Ätna: erneuter Tremoranstieg

Mikroseismik am Ätna. © INGVLetzte Nacht gab es eine erneute Erhöhung des Tremors. Ich vermute diese hing mit einer Intensivierung der strombolianischen Tätigkeit in der Voragine zusammen. Zudem gab es in den letzten Tagen wieder vermehrte Mikrobeben. Die Hypozentren lagen in Tiefen kleiner 5 km und scheinen sich (mehr oder weniger) entlang einer SW-NE streichenden Linie ereignet zu haben, die parallel zur Hauptstörungzone des Vulkans verläuft.

Ätna: erhöhter Tremor

Leicht erhöhter Tremor am Ätna. © INGVHeute Abend steigt der Tremor am Ätna deutlich (aber nicht dramatisch) an. Da man auf der LiveCam nichts außergewöhnliches sieht, vermute ich einen Zunahme der strombolianischen Aktivität in der Voragine. Seit einigen Tagen ist dort ein Schlot schwach aktiv. Zudem gab es wieder einige schwache Erdbeben am Vulkan und es wurden von einigen Fumarolen am Neuen-Südostkrater thermische Signale registriert. Alles in Allem sieht es so aus, als würde mein Lieblingsvulkan wieder etwas munterer werden. Neue paroxysmale Eruptionen könnten sich in der nächsten Zeit wieder manifestieren!

Ätna: steigende Erdbebenaktivität

Die Erdbebenaktivität am Ätna steigt weiter. Vor 4 Tagen manifestierte sich im Nordwesten des Vulkans ein kleines Schwarmbeben. Die Hypozentren lagen zwischen den Ortschaften Randazzo und Maletto in Tiefen größer als 30 km. Die Magnituden bewegten sich zwischen 2 und 3.  Zudem kommt es vermehrt zu schwachen Erdbeben im Osten des Vulkans. Die Beben dort liegen in Tiefen kleiner 10 km. Ich vermute das Magma im Westen des Vulkans in die Erdkruste eindringt und während des Aufstiegs in östlicher Richtung wandert. Vergleichbare Bebenmuster konnte ich bereits einige Wochen vor Phasen mit Paroxysmen beobachten. Kurz vor den Eruptionen verlagern sich die Beben dann meistens aus den Osten in Richtung Gipfelkrater.

Gestern wurde eine kleine Eruptionswolke gesichtet, die außer Wasserdampf Vulkanasche enthielt. Die Wolke stieg aus dem Zentralkrater auf.

Ätna: schwache Erdbeben

2 schwache Erdbeben bei Sant Alfio. © EMSCHeute Nacht manifestierten sich am Ätna auf Sizilien 2 schwache Erdbeben mit den Magnituden 2,7 und 2,9. Die Hypozentren lagen in 7 km Tiefe unter dem Ort Sant Alfio im Osten des Vulkans. Die Beben spiegeln sich in der Tremorkurve des Ätnas wieder. In den letzten Tagen ist die Ätnaregion seismisch wieder etwas aktiver geworden, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass neue Vulkanausbrüche unmittelbar bevorstehen. Allerdings wurde die gleiche Region vor und während der Flankeneruption von 2002 von zahlreichen Beben heimgesucht, die sich entlang der großen Störungszone des Ätnas ereigneten.

Ätna: Asche-Emission

Weitere Erdbeben am Ätna. © INGVGestern wurden vom Ätna auf Sizilien disperse Aschewolken emittiert. Zudem gab es Medienberichte über eine erhöhte Aktivität des Thermalgebietes Salinelle di Paterno (Videolink). Die Schlammquellen befinden sich an der Südbasis des Vulkans beim Ort Paterno. Es sind neue Gasaustritte und Schlammpools entstanden deren Aktivität als ungewöhnlich hoch beschrieben wird. Der Geologe Orazio Caruso sieht einen Zusammenhang zwischen der gesteigerten Aktivität des Thermalgebietes und Magmaaufstieg in der Tiefe. In der Vergangenheit steigerte sich die Aktivität des Thermalgebietes bevor eine neue eruptive Phase des Ätnas begann.

Wissenschaftler des INGV wollen Gasproben sammeln, um diese auf ihre Helium 13 Konzentration zu untersuchen. Ist diese hoch könnte das ein Indiz für bevorstehende eruptive Aktivität am Ätna sein.

In den letzten Tagen wurden auch weitere schwache Erdbeben am Ätna aufgezeichnet.

(Quellen: meridionews, thedayafterjournal)

Ätna: Vulkanasche aus NE-Krater

Rotbraune Vulkanasche aus dem NE-Krater. ©INGVAuf der LiveCam sieht man derzeit gelegentlich rotbraune Vulkanasche aus dem NE-Krater aufsteigen. Die Farbe des Materials lässt darauf schließen, dass es sich um alte Asche handelt, die durch Kollaps der Kraterwände aufgewirbelt werden könnte, oder durch tief sitzende Dampfexplosionen mobilisiert wird. Zudem stößt dieser Krater auch viel Dampf aus.

In den letzten Tagen gab es einige leichte Erdbeben unter dem Ätna deren Hypozentren in Tiefen kleiner als 10 km lagen. Der Tremor ist allerdings niedrig und es scheint keine unmittelbare Eruption bevorzustehen.

Ätna: erhöhte Seismik

Seismik am Ätna. © INGVAm Ätna auf Sizilien ereigneten sich in den letzten 2 Tagen mehrere schwache Erdbeben in Tiefen zwischen 5 und 10 km. Zudem gab es heute Nachmittag eine Phase mit leicht erhöhtem Tremor und starker Entgasung aus dem NE-Krater. Möglicher Weise bereitet sich der Vulkan auf eine neue Aktivitätsphase vor.

Ätna: Ausbruch verstärkt sich

Thermalbild des Lavastromes. © INGVUpdate 16.05.2015: heute Morgen ist der Tremor stark gefallen und befindet sich wieder auf normalem Niveau. Die strombolianischen Eruptionen haben aufgehört und die Lavastrom-Tätigkeit lässt nach. Der Ausbruch kommt zu einem Ende.

Update 15.05.2015: Die Eruption geht unverändert weiter. Der Lavastrom ist mittlerweile fast 5 km lang und hat sich in 2 Arme geteilt. Sie fließen am Mt. Simone über den Boden des Valle del Bove. Die kontinuierlichen Strombolianer halten an und es geht eine dünne Aschewolke vom NSEC aus.

Originalmeldung: Im Laufe des Tages hat sich die Eruption am Neuen Südostkrater verstäkrt. Der Tremor ist relativ hoch und es kommt kontinuierlich zu strombolianischen Eruptionen. Diese fördern glühende Lava mehrere Hundert Meter hoch. Der Lavastrom, der gestern Morgen zu fließen begann ist deutlich stärker geworden und fließt in einem weiten Nordbogen ins Valle del Bove. Allerdings kommt er nicht mehr aus dem Gipfelkrater, sondern aus 2 Förderschlote auf der Ostflanke und nahe der Basis des Kegels.

Es scheint wieder einer der verkappten Paroxysmen zu sein, die wir seit letztem Jahr öfters zu sehen bekommen. Diese Eruptionen dauern mehrere Tage und fördern viel Tephra, allerdings ohne die gewaltigen Lavafontänen einer paroxysmalen Eruption.

Ätna: Hangrutsch am NSEC

Heute Vormittag ereignete sich ein Hangrutsch auf der Ostseite des Neuen Südostkraters (NSEC). Dieser wurde durch einen Lavastrom ausgelöst, der kurz vorher aus dem Krater zu fließen begann. Bei vergangenen Paroxysmen markierte der Beginn der effusiven Tätigkeit den „point of no return“ für die bevorstehende Hauptphase des Paroxysmus. Allerdings muss sich die Tätigkeit nicht zwangsläufig zu einem Paroxysmus steigern. Es gab auch letztes Jahr eine Phase langanhaltender „milder“ Tätigkeit und der letzte Paroxysmus präsentierte sich ehr untypisch: der Ausbruch steigerte sich nur langsam und hielt über mehrere Tage (anstatt Stunden) an. Dafür waren die Lavafontänen vergleichsweise klein. Ferner gibt es Überlegungen, das der NSEC eine kritische Höhe erreicht haben könnte, bei der der Druck im Fördersystem nicht mehr ausreicht um einen typischen Paroxysmus zu erzeugen.

Es bleibt auf jeden Fall spannend die Aktivität zu beobachten und die nächsten Stunden werden zeigen, ob es zu einem neuen Paroxysmus kommt.

Ätna: strombolianische Eruptionen

Update 13.05.2015: Gestern Abend nahm die strombolianische Aktivität am Neuen Südostkrater zu und der Tremor stieg leicht. Dieser ist heute Vormittag leicht rückläufig. Dennoch rechne ich in den nächsten Tagen mit einer Zunahme der Aktivität.

Originalmeldung: Am Ätna ereignen sich schwache strombolianische Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater. Auf der Livecam war nachts gelegentliche Rotglut zu erkennen. Heute sieht man Dampf aufsteigen. Die strombolianische Tätigkeit könnte Vorbote eines neuen Paroxysmus sein. Die Vulkanologen des INGV beobachteten schon vor mehreren Tagen Tremor, der auf aufsteigendes Magma hindeutet. Der heutige Peak in der öffentlich zugänglichen Grafig auf der Seite des Instituts ist aber wohl auf das Nepal-Erdbeben zurückzuführen.

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