Corona: sprunghaft steigende Infektionszahlen

Wir befinden uns am Anfang der 2. Infektionswelle mit dem Coronavirus und die Anzahl der positiv Getesteten nimmt deutlich zu. Auffällig ist, dass es an einigen Tagen zu regelrechten Sprüngen im Infektionsgeschehen kommt, die man eigentlich so nicht erwarten würde. Das RKI meldete heute 11.176 Neuinfektionen und 29 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Der R-Wert stieg von 1,23 auf 1,36. Die Johns-Hopkins Universität (USA) bestätige für gestern 27 Todesfälle und für den Vortag 48. Auf jeden Fall haben sich die Opferzahlen innerhalb von 2 Wochen mehr als verdoppelt. Allerdings sind sie noch weit von den Spitzenwerten im März/April entfernt, was die Vermutung nahe legt, dass damals die Dunkelziffer 8-10 Mal höher war als jetzt. Bei unseren europäischen Nachbarn ist die Situation weitaus schlimmer als bei uns. So starben in Frankreich gestern 299 Personen. Aktuell werden dort täglich ca. 40.000 Neuinfektionen gemeldet. Wie ich in meinem letzten Update erwähnte, kann man daran erkennen, wohin die Reise bei uns auch gehen wird. Ich vermute, dass wir in 2-3 Wochen auf einem ähnlichen Level angelangt sein werden. Bei unseren Nachbar gelten z.T. strengere Corona-Regeln als bei uns.

Will man die Verlaufskurve der Infektionszahlen flach halten, dann wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt für einen neuen Lockdown, obwohl den natürlich niemand will. Weitere Appelle an die Bevölkerung, ihr Sozialleben weiter einzuschränken, werden nicht viel bringen, da viele Menschen ihre Kontakte sowieso bereits auf das nötigste beschränkt haben. Ein Lockdown (sofern er überhaupt wirkt und die Zahlen deutlich drückt) wird uns das Virus nicht vom Hals schaffen, sondern den Krankenhäusern nur Kapazitäten erkaufen, um schwer erkrankte Patienten angemessen behandeln zu können. Doch ein Lockdown verlängert gleichzeitig den Gesamtverlauf der Pandemie und schadet der Wirtschaft und dem Sozialleben enorm. Wir können uns drehen und wenden wie wir wollen: die Pandemie wird erst enden, wenn es zur Herdenimmunität kommt. Bis dahin wird es immer neue Wellen geben, die stark von den klimatischen Bedingungen abhängen. Eine Impfung für alle wird für frühestens Sommer 2020 erwartet. Aber auch mit einer Impfung wird die Pandemie nicht schlagartig vorüber sein.

Warum es gerade in der dunklen Jahreszeit zu einer Zunahme der Infektionen kommt, ist nach wie vor wissenschaftlich nicht belastbar erklärt. Doch mittlerweile scheint sich herauszukristallisieren, dass es -neben unserem Immunsystem- auch unserem Sozialverhalten geschuldet ist: wir verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen, wo sich in der Raumluft viel mehr Viren ansammeln können als im Freien. Das könnte auch erklären, warum das Infektonsgeschehen in tropischen Ländern nicht ganz so großen Schwankungen unterworfen ist, wie in den gemäßigten Zonen. In den Tropen spielen Regen- und Trockenzeiten allerdings ebenfalls eine Rolle.

Neue Masken-Studie

Wie die FAZ berichtete, gibt es eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Marburg. Sie untersuchte die Wirksamkeit von Atemmasken mit einem neuen Verfahren. Unter der Annahme, dass die Viren nicht hauptsächlich über Aerosole verteilt werden, sondern über Tröpfchen und größere Zusammenballungen von Viren, zeigten die Tests, dass Alltagsmasken aus Stoff bis zu 20% der Virenlast aus der Umgebungsluft herausfilterten. Am besten schnitten Masken aus angerauhten Stoff ab. Masken aus glattem Nylon schützten deutlich schlechter. Erstaunlich gut kamen dabei die OP-Masken weg, die bis zu 70% der Viren zurückhielten. Besonders wichtig war die Leckage der Maske: je enger sie saß, desto besser der Schutz. Ich persönlich favorisiere dennoch nach wie vor echte Virenschutzmasken der Schutzklasse ffp2.

Kilimandscharo: Massive Steppenbrände

Wer sich heuer ein Satellitenbild Ostafrikas anschaut, wird schnell auf die gewaltigen Rauchwolken aufmerksam, die vom höchsten Berg Afrikas ausgehen. Doch der Kilimandscharo ist nicht etwa ausgebrochen, sondern wird von einem immensen Steppenbrand heimgesucht. Der gesamte Südhang steht in Flammen und zwar bis auf einer Höhe von 3000 m. Dort ist der Boden normalerweise morastig, doch aktuell scheint er ausgetrocknet zu sein, so dass sich der torfige Untergrund entzündet hat. Und so fackelt eine einzigartige Moor- und Heidelandschaft ab, in der sich viele endemische Pflanzenarten befinden. Die Brände waren ausgebrochen, als ein Koch Essen für eine Wandergruppe zubereitet hat. Aufgrund der schweren Zugänglichkeit und fehlenden finanziellen Mitteln ist der Brand praktisch nicht unter Kontrolle zu bringen. Mittlerweile greifen die Flammen auch auf Waldgebiete in tieferen Regionen über.

Solche Feuer in sonst morastigen Gegenden mit Torfböden sind mittlerweile weit verbreitet: sie wüten etwa in Sibirien und im Pantanal. Selbst wenn solche Brände an der Oberfläche gelöscht werden können, bleiben schwellende Glutnester im Boden und das Feuer bricht erneut aus.

Indien: Neue Flutkatastrophe

Die indischen Bundestaaten Telangana, Andhra Pradesh und Karnataka wurden von starken Unwettern heimgesucht, bei denen mindestens 30 Menschen starben. 10 Menschen starben durch ertrinken, oder fielen Stromschlägen zu Opfer. 8 Personen einer Familie kamen ums Leben, als ein Balkon kollabierte, von dem aus sie das Hochwasser beobachteten. In der Stadt Hyderabad starben neun Menschen beim Einsturz einer Mauer.

Australien: Massives Korallensterben am Great Barrier Reef

Das Wahrzeichen Australiens und zugleich das größte Korallenriff der Erde, ist dabei zu verschwinden. Neue Studien belegen, dass das Riff in den letzten 20 Jahren mehr als die Hälfte seiner Korallen verloren hat. Bisher gingen viele Forscher davon aus, dass das Riff alleine durch seine Größe geschützt sei und nicht zur Gänze verschwinden könne: Es ist größer als Italien und hat eine Fläche von 348.000 Quadratkilometern. Doch diese Ansicht müsse immer mehr Forscher revidieren.

Grund für das Korallensterben sind die immer weiter steigenden Wassertemperaturen. Dadurch produzieren Algen Giftstoffe, welche die Korallen töten. Normalerweise liefern die Algen Nährstoffe für die Korallen.

Corona-Infektion steigen wie erwartet

Wie von mir bereits im Frühsommer prognostiziert, steigen die Infektionen mit dem Corona-Virus SARS CoV-2 auch in Deutschland wieder. Grund hierfür sind Temperaturen unter 15-Grad und die Abnahme der Sonnenscheindauer. Wir verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen und das menschliche Immunsystem scheint in der dunklen Jahreszeit deutlich schwächer zu sein als im Sommer. In den letzten Tagen stiegen die täglichen Neuinfektionen von 2500 auf über 4000 an und liegen aktuell (laut JHU) bei 7113 Neuinfektionen. Parallel dazu nehmen die schweren Verläufe zu, allerdings noch nicht in dem Maß wie die Fallzahlen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Entwicklung der schweren Fälle mindesten 2 Wochen hinter den Zahlen der Neuinfektionen herhinkt. Was wir aktuell an schweren Verläufen erleben spiegelt das Infektionsgeschehen von vor 2-3 Wochen wieder. Das gilt im besonderen Maße für die Todesfälle. Diese nahmen in den letzten Tagen leicht zu. Gestern wurden 34 Todesfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit einer COVID-19 Erkrankung standen. Vor 3-4 Wochen gab es pro Tag ca. 1500 Neuinfektionen. Man kann davon ausgehen, dass die Todeszahlen in den nächsten Wochen steigen werden. Über die zu erwartenden Wachstumsraten kann man sich gut an Frankreich orientieren. Dort wurden gestern etwa 21.100 Neuinfektionen und 76 Todesopfer gemeldet. Zu beachten gilt: positiv getestete Personen (Neuinfektionen) sind nicht gleichbedeutend mit erkrankten Menschen!

Die Regierenden verschärfen praktisch täglich die Schutzmaßnahmen und in den sogenannten Corona-Hotspots müssen nun auch Alltagsmasken im Freien getragen werden. Das Reisen innerhalb Deutschlands wurde stark eingeschränkt, indem es für Menschen aus Corona-Hotspots Beherberungsverbote erlassen wurden. Die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Reglungen haben Bürger soweit verunsichert, dass die Reiseaktivitäten stark zurückgegangen sind. Sicherlich war das Zweck der Aktion, doch die Folgen für das Gastgewerbe sind fatal. Hinzu kommt eine schwindende Akzeptanz gegenüber den Corona-Maßnahmen, besonders im jüngeren Teil der Bevölkerung, der selbst ein geringes Risiko trägt an COVID-19 schwer zu erkranken. Es rächt sich, dass die Maßnahmen während des Sommers nicht ganz aufgehoben wurden.

Meiner Meinung nach können die bisher getroffenen Maßnahmen den Verlauf der Pandemie kurzfristig bremsen, mittelfristig gesehen wird es allerdings nicht gelingen den natürlichen Lauf der Dinge zu verhindern. Selbst ein Lockdown wird im Winter die Fallzahlen nur temporär beeinflussen: sobald er aufgehoben wird, werden auch die Infektionszahlen weder steigen und nach wenigen Wochen steht man wieder dort, wo man vor einem Lockdown stand. Ausrotten lässt sich das Virus praktisch nicht mehr!

Wir stehen am Anfang der 2. Welle, die jahreszeitlich bedingt ist. Genauso, wie im Sommer die Fallzahlen auf natürliche Weise zurückgingen, werden sie nun wieder zunehmen. Von einer Herdenimmunität sind wir Jahre entfernt. Die WHO hält diese auch für „unethisch“!  Mich persönlich irritiert diese Einstellung, zeigt sie doch, wie weit wir uns von unseren Ursprüngen entfernt haben. Reflektiert man die Einstellung der WHO, die sicherlich von Vielen geteilt wird, dann erscheint mir ein zweiter Lockdown unvermeidlich, selbst wenn das Coronavirus nicht der „Killer“ ist, für den man es noch am Anfang der Pandemie halten konnte. Zum Vergleich: das Coronavirus von 2002 (SARS CoV-1, nur damals ohne Ziffer) hatte eine Mortalität von 9,6%. MERS brachte es sogar auf über 34%. Inzwischen belegen die Statistiken, dass die Mortalität von SARS CoV-2 in etwa mit der Sterblichkeit einer starken Grippepandemie zu vergleichen ist. Der Bonner Virologe Streeck bezifferte sie jüngst mit höchstens 0,37%. Er warnt zwar davor, das Virus auf die leichte Schulter zunehmen, mahnt aber auch vor übertriebener Angst und meint, dass Corona nicht unser Untergang sein wird. Eine Überzeugung die ich Teile, mit der Ergänzung, dass die Reaktionen auf das Virus unseren Wohlstand mehr gefährden als das Virus selbst.

In der Konsequenz meiner Überlegungen, sollte man sich langsam wieder auf weiter verschärfte Maßnahmen -bis hin zum möglichen Lockdown- vorbereiten, selbst wenn die Politiker bestrebt sind einen weiteren zu vermeiden.

Weiterführender Link: Corona-Newsberichte im Blog

Zahl der Naturkatastrophen verdoppelte sich

Laut einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen (UN) hat sich in den letzten 20 Jahren die Anzahl an Naturkatastrophen nahezu verdoppelt. Zwischen den Jahren 2000 und 2019 wurden 7348 größere Naturkatastrophen registriert. Von ihnen waren 4,2 Milliarden Menschen betroffen und es gab 1,2 Millionen Todesopfer. Während die Zahl der Todesopfer im Vergleich zu den 20 Jahren der letzten Berichtsperiode gleich geblieben ist, vergrößerte sich die Zahl der Betroffenen um 1 Milliarde Menschen. Viele waren öfters von Naturkatastrophen betroffen gewesen. Ich gebe zu bedenken, dass sich die Weltbevölkerung im Jahr 1990 auf „nur“ 5,32 Milliarden belief, im Gegensatz zu 6,8 Milliarden im Jahr 2010. Ein Umstand, den man bei der Bewertung der Situation berücksichtigen sollte.

Als Hauptverantwortlicher wurde der Klimawandel identifiziert: so stieg die Anzahl klimabedingter Naturkatastrophen von 3600 auf fast 6600. Dazu zählten Unwetterkatastrophen wie Stürme und Überschwemmungen, aber auch solche Ereignisse, die überwiegend von Unwettern ausgelöst werden: Schlammlawinen und Erdrutsche. Nicht zu vergessen die Folgen von Dürren und Waldbränden. Alleine durch Hitzewellen sind 165.000 Menschen gestorben. Allerdings starben auch ungewöhnlich viele Menschen durch Erdbeben und Tsunamis. Hier waren es vor allem der verheerende Tsunami von 2004, der durch den Indischen Ozean lief und 230.000 Menschenleben forderte. Das Erdbeben von 2010, das weite Teile von Haiti zerstörte, forderte 220.000 Todesopfer.

Unter den Stürmen stellte im Jahr 2008 der Zyklon Nargis in Myanmar einen traurigen Rekord auf: mit etwa 138.000 Toten war er der folgenreichste Sturm des neuen Jahrtausends.

Der Bericht wurde unter Federführung der Professorin Debarati Guha-Sapir vom Katastrophenforschungszentrum (CRED) der Universität Löwen in Belgien erstellt. Dort laufen die Daten der Katastrophen zusammen. Gegenüber der Tagesschau meinte die Professorin, dass der Anstieg der Naturkatastrophen real sei und nicht etwa auf verbesserte Kommunikation zurückzuführen sei. Erfasst wurden Ereignisse ab 10 Toten, oder 100 Betroffenen. Die meisten Katastrophen wurden in Asien erfasst: Indien, die Philippinen und Indonesien wurden am schlimmsten heimgesucht, gefolgt von China. Auf dem Amerikanischen Kontinent wurden die USA besonders oft von Naturkatastrophen getroffen.

Klimawandel beschleunigt sich

Eine Abnahme klimabedingter Naturkatastrophen wird es im aktuellen Berichtszeitraum wohl kaum geben. Zu diesem Kontext passen die neusten Meldungen der Polarstern: das deutsche Forschungsschiff kehrte Vorgestern von seiner einjährigen Expedition in die Arktis zurück. Die Forscher berichteten von immer schneller voranschreitendem Eisschwund und einer Beschleunigung des Klimawandels. Dazu passt auch, dass der September 2020 der Wärmste in Europa war, seitdem das Klima genau dokumentiert wird. Die Temperaturen lagen im Schnitt um 0,2 Grad höher, als im bisherigen Rekord-September 2018.

USA: Hurrikan Delta nimmt Kurs auf Louisiana

Im Golf von Mexiko ist erneut ein starker Hurrikane auf Kollisionskurs mit dem amerikanischen Festland und wird in den nächsten Stunden den Landfall proben und die Küste von Louisiana erreichen. Dort wurden bereits Schutzmaßnahmen und Evakuierungen eingeleitet. Zuvor überquerte der Sturm als Hurrikan der Kategorie 4 den Golf von Mexiko. Vor wenigen Stunden wurde er allerdings auf Kategorie 3 Herabgestuft. In Mexiko richtete Delta einigen Schaden an, als er am Mittwoch die Touristenorte Cozumel und Cancun heimsuchte. Hier wurde vorsorglich der Strom für 228.000 Haushalte abgestellt.

Erst vor 6 Wochen wurde Louisiana von Hurrikan Laura getroffen. Delta scheint dem Weg von Laura zu folgen. Für die Menschen dort stehen weniger rosige Zeiten bevor.

Unwetter in Frankreich und Italien

Der Südwesten Europas wurde in den letzten Tagen von verheerenden Unwettern heimgesucht. Besonders betroffen waren Norditalien und der Südosten Frankreichs. Lang anhaltender Starkregen ließ mehrere Flüsse und Bäche anschwellen und über die Ufer treten. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Ganze Uferbereiche wurden erodiert und weggespült. Zahlreich Gebäude wurden zerstört. Besonders stark betroffen war das Hinterland der Côte d’Azur und das an Italien grenzende Département Alpes-Maritimes. Dort werden 8 Personen vermisst. In Italien kamen mindestens 2 Personen ums Leben. Bei den Toten handelt es sich um Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr aus dem Aostatal, die sich in einem Rettungseinsatz befanden. Mehrere Dörfer wurden aufgrund weggespülter Brücken und Strassen von der Umwelt abgeschnitten. Hunderte Haushalte waren ohne Strom. In unserer FB-Gruppe wurden viele Medien zum Thema geteilt.

Hitzewelle in Südamerika

In weiten Teilen Südamerikas herrscht eine Hitzewelle. Sie lässt das Thermometer bis auf 44,1 Grad Celsius ansteigen. Die Tendenz ist steigen. Besonders stark betroffen ist das Pantanal. Die Region im Süden Brasiliens steht unter dem Schutz der UNESCO und ist für seine ausgedehnte Feuchtgebiete bekannt. Doch mit der Feuchtigkeit ist es dieser Tage nicht weit her, denn die Region leidet unter Dürre und ist ausgetrocknet. Statt unter Wasser, stehen weite Gebiete unter Feuer und brennen lichterloh. Auch im angrenzenden Uruguay und im Norden Argentiniens ist es ungewöhnlich hieß und trocken. Das gesamte Ökosystems steht vor dem Kollaps. Die Versorgung von Mensch und Tier ist gefährdet.

Mexiko wurde vom Tropensturm Gamma getroffen

Das Wasser, was an vielen Orten fehlt, haben andere Orte dafür zu viel. Die hohen Temperaturen bedingen eine hohe Verdunstungsrate und es werden vermehrt Stürme generiert. So ein Sturm wütete am Wochenende über dem mexikanischen Urlaubsort Playa del Carmen am Golf von Mexiko. Der Sturm „Gamma“ knickte zahlreiche Bäume um und sogt für Überschwemmungen.

USA: Waldbrände am 02.10.20

Im US-Bundesstaat Kalifornien lodern immer noch verheerende Waldbrände. 6 große und mehrere Kleine Feuer lassen sich via Satellit orten. Mittlerweile sind mehr als 7700 Häuser niedergebrannt. Zehntausende Menschen befinden sich auf der Flucht vor den Flammen, die eine Fläche von mehr als 15.190 Quadratkilometern verwüsteten. Mehrere Personen fanden den Tod. Die Umweltschäden sind enorm. In vielen Metropolen der Westküste herrscht Smog. Zudem regneten Teller-große Rußbrocken vom Himmel.

Die Flammen des sogenannten Glass-Feuers erreichten vor 3 Tagen das bekannte Weinanbaugebiet Nappa Valley und richteten dort Zerstörungen an. 3 Menschen starben und 80 Gebäude wurden vernichtet, darunter befanden sich auch einige Villen. Es wurden zahlreiche Weinreben zerstört. Bereits vor 3 Jahren wüteten hier die Flammen. Das Nappa Valley liegt nördlich von San Francisco und ist ein beliebtes Touristenziel.

Präsident Trump leugnete einmal mehr den Klimawandel und machte mangelhaftes Waldmanagement seiner Forstbehörde für die außer Kontrolle geraten Bränden verantwortlich. Als lobendes Beispiel huldigt er den Österreichern, die sogar Waldstädte“ hätten.

Corona: Spiel mit der Angst

Das Corona-Virus hält die Welt weiterhin in Atem und sorgt für große Besorgnis. Diese wird teilweise allerdings absichtlich von den Regierungen geschürt, wie unlängst Recherchen mehrere Journalisten zeigten. So wurden Regierungsinterne Papiere veröffentlicht, nach denen bereits im Frühjahr von Experten empfohlen wurde, der Bevölkerung extra Angst einzujagen, damit sie den Corona-Maßnahme folge leisten. Jetzt wird offenbar, wie sehr diese Bemühungen gefruchtet haben, da immer mehr Menschen mit Angststörungen in Arztpraxen vorstellig werden. Tatsächlich erkennt man in der Wortwahl einiger Berichterstatter immer noch eine maßlose Übertreibung, wenn über Infektionsraten gesprochen wird. So ist jeder Anstieg der Infektionszahlen bei Kommentatoren öffentlich-rechtlicher Nachrichtensendungen „dramatisch“ oder „enorm“. Ein Rückgang der Zahlen wird hingegen bagatellisiert. Zwar ist ein konstanter Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen zu erkennen, doch der ist weit von einem exponentiellen Wachstum entfernt. Unerwähnt bleibt oftmals, wie viel mehr in den vergangene Wochen getestet wurde. Die Infektionsquoten steigen nur leicht. Die Todesraten sind nahezu konstant und niedrig.

Inzwischen kann man die Sterblichkeit besser abschätzen und die meisten Wissenschaftler bestätigen den Wert 0,4%. Von 1000 an Covid-19 Erkrankten sterben 4 Patienten mit dem Virus. Damit liegt die Sterblichkeit im oberen Spektrum einer Grippe-Pandemie, für die eine Sterblichkeit von 0,2-04% angegeben wird. Ganz klar ist, dass man die Corona-Pandemie ernst nehmen muss. Trotzdem gilt nach wie vor die Devise, dass man sich nicht verrückt machen sollte. Viele der Anti-Corona-Maßnahmen sind der reinen Vorsicht geschuldet und momentan nur bedingt gerechtfertigt.

Corona: Neue Studien

In den vergangenen Tagen und Wochen wurden einige interessante Studien über das Coronavirus und COVID 19 veröffentlicht. In einem Update möchte ich Euch darüber informieren.

Interessant ist eine Studie von Arjun Sil und Vanapalli Naveen Kumar. Schwerpunkt dieser Studie war die Untersuchung Wetter-bedingter Faktoren auf die Verbreitung von Corona und der Entwicklung der COVID-19 Fallzahlen. Die Studie wertete Statistiken über die Infektionsraten aus und korrelierte sie mit Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag, Windgeschwindikeit und Wolkenbedeckung (bzw. Sonnenscheindauer) verschiedener Regionen im Zeitraum zwischen November 2019 und März 2020. Dabei wurde deutlich, dass all diese Faktoren Einfluss auf die Infektionszahlen nehmen. Am deutlichsten ist der Temperatur-Effekt. Die Autoren schreiben dazu: „Die aktuelle Studie konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Umweltparametern und der Wachstumsrate von COVID-19. Die statistische Analyse legt nahe, dass die Temperaturänderungen die Wachstumsrate verlangsamten und ergab, dass -6,28 °C und +14,51 °C Temperatur der günstige Bereich für das Wachstum von COVID-19 ist“.

Eine noch unveröffentlichte Studie (von der einige Auszüge vorab in der Presse erschienen sind) von Forschern der John Hopkins Universität kommt zu dem Schluss, dass sich das Virus in warmen Klimaten weniger schnell ausbreitet. Grundlage für diese Studie boten Daten, die bis April gesammelt wurden, noch bevor Anti-Corona-Maßnahmen eingeführt wurden. Australische Wissenschaftler belegten inzwischen den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Virus-Ausbreitung. Sie fanden heraus, dass in Sydney die Infektionszahlen stiegen, je trockener die Luft war.

Allerdings wird auch zunehmend deutlich, dass Wetter-bedingte Faktoren nicht alleine den Verlauf der Pandemie bestimmen. Kulturelle- und Soziale Parameter haben ebenfalls großen Einfluss auf die Infektionsraten. In Deutschland kommt als Corona-Bremse hinzu, dass wir über ein einzigartig gut ausgebautes Gesundheitswesen verfügen. Zahlreiche Arztpraxen verhindern einen Massenansturm auf Kliniken, wo sich das Virus ungehindert verbreiten kann.

Alltagsmasken und Corona

Eine weitere Studie stellte die Wirksamkeit von Alltagsmasken auf den Prüfstand. Sie wurde von Forschern der Demokrit-Universität Thrakien durchgeführt. In einer Versuchsapparatur testeten sie das Aerosol-Filterverhalten von Masken unterschiedlicher Bauart. Sie kamen zu dem Schluss, das medizinische Qualitätsprodukte die höchste Filterwirksamkeit besitzen. Am besten Schnitten die Virenmasken der Filterkalsse KN 95 ab. Noname Produkte besaßen eine schlechte Filterwirkung. Stoffmasken verfügten praktisch über keinerlei Filterwirkung in Bezug auf virenlastige Aerosole.

Infektionszahlen und Coronatests

Gestern begann in Deutschland wieder die Alarmglocken zu klingeln, da in einigen Regionen die wöchentlichen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf über 50 auf 100.000 Einwohner gestiegen ist. Betroffen ist u.a. München. Dort wurde die Maskenpflicht ausgedehnt und Gruppengrößen weiter beschränkt. Worauf allerdings nur selten hingewiesen wird sind 2 Faktoren: zum einen ist der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern politischer Natur und nicht medizinisch begründet. Zum Anderen wird in Deutschland, aber auch in unseren Nachbarländern so viel getestet wie niemals zuvor. Alleine in der Woche vom 10. bis 16. August 2020 wurden bei uns insgesamt 875.524 Tests durchgeführt. Dagegen wurde im April erstmals die Hunderttausender-Marke geknackt. Es erscheint logisch, dass man bei so hohen Testzahlen mehr Infektionen findet und die Dunkelziffer reduziert wird. Selbst wenn die Infektionszahlen real steigen sollten: Die Todesraten tun es noch nicht. Gleichfalls sind gerade einmal zwischen 1-2% der Intensivbetten mit COVID-19 Patienten belegt. Deutschland scheint für die kalte Jahreszeit, während der die Infektionsraten wahrscheinlich deutlich steigen wird, gut gerüstet zu sein.