Kuba und Jamaika: Schweres Erdbeben M 7,7

Zwischen den Karibik-Inseln Kuba und Jamaika hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Es hatte die Magnitude 7,7 und manifestierte sich in 10 km Tiefe. Das Epizentrum lag 133 km nordwestlich von Lucea auf Jamaika. Es wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Das Beben ereignete sich um 19.10 Uhr UCT. Es muss mit starken Schäden gerechnet werden. Allerdings liegen noch keine diesbezüglichen Meldungen vor.

Das Beben ereignete sich im Bereich der Oriente-fault-zone, die berüchtigt für ihre Starkbeben ist. Bei der Störungszone handelt es sich um eine linksdrehende Blattverschiebung und ähnelt der San-Andreas-Störung in den USA.

Update 22.00 Uhr: Die Tsunamiwarung galt zunächst für Jamaika, Kuba und die Cayman Inseln und wurde dann erweitert, so dass auch die Karibkküsten Mittelamerikas gewarnt wurden. Das Tsunami-Frühwarnsystem registrierte einen Meeresspiegelanstieg von 0,5 m. Mit einer großen Welle wird derzeit aber nicht mehr gerechnet.

Der Erdstoß war bis nach Mami in Florida zu spüren gewesen. Dort wurden auch Hochhäuser evakuiert. Erste Schadensmeldungen laufen von den Cayman-Inseln ein. Dort gab es Straßenschäden und Erdfälle.

Update 29.01.2020: Die Schäden sind offenbar deutlich geringer ausgefallen, als man zunächst vermuten musste. Die Länge des Erdstoßes wurde auch mit nur 20 Sekunden angegeben. Starkbeben mit katastrophalen Auswirkungen dauern oft mehrere Minuten. In Havanna wurden mehrere Hochhäuser evakuiert. Auf den Bahamas-Inseln wurde eine Kabinettssitzung unterbrochen. Die meisten Schäden wurden bisher von den Cayman-Inseln berichtet. Diese dürften aber auf ein späteres Erdbeben der Magnitude 6,1 zurückzuführen sein, dass sich näher an den Inseln ereignete.