Bogoslof mit neuen Eruptionen

Der entlegenen Vulkan der Aleuten eruptierte am 27. und 28. August 3 Aschewolken. Die stärkst Eruption war die Letzte. Sie schickte Vulkanasche bis auf eine Höhe von 9000 m. Zuvor wurde nur eine kleine Aschewolke erzeugt. Die Vulkaninsel Bogoslof ist im steten Wandel begriffen, seitdem der Vulkan letztes Jahr aktiv geworden ist. Bilder der Eruptionen sind selten. Zum größten Teil wird der Vulkan per Satellit überwacht.

Fuego mit vulcanianischer Eruption

Der Vulkan in Guatemala ist nach seinem letzten Paroxysmus wieder schnell munter geworden. CONRED berichtet von 6-7 vulcanianischen Eruptionen pro Stunde. Starke Regenfälle lösten zudem Lahare aus. Diese führen Geröllbrocken bis zu 2 m Durchmesser mit und stellen eine ernste Gefahr dar.

Seismik am Piton de la Fournaise

Obwohl die letzte Eruption erst vor wenigen Tagen offiziell für beendet erklärt wurde, bleibt der Zugang zur Caldera Enclos Fouqué gesperrt. Grund hierfür sind vulkanotektonsiche Erdbeben, die sich im Südosten der Caldera manifestieren. Außerdem wurden erhöhte Kohlendioxid-Konzentrationen gemessen. Es kann also durchaus relativ schnell zu einer weiteren Eruption kommen.

Explosionen am Sinabung

Der Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra produzierte gestern 3 explosive Eruptionen. Diese manifestierten sich aus einem Förderschlot am Gipfel des Vulkans. Der Lavadom zeigte sich davon unbeeindruckt: es entstanden keine Pyroklastischen Ströme.

Ätna: aktuelle Erdbebenkarte

Nun sind die Erdbeben der letzten Tage auch in der Karte des INGV angekommen! Der Blick auf die Monatszusammenfassung lässt erahnen, dass einiges an Magma unterwegs ist und ähnelt dem Muster von Anfang des Jahres. Ich vermute, dass neue Paroxysmen vor der Tür stehen und in ein paar Wochen losgehen.
Die Phasen mit Paroxsmen waren in den letzten 3 Jahren immer nur von kurzer Dauer und folgten Intervallen von 6-9 Monaten. Laut einem Posting von Dr. Boris Behncke vom INGV gibt es derzeit keine Hinweise auf eine bevorstehenden Flankeneruption.

Suwanose-jima mit neuen Eruptionen

Die Aktivität am Inselvulkan im Süden von Japan hat sich verstärkt. Das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden 6 Eruptionen. Vulkanasche stieg bis in einer Höhe von 3,3 km auf.

Sakurajima mit Ascheeruptionen

Nicht weit entfernt liegt der Saku. Dieser Vulkan änderte letzte Woche sein Eruptionsverhalten und erzeugte strombolianische Eruptionen. MIROVA registriert sporadisch eine geringe Wärmesignatur, die darauf hindeutet, dass es auch jetzt noch gelegentliche Strombolianer gibt. Gestern wurden allerdings auch 3 Aschewolken eruptiert, die bis zu 2,7 km hoch aufstiegen.

USA: Hurrikan Harvey bedroht Texas

2. Update 29.08.17: Heute Nachmittag ist 80 km von Houston entfernt ein Damm der Columbia-Seen gebrochen. Der Kreis Brazoria wurde umgehend evakuiert. Derweilen sind die Notunterkünfte in Houston voll.

Update 29.08.17: Die Katastrophe in Texas nimmt ihren Lauf. Die Regenfälle halten weiter an. Sturm Harvey ist wieder auf das Meer hinaus gezogen und tankt Wasser. Die Meteorologen gehen davon aus, dass die starken Regenfälle bis mindestens Freitag anhalten werden. Es wurden weitere 900 Nationalgardisten in die Krisenregion geschickt. Die Katastrophe droht sich aus einem weiteren Grund zu verschlimmern: die Wasserspeicher sind voll und die Dämme drohen zu brechen, daher lässt man gezielt Wasser ab, was die Überflutungen verschlimmert.

Die betroffene Region gleicht einer Seenlandschaft und sieht somit wieder aus, wie vor ihrer Besiedelung. Houston steht auf trocken gelegtem Sumpfland und wird durch 5 große Kanäle entwässert. Der Boden ist tonhaltig und fungiert wie eine Sperrschicht. Das Wasser kann nicht im Boden versickern. Ein Teil der Küstenregion liegt unter dem Meeresspiegel. Dieses Gebiet wieder trocken zu kriegen wird lange dauern.

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Bardarbunga: Erdbeben M 4,4

Wirft man heute einen Blick aus die isländische Erdbebenkarte sieht man deutlich, wie aktiv die Seismik unter Island ist. Unter dem Bardarbunga ereigneten sich mehrere Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 4,4. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. Es gibt auch zahlreiche Erdbeben an der Askja und Katla. Besonders interessant ist ein Beben an der Hekla. Hier sind in den letzten Wochen häufiger Erdbeben zu beobachten. Hekla ist bereit für eine Eruption und die Beben könnten Anzeichen dafür sein, dass es bald los geht.

Weitere Erdbebenmeldungen

In den letzten Stunden gab es 3 stärkere Erdbeben, die sich in entlegenen Regionen der Weltmeere ereigneten: Ein Erdbeben mit der Magnitude 6,4 erschütterte die Region nördlich von Papua Neuguinea, in der Grönlandsee bebte die Erde mit M 5,4 und südlich von Java gab es ein Beben M 5,5.

Ätna: weitere schwache Erdbeben

Update: Heute Abend bebt die Erde am Ätna weiter. Es ereigneten sich weiter Erdbeben mit Magnituden um 2 bei Adrano. Tiefen zwischen 13 und 25 km.

Original: Unter der Südwestflanke des Ätnas auf Sizilien bebte wieder die Erde. Insgesamt wurden 7 Beben registriert. Die 2 Stärksten hatten die Magnituden 2,3 und 3,3. Die Hypozentren lagen in 3 und 6 km Tiefe und verlagerten sich gegenüber der letzten Bebenserie weiter Richtung Süden.

Schweiz: katastrophaler Bergsturz

Zwei Tage nach dem katastrophalen Bergsturz vom Monte Cengalo ging heute Nachmittag eine weitere Mure ab. Die Schlamm- und Gerölllawine war ähnlich groß wie die Erste und erreichte ebenfalls das Bergdorf Bondo. Bereits am Mittwoch war der Ort stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Zum Glück waren die Bewohner bereits evakuiert. Heute waren die ersten Anwohner in ihre Häuser zurückgekehrt, doch sie konnten sich abermals rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dies ist einem Warnsystem zu verdenken, dass vor einiger Zeit hier installiert wurde.

Weniger Glück hatte eine 8-köpfige Wandergruppe, die wohl die Absperrungen überstieg und das Bondasca-Tal querte. Seit Mittwoch fehlt jede Spur von den Personen, von denen 4 aus Deutschland stammen: sie wurde sehr wahrscheinlich Opfer des ersten Bergsturz, der ein Volumen von gut 4 Millionen Kubikmetern hatte. Auf ihrem Weg zu Tale, mobilisierten die Gesteinsmassen ungemein viel Wasser, dass sich in den Poren den Bodens befunden haben muss.

Die Naturkatastrophe ist zumindest teilweise dem anthropogenen Klimawandel geschuldet, da viele Gipfel der Alpen  durch die Gletscherschmelze destabilisiert werden. Dieses Phänomen tritt besonders im hohen Norden auf, wo Permafrostboden schmilzt.

Poás: neue Ascheeruption am Donnerstag

Gestern eruptierte der Poás in Costa Rica. Die Eruption dauerte länger als eine Stunde und förderte eine Aschewolke. Diese stieg ca. 700 m über Kraterhöhe auf. Auf dem Video sieht man, dass die Asche teils eine rötliche Färbung hat. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um altes anstehendes Material, dass bei der Eruption mit ausgeblasen wurde. Der Vulkanologe Mauricio Mora spricht in diesem Zusammenhang von einer Lehmschicht (soweit die Übersetzung stimmt) die mit dem Magma interagiert.

Suwanose-jima: weitere Eruptionen

Suwanose-jima eruptierte heute bereits 3 Mal. Vulkanasche wurde dabei bis in einer Höhe von 2300 m geförderte. Das VAAC Tokyo registrierte in diesem Jahr bisher 50 Ascheeruptionen des entlegenen Vulkans.

Sakura-jima: Wärmestrahlung normalisiert

Gestern morgen vermutete unser Vereinsmitglied Christian Martin 2 kurze Lavaströme am Sakurajima. Heute ist die thermische Strahlung wieder auf Null-Niveau. Das VAAC Tokyo registrierte wieder mehrere schwache Ascheeruptionen.

Kyushu: Erdbeben nahe Sakura-jima

Heute Morgen ereignete sich in der Bucht von Kagoshima ein Erdbeben der Magnitude 4,6. Das Hypozentrum lag im Südosten der Bucht in 10 km Tiefe. Es ist durchaus möglich, dass die Eruptionen von Suwanose-jima und Sakura-jima durch dieses Erdbeben beeinflusst werden.

Klyuchevskoy mit größeren Ascheeruptionen

Der Vulkan auf Kamtschatka produzierte Vorgestern mehrere Ascheeruptionen. Die Vulkanasche stieg bis in Höhen von 8,5 km auf. Heute schafften es Aschewolken bis auf 7,7 km Höhe. Dabei muss man bedenken, dass der Vulkan selbst 4750 m hoch ist.

Sakurajima: hohe thermische Strahlung

Der Sakurajima in Japan scheint sein Ausbruchsverhalten zu ändern. Erstmalig, seitdem ich den Vulkan via MIROVA beobachte, zeigt er eine hohe thermische Strahlung von 100 MW. Dies deutet darauf hin, dass sich im Krater glühende Lava sammelt. Auf der LiveCam sieht man strombolianische Aktivität und schwache Emissionen von Vulkanasche, allerdings keine explosiv geförderten Aschewolken, wie sie für den Saku typisch sind.

Italien: Erdbeben M 4,2 mit Todesopfer

Vor der Nordküste der italienischen Ferieninsel Ischia bebte gestern Abend die Erde mit einer Magnitude von 4,2 (EMSC). Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe, ca 4 km offshore vor dem Ort Casamicciola Terme. Dort, und in Lacco Ameno ist die Lage besonders schlimm. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt. Es gibt 2 Todesopfer und mindestens 39 Verletzte. Obwohl es sich augenscheinlich nur um ein mittelstarkes Beben handelte, richtete es relativ große Schäden an. Grund hierfür ist die geringe Tiefe des Bebens und die alte Bausubstanz auf Ischia.

Konkret wurde eine Frau von den Trümmern einer Kirche erschlagen, eine Weitere starb unter den Resten ihres Hauses. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Vielerorts kam es zu Stromausfällen und ein Krankenhaus musste evakuiert werden. Die Behörden schickten sofort Fähren los, um Touristen und Bewohner nach Pozzuoli und Neapel zu evakuieren.

Ischia ist eine vulkanisch geprägte Insel vor dem Golf von Pozzuoli. Sie liegt am Rand des „Supervulkans“ der Campi Flegrei. Die höchste Erhebung ist mit 789 m der Monte Epomeo. Dieser wird gemeinhin als erloschener Vulkan bezeichnet, obwohl man heute davon ausgeht, dass der Berg tektonisch entstand. Allerdings gibt es auf Ischia zahlreiche heiße Quellen und Fumarolen, sowie einen Vulkankrater, in dem sich der Hafen befindet. Lava wurde durch Spalten geförderte, die bei der Hebung des Epomeos entstanden. Das ganze Gebiet befindet sich in einer alten Caldera. In nur 2 km Tiefe wird ein magmatisches System (Magmakammer) vermutet, dass für die schnelle Anhebung des Epomeos verantwortlich sein soll. Dabei wurde nicht nur der Epomeo aus dem Boden gehoben, sondern die ganze Insel. Es entstand ein komplexes Störungssystem einer Host-und-Graben-Struktur. Wissenschaftler vermuten, dass die zerstörerische Wirkung des Erdbebens durch diese besondere tektonische Situation verstärkt wurde. Von dem magmatischen System geht die Wärmestrahlung aus, die das hydrothermale System auf Ischia in Gang hält. Interessanter Weise befand sich das Hypozentrum des Erdbebens auf Höhe der vermeintlichen Magmakammer.

Sofi in den USA

Amerika fiebert heute einer totalen Sonnenfinsternis entgegen: Am Abend, gegen 19.15 Uhr MESZ, wird der Kernschatten des Mondes den Nordamerikanischen Kontinent berühren und einen schmalen Verdunklungsstreifen quer durch den Kontinent zaubern. Der Eintrittspunkt liegt Im US-Bundesstaat Oregon, in der Nähe des Ortes Salem. Bei Charleston in South Carolina verlässt der Totalitäts-Streifen den Kontinent wieder. Die NASA überträgt das Event live!
Von besonderem Interesse im Zusammenhang mit Vulkanen ist, dass die Zone der Totalität knapp südlich am Yellowstone Nationalpark vorbei läuft. 2 der Geonauten befinden sich derzeit vor Ort und wir bekommen sicher bald interessante Fotos zu sehen! Die Wetteraussichten sind für weite Teile der USA gut. By the way: Während die Sofi-Anhänger auf das Ereignis warten, gab es heute Morgen im Nordwesten des YNP ein Erdbeben der Magnitude 3,2.

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