Campi Flegrei live

Livecam der Caldera Campi Flegrei.
Livecam der Caldera Campi Flegrei. © campanialive.it

Die LiveCam der Campi Flegrei steht auf dem neapolitanischen Hügel Camaldoli und blickt nach Westen. Im Vordergrund der Bezirk Pianura mit dem Krater der Astroni. Die Solfatara ist verdeckt. Im Hintergrund liegt der Golf von Pozzuoli mit den Inseln Procida und Ischia. Um ein neues Bild zu laden auf den Link klicken.

Wärmestrahlung der Campi Flegrei.
Wärmestrahlung der Campi Flegrei. © MIROVA

Monitoring Campi Flegrei

Die Caldera der Phlegräischen Felder wird vom INGV Napoli überwacht. Das Observatorium wurde ursprünglich zur Bewachung des Vesuvs eingerichtet, ist aber auch für die Campi Flegrei verantwortlich. Schaut man sich die Karte mit den Instrumenten und Messstationen an, dann sieht man im Bereich der Campi Flegrei ähnlich viele Geräte wie am Vesuv. Allein das verdeutlicht, wie besorgt die Vulkanologen sind, dass dort mittelfristig ein Vulkanausbruch erfolgen könnte: die Caldera der Phlegräischen Felder ist nicht nur eines der am besten überwachten Vulkangebiete der Welt, sondern auch eines der gefährlichsten. Hier leben Hunderttausende Menschen am Rand oder in der Caldera, die von einigen Autoren als Supervulkan klassifiziert wird.

Im Bereich der Caldera verrichten 17 Seismometer ihren Dienst. Typischerweise werden Geophone unterschiedlicher Bandbreite installiert, so dass Erdbebenwellen unterschiedlichster Magnitude und Frequenz detektiert werden können. 11 geochemische Messstationen haben ihre Nasen (Sensoren) auf Gase gerichtet und überwachen deren Konzentration und Temperatur. Mittels GPS werden Bodendeformationen registriert. Tatsächlich hob sich der Boden an manchen Stellen zwischen 2011 und 2019 um 57 cm an. Ein Ende der Inflation ist nicht in Sicht.

Die Campi Flegrei ist auch das Ziel zahlreicher Wissenschaftlern anderer Institute, die hier ihre Forschungen betreiben und unterschiedliche Mess-Kampagnen durchführen. Es wird praktische alles ausprobiert, was die moderne Vulkanologie hergibt. Neuste Forschungen beschäftigten sich mit seismischer- und geoelektrischer Tomografie. Zudem wird die Caldera via Satellit überwacht.