieser wurde durch einen partiellen Domkollaps verursacht. Vulkanasche stieg bis zu 4,5 km hoch auf. In den letzten Monaten wuchs der Lavadom relativ langsam. Dafür gab es mehrere explosive Eruptionen. Es ist gut möglich, das dem Domkollaps eine dieser explosiven Eruptionen voran ging.

Klyuchevskoy eruptierte

In der Meldung gestern schrieb ich über die Ruhe am Klyuchevskoy. Doch diese sollte nicht lange halten: kaum geschrieben, da eruptierte der Vulkan im fernen Kamtschatka eine Aschewolke.

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Karymsky: weitere Eruptionen

Der Karymsky scheint dieser Tage der aktivste Vulkan auf Kamtschatka zu sein. In den letzten 4 Tagen registrierte das VAAC Tokyo 8 Aschewolken des entlegenen Vulkans. Vulkanasche wurde dabei in 7 km Höhe festgestellt. Von den Vulkanen Klyuchevskoy und Shiveluch liegen keine neuen Meldungen vor.

Sakurajima mit neuen Eruptionen

Der Vulkan in Japan tauchte vergangene Woche 3 Mal in den Meldungen des VAAC Tokyo auf. Ein kurzes Aufflackern der Aktivität zeigt, dass Sakurajima immer noch aktiv ist. Allerdings ist es um diesen Vulkan in den letzten Wochen auch wieder ruhiger geworden.

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Teneriffa: Aktivität erhöht

Auf der Kanareninsel Teneriffa sind Seismik und Kohlendioxidausstoß der Vulkane erhöht. Am Samstag ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 3,3. Es war das stärkste Erdbeben einer Serie von insgesamt 59 Beben innerhalb eines Monats. Ansonsten bebt es deutlich weniger auf den Kanaren. Die Beben manifestieren sich zwischen Teneriffa und Grand Canaria. Zudem wurden am Cumbre Dorsal auf Teneriffa 3-fach erhöhte CO2 Emissionen nachgewiesen. Diese Daten bedeuten allerdings nicht, dass in der Ferienzeit ein Vulkan auf der beliebten Urlaubsinsel ausbrechen wird.

Gasausstoß auf La Palma

Eine weitere Kanareninsel steht heute in den Schlagzeilen: auf La Palma wurde der CO2-Ausstoß aller Vulkane von INVOLCAN gemessen. Dabei fand man heraus, dass die Feuerberge täglich 800 Tonnen CO2 ausstoßen.

Erdbeben südlich von Kreta

Vor der Südküste Kretas ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe. Es entstanden keine größeren Schäden. Weiter östlich gibt es immer noch Nachbeben zwischen Kos und der Türkischen Küste.

 

Katla: Gletscherlauf lässt nach

Der Gletscherlauf des Myrdalsjökull lässt etwas nach. Die Konduktivität ist rückläufig. Bisher lassen sich die Spekulationen über einen kleinen subglazialen Vulkanausbruch werden bestätigen, noch dementieren. Offizielle Stellungsnahme des IMO ist, dass der Jökulhlaup (Gletscherlauf) durch erhöhte geothermale Aktivität verursacht wurden. Die Seismik hat ebenfalls nachgelassen.

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Stromboli: größere Explosion

Vorgestern ereignete sich am Vulkan Stromboli scheinbar eine größere explosive Eruption als üblich. Das Foto links wurde gestern auf Facebook veröffentlicht, allerdings ohne weitere Angaben, außer, dass alle Besucher des Vulkans wohlauf sind und es keine Verletzte gab. Die Explosion ereignete sich ohne Vorwarnung und förderte relativ viel Vulkanasche. Sie fand aus 2 Schloten gleichzeitig statt, wobei mehr glühende Tephra aus dem westlichen Schlot kam. Auf der realtime LiveCam sieht man derzeit häufige Eruptionen die gegenüber dem Vormonat etwas an Stärke zugenommen haben. Vermehrt landen glühende Schlacken auf den Außenflanken des Kraterbereichs.

Gletscherlauf an der Katla

Auf Island gibt es derzeit einen schwachen Gletscherlauf im Fluss Múlakvísl.

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Island: Schwarmbeben geht weiter

Das Schwarmbeben auf der Reykjanes-Halbinsel geht weiter. In den letzten 48 Stunden manifestierten sich am Vulkan Fagradalsfjall 577 Einzelbeben. 14 hatten eine Magnitude größer als 3. Die Hypozentren liegen in geringer Tiefe von durchschnittlich 5 km, wobei es sowohl Beben gibt, die in nur 1 km Tiefe liegen und solche, die fast 10 km tief sind. In den isländischen Medien wird ausführlich über die Bebenserie berichtet. In dem verlinkten Artikel wird der Geophysiker Páll Einarsson zitiert. Er spricht davon, dass sich in dem Gebiet tektonischen Platten treffen und impliziert damit, dass das Schwarmbeben nicht magmatischen Ursprungs ist. In anderen Berichten wird dagegen ganz klar von einer Magmenintrusion gesprochen. Die isländischen Behörden haben bisher den Alarmstatus des Vulkans nicht erhöht.

Über den Vulkan Fagradalsfjall gibt es wenig im Web zu finden. Es handelt sich um einen niedrigen Tafelberg-Vulkan von 385 m Höhe. Er ist im Pleistozän entstanden, als Island komplett mit Gletschern bedeckt war. Ob er nach der Eiszeit noch einmal eruptierte ist mir nicht bekannt. Die Reykjanes-Halbinsel ist geothermisch sehr aktiv. Hier wird in Geothermalkraftwerken Strom produziert und die berühmt Blaue Lagune ist nicht weit entfernt.

Naturkatastrophen

Hochwasser in Deutschland

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tagen ist es vor allem in Mitteldeutschland vielerorts zu Überflutungen gekommen. Besonders betroffen ist das südliche Niedersachsen und der Harz. In Goslar wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Aus dem Bach „Abzucht“ ist ein reißender Strom geworden. Viele Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll.

Dramatisch ist auch die Lage in Wernigerode. Dort läuft eine Talsperre über. Man versucht den Wasserstand kontrolliert zu senken. Dadurch könnte es in der Stadt zu neuen Überflutungen kommen.

Die Lage im in Hildesheim (Niedersachsen) bleibt angespannt. Der Pegel des Flusses Innerste stieg er in der Nacht über die sieben Meter Marke an. Deiche drohen zu brechen.

Waldbrände in Südeuropa

Während es in Deutschland derzeit „Land unter“ heißt, wüten im Mittelmeerraum verheerende Waldbrände. Besonders schlimm betroffen sind derzeit Südfrankreich und die Insel Korsika.  In Frankreich mussten bei Bastidonne in der Provence 100 Häuser evakuiert werden. 800 Hektar Wald fielen den Flammen zum Opfer. Südlich des Badeortes St. Tropez kämpfte die Feuerwehr gegen einen Waldbrand.

In Italien musste eine Autofabrik von Fiat Chrysler bei Termoli evakuiert werden. Die Brände am Vesuv scheinen derzeit unter Kontrolle zu sein.

Island: Schwarmbeben

Update 27.07.17: Das Schwarmbeben hält weiter an, verliert heute Morgen allerdings etwas an Intensität. Insgesamt wurden in den letzten 48 Stunden 357 Erdbeben registriert, 12 davon mit Magnituden größer als 3. Die Bebenherde haben sich weiter in Richtung des Vulkans Fagradalsfjall verlagert. Eine Magmenintrusion als Grund für das Schwarmbeben scheint somit immer wahrscheinlicher zu werden. Zudem ist die Katla ebenfalls ins wanken gekommen. Dort wurden 55 Erdbeben gemessen. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 4,5.

Originalmeldung: Seit heute Morgen gibt es einen Erdbebenschwarm auf der Reykjanes-Halbinsel zwischen Reykjavik und Keflavik. Es wurden inzwischen mehr als 200 Einzelbeben registriert, 7 von ihnen mit Magnituden größer als 3. Das stärkste Erdbeben brachte es auf M 4,0. Das Hypozentrum lag in 5 km Tiefe. Schwarmbeben sind in der Gegend Islands, um den See Kleifarvatn nicht ungewöhnlich. Sie sind meistens tektonischen Ursprungs, da hier eine Riftzone verläuft. Diese steht im Zusammenhang mit den plattentektonischen Prozessen entlang der Grenze von Europa und Nordamerika. Die aktuellen Beben können aber auch von einer Magmaintrusion verursacht werden. Die Beben liegen an der Nordflanke des Vulkans Fagradalsfjall.

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