Kilauea: Lavadelta kollabiert

Erneut ist es am Kilauea auf Hawaii zu einem Kollaps des Lavadeltas gekommen. Dieses wuchs seit gut 6 Wochen, nachdem der spektakuläre Lavafall verkrustete. Diesmal ist noch ein schmaler Streifen des Deltas stehen geblieben und die Steilklippe ist noch stehen geblieben, so dass es keinen neuen Lavafall gibt. Augenzeugen berichteten allerdings auch diesmal von litoralen Explosionen. 

Das HVO veröffentlichte vorher-nachher Fotos des Lavadeltas. Bereits am 27 April hatten sich erste Risse gebildet, doch am 03. Mai ging alles ganz schnell: innerhalb von 5 Minuten war da Delta verschwunden. Nun kann Lavastrom 61g wieder damit beginnen ein Neues aufzubauen. 

Nevados de Chillan: weitere Ascheeruptionen

Der Vulkan Nevados de Chillan liegt in der chilenischen Region Bio Bio. Seit letztem Monat kommt es immer wieder zu sporadischen Ascheeruptionen, so auch gestern. Der Alarmstatus steht auf gelb. Mit etwas Glück sieht man die Eruptionen auf der LiveCam.

Um ein wenig in Chile zu bleiben: gestern ereigneten sich ebenfalls mehrere Erdbeben bei Valparaiso. Die Beben hatten Magnituden bis 4,3 und lagen wenige Kilometer vor der Küste. 

Ein interessantes Erdbeben gab es im Süden der japanischen Insel Kyushu: dieses hatte eine Magnitude von 4,9 und lag in 60 km Tiefe. Das Interessante daran ist der Umstand, dass es sich nur wenige Kilometer vom Vulkan Sakurajima entfernt ereignete.

Die Aktivität am Sakurajima ist indes rückläufig. Gestern gab es nur einer Eruption, die vom VAAC Tokyo registriert wurde.

Kick-‘em-Jenny: Erhöhung der Warnstufe

Der submarine Vulkan Kick-‘em-Jenny liegt 5 km vor der Küste der Karibikinsel Grenada und bereitet den Wissenschaftlern Sorgen: am Wochenende wurden 43 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert und man geht von einer Eruption des Vulkans aus. Allerdings liegt der Gipfel des Submarinen Vulkans in so großer Tiefe, dass man nicht mit einem Tsunami rechnet, dass berichtet zumindest das online-Magazin cubadebate.cu. Die Warnstufe des Vulkans wurde trotzdem auf gelb erhöht.

Sakurajima: größere Eruption

Heute Nacht produzierte der Sakurajima in Japan eine größere explosive Eruption. Das VAAC Tokyo registrierte Vulkanasche in 4 km Höhe. Manfred Meyer (Mitglied in der Vulkanologischen Gesellschaft e.V.) entdeckte einen Artikel der japanischen Zeitung Asahi Shimbun mit Fotos der Eruption: in der Aschewolke blitzte es heftig!  Der Wind verfrachtete die Aschewolke direkt Richtung Kagoshima, wo es Asche regnete. Die Behörden empfehlen das Tragen von Schutzmasken. Es folgten weitere Eruptionen. Für alle Vulkanfotografen besteht die Hoffnung, dass die Eruptionen länger anhalten werden.

Und noch eine Meldung aus Japan ist eine Erwähnung wert: am Nishinoshima erreichten Lavaströme die Küste der jungen Vulkaninsel.

Der indonesische Vulkan Sinabung war in der letzten Nacht ebenfalls aktiv und erzeugte explosive Eruptionen aus einem Förderschlot am Dom.

Erdbeben in Japan und auf den Philippinen

Gestern gab es vor der japanischen Insel Kyushu ein Erdbeben Mw 5,7. Das Hypozentrum lag in 30 km Tiefe gut 80 km südlich der Küste von Kagoshima. Dort liegt auch der Vulkan Sakurajima der dieser Tage wieder aktiv geworden ist.

Südlich der indonesischen Insel Java bebte die Erde mit einer Magnitude von 5,6 in 10 km Tiefe. Über Schäden liegen keine Meldungen vor.

Tags zuvor bebte die Erde südlich der philippinischen Insel Mindanao. Das Erdbeben hatte eine Magnitude von 6,8 (7,2 laut USGS) und lag in 42 km Tiefe. Es gab eine Tsunami-Warnung, allerdings blieb eine Hafenwelle aus. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und 4 Personen starben. (Quelle ESMC)

Sakurajima: weitere Eruptionen

Aschewolke am Saku. © MBC

Update 30.04.17: Sakurajima ist weiterhin explosiv aktiv. Gestern registrierte das VAAC Tokyo 10 Aschewolken, die vom Vulkan ausgingen. Es sieht so aus, als hätte der Vulkan (zumindest vorläufig) zu alter Bestform zurück gefunden. Bisher liegen mir keine Informationen vor, ob es auch wieder vulkanische Blitze in den Eruptionswolken zu sehen gibt. Nachdem die LiveCam der Uni Tokyo nicht mehr online ist, habe ich eine neue Cam gefunden. 

Originalmeldung: Der Sakura-jima in Japan hat wieder einen Run: nach einer ersten Eruption am 25. April und einer gestern, haben sich in den letzten Stunden 7 weitere Explosionen ereignet, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Von der gestrigen Initialeruption ist mittlerweile bekannt, dass sie vom Showa-Krater ausging. Dies war der Krater, der in den letzten Jahren für die Eruptionen mit den vulkanischen Blitzen verantwortlich war. Ich bin sehr gespannt, ob die Eruptionen länger anhalten werden, oder ob es nur ein kurzes Aufflackern ist.

Apropos Aufflackern: die Eruption am Ätna auf Sizilien endete gestern Nachmittag. Die aktuelle Phase scheint einem Rhythmus zu unterliegen, wie man sie von Paroxysmen am Ätna kennt. Allerdings sind die aktuellen Eruptionen bei weitem nicht so Explosiv wie früher.

Ätna: neue Eruption

Gestern Abend setzte am Ätna auf Sizilien ein erneuter Vulkanausbruch ein: Ort des Geschehens ist wieder der Neue Südostkrater. Dieser eruptiert strombolianisch und 2 Lavaströme, die in unterschiedlichen Richtung fließen. Beide Lavaströme fließen ins Valle del Bove. Einer nimmt den üblichen Weg auf der Südseite des Neuen Südostkraters, der Zweite fließt über die Nordseite. Der Tremor ist höher als bei der letzten Eruption. Nach dem initialen Peak ist er momentan wieder rückläufig. Mal sehen, ob er sich stabilisiert. Das Wetter ist bescheiden und es ergeben sich nur dunstige Blicke via LiveCam.

Heute eruptierte auch der Sakurajima zum 2. Mal seit dem 25. April. Vulkanasche wurde vom VAAC Tokyo in 3 km Höhe registriert. Es war die 8. Eruption in diesem Jahr.

Manam: Erhöhung der Warnstufe

Der Vulkan Manam in Papua Neuguinea ist in den letzten Tagen aktiv geworden. Bewohner der Vulkaninsel berichten von kleineren (strombolianischen?) Eruptionen und rumpelnden Geräuschen. Der Alarmstatus wurde auf „3“ erhöht, was soviel bedeutet wie „verlasst die Insel und bringt euch in Sicherheit“. Der Dorfälteste von Dugulava leitete auch schon Evakuierungsmaßnahmen ein, so berichtet das neuseeländische Onlinemagazin RNZ. Erste Eruptionen setzten demnach bereits am 18. April ein.

Nach dem letzten größeren Ausbruch im August 2015 wurden viele Kinder des Dorfes Dugulava krank. Das Trinkwasser war nach dem Ausbruch verschmutzt.

In den letzten Tagen eruptierte auch der Vulkan Kambalny auf Kamtschatka wieder. Nach einem heißen Start in den April hatte er in den letzten Wochen pausiert. Heute registriert das VAAC Tokyo Eruptionen vom Klyuchevskoy auf der sibirischen Halbinsel.

 

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