Erdbeben weltweit

Italien: im Norden des Landes gab es ein moderates Erdbeben mit M 5,2. Das Epizentrum lag in nur 5 km Tiefe bei den Städten Lucca und Massa. Letztere Stadt liegt in der Nähe von Carrara, welche wegen der Marmorproduktion bekannt ist. Über Schäden liegen keine Meldungen vor. Das Beben ist als langgezogenes Signal auch auf der Seismik von Ätna und Stromboli zu sehen.

Schwarmbeben auf Island. © IMOIsland: Schwarmbeben erschüttern das gesamte Störungssystem der Insel. Besonders betroffen sind die Vulkanzonen im Süden, Osten und Norden von Island.

Laut Aussagen der Vulkanologen sind ja 2 isländische Vulkane (Katla und Hekla) überfällig und eigentlich zu einem Ausbruch bereit. Mal gespannt, ob sie durch die (recht schwachen) Beben wachgerüttelt werden.

Seismik und Erdbeben

Auf Taiwan ereignete sich heute ein Erdbeben der Magnitude 6. Das Erdbeben richtete einige Schäden an, zerstörte Infrastruktur, tötete mindestens einen Menschen und es gab 86 Verletzte.

El Hierro kommt nicht zur Ruhe: heute gab es 4 Erdbeben mit einer Magnitude größer als 4. Das Stärkste brachte es auch M 4,6. Somit ist es eines der stärksten Schwarmbeben seit Beginn der Magmaintrusion im Sommer 2011.

Auf Island gibt es nicht nur an der Hekla Seismik, sondern auch an den Vulkanen Askja und Krafla.

China: Erdbeben M 5,5

In der chinesischen Provinz Yunnan ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,5. Trotz der moderaten Stärke richtete das Erdbeben große Schäden an. Mindesten 20 Menschen kamen ums Leben. Offiziellen Angaben zufolge lag das Hypozentrum des Erdbebens in 60 km Tiefe. Erdbeben in dieser Tiefer und Magnitude richten normalerweise nicht so große Schäden an. Auf der Website Juskis Erdbebennews ist allerdings die Rede davon, dass das Hypozentrum in nur 9 km Tiefe lag, was die Schäden erklären würde. Möglicher Weise ist die Bausubstanz in der Gegend auch marode, so dass die Gebäude wie Kartenhäuser einstürzen konnten.

Mynamar: Erdbeben M 6,8

In Mynamar, dem früheren Birma, ereignete sich um 7.42 Uhr Ortszeit ein schweres Erdbeben der Magnitude 6,8. Der Erdstoß war in Thailand und Teilen von China zu spüren. Das Hypozentrum lag in nur 9,8 km Tiefe. Durch die geringe Tiefe könnte das Erdbeben größere Schäden verursacht haben, als es sonst zu erwarten gewesen wäre. Die Meldungen hierüber kommen nur langsam rein; Mynamar öffnete sich erst vor 2 Jahren für Touristen. Bisher sind von 14 Toten die Rede und von Hunderten Verletzten. Die Opfermeldungen stammen allerdings aus Regionen, die weit vom Epizentrum entfernt liegen. Meldungen aus der Zentralregion des Erdbebens liegen noch nicht vor, was vermuten lässt, dass die Infrastruktur dort stark zerstört wurde. Ich gehe davon aus, dass die Opferzahlen dramatisch steigen werden.  Mit Nachbeben ist zu rechnen.

Das Epizentrum liegt ca. 400 km südlich der tektonischen Grenze zum Himalaya und 200 km östlich der Plattengrenze zwischen der Indischen-Platte und der Eurasischen-Platte. Die Tektonik dieser Region ist sehr komplex. Starke Erdbeben sind verhältnismäßig häufig.

Guatemala: Seebeben M 7,4

Wenige Kilometer vor der Pazifikküste Guatemalas ereignete sich ein schweres Seebeben der Magnitude  7.4. Das Hypozentrum lag in 41,6 km Tiefe. Mindestens 3 Menschen starben unter Trümmern eines Hauses. Das Beben war bis in die Nachbarländer zu spüren und selbst in Mexiko-Stadt schwankten Hochhäuser. In Nicaragua wurde Tsunami-Alarm ausgelöst.

Das Beben ereignete sich in einer Störungszone, die mit der Subduktion der Cocos-Platte unter die Karibische Platte zusammenhängt. In den letzten Jahrzehnten gab es hier zahlreiche schwere Beben. Es wurde bereits von Nachbeben mit Magnituden größer als 5 berichtet.

Spannend dürfte es sein die Reaktion der Vulkane Guatemalas auf dieses Beben zu beobachten. Fuego ist ja schon seit längerem in einem Stadium erhöhter Aktivität. Pacaya ist seit einiger Zeit sehr ruhig. Wenn dieser Vulkan in den nächsten Monaten wieder aktiv werden sollte könnte der Auslöser dafür diese Beben gewesen sein.

Santorin: leichtes Seebeben

Vor einigen Stunden ereignete sich ca. 20 Kilometer nördlich von Santorin ein leichtes Seebeben der Magnitude 3,5. Beben dieser Stärke sind schon zu spüren richten normalerweise aber keine Schäden an. Es ist eines jener normalen Erdbeben die in tektonisch aktiven Zonen häufig vorkommen. Ich erwähne es hier nur, weil es einen schönen Ausschlag auf dem Seismogramm der Meßstationen von Santorin gab. Anhand des großen Ausschlages kann man erkennen, wie empfindlich die Seismometer eingestellt sind. Leichtest Erschütterungen werden registriert und oft fälschlich als Tremor, oder Erdbeben interpretiert. Unser Kollege Tom Pfeiffer machte vor einigen Wochen einen Versuch mit einer Reisegruppe und trampelte mit den Füßen auf dem Boden in der Nähe der Meßstation. Schritte und Fußstampfer wurden aufgezeichnet.

 

Erdbeben: Ätna, Chile, Philippinen

In den letzten Tagen wurden vermehrt Erdbeben in folgenden Vulkanregionen registriert:

Update: Auf Island ereignete sich heute an der Askja ein weiteres Schwarmbeben. Die Gegend ist z.Z. seismisch sehr aktiv.

Ätna: Am 1. November ereignete sich ein kleines Schwarmbeben an der östlichen Vulkanflanke. Die meisten Beben hatten eine Magnitude um 2. Am Folgetag gab es ein Beben M = 3 südlich des Vulkans.

Chile: Im Norden des Landes wurde in den letzten Tagen erhöhte Seismik registriert. Laut Juskis Erdbebenvorhersage gab es in den letzten 7 Tagen 109 Beben mit einer Magnitude von 2 und größer.

Philippinen: Am 2. November gab es im Süden des Archipels ein Beben der Stärke 6,2. Es folgten einige Nachbeben mit Magnituden um 5. Das Hypozentrum lag in 38, 1 km Tiefe.

Erdbeben können Vulkanasubrüche auslösen, oder Vorzeichen stärkerer Beben sein. In Chile ist die Gefahr eines stärkeren Erdbebens besonders hoch. Im Augenblick stehen dort die Alarmstufen aller beobachteten Vulkane auf grün, mal sehen, ob sich das in den nächsten 6 Monaten ändern wird.

Hawaii: Tsunami trifft auf Küste

Update 13.00 Uhr: Die Gefahr scheint gebannt, der Tsunamialarm wurde für Hawaii aufgehoben. Über Schäden liegen keine Meldungen vor.

Update 10.40 Uhr: Inzwischen ist die 4. Wellenfront an der Küste von Hawaii angekommen, allerdings blieben die Wellenhöhen bisher weit hinter den Befürchtungen zurück und erreichten eine Höhe von ca. 60 cm. Wissenschaftler halten die Warnungen aufrecht, es könnten noch höhere Wellen eintreffen.

Update 10.15 Uhr: Der Tsunami ist inzwischen auf die Küste Kaliforniens gebrandet. Die Wellen erreichten allerdings nur eine Höhe von 67 cm und richteten keine Schäden an. Vielleicht kommt Hawaii auch mit einem blauen Auge davon.

Um 9.28 Uhr (MEZ) wird auf Hawaii ein 1 – 2 m hoher Tsunami erwartet. Die Menschen fliehen und verlassen die Küste. Tsunamialarm gilt auch für Nordkalifornien und Südoregon auf dem Festland der USA. Die Riesenwelle entstand nach einem Seebeben der Stärke 7,7 vor der Westküste Kanadas. Das Beben ereignete sich um 3.04 Uhr (UCT). Das Hypozentrum des Bebens lag bei den Queen Charlotte Islands in einer Tiefe von 17,5 km. Es gab bereits Nachbeben mit einer Magnitude größer 5. Die Gegend ist nur dünn besiedelt, trotzdem dürfte es Schäden gegeben haben.

Schäden sind auch auf Hawaii zu erwarten, doch diese dürften weitaus geringer ausfallen, als in Japan. Nach dem verheerenden Seebeben und Tsunami am 11.03.2011 kam es zudem zur Atomkatastrophe von Fukushima.

Der Katastrophenschutz der USA kämpft gerade an mehreren Fronten. An der Ostküste wütet Hurricane „Sandy“.

Erdbeben: Island, Italien, Japan

Heute ist der Tag der moderaten Erdbeben:

In Süditlalien gab es einen Erdstoß der Magnitude 5,3. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 km zwischen Salerno und Cosenza. Zahlreiche Menschen gerieten in Panik und flüchteten aus ihren Häusern. Ein 84-jähriger Mann starb durch einen Herzinfakt infolge der Panik. In der Ortschaft Mormanno wurden einige Gebäude beschädigt und ein Krankenhaus musste evakuiert werden. Eine Mitschuld an den Schäden dürfte die schlechte Bausubstanz tragen.

In Japan ereigneten sich 2 Erdbeben mit der Stärke 5,0 und 4,7. Die Epizentren lagen im Nordosten Japans.

Auf Island ist die Tjörnes fracture zone weiterhin aktiv, allerdings haben Anzahl und Stärke der Erdbeben abgenommen. Trotzdem warnen die isländischen Behörden vor einem potentiellen stärkeren Erdbeben.

Erdbeben können Vulkanausbrüche verursachen; mal gespannt ob in den genannten Regionen demnächst ein Feuerspeier ausbricht.

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