Ätna: Erdbeben

Gestern Abend ereignete sich in der Ätna-Region ein Erdbeben der Magnitude 4,0. Das Epizentrum lag ca. 10 km nördlich von Randazzo bei der Ortschaft Floresta. Das Hypozentrum lag in 37 km Tiefe. Es dürfte von den Anwohnern der Region gespürt worden sein. Das Beben hinterließ auf der Seismik des Ätnas eine deutliche Signatur und führte dazu, dass die Skalierung der Tremor-Grafik neu skaliert wurde.

Sehr wahrscheinlich war es ein tektonisches Beben, obwohl ein Zusammenhang mit Magmaaufstieg nicht ganz ausgeschlossen werden kann. Erdbeben können Vulkanausbrüche beeinflussen, mal sehen ob unsere Dame Ätna darauf reagiert. Derzeit fließen kleinere Lavaströme auf der Ostflanke des NSEC.

Griechenland: Erdbeben M 5,7

Die griechische Insel Kefalonia wurde erneut von einem mittelstarkem Erdbeben erschüttert. Das Beben der Magnitude 5,7 ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. Der Erdstoß richtete einige Schäden an Gebäuden an. Bereits vor einer Woche fand ein Beben der Magnitude 5,8 statt. Einige Erdbebenstationen geben für das aktuelle Beben eine Magnitude von 6,1 an. Die Insel wurde von zahlreichen Nachbeben erschüttert.

Kefalonia

Pakistan: Erdbeben M 7,6

Heute Vormittag ereignete sich in Pakistan ein schweres Erdbeben der Stäkre 7,6. Das Hypozentrum befand sich in 20 km Tiefe in der Provinz Baluchistan. Zum Glück leben in der Region realtiv wenige Menschen. Trotzdem sind mindestens 30 Personen ums Leben gekommen.

Das Erdbeben wurde auch von seismischen Stationen in Europa aufgezeichnet und ist auf der Ätna-Seismik deutlich zu sehen.

Unbestätigten Internetberichten zufolge soll sich durch das Beben im Arabischen Meer eine neue Insel gebildet haben. Welche Prozesse dahinter stecken sollen ist mir unklar, hat sich das Beben doch weit im Landesinneren zugetragen.

Neuseeland: Seebeben M 6,3

Vor der Südinsel Neuseelands kam es zu einem schweren Erdbeben der Magnitude 6,3. Das Hypozentrum lag in nur 10 km Tiefe, im Nordteil der Insel vor der Küste bei der Hauptstadt Wellington. Das Beben ereignete sich entlang der tektonischen Störungszone an der auch die Vulkane der Nordinsel liegen.

Die Bodenbewegungen waren in der Hauptstadt deutlich zu spüren, allerdings kam es wohl zu keinen größeren Schäden. Zahlreiche Nachbeben folgten dem schweren Erdstoß.

Erdbeben weltweit

Italien: im Norden des Landes gab es ein moderates Erdbeben mit M 5,2. Das Epizentrum lag in nur 5 km Tiefe bei den Städten Lucca und Massa. Letztere Stadt liegt in der Nähe von Carrara, welche wegen der Marmorproduktion bekannt ist. Über Schäden liegen keine Meldungen vor. Das Beben ist als langgezogenes Signal auch auf der Seismik von Ätna und Stromboli zu sehen.

Schwarmbeben auf Island. © IMOIsland: Schwarmbeben erschüttern das gesamte Störungssystem der Insel. Besonders betroffen sind die Vulkanzonen im Süden, Osten und Norden von Island.

Laut Aussagen der Vulkanologen sind ja 2 isländische Vulkane (Katla und Hekla) überfällig und eigentlich zu einem Ausbruch bereit. Mal gespannt, ob sie durch die (recht schwachen) Beben wachgerüttelt werden.

Seismik und Erdbeben

Auf Taiwan ereignete sich heute ein Erdbeben der Magnitude 6. Das Erdbeben richtete einige Schäden an, zerstörte Infrastruktur, tötete mindestens einen Menschen und es gab 86 Verletzte.

El Hierro kommt nicht zur Ruhe: heute gab es 4 Erdbeben mit einer Magnitude größer als 4. Das Stärkste brachte es auch M 4,6. Somit ist es eines der stärksten Schwarmbeben seit Beginn der Magmaintrusion im Sommer 2011.

Auf Island gibt es nicht nur an der Hekla Seismik, sondern auch an den Vulkanen Askja und Krafla.

China: Erdbeben M 5,5

In der chinesischen Provinz Yunnan ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,5. Trotz der moderaten Stärke richtete das Erdbeben große Schäden an. Mindesten 20 Menschen kamen ums Leben. Offiziellen Angaben zufolge lag das Hypozentrum des Erdbebens in 60 km Tiefe. Erdbeben in dieser Tiefer und Magnitude richten normalerweise nicht so große Schäden an. Auf der Website Juskis Erdbebennews ist allerdings die Rede davon, dass das Hypozentrum in nur 9 km Tiefe lag, was die Schäden erklären würde. Möglicher Weise ist die Bausubstanz in der Gegend auch marode, so dass die Gebäude wie Kartenhäuser einstürzen konnten.

error: Content is protected !!