Kohlenstoffdioxid kann Wolken vernichten

Wolken transportieren nicht nur Regen, sondern regulieren auch das Klima. Nun zeigt einen neue Studie, dass Kohlendioxid Wolken vernichten kann. Sollte ein bestimmter Schwellenwert der Kohlenstoffdioxid-Konzentration überschritten werden, könnte das zu einer drastischen Erderwärmung führen.

Konkret ist die Sprache von Stratocumulus-Wolken, welche gut 20% der Ozeane in niedrigen Breitengrade beschatten. Gerade in den tropischen Regionen kühlen die Wolken die Ozeane ab, bzw. verhindern eine noch stärkere Erwärmung des Wassers, indem sie einen großen teil der Sonnenstrahlen in den Weltraum reflektieren. Dieser Albedo genannte Effekt geht von allen hellen Oberflächen aus, so auch von dem Eis und Gletscher der Polregionen und Gebirge.

Ein Wissenschaftlerteam des California Institute of Technology hat nun den Effekt von atmosphärischen Kohlenstoffdioxid auf die Wolkenbildung untersucht. Unter Leitung von Tapio Schneider untersuchten die Forscher in Wirbelsimulationen die Wolkendynamik und fanden heraus, dass die Stratocumulus-Wolken instabil werden, sobald der Kohlenstoffdioxid-Gehalt der Luft auf über 1200 ppm steigt. Ist dieser Schwellenwert erst einmal überschritten, dann bedarf es eine Absenkung der Kohlenstoffdioxid-Konzentration auf 300 ppm, damit sich die Wolken wieder bilden können. Durch diese Wolkeninstabilität und dem zusätzlichen Kohlenstoffdioxid würde sich die Lufttemperatur der Subtropen um 8 bis 10 Grad erhöhen. Die Folgen wären mehr als nur katastrophal! Neben all den negativen Auswirkungen der reinen Temperaturerhöhung auf Lebewesen, würden die Ozean kippen. Es käme zu einem Massensterben mariner Lebewesen, zur Änderungen klimarelevanter Meeresströmungen und der Entstehung gigantischer Sturmsysteme.

Die Forscher führen bisher unerklärliche Erderwärmungen auf den Effekt der Wolkeninstabilität zurück. So war während des Erdzeitalters Eozän der gesamte Planet eisfrei. Wissenschaftler gingen von einer Kohlenstoffdioxid-Konzentraion von 4000 ppm aus, wenn die damalige Klimaerwärmung nur auf Treibhausgase zurückzuführen gewesen wäre. Der Wert schien vielen Wissenschaftlern als unrealistisch hoch, da man nicht erklären konnte, wie soviel Kohlenstoffdioxid hätte freigesetzt werden können. Unter Berücksichtigung der neuen Forschungsergebnisse wäre nur halb soviel Kohlenstoffdioxid nötig gewesen.

Aktuell liegt die Kohlenstoffdioxid-Konzentration bei etwas über 400 ppm. Im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten hat sie sich fast verdoppelt. Die weitere Entwicklung vorherzusagen ist sehr schwierig. Von den 5 gängigsten Klimamodellen, sagt nur eines einen so extremen Anstieg der Kohlenstoffdioxid-Konzentration voraus. Demnach wäre der Schwellenwert von 1200 ppm in etwas mehr als 100 Jahren erreicht. Bei allen anderen Modellen bleibt die Kohlenstoffdioxid-Konzentration der Luft auch langfristig deutlich unter diesem Wert.

Allerdings zeigen neue Klimamodelle, das die Klimaerwärmung nicht nur ein Thema der nächsten 100 Jahre sein wird. Dass die gängigen Klimamodelle nur bis zum Jahr 2100 berechnet wurden, lag an der zu geringen Rechenleistung bisheriger Computer. Aktuelle Modelle berechnen die Erderwärmung bis zum Jahr 2300. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich das Klima über Jahrhunderte nachhaltig verändern wird, selbst wenn sich die Kohlenstoffdioxid-Konzentration ab 2100 nicht mehr erhöhen würde. Grund dafür ist die lange Verweildauer des Treibhausgases in der Atmosphäre und der Pufferung des Systems durch die Ozeane. Die Entscheidungen zum Klimaschutz der nächsten Jahre werden sich also Jahrhunderte lang auswirken.

(Quellen: nature.com, Bildungsserver WIKI )

Erdbeben und Schnee in Los Angeles

Los Angeles wurde in den letzten Tagen von 2 Naturphänomenen heimgesucht, welche sich in stärkerer Form schnell katastrophal auswirken könnten. Relativ häufig ereignen sich Erdbeben in der Gegend der Metropole. Die meisten Erschütterungen nimmt der Mensch nicht wahr, doch heute gab es eine Beben der Magnitude 3,3. Das Hypozentrum lag in 11 km Tiefe und es gibt Berichte von Anwohnern die das Beben gespürt haben. Schäden entstanden aber nicht. Das Beben ereignete sich an einer Störung, die mit der San Andreas Fault assoziiert ist.

Weitaus ungewöhnlicher waren Schneefälle, welche im Großraum Los Angeles nicht nur für Verwunderung sorgten, sondern auch für Verkehrschaos. Auf Schnee ist dort niemand eingestellt und viele jüngere Bewohner Kaliforniens sahen die weißen Flocken zum ersten Mal in ihrem Leben. Das letzte Mal schneite es dort vergleichbar stark im Jahr 1962. Der bisherige Rekord stelle sich 1932 ein. Damals fielen 5 cm Schnee. Diesmal reichte es für 2-3 cm. Noch ungewöhnlicher waren Schneefälle in der Wüstenmetropole und Spielerstadt Las Vegas. Ein neuer Schneerekord wurde sogar in Flagstaff aufgestellt: Dort fielen an einem Tag 91 cm Neuschnee. Der bisherige Rekord von 79 cm stammte aus dem Jahr 1915. Flagstaff liegt in Arizona nahe zum Grand Canyon. An der weltgrößten Schlucht kommen Schneefälle öfters vor, gehören dennoch nicht zur winterlichen Tagesordnung.

Der Wintereinbruch bis weit hinein in den amerikanischen Westen, wurde von einem Schneesturm verursacht, der von Kanada aus über das Land hereinbrach. Solche Schneestürme aus dem Norden gehen meistens einher mit geänderten Höhenwinden. Die vermehrten Kapriolen des Jetstreams könnten eine Folge des globalen Klimawandels sein und werden uns auch in Zukunft Extremwetterlagen bescheren. Die Folgen sind bisher nicht absehbar. Während der Mensch dank seiner Technik relativ anpassbar ist, sind es viele Tierarten nicht. Vor allem Insekten reagieren auf extreme Klimaschwankungen extrem: entweder verschwinden ganze Populationen, oder sie vermehren sich und lösen Plagen aus. Für uns Menschen sind viele Insektenarten wichtig, weil sie Pflanzen bestäuben. Aber vielleicht gibt es bald ja Roboterinsekten, die das Bestäuben der Feldfrüchte übernehmen. Wenn nicht, drohen in Zukunft Hungersnöte.

Omegawetter sorgt für Sommer im Winter

Seit einigen Tagen steigen die Temperaturen in Deutschland beachtlich an und am Mittwoch soll in Westdeutschland die 20 Grad Marke erreicht werden: viel zu warm für Ende Februar. Bereits letzte Woche lagen die Monatstemperaturen um 3 Grad höher, als der langjährige Durchschnitt. Was die meisten Winter müden Menschen erst einmal freut, ist für die Natur weniger gut! Viele Pflanzen fangen bereits an zu Knospen und Blühen, doch Nachtfröste könnten die empfindlichen Blüten erfrieren. Das Gleiche gilt für Tiere, die sich eigentlich noch im Winterschlaf befinden.

Diese-nicht mehr ganz so ungewöhnliche- Wetterlage verdanken wir einer Omega-Wetterlage: ein kräftiges Hochdruckgebiet wird von 2 Tiefdruckgebieten flankiert, wodurch sich das System kaum bewegt. Aus dem Weltall betrachtet sehen die Wolkenwirbel dieser Tief-Hoch-Tief Formation aus, wie der griechische Buchstabe Omega. Diese Wetterlagen treten in den letzten Jahren immer häufiger auf und sorgen für Extremwetter: extrem sonniges und trockenes Wetter im Bereich des Hochdruckgebiets, extrem feuchtes und kaltes Wetter im Bereich der beiden Tiefdruckgebiete. Und während sich die deutschen über sonniges Sommerwetter im Winter freuen, herrscht eisiges Winterwetter in Regionen, in denen es um diese Jahreszeit deutlich wärmer und trockener ist. Besonders schlimm trifft es derzeit die östliche Mittelmeerregion.

Schneesturm über Griechenland

So wütete gestern ein starke Schneesturm über Griechenland. Besonders schlimm betroffen war die Inseln Samothraki in der nordöstlichen Ägäis. Dort lag der Schnee stellenweise zwei Meter hoch. Sämtliche Fährverbindungen wurden unterbrochen. In Athen fielen Bäume um und zerstörten Stromleitungen und Autos. Zahlreiche Strände präsentierten sich im weißen Winterkleid. Für die Menschen ist der Wintereinbruch eine Herausforderung, da viele Häuser über keine Heizungen verfügen.

Malta und der Fischregen

Auch auf der Mittelmeerinsel Malta kam es zu einem heftigen Sturm. Dieser wütete so heftig, dass es auf Land anfing Fische zu Regnen. Der Sturm sog die Fische aus dem Wasser und ließ sie über Land wieder abregnen. In Kroatien wüteten ebenfalls starke Winde, welche das Meer aufpeitschten. Die türkische Metropole Istanbul erlebte einen Blizzard.

Klimakatstrophen weltweit

Auch jenseits unserer europäischen Omega-Wetterlage wüten Unwetter: in Argentinier hagelte es Tennisball große Eisbrocken und in Brasilien gab es Überflutungen. In Indien wüten verheerende Waldbrände. Im Westpazifik braut sich ein gewaltiger Zyklon zusammen, während in der USA Tornados wüteten.

Weitere Infos und Bilder findet ihr in unserer FB-Gruppe.

Australien: Überflutungen in Queensland

Während weite Teile Australiens unter einer Hitzewelle und Dürre leiden, sieht es im Nordosten des Kontinents anders aus: Der Bundesstaat Queensland wird derzeit regelrecht überflutet. Innerhalb von 2 Tagen fielen die Regenmengen, die sonst in einem ganzen Jahr niedergehen. Der Starkregen überschwemmte weite Teile des Landes. Besonders schlimm traf es den Küstenort Townsville. Straßen verwandelten sich in Bäche, Weiden in Seenlandschaften. Tausende Haushalte waren von der Außenwelt abgeschnitten, auch Strom- und Kommunikationsnetze fielen aus.  In Townsville war die Lage besonders dramatisch, da oberhalb des Ortes ein Stausee liegt, dessen Tore geöffnet werden mussten, da der Damm ansonsten überspült worden wären. So wurden pro Sekunde 1900 Kubikmeter Wasser abgelassen, welches die Umgebung überflutete.

Die Erdgeschosse vieler Häuser stehen komplett unter Wasser. Hausrat treibt durch die Gegend. Die Anwohner berichten von einer nie dagewesenen Flut und natürlich fällt häufig der Bericht „Jahrhundertflut“.

Die massiven Regenfälle beschränken sich allerdings nicht nur auf die Küstenregion vor dem berühmten Korallenriff Great Barrier Reef, dass Ziel zahlreicher Touristen ist. Auch im Hinterland regnete es kräftig. So musste ein Farmer eine Touristengruppe vor das Hochwasser in Sicherheit bringen. Mit seinem privaten Hubschrauber flog er die zwei Deutschen und zwei Schweizer aus, als ihre Autos im Hochwasser stecken geblieben waren.

Monsunregen ist für den tropischen Nordosten Australien normal, doch der Aktuelle fällt besonders stark aus. Grund hierfür ist ein Tiefdruckgebiet, welches die Wassermassen über den warmen Pazifik aufnahm und nach Australien transportierte. Die Meteorologen sagen voraus, dass die Regenfälle noch mindestens 2 Tage andauern könnten.

In anderen Teilen Australiens herrscht dagegen Hitzenotstand und Dürre. Das Thermometer kletterte in South Australia auf 49,5 Grad und liegt damit knapp unter der Rekordmarke von 50,7 Grad. Allerdings soll dieser Januar der heißeste jemals registrierte Monat in dem Bundesstaat gewesen sein.

Thwaites-Gletscher schmilzt schneller

Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis ist riesig und schmilzt aufgrund der Klimaerwärmung. Sein Abschmelzen verursacht rund 4% des derzeitigen Meeresspiegels-Anstiegs. Jetzt entdeckten Forscher der NASA eine riesigen Hohlraum unter dem Gletscher. Die Wissenschaftler befürchten, dass der Gletscher weitaus schneller schmilzt, als bisher berechnet: mit fatalen Folgen für den Meeresspiegelanstieg der nächsten Jahrzehnte.

Die subglaziale Kaverne misst 10 mal 4 Kilometer und hat damit 2/3 der Fläche von Manhattan. Die Höhe der Kaverne beträgt 350 m und entspricht damit fast der Höhe des Empire State Buildings. Der Hohlraum fasste einmal 14 Milliarden Tonnen Eis. Dieses ist innerhalb von nur 3 Jahren abgeschmolzen.

Der Thwaites-Gletscher wird seit 2010 via Satellit beobachtet und mit einem neuartigen Radarsystem vermessen. Forscher Pietro Milillo sagt: „Die Größe der Höhle unter dem Gletscher spielt eine wichtige Rolle beim Schmelzvorgang. Wenn mehr Wärme und Wasser unter den Gletscher gelangen, schmilzt er schneller.“ Die NASA-Wissenschaftler suchen nun nach dem Grund für das extrem schnelle Abschmelzen des Eises. Sie vermuten, dass der Gletscher nicht auf Land aufliegt, sondern vom Meer unterspült ist. Sollte der gesamte Gletscher Abschmelzen, würde der Meeresspiegel deutlich schneller steigen, als bisher angenommen.

Der Thwaites-Gletscher liegt in der Westantarktis. Eine 160 km lange und 30 km breite Zunge des Gletschers mündet in die Amundsen See. 60 km der Gletscherzunge scheinen frei im Ozean zu schwimmen.

Deutschland und der Klimawandel

Die neue Entdeckung zeigt, dass die bisherigen Modelle zum Klimawandel ungenau sind und viele Faktoren noch nicht bekannt sind. Umso fahrlässiger kommen mir die aktuellen Beschlüsse der Politiker und Wirtschaftsbosse vor, die in den letzten Wochen in Deutschland getroffen wurden. Allem voran der Ausstieg aus der Kohleförderung, welcher nun erst im Jahr 2038 vollzogen werden soll. Führende Klimaforscher Deutschlands halten das für viel zu spät! Unverständlich auch die Diskussionen um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Dieses ist meiner Meinung nach seit Jahrzehnten überfällig. Dass zeigt, wie mächtig die Industrie ist und wie schwach die Lobby der Klimaschützer! Beinahe Absurd sind auch die Reaktionen führender Politiker Deutschlands auf den Dieselskandal und der Belastung der Bevölkerung mit Stickoxiden. Da werden EU-Grenzwerte und Gesetzte infrage gestellt und über Messverfahren diskutiert, anstatt die Probleme anzugehen. Und warum? Weil die Gewinne der Autoindustrie schrumpfen würden! Man sieht deutlich: der normale Bürger ist im Prinzip immer noch eine Marionette der mächtigen Lehnsherren. Das langfristige Wohlergehen der Bevölkerung wird wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Gerade mit Blick auf künftige Generationen ist so ein kurzsichtiges Handeln unverantwortlich.

Chicago: Arktische Kälte lebensgefährlich

Die arktische Kälte im Mittleren Westen der USA hat lebensgefährliche Ausmaße angenommen. In der Millionenmetropole Chicago wurden minus 33 Grad Celsius gemessen und es könnte sogar ein neuer Kälterekord aufgestellt werden. Die gefühlten Temperaturen entsprechen minus 49 Grad. Bei den gefühlten Temperaturen wird der Windchill berücksichtigt, also, wie sich die Temperaturen im Wind anfühlen. Unbedeckte Hautpartien können innerhalb weniger Minuten erfrieren. Es wird geraten nicht tief einzuatmen, da die Bronchien geschädigt werden könnten. Selbst die Tränenflüssigkeit in den Augenkanälen könnte gefrieren.

Bis gestern gab es mindestens 8 Kältetote in Chicago. Landesweit wird bereits von 21 Toten berichtet. In 3 Bundesstaaten wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Teilweise ist es im mittleren Westen der USA kälter als in der Antarktis. Am Südpol werden derzeit minus 29 Grad gemessen. Allerdings ist dort gerade Sommer. Anders sah es vor einem halben Jahr aus. Damals wurde die tiefste Temperatur jemals gemessen: 98,6 Grad Celsius.

Das öffentliche Leben ist weitestgehend gelähmt. Schulen bleiben geschlossen und die Post wird nicht zugestellt. Es fielen zahlreiche Flüge aus und auf vereisten Straßen kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen.

Bis zum Wochenende soll das Schlimmste überstanden sein und die Temperaturen machen einen mächtigen Satz nach oben! Dann soll es in einigen Gebieten sogar wieder bis +20 Grad warm werden: Extremer kann Klima kaum werden.

Trump und der Klimawandel

Präsident Trump lässt das alles kalt und twitterte: „In den nächsten Tagen soll es noch kälter werden. Menschen können draußen kaum Minuten überstehen. Was zur Hölle ist nur mit der Erderwärmung los? Komm schnell zurück, wir brauchen dich“. Der amerikanische Präsident ist ein Leugner des globalen Klimawandels und versteht die weltweiten Zusammenhänge nicht, sei es in der Politik, Wirtschaft, oder eben beim Klima! Die USA gelten weltweit als einer der Staaten mit dem höchsten Ausstoß an klimaschädlichen Gasen. Entsprechend hoch sind die Ausgleichszahlungen der USA, die im Rahmen des Pariser Klimaabkommens beschlossen wurden. Präsident Trump kündigte dieses Abkommen einseitig auf. Amerika first!

Dammbruch in Brasilien

In Brasilien ist der Damm eines Wasserbeckens einer Eisenerz-Mine gebrochen. Eine schlammige Sturzflut ergoss sich Flussabwärts und begrub Hunderte Menschen. Nur wenige konnten lebend gerettet werden.

Die Katastrophe ereignete sich am Freitag, in der brasilianischen Bergbauregion des Bundesstaates Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Der Damm eines Rückhaltebeckens brach, in dem sich ein Gemisch aus Wasser und Schlamm aus dem Abraum des Bergwerkes befand. Das Rotbraune Schlammgemisch ströme durch den Ort Brumadinho und wälzte alles nieder, was sich auf seinem Weg befand: Häuser, Straßen und sogar ein Zug wurden zerstört und unter Schlammmassen begraben. Aber auch Gebäude der Mine selbst wurden geschliffen, darunter die Kantine, in der sich 150 Mitarbeiter der Gesellschaft Corrego do Feijao befanden. Offiziell gelten die Menschen noch als Vermisst, aber die Chancen darauf, wenigstens einige noch lebend zu bergen sind gering. Die genauen Opferzahlen sind noch nicht zu beziffern, doch man geht von Hunderten Menschen aus, die unter dem Schlamm begraben wurden.

Es war das 2. Unglück dieser Art innerhalb von 3 Jahren in Brasilien. Bereits im November 2015 ereignete sich ein vergleichbares Unglück, als der Damm eines Klärbeckens brach. Dieses gehörte zu einer anderen Mine der gleichen Gesellschaft, wie beim aktuellen Unglück. Mit der Flut kam damals nicht nur der Schlamm, sondern auch giftige Rückstände von Chemikalien, die in den Minen eingesetzt werden. Noch heute werden Schwermetalle und Giftstoffe wie Arsen, Quecksilber und Blei mit jedem Regen frei gespült und gelangen so in die Flüsse der Region und damit in den Nahrungskreislauf. Es ist zu vermuten, dass Gleiches nun auch passieren wird.

Die Sicherheitsstandards sind in Brasilien nicht sonderlich hoch. Doch angeblich wurde der geborstene Damm erst vor wenigen Monaten überprüft: vom deutschen TÜV Süd. Er wurde als sicher eingestuft. Allerdings ist es auch ein offenes Geheimnis, dass Korruption das Land regiert. Die Verantwortlichen werden sich wohl ein paar unangenehmen Fragen stellen müssen, doch ob Konsequenzen drohen ist ungewiss. Zu wichtig ist der ungestörte Ablauf der Minen der Region, denn hier wird nicht nur Eisenerz für Brasiliens Stahlindustrie gefördert: Die Region gilt als eine der wichtigsten Erzlieferanten weltweit. Der Raubbau an der Natur und die gewissenlose Ausbeutung der dort arbeitenden Menschen wird sehr wahrscheinlich weitergehen wie bisher. (Quelle: Tagesschau, Wikipedia, Zeit)

Extreme Hitze und Tornados

Während uns der Winter im Griff hat, leiden andere Teile der Welt und Klimaextreme. In der Türkei und Florida gab es gestern Unwetter mit Tornados, Australien und Teile Südamerikas werden von einer Hitzewelle beherrscht.

Unwetter und Tornados

In der türkischen Touristenmetropole Antalya wütete gestern ein schweres Unwetter mit Sturm und Starkregen. Es bildete sich sogar ein Tornado, der schwere Verwüstungen anrichtete. Ein 13 jähriges Mädchen starb durch das Unwetter. Eine Frau wird noch vermisst. Mindestens 10 Personen wurden verletzt. Der Tornado beschädigte Fahrzeuge und eine Brücke. Zudem zerstörte er Gewächshäusern in den Bezirken Kumluca und Finike.

Ein ähnliches Bild bot sich in Florida. Dort hatte am Donnerstag Morgen ein Tornado im Bezirk Lake County Bodenkontakt. Es wurden Gebäude zerstört und Dächer abgedeckt. Zudem gab es in Zentralflorida starke Unwetter mit Starkregen und Gewittern.

Hitzewelle in Australien und Südamerika

In Australien purzeln derzeit vielerorts die bisherigen Hitzerekorde: in Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates South Australia, zeigte das Thermometer 46,6 Grad Celsius. In Augusta wurden 49,5 Grad gemessen. Dies ist die höchste Temperatur, die jemals an einem Küstenort gemessen wurde.  Selbst in Melbourne war es über 42 Grad heiß. Durch die Hitze kam es zu enormen Stromverbrauch durch Klimageräte. Im Bundesstaat Victoria mussten wegen der Überlastung der Stromnetze 200.000 Haushalte vom selbigen getrennt werden. Zudem fielen Ampeln aus und es kam zum Verkehrschaos. Teilweise wird es so heiß, dass Asphalt schmilzt.

Gestern wurde auch eine grausige Entdeckung an einem Wasserloch im australischen Outback gemacht: mehr als 40 verdurstete Wildpferde wurden an einem ausgetrockneten Wasserloch entdeckt. Anwohner berichten, dass es zu so einem Tiersterben bisher noch nie gekommen sei. Selbst Fische in den Gewässern sterben, da das Wasser zu warm und sauerstoffarm ist.

Am Wochenende soll die Hitzewelle auch den Bundesstaat New South Wales erreichen. Dort liegt die Metropole Sydney.

In Teilen von Südamerika herrscht ebenfalls Hitze. Im Südwesten von Argentinien stieg die Quecksilbersäule (Quecksilber wurde früher in Thermometern verwendet) bis auf 48 Grad an. Ähnliche Extremtemperaturen werden für Samstag im Norden Chiles erwartet. Obwohl es in Südamerika heiß ist, bleiben die Menschen noch recht gelassen. In den Sozialen Netzwerken kommentieren einige Argentinier, das es zwar heiß sei, aber bisher weniger Tage mit extremen Temperaturen gezählt wurden, als sonst üblich. Die Frage ist, ob sich eine Dürre entwickeln wird, wie es in El Nino-Zeiten üblich ist.

Indonesien: Erdrutsche und Überschwemmungen

Die indonesische Insel Sulawesi wurde von einer erneuten Naturkatastrophe heimgesucht. Starke Monsun-Regenfälle haben ganze Landstriche im Süden der Insel überflutet. Im Bezirk Gowa überspülte das Wasser den Bili-Bili-Staudamm. Mitarbeiter des Stausees mussten daraufhin die Fluttore öffnen, um ein Bersten des Dammes zu verhindern. Allerdings blieb keine Zeit mehr die Menschen in den Dörfern zu warnen, die Flussabwärts liegen. In den Wassermassen starben mehrere Menschen. Mit etwas Voraussicht hätte allerdings durchaus rechtzeitig eine Warnung gegeben werden können.

Zudem gab es mehrere Erdrutsche, es wurden Brücken zerstört und der Strom fiel aus. Es werden 20 Personen vermisst und man rechnet mit weiteren Todesopfern. Dieses Jahr fällt die Regenzeit in Indonesien besonders stark aus. Das soll mit dem Klimaphänomen El Niño zusammenhängen.

Die Wirren des El Niño-Phänomens

Allerdings verhielt es sich bisher immer so, dass das El Niño-Phänomen in Indonesien für trockeneres Wetter sorgte und sogar Dürren ausgelöst wurden, wenn der Winter-Monsun ausblieb. Umgekehrt verhielt es sich beim El Niña-Phänomen, dass sich normalerweise während des Sommer-Monsun ereignen kann. Während einer El-Niña-Phase ist in Äquatornähe der Westpazifik wärmer und der Ostpazifik kälter als üblich, während es bei El-Niño umgekehrt ist. Diese ungleiche Verteilung der Wassertemperaturen beeinträchtigt die Passatwinde und somit die Verteilung feuchter Luftmassen. Warum ausgerechnet in diesem Jahr der Winter-Monsun in Indonesien so heftig ausfällt, obwohl eigentlich El-Niño herrscht ist unklar. Klar ist allerdings, dass durch die globale Klimaerwärmung deutlich mehr Ozeanwasser verdunstet, welches sich dann in der Atmosphäre befindet. Generell sind die Naturgesetze noch nicht so durcheinander geraten, dass der alte Spruch „was aufsteigt, muss auch wieder runter kommen“, nicht mehr gelten würde. Die Frage ist nur, wo es runter kommt?

Allerdings stellten Forscher fest, dass die Atmosphäre täglich mehrere Tausend Tonnen Sauerstoff (und sehr wahrscheinlich auch andere Gase) verliert. Obwohl biologische Prozesse neuen Sauerstoff produzieren, bleibt die Gesamtbilanz negativ. Die Erdatmosphäre verliert an Masse. Doch dazu später mehr! 

Schneechaos: Notstand in Bayern und Österreich

Die heftigen Schneefälle der letzten Tagen haben dazu geführt, dass in einigen Regionen von Bayern und Österreich der Katastrophen-Notstand ausgerufen wurde. Grund hierfür ist, dass staatliche Behörden die Einsätze von Rettungskräfte koordinieren können und das die Bundeswehr zur Hilfe in den Notstandsgebieten eingesetzt werden kann.

Der meterhohe Neuschnee hat mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschlossen. Die Menschen mussten per Hubschrauber, oder Kettenfahrzeugen versorgt, bzw. geborgen werden. Vielerorts herrscht die höchste Lawinengefahrenstufe. Mit Sprengungen werden gezielt Lawinen ausgelöst, damit es nicht zum unkontrollierten Abgang großer Lawinen kommt. Hubschrauber kreisen im Tiefflug über Bäume, um diese von der Schneelast zu befreien. Dächer müssen vom Schnee befreit werden, um ihren Einsturz zu verhindern.

In Österreich soll es am Sonntag regnen, dann würde die Last schneebedeckter Dächer dramatisch erhöht werden. Daher ist man bemüht die Dächer vom Schnee zu befreien.

Viele betroffene Anwohner erzählten in Fernsehinterviews, dass man früher Schnee gewohnt war, aber dass es selten innerhalb so kurzer Zeit zum Niederschlag so großer Schneemengen kam. Extrembergsteiger Reinhold Messner hat dazu nur ein Kommentar übrig: „Schnee im Winter ist normal“. Manche Klimaforscher sehen das allerdings ein wenig anders. Sie sehen in den großen Schneemengen ein Anzeichen des globalen Klimawandels: Die Meere sind zu warm und verdunsten ungewöhnlich viel Wasser. Die feuchte Luft wird derzeit mit den Nordwinden Richtung Mittelgebirge und Alpen transportiert, wo sich die feuchten Luftmassen stauen und abschneien.

Der Potsdamer Klimaforscher Hoffmann äußerte sich in einem dpa-Interview folgend dazu: „Wir hatten 2018 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und wir hatten neun Monate von April an, die überdurchschnittlich warm waren. Das hat die Ozeane stärker als normal erwärmen lassen. Wenn sich die Luftströmung klimabedingt verändert und es häufiger zu Nord-Süd-Wetterlagen kommt, verstärkt das den Gebirgseffekt. Starkregen oder starker Niederschlag in Form von Schnee werden eher durch Klimawandel begünstigt. Das kann im Hochgebirge genau zu den Folgen wie Lawinengefahr führen.“

Auf den ersten Blick scheint sich diese Aussage mit der außergewöhnlichen Dürre des letzten Jahres zu widersprechen. Doch tatsächlich wurde das Wetter in Deutschland von, einer ungewöhnlich lang anhaltenden Süd-Nord Wetterlage beeinflusst. Hierfür zeichneten sich die geänderten Situationen der Höhenwinde verantwortlich.

Allerdings kam es auch früher schon alle 15 – 20 Jahre zu ungewöhnlichen Schneemengen in den Gebirgsregionen. So ging vor 20 Jahren im Wintersportort Galtür eine große Lawine ab, die viele Todesopfer zur Folge hatte. Doch dieses Jahr ist nicht die reine Schneemenge das Ungewöhnliche, sondern die kurze Zeit, in der diese niederging. Das passt zu den Starkregen-Phänomenen, welche weltweit im Zuge des Klimawandels beobachtet werden.