Island: Massiver Erdbebenschwarm am Reykjanes ridge

Seit heute Nachmittag manifestiert sich ein massiver Erdbebenschwarm am isländischen Reykjanes ridge. Bisher wurden 146 Einzelbeben registriert. 25 hatten Magnituden über 3. Die stärkste Erschütterung brachte es auf m 4,5. Das Hypozentrum dieses Bebens lag in 2,2 km Tiefe. Das Epizentrum lag 15.0 km westlich von Geirfugladrangur. Dabei handelt es sich um die Überreste eines kollabierten Felsens, 18 km westlich der keinen Insel Eldey. Diese Insel entstand im 13. Jahrhundert während eines submarinen Vulkanausbruchs auf dem Reykjanes rige. Ein ähnlich starkes Schwarmbeben gab es im Jahr 2015 am Reykjanes ridge.

Auf der Übersichtskarte Islands sieht man, dass sich auch vermehrt Erdbeben entlang der Südküste Islands ereignen. Die stärkeren Beben des Schwarms wurden von den Bewohnern der Region gespürt. Laut IMO gibt es entsprechende Berichte auch aus Keflavik und Reykjavik.

Indonesien: Erdbeben M 7,2

Update 15.11.2019: Das Beben mit der Magnitude 7,2 löste in der Tat mehrere kleine Tsunamis aus. Allerdings erreichten die gefürchteten Wellen nur Maximalhöhen von weniger als 1 m. Wellen bis zu 0,9 m Höhe trafen die Küstenorte Ternate und Jailolo. In Bitung auf Nord-Sulawesi wurden wellen von 0,1 m Höhe registriert. Größere Schäden entstanden scheinbar nicht.

Bis heute gab es zahlreiche Nachbeben. Darunter auch ein starkes mit der Magnitude 6,9. Das Hypozentrum lag in 30 km Tiefe. Der große Tiefe der Erdbebenherde ist es zu verdanken, dass eine große Naturkatastrophe ausblieb. Es gab allerdings auch einige Nachbeben mit Magnituden im 5-er Bereich, die sich in Tiefen um 10 km manifestierten.

Originalmeldung: In der indonesischen Molukken-See bebte es heute Abend mit einer Magnitude von 7,2. Das Hypozentrum lag in 52 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich zwischen den Inseln Halmahera und Sulawesi. Auf den Inseln liegen zahlreich aktive Vulkane. Siau und der Karangetang liegen ca. 150 km nördlich des Epizentrums. Durchaus möglich, dass das Beben weitere Vulkanausbrüche in der Region triggern wird. Zudem wurde Tsunami-Alarm gegeben.

Bali: Erdbeben M 5,2

An der Nordküste der indonesischen Insel Bali bebte die Erde mit einer Magnitude von 5,2. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich 11 km nordwestlich von Banjar. Dort leben fast 90.000 Menschen. In dem Ort brach Panik aus, besonders, da zunächst Tsunami-Alarm gegeben wurde. Dieser wurde inzwischen aufgehoben. Der Erdstoß ereignete sich um 10:21 Uhr UCT. Kurz zuvor gab es 2 schwächere Erdbeben mit den Magnituden 4,1 und 4,6. Einen direkten Zusammenhang mit dem Vulkan Gunung Agung gibt es nicht. Es ist aber möglich, dass die Erschütterungen den Vulkan wachrütteln.
Im letzten Jahr gab es zahlreiche starke Erdbeben auf der Nachbarinsel Lombok, die große Zerstörungen anrichteten.

Askja: Schwarmbeben hält an

Am isländischen Calderavulkan Askja gehen die Erdbeben weiter. Der Schwarm erzeugte in den letzten 48 Stunden 361 Erschütterungen. Die Meisten waren von geringer Magnitude, allerdings ereignete sich heute Morgen ein Beben der Magnitude 3,1. Das Hypozentrum lag in 5,4 km Tiefe. Die Projektion des Erdbebenherdes an der Oberfläche manifestierte sich 3,1 km östlich der Hütte von Dreki. Die meisten Erdstöße ereigneten sich an der Ostflanke des Calderavulkans.
Mittlerweile meldeten sich verschiedene Experten zu Wort und wie so häufig, werden die Beben unterschiedlichst interpretiert. Die offizielle Stimme des Instituts IMO sieht in den Beben keinen direkten Zusammenhang zum Vulkanismus. Man geht davon aus, dass die Beben tektonischer Art sind und in Verbindung mit der Plattengrenze zwischen Europa und Nordamerika stehen. Island-Erdbebenblogger Jon Friman schreibt in seinem 3. Update zum Schwarmbeben, dass nun eine neue Phase begonnen hätte. Seiner Meinung nach deuten die Beben auf einen Rifting-Prozess hin, und es könnte sich mittelfristig ein Vulkanausbruch ereignen. Allerdings weist er darauf hin, dass bis jetzt keine Inflation beobachtet wird.

Die meisten Beben finden in Tiefen um 5 km statt. Das ist die typische Tiefe eines bereits vorhandenen Magmenkörpers. Im Zusammenhang mit der Bardarbunga-Eruption 2014 ereigneten sich auch an der Askja Erdbebenschwärme. Es wurde vermutet, dass sich ein Magmatischer Gang bis zur Askja vorgearbeitet haben könnte. Der Alarmstatus der Askja wurde auf „gelb“ erhöht. Zudem war schon damals bekannt, dass sich Schmelze unter der Askja befindet. Die aktuellen Beben könnten also zumindest indirekt durch Magma getriggert werden. Einen finalen Magmenaufstieg sehe ich allerdings auch noch nicht.

Ätna: Erdbeben M 3,1

Heue Nachmittag ereignete sich am Ätna auf Sizilien ein Erdbeben der Magnitude 3,1. Das Hypozentrum lag in nur 5 km Tiefe. Das Epizentrum erschien im Nordosten des Vulkans, 8 km nordwestlich von Giardini Naxos. Der Tremor ist weiterhin erhöht.

Frankreich: Erdbeben M 5,3

Update: Magnitude un Tiefe des Erdbebens wurden erneut korrigiert. Diesmal nach unten. Die Magnitude wird nun als Momentmagnitude Mw 4,9 angegeben. Vorherige Werte bezogen sich auf Mb. Die Tiefe des Hypozentrums beträgt nun 8 km.

Originalmeldung: In Frankreich ereignete sich heute Vormittag ein moderates Erdbeben der Magnitude 5,3. Zuerst wurde die Magnitude mit 4,9 angegeben. Der Wert wurde inzwischen korrigiert. Obwohl das Beben als moderat einzustufen ist, ist es für diese Region bereits relativ stark. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich 3 km westlich des Ortes Le Teil. Dort leben fast 9000 Menschen. Sie haben die Erschütterung deutlich gespürt. Möglicherweise entstanden Sachschäden. Genaueres folgt, sobald weitere Informationen vorhanden sind.

Hawaii: Erdstoß Ml 4,9

Auf Big Island Hawaii bebte die Erde mit einer Magnitude von 4,9. Das Hypozentrum lag in km 33 km Tiefe. Das Epizentrum manifestiert sich an der Ostflanke des Vulkans Mauna Kea und lag 32 km nordwestlich der Inselhauptstadt Hilo. Das Beben wurde von den Anwohnern deutlich gespürt. Beim HVO gingen mehr als 1000 Berichte über die Wahrnehmung des Bebens ein, das selbst auf der Nachbarinsel noch gespürt wurde. Es traten mehrere Nachbeben auf. Einen direkten Zusammenhang zum Vulkanismus gab es nicht. Die Seismologen meinten, dass das Beben durch die Auflast der Inselkette auf die Ozeanische Platte entstand. Durch die Masse des Archipels verbiegt sich die Platte, was Beben auslösen kann.

Bisher gab es keine Reaktion der beiden aktiven Vulkan der Insel auf das Beben. Die Seismik unter Kilauea und Mauna Loa ist nach wie vor leicht erhöht.

Tonga: Erdbeben Mw 6,2

Der Inselstaat Tonga wurde von einem Erdstoß der Magnitude 6,2 erschüttert. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe, westlich der Inselgruppe. In den letzten Monaten gab es hier zahlreiche moderate bis starke Erdstöße.

Campi Flegrei: Schwarmbeben bei der Solfatara

In Italien gab es ein weiteres Schwarmbeben in der Caldera Campi Flegrei. Gestern Mittag manifestierten sich 10 leichte Erdstöße nordöstlich der Solfatara. Die Magnituden waren gering, ebenso die Tiefe der Mikrobeben. Der mächtigste Calderavulkan Mitteleuropas gerät mehr und mehr in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Aber auch lokal scheint man dabei zu sein, die Menschen auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten. So gibt es am 18. November in Pozzuoli eine Veranstaltung unter Beteiligung des Zivilschutzes über richtiges Verhalten bei starken Erdbeben. Sie findet im Rahmen Der Aktion „Sichere Campi Flegrei“ statt.

Askja, Schwarmbeben hält an

Wesentlicher potenter als die Campi Flegrei präsentiert sich die Akja-Caldera. Das Schwarmbeben hier kann mittlerweile schon als stark bezeichnet werden. Heute Mittag gab es einen weiteren spürbaren Erdstoß mit der Magnitude 3,2. Der Erdbebenherd lag in 5 km Tiefe. In den letzten 48 Stunden wurden 292 Beben aufgezeichnet.

UPDATE 11.11.2019

Azoren: mehrere Erdbeben

Östlich der Azoreninsel Faial manifestierten sich mehrere Erdbeben mit Magnituden größer als 3. Das Jüngste hatte eine Magnitude von 3,4 und lag in 10 km Tiefe. Das Archipel ist vulkanischen Ursprungs und liegt nahe am Mittelatlantischen Rücken. Von daher kann eine Magmenintrusion als Ursache für die Beben nicht ausgeschlossen werden.

Mayotte: Erdbeben gehen weiter

Immer noch bebt es östlich der Insel Mayotte im Indischen Ozean. Hier scheint es geklärt zu sein, dass die Erschütterungen von Magmenbewegungen verursacht werden. Sehr wahrscheinlich eruptiert das Magma sogar am Grund des Ozeans. Das letzte Beben hatte eine Magnitude von 3,1. Das Hypozentrum lag in 36 km Tiefe.

Schweiz: weitere schwache Erdbeben

Im Reigen aktueller Erbebenschwärme reihen sich die Schweizer Alpen ein. Hier bebt es seit Tagen am Berg Sex Noir. Heute gab es 2 Erschütterungen der Magnituden 2,0 und 1,5. Die Ursache hier wird tektonischer Art sein.

Iran: Erdbeben Mw 5,9

Der Nordwesten des Irans wurde gestern Nacht von einem Erdbeben der Magnitude 5,9 erschüttert. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich 55 km nordöstlich der Ortschaft Hashtrūd. Es gab mindestens 5 Todesopfer und mehr als 330 Verletzte. Im Bezirk Tark waren zahlreiche Dörfer betroffen. Die marode Bausubstanz hatte dem Beben nichts entgegen zusetzten und viele Gebäude stürzten wie Kartenhäuser ein.

South Sandwich Island: Erdbeben Mw 6,3

Gestern Abend bebte es bei den Südlichen Butterbrot-Inseln, genauer, mitten im ozeanischen Nirgendwo zwischen Feuerland, Kap Hoorn und der Antarktis. Das Beben hatte eine Magnitude von 6,3 und lag in 10 km Tiefe. Für Menschen bedrohlich war das Beben nicht. Sollten sich in der Region allerdings noch stärkere Beben ereignen, könnten Tsunamis entstehen, die dann auch bewohntes Gebiet erreichen könnten.

Vanuatu: Erdbeben Mw 6,0

Das Archipel von Vanuatu wurde von einem Erdbeben der Magnitude 6,0 erschüttert. Die Erdbebenwarten ermittelten unterschiedliche Tiefen für das Hypozentrum: INGV gibt eine Tiefe von nur 1 km an. EMSC registrierte den Erdstoß in 10 km Tiefe. Das Epizentrum lag westlich der Insel Vanu Lava. Nächst gelegener Ort war Sola, in 38 km Entfernung. Es gab mehrere Nachbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 5,8. Vanuatu zählt zu den Gegenden der Erde in der es besonders häufig bebt. Manchmal sind die Erdbeben mit dem Vulkanismus assoziiert.

Iran: Erdstoß Mw 5,3

Ein moderates Erdbeben erschütterte heute Nacht den Süden des Irans. Das Hypozentrum des Bebens der Magnitude 5,3 manifestierte sich in einer Tiefe von 10 km. Die Oberflächen-Projektion des Bebenzentrums lag 84 km nördlich von Bandar-e Lengeh. Eine Bebenserie gab es auch im Golf von Oman. Diese Erschütterungen befanden sich in nur 80 km Entfernung zur Metropole Dubai. Die Region befindet sich im Wirkungskreis einer wenig bekannten Subduktionszone. Der ozeanische Teil der Arabischen Platte wird unter den Eurasischen Kontinent subduziert und taucht bis in den Erdmantel ab. Dabei verhaken sich die Platten und es bauen sich große Spannungen auf. Diese lösen sich explosionsartig und es entstehen Erdbeben. Im Fall Dubais rechnet man mit Erdbeben der Magnitude 5,5. Zumindest sind die modernen Hochhäuser auf Erdstöße dieser Magnitude ausgelegt. Sollten sich dennoch deutlich stärkere Erdbeben ereignen, ist die Metropole nicht sicher.

Schweiz: weitere schwache Erdbeben

Die Bebenserie in den Schweizer Alpen hält weiter an. So wurden heute 5 Erschütterungen registriert. Die Stärkste brachte es auf M 2,3. Die Beben ereignen sich am 2731 m hohen Berg Sex Noir, der zum Wildhorn-Massiv gehört. Die Westwand des Berges ist sehr steil und fällt an einigen Stellen nahezu senkrecht ab. Sie könnte den Verlauf einer lokalen Störungszone markieren, an der sich nun die Beben ereignen.

Tonga See: Erdbeben Mw 6,5

Gestern Abend ereignete sich bei Tonga ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,5. Die Tiefe des Erdbebenherds betrug 10 km. Das Epizentrum lag offshore, 141 km westlich von Neiafu. Das Beben fand um 23.43 Uhr UCT statt. 3 Minuten später folgte ein 2. Erdstoß der Magnitude 5,5. Es gab weitere Nachbeben. Schäden wurden offenbar keine verursacht. Nach Angaben der Seismologen bestand keine Tsunami-Gefahr. Die Region wird häufig von Erdbeben heimgesucht, da hier eine Subduktionszone des Pazifischen Feuerrings verläuft.

Chile: Erdbeben Mw 6,1

Die Küste Zentralchiles wurde von einem Erdbeben der Magnitude 6,1 erschüttert. Das Hypozentrum lag laut INGV in 56 km Tiefe. Das Beben ereignete sich um 21:53 UCT und scheuchte die Anwohner von Illapel auf. Selbst im 200 km entfernten Santiago de Chile spürte man das Beben. Die Region um Valpariso wird häufig von starken Erdbeben erschüttert, die zum Teil katastrophale Auswirkungen haben. Hier ereigneten sich sogar einige der stärksten Erdbeben der Welt mit Magnituden über 8. Diese Region gehört ebenfalls zum Pazifischen Feuerring.

Azoren: Erdbeben Mw 3,0

Südwestlich der Azoren-Insel Faial bebte es mit einer Magnitude von 3. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum lag 39 km westlich von Ribeira Grande. Die Azoren liegen mitten im Atlantischen Ozean und sind vulkanischen Ursprungs. Erdbeben können hier tektonisch, als auch vulkanischen Ursprungs sein.

Schweiz: Schwarmbeben in den Alpen

Im Westen der Schweizer Alpen gab (und gibt) es heute ein Schwarmbeben. Bisher zeichnete das EMSC 18 Beben mit Magnituden größer als 1,5 auf. Die stärkste Erschütterung hatte die Magnitude 3,5. Die meisten Beben manifestieren sich in Tiefen von weniger als 5 km unter dem Sanetschpass, 6 km nordwestlich von Ayent. Erdbeben sind in den Alpen keine Seltenheit, doch so viele Beben an einem Ort werden nicht häufig registriert.

Deutschland: Erdbeben M 4,0 bei Albstadt

Update 10:00 Uhr: Die Magnitude des Bebens wurde inzwischen auf 3,8 korrigiert. Die Tiefe des Erdbebenherds auf 6,6 km.

Originalmeldung: In Deutschland ereignete sich letzte Nacht ein Erdbeben der Magnitude Ml 4,0. Das Hypozentrum lag in nur 3 km Tiefe. Das Epizentrum manifestierte sich bei Albstadt in Baden Würtemberg. Der Erdstoß war für Deutschland schon ungewöhnlich stark, obwohl es sich generell noch um ein leichtes Erdbeben handelte. Bewohner der Schwäbischen Alb spürten die Erschütterung in einem Umkreis von 30 km. Schäden wurden bisher nicht gemeldet.

Bei der Schwäbischen Alb handelt es sich um ein Mittelgebirge im Süden Deutschlands, das Teil des Schichtstufenlandes ist. Eine der markantesten tektonische Manifestation ist der Hohenzollerngraben. Er ist 30 km lang und 1,5 km breit. Der Graben bildete sich vor ca. 15 Millionen Jahren im Zuge der Alpen-Orogenese. Durch die Plattenkollision von Von Europa und Afrika geriet auch das Gebiet hinter der Knautschzone der Alpen unter Spannung und der Graben entstand. In seinem Randbereich gibt es zahlreiche lokale Störungszonen mit Sprunghöhen von bis zu 100 m. An diesen Störungen können auch heute noch Erdbeben entstehen.

Erdbebengefahr in Deutschland

Erdbeben in Deutschland haben ein stärkeres Potenzial als im Allgemeinen angenommen. Es können tatsächlich Erdbeben entstehen, die Magnituden im 6-er Bereich haben. Tatsächlich ereignete sich das stärkste Erdbeben in Deutschland im Bereich von Albstadt, und zwar am 16. November 1911. Es hatte eine Magnitude von 6,1 und richtete große Zerstörungen an. 6250 Häuser wurden beschädigt. In der gleichen Region bebte es 1943 mit einer Magnitude von 5,6.

Das bisher stärkste Beben, von dem Deutschland betroffen war, manifestierte sich im Jahr 1356. Das Epizentrum lag bei Basel, direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Magnitude konnte nur anhand von überlieferten Berichten geschätzt werden und lag zwischen 6,2 und 6,9. Damals starben zwischen 100 und 3000 Menschen.

Ein weiterer Beben-Spot Deutschlands liegt im Großraum Aachen. Im Jahr 1756 manifestierte sich bei Dürren ein Erdstoß der Magnitude 6,4. Es entstanden ebenfalls Schäden, von denen meistens gemauerte Schornsteine betroffen waren. auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass ein Mensch zu seinen Lebzeiten, so ein Beben bei uns erlebt, besteht durchaus das Potenzial, dass sich in Zukunft vergleichbare Erdbeben in Deutschland ereignen werden. Bleibt zu hoffen, dass in Albstadt keine stärkeren Erdbeben folgen werden.

Philippinen: Weiteres Erdbeben

Auf der Philippineninsel Mindanao gab es letzte Nacht ein erneutes schweres Erdbeben der Magnitude 6,5. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe. Das Epizentrum lag 8 km nordöstlich von Kisante. In der gleichen Region bete es vor 2 Tagen. Es gab mehrere moderate Nachbeben. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere starke Erdstöße folgen werden.

Auch heute gab es wieder Zerstörungen und Todesopfer. Die Nachrichtenagenturen berichten von mindestens 6 Toten. Mehrere Gebäude sind eingestürzt. Menschen flohen in Panik aus den Gebäuden. Doch gerade das kann gefährlich sein, denn vor den Häusern wird man besonders oft von herabstürzenden Fassadenteilen und Dachbedeckungen erschlagen. Experten empfehlen bei einem starken Erdbeben Schutz im Inneren des Gebäudes zu suchen. Nur wer sich in der Nähe des Ausgangs befindet sollte das Gebäude während des Bebens verlassen.

Südiran: 2 Erdstöße

Im Süden des Irans gab es heute 2 Erdstöße mit den Magnituden 4,9 und 4,6. Die Hypozentren lagen ind 10 km Tiefe. Die Projektion des Erdbebenherdes an der Erdoberfläche befand sich 58 km südlich von Bandar-e Lengeh. Dubai liegt in 100 km Entfernung.

Italien: Erdbeben Mw 4,1

Im italienischen Teil des Ionischen Meeres bebte es mit einer Magnitude von 4,1. Die Herdtiefe wird mit 27 km angegeben. Das Epizentrum lag vor der Küste des „Stiefelabsatzes“ bei Crotone. Auf der anderen Seite Italiens setzte sich indes die Bebenserie im Tyrrhenischen Meer fort. Heute wurden dort 4 Erdstöße mit Magnituden größer als 2 festgestellt. Sie lagen in 9 km Tiefe.

Indonesien: Beben im Sundastrait

Wenige Kilometer südlich der Vulkaninsel Krakatau gab es ein Beben der Magnitude 3,7. Das Hypozentrum befand sich in 122 km Tiefe und damit bereits im Oberen Erdmantel. Der Vulkan war in den letzten Tagen ziemlich aktiv.