El Hierro: Alarmstufe „gelb“!

Die Behörden der Kanarischen Insel „El Hierro“ haben nun die Warnstufe „gelb“ ausgerufen, nachdem in der Vorwoche über 900 Beben registriert wurden. Drei dieser Erdbeben konnte man spüren. Seit Beginn der seismischen Aktivität, unter der Nordflanke des Inselvulkans am 16. July, wurden insgesamt mehr als 7200 Beben registriert. Zudem wird seit einigen Wochen eine Aufblähung der Vulkanflanke gemessen.
Die Schwarmbeben finden ihren Ursprung in Magmabewegungen im Untergrund. Das Magma befindet sich in einer Tiefe zwischen 10 – 12 km.

Alarmstufe „gelb“ bedeutet, dass ein Vulkanausbruch mittelfristig möglich ist. Die Wissenschaftler des IGN schätzen die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches mit 10% ein. Trotzdem sei es notwendig die Bevölkerung zu Informieren und Pläne für den Notfall zu diskutieren.

8 Gedanken zu “El Hierro: Alarmstufe „gelb“!”

  1. Hallo,

    nachzulesen bei t-online.de

    Auf der Kanaren-Insel El Hierro ist nach einer Serie schwacher Erdbeben die Gefahr eines Vulkanausbruchs gewachsen. Mehr als 50 Bewohner der Ortschaft Frontera mussten ihre Häuser verlassen, weil infolge der Erdstöße der Absturz von Felsbrocken drohte. Das spanische Militär schickte eine Spezialeinheit auf die Insel.

    Die Soldaten sollten bei weiteren Evakuierungsaktionen helfen, falls diese notwendig würden, teilte das Madrider Verteidigungsministerium mit.

    Behörden erhöhen Warnstufe für Kanaren-Vulkan El Hierro
    Seit Juli waren auf El Hierro über 8000 Erdstöße registriert worden, allein am vergangenen Dienstag mehr als 100. Die Experten sehen in den Beben ein Vorzeichen für einen möglichen Vulkanausbruch.

    Behörden: Vulkanausbruch steht nicht unmittelbar bevor
    Von den Erdstößen war allerdings nur ein ganz kleiner Teil für die rund 10.000 Bewohner der Insel zu spüren. Die Vulkanologen warnten davor, dass die Intensität der Beben sich in nächster Zeit jedoch verstärken könnte. Am Dienstag wurde erstmals eine Stärke von 3,8 gemessen.

    Die Regionalregierung der Kanaren rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. „Man geht nicht davon aus, dass ein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht“, betonte die Regierung. Von der Evakuierung sei eine Siedlung betroffen, die auch bei Sturm und Regen vom Absturz von Gesteinsbrocken bedroht sei.

  2. Hallo,
    wir vermieten ein Apartment auf der Nachbarinsel La Palma (mit Blick auf El Hiero). Wir bieten Mietfreiheit für dieses Apartment am Tag des Vukanausbruchs auf El Hiero.
    Peter

  3. Hallo, ich selbst bin heute von Teneriffa zurückgekehrt und war vorgestern auf El Hierro.
    Die “ wissentschaftliche Einschätzung“ halte ich bereits für deutlich überholt.
    Die Vorzeichen eines Ausbruches haben sich signifikant erhöht.
    Da ich regelmässig (alle 3 Monate ) auf den Kanaren unterwegs bin ist mit bloßem Auge bereits Veränderungen zu erkennen . Zumal sich auch die Seismik enorm nach oben bewegt.
    Aktuell würde ich die Lage auf 50% innerhalb der nächsten 8 Wochen einschätzen.
    Aber wahrscheinlich will man den Tourismus und die sehr hohen Immobilienpreise nicht gefährden.
    Ebenso dürften auch die Nachbarinseln in Mitleidenschaft gezogen werden, nicht zuletzt auch durch eine enorme Tsunamigefahr , da durch den Druck die Möglichkeit besteht das die gesamte steile flanke ins Meer abrutscht.

    • Hi Thomas,
      kannst Du das näher beschreiben, die Veränderungen, die man erkennen kann.
      Mich würde interessieren,ob Gasaustritte beobachtet werden können, und wie sich deren Temperatur und Zusammensetzung entwickelt.

      • Hallo Reinhard, deutlich zu erkennen ist es an absterbenden Bäumen unterhalb des Besucherzentrums El Juan, toten Fischen und Meeresvögeln an der Südküste .

        Um Gasaustritte messen zu können mangelt es mir leider an dem nötigen Equipment , auserdem ist der Küstenbereich im Süden sehr schwer zugänglich und nicht ungefährlich. Auffallend sind auch neu entstande Risse und Abbrüche entlang der Südküste.
        Mittlerweilen wurde ja sogar der Bereich komplett für den Zugang gesperrt.

        Nach dem Desaster bei der kleinen seismischen Krise 2004 des Teide auf Teneriffa werden sich die lokalen Behörden sehr vorsichtig verhalten …
        http://www.sueddeutsche.de/wissen/erdbeben-auf-teneriffa-nur-der-berg-schweigt-1.912128

        Fakt ist das der Kanaren Hotspot durchaus im Zeitplan mit einem Ausbruch liegen würde und das die Vorzeichen durchaus ernst zu nehmen sind.

        1909-1949-1971 waren die letzten

        Mfg Thomas

Kommentare sind geschlossen.