Fuego mit Doppelschlag

Der Fuego in Guatemela wird es nicht müde Lava zu speien. Gestern wurde ein seltener Doppelschlag aufgezeichnet, als 2 strombolianische Eruptionen direkt hintereinander erfolgten. Glühende Tephra wurde einige Hundert Meter hoch ausgestoßen. Die Brocken landeten auf der Vulkanflanke und gingen als Schuttlawinen ab.

INSIVUMEH berichtet von 8-11 explosiven Eruptionen pro Stunde. Die Tephra steigt bis zu 300 m über Kraterhöhe auf. Vulkanasche schafft es bis auf 4700 m über dem Meeresspiegel. Der Vulkan ist weiter effusiv tätig und eruptiert einen Lavastrom. Er fließt durch die Erosionsrinne von Ceniza und ist gut 100 m lang. Die Warnung vor Laharen bleibt bestehen, da es immer wieder zu starken Niederschlägen kommt. Aus dem gleichen Grund ist unsere LiveCam wieder ausgefallen. Trotz Wasser-geschützter Technik findet es immer wieder einen Weg die Cam lahm zu legen. Ulli ist bemüht, die Kamera möglichst schnell wieder online zu bringen.

 

Pacaya eruptiert Lavastrom

Vom Fuego aus kann man den Pacaya sehen, zumindest an klaren Tagen. Dieser Vulkan ist ebenfalls explosiv und effusiv aktiv. Der McKenney-Krater generiert strombolianische Eruptionen, die Tephra bis zu 75 m hoch fördern. weiterhin sind 2 Lavaströme aktiv. Sie fließen über die Nordost- und Südflanke des Pacayas. Der Strom auf der Südflanke ist der Längere und legt eine Distanz von 400 m zurück.

Stromboli: Kurzzeitiger Tremor-Peak

Gestern Abend stieg die Tremoramplitude am Stromboli plötzlich an und erreichte die Grenze, ab der man den Tremor als erhöht bezeichnet. LiveCam-Beobachter berichteten in unserer FB-Gruppe von einem plötzlichen Anstieg der Exposivität: aus dem nordöstlichsten Schlot folgten die Eruptionen in kurzen Abständen. Die Hochphase währte aber nur kurz und mit dem Abfall der Tremoramplitude ließen auch die strombolianischen Eruptionen schnell nach. Heute Vormittag ist die Aktivität wieder auf niedrigem Niveau.

Kamtschatka: Erdbeben Mw 6,4

In Zentralkamtschatka (Russland) bebte die Erde mit einer Magnitude von 6,4. Das Epizentrum lag 22 km westlich von Esso. Das Hypozentrum befand sich in großer Tiefe, genauer in 320 km Tiefe. Solche Mantelbeben manifestieren sich für gewöhnlich an subduzierte Erdkruste die bis in den Erdmantel abgetaucht ist.

In der Nähe von Esso liegt die zentrale Vulkangruppe Kamtschatkas. Die bekanntesten Vulkane sind hier Klyuchevskoy, Bezyminanny und Tolbatschik. In den vergangenen Wochen war es hier recht ruhig, mal sehen, ob sich das bald ändern wird.

Fidschi: Erdstoß Mw 6,1

Das Südseearchipel wurde von einem Erdbeben der Magnitude 6,1 erschüttert. Das Epizentrum befand sich offshore, 164 km nördlich von Labasa. Der Erdbebenherd wurde in 10 km Tiefe lokalisiert.

Update

Island: Erdbeben M 4,6

Heute Nachmittag bebte die Erde auf Island mit einer Magnitude von 4,6. Das Epizentrum lag vor der Nordküste, 6.8 km südöstlich von Flatey. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 11,6 km. Der Erdstoß ereignete sich an der Tjörnes-fracture-zone und löste zahlreiche Nachbeben aus. IMO registrierte in den letzten 48 Stunden 141 Beben in der Region der TFZ.

Grimsvötn: Erdbeben M 3,3

Heute Nacht gab es einen Erdstoß der Magnitude 3,3 in der Nähe des Grimsvötn Vulkans. Das Epizentrum befand sich 11,1 km östlich von Hamarinn. Der Erdbebenherd lag mit 3,8 km relativ flach. Hamarinn ist ein subglazialer Vulkan, der im Westen des isländischen Gletschers Vatnajökull liegt und gehört zu einem Spaltensystem, dass Grimsvötn und Bardarbunga verbindet. Es gab 3 weitere schwache Erdbeben entlang des Vulkansystems.

Seit einigen Wochen ist eine Zunahme der Seismik am Grimsvötn zu beobachten. Vulkanexperten gehen davon aus, dass sich der Vulkan auf einer Eruption vorbereitet. Ob- und wann es zu einem Vulkanausbruch kommen wird lässt sich bis jetzt allerdings nicht vorhersagen.

Generell ist es nach wie vor schwierig bis unmöglich längerfristige Prognosen zum Verhalten eines Vulkans abzugeben. Dazu sind die Prozesse im Erdinneren zu komplex und dynamisch. Die Vulkanologen erkennen zwar ob Magma aufsteigt, doch selbst wenn das der Fall ist, muss es nicht zwangsläufig kurzfristig zum Ausbruch kommen. Neben Grimsvötn sind 2 weitere Vulkane auf Island statistisch gesehen mit einem Vulkanausbruch überfällig: Katla und Hekla. Die beiden Vulkane liegen im Süden der Insel. Vulkanologen warten seit fast 10 Jahren auf Eruptionen dieser beiden Vulkane. Immer wieder gab es Anzeichen, dass es bald soweit sei, doch die Vulkane wollten einfach nicht ausbrechen. Doch irgendwann wird es soweit sein!

In anderen Gebieten Islands bebte es ebenfalls. So ereignete sich an der Tjörnes-Fracture-Zone ein Erdbeben der Magnitude 3,4 in 10 km Tiefe. Auch auf der Reykjanes-Halbinsel bebte es. Doch dort ist die seismische Aktivität in letzter Zeit rückläufig. Die multiplen Magmenintrusionen schafften es bisher nicht, sich bis zur Erdoberfläche durch zu brennen. Zur Zeit sieht es nicht mehr danach aus als käme es hier zu einer Eruption.

Sulawesi: Erdbeben verursacht Schäden

Im Nordwesten der indonesischen Insel Sulawesi bebete die Erde mit einer Magnitude von 4,8 (USGS), bzw. 5,2 (Erdbebendienst Indonesien). Die Tiefe des Erdbebenherdes wird mit 10 km angegeben. Das Epizentrum lag 81 km nördlich von Mamuju, Das Erdbeben verursachte Schäden im Budong-Budong Distrikt und es wurden mehrere Personen verletzt. Die Menschen wurden von Trümmern einstürzender Neubauten (ähm Altbauten) verletzt. Viele Personen gerieten in Panik. Das Beben ereignete sich gestern Nachmittag um 15:59 UCT.

Sulawesi wird oft von Erdbeben heimgesucht. Der aktuelle Erdstoß war noch moderat, doch es können auch Starkbeben vorkommen. Vor 2 Jahren gab es eine Serie zerstörerischer Erdbeben in der Region, es wurde sogar ein Tsunami ausgelöst, Menschen starben.

Nördlicher Mittelatlantischer Rücken: Erdbeben Mb 4,5

Am Mittelatlantischen Rücken gab es ein Erdbeben der Magnitude 4,5. Das Hypozentrum lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 725 km nördlich von Santa Cruz da Graciosa (Azoren) lokalisiert. Der Mittelatlantische Rücken ist ein unterseeisches Gebirge vulkanischen Ursprungs und markiert hier die divergente Nahtstelle zwischen Europa und Nordamerika. Der Antagonist zu den Mittelozeanischen Rücken sind die konvergenten Subduktionszonen.

Sizilien: Schwarmbeben im Südwesten

Im Südwesten Siziliens gab es einen kleinen Erdbebenschwarm. Die stärkste Erschütterung brachte es auf eine Magnitude von 3,5. Der Erdbebenherd lag in 12 km Tiefe. Das Epizentrum  befand sich 3 km nördlich von Salemi. Die Region wurde im Jahr 1968 von einem der zerstörerischsten Erdbeben in der sizilianischen Geschichte heimgesucht. Obwohl das Beben der Magnitude 5,5 noch als moderat bezeichnet werden konnte, brachte es zahlreich Häuser im Dorf Poggioreale zum Einsturz. 268 Menschen starben. Der Ort ist bis heute eine Geisterstadt. Er liegt ca. 15 km südöstlich der aktuellen Epizentren. Es liegt im bereich des Möglichen, dass es weitere Erdbeben geben wird, die auch größere Magnituden haben könnten.

Ätna: Strombolianische Eruptionen halten an

Am Ätna gingen die schwachen strombolianischen Eruptionen auch am Wochenende weiter. In unserer FB-Gruppe wurden mehrere Aufnahmen der Aktivität gepostet. Sie zeigen einen aktiven Neuen Südostkrater. Glühende Tephra wird 20 – 30 m über den Kraterrand ausgeworfen. Über dem Nordostkrater wurden rot illuminierte Wolken fotografiert. Hier steht zumindest glühende Tephra im Schlot. Vermutlich kommt es zu kleineren Intrakrater-Eruptionen.

Der Tremor fluktuiert leicht im „gelben“ Bereich. Am 10. September wurde ein Erdstoß M 2,5 registriert. Die Seismik war höher als in den Tagen davor. Die Daten der letzen 2 Tage stehen noch aus. Vorgestern wurde eine moderate thermische Anomalie mit einer Leistung von 72 MW registriert. Heute Vormittag hüllt sich der Gipfel in den Wolken und es gibt keine aktuellen Daten.

Auch letzte Nacht hat uns die Aktivität am Ätna nicht in Ruhe gelassen. Auch ohne Anstieg kann man das Spektakel vom…

Gepostet von Silva Strehle von Sonstwo am Sonntag, 13. September 2020

Ebeko mit Ascheolken

Der Kurilenvulkan Ebeko (Russland) ist weiterhin aktiv. Das VAAC brachte heute eine Meldung über Vulkanasche heraus, die eine Höhe von 2100 m erreichte. Mit etwas Glück lassen sich die Eruptionen per Livecam beobachten.

Kadovar mit thermischer Anomalie

Der Inselvulkan in der Bismarck-See vor Papaua Neuguinea kommt nicht zur Ruhe und emittiert wieder eine schwache Wärmestrahlung. Außerdem kommt es sporadisch zu schwachen Ascheeruptionen. Vergleichbares gilt für den benachbarten Vulkan Manam.

Semeru eruptiert Vulkanasche

Auf der indonesischen Insel Java eruptierte der Semeru Vulkanasche. Das VAAC Darwin detektierte Asche in einer Höhe von 4000 m. Das VSI registrierte gestern 29 seismische Eruptionssignale. Es wurden keine vulkanisch bedingte Erdbeben festgestellt, die auf neuen Magmenaufstieg hindeuten.

Suwanose-jima mit Eruptionsserie

Der japanische Inselvulkan Suwanose-jima eruptierte seit gestern mindestens 3 Mal Vulkanasche. Das VAAC Tokio registrierte die Aschewolken in einer Höhe von 2100 m. Dieses Jahr wurden 148 VONA-Meldungen herausgebracht. Der Vulkan ist allerdings nicht permanent aktiv, sondern eruptiert in Phasen.

Corona: Hohe Fallzahlen, geringe Todesrate in Frankreich

Frankreich verzeichnet immer weiter steigende Anzahl der täglichen Neuinfektionen, die mittlerweile deutlich über jenen des bisherigen Pandemie-Höhepunktes im März-April 2020 liegen. Heute wurden über 10.000 positive Testergebnisse gemeldet. Da in Frankreich weniger Menschen leben als in Deutschland, entspräche das bei uns fast 12.000 positiv getestete Menschen. Tatsächlich schwanken in Deutschland die täglichen Neuinfektionen um 1500 Personen. Die französische Regierung zeigt sich natürlich besorgt und fragt sich, wie so etwas sein kann? In Frankreich gelten striktere Anti-Corona-Regeln als bei uns. Dort müssen Nase-Mund-Bedeckungen am Arbeitsplatz getragen werden. Vielerorts gilt auch eine Maskenpflicht in Innenstädten und an touristischen Hotspots. Obwohl natürlich viele Faktoren den Pandemieverlauf beeinflussen, sieht es für mich so aus, als würde das Tragen von Alltagsmasken nicht viel nutzen.

Betrachtet man nur die Anzahl täglicher Neuinfektionen ist die Lage besorgniserregend. Frankreich weitete aber auch erst kürzlich seine Testkampagne aus und es liegt die Vermutung nahe, dass der Anstieg zumindest teilweise damit im Zusammenhang liegt. Betrachtet man hingegen die Zahlen der täglichen Todesopfer, relativiert sich der erste Eindruck stark: er liegt bisher im 2-stelligen Bereich. Natürlich gilt zu bedenken, dass zwischen Infektion und Tod eines Patienten mehrere Wochen liegen und das man vor 4 Wochen gut 5000 tägliche Neuinfektionen registrierte.

Für mich ergeben sich aus den aktuellen Entwicklungen einige Fragen:

  • Wie hoch war die Dunkelziffer zu Beginn der Pandemie?
  • Wie lange grassierte das Virus tatsächlich in der Gesellschaft, damit es sich so stark verbreiten konnte?
  • Gab es bereits früher im Jahr eine Übersterblichkeit, die noch nicht mit COVID in Verbindung gebracht wurde?
  • Mutierte das Virus bereits jetzt so stark, dass es deutlich weniger oft zum Tode führt?

Virologe Prof. Streeck fordert Strategiewechsel

In Bezug auf die Lage in Deutschland, äußerte sich der Bonner Virologe Streeck nun so, dass man nicht nur ein Auge auf die tägliche Zahl an Neuinfektionen richten solle, sondern auch auf die Todeszahlen. Diese sind bei uns nach wie vor gering. In einem Interview mit der Welt am Sonntag sagte Streeck: „Je mehr Menschen sich infizieren und keine Symptome entwickeln, umso mehr sind – zumindest für einen kurzen Zeitraum – immun. Sie können zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen.“ Weiter führt er aus, dass man das Leben ja nicht pausieren lassen könne und fordert einen Strategiewechsel im Umgang mit der Infektionskrankheit.
Streeck betonte, dass „niemand – kein Politiker, kein Virologe, kein Epidemiologe – den einen, richtigen Weg im Umgang mit der Pandemie kennt. Wir können nur ausprobieren, und wir müssen auch Fehler machen dürfen.“

USA: Waldbrände erreichen historisches Ausmaß

Bereits jetzt, zu Beginn der Waldbrandsaison an der US-Amerikanischen Westküste, haben die Waldbrände historische Ausmaße erreicht. Die Feuer lodern nicht mehr nur in Kalifornien, sondern suchen auch die Staaten Oregon und Washington heim. Sie liegen im Nordwesten der USA und waren in den letzten Jahren nicht so stark von Trockenheit betroffen gewesen wie Kalifornien. Das scheint sich in diesem Jahr geändert zu haben. Allein in der letzten Woche fielen den Flammen Waldflächen von 20.200 Quadratkilometern zu Opfer. Das entspricht der Fläche von Sachsen-Anhalt.

Allein in Kalifornien lodern 28 größere Waldbrände. Laut dpa zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 größten in der Geschichte Kaliforniens. Die Aufzeichnungen begannen um 1930.

Die Waldbrände sind dabei, sich über den gesamten Westen des Landes auszubreiten. Weit im Landesinneren gibt es ebenfalls Wald- und Steppenbrände. Betroffen sind die Bundesstaaten Arizona, Colorado, Idaho, Utah und Wyoming. Im ganzen Land sind über 28.000 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz.

In Oregon wurden 40.000 Personen evakuiert. Brände lodern in der Nähe von Portland. 500.000 Menschen wurden aufgerufen besonders wachsam zu sein und sich ggf. auf Evakuierungen vorzubereiten. In Oregon war es dieses Jahr besonders trocken und es sind sogar die Waldböden ausgetrocknet. Glutnester schwellen so im Untergrund und sind besonders schwer zu löschen. Experten sind sich sicher, dass die Ausbreitung der Dürre auf ansonsten feuchte Gebiete dem Klimawandel geschuldet ist.

Portland und San Francisco zählen inzwischen zu den Metropolen mit der schlechtesten Luftqualität: sie liegen unter einer Smogdecke aus dem Qualm der Waldbrände. Ärzte warnen vor Atemwegsproblemen.

Bis jetzt wurden 27 Todesopfer bestätigt. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht vor den Flammen. Dutzende Personen wurden vermisst gemeldet.

Für mich sieht es so aus, als hätte die USA mit massiven Problemen an allen Fronten zu kämpfen, und als würde man dort dringlichst wieder eine fähige Regierung benötigen! Aber im Endeffekt ist es zu spät um den Klimawandel noch in den Griff zu bekommen. Man kann nur noch versuchen das beste aus der Situation zu machen und die Schäden zu begrenzen. Neue Strukturen und Konzepte müssen her, um den menschlichen Lebensraum zu schützen.

Grimsvötn: Seismik erhöht

Am subglazialen Vulkan Grimsvötn (Island) wird in den letzten Stunden eine Erhöhung der Erdbebentätigkeit festgestellt. IMO registrierte im Bereich des Gletschers Vatnajökull 27 Erdstöße, von denen sich 7 beim Grimsvötn ereigneten. Die Beben hatte geringe Magnituden und lagen überwiegend in Tiefen kleiner 5 km. Die seismische Tätigkeit ist erwähnenswert, weil Vulkanologen des IMOs mittelfristig mit einer Eruption des Vulkans rechnen.

Die restlichen Erdbeben manifestierten sich am Bardarbunga im Norden des Gletschers und um den Tafelvulkan Herdubreid nördlich des Vatnajökulls.

Update 20:30 Uhr: Es gab 2 weitere schwache Erdstöße am Grimsvötn. Bald gibt es bestimmt ein Statement von IMO. Ich sehe zwar noch keinen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch, doch auf Sicht von Wochen/Monaten könnte sich da allerdings etwas zusammenbrauen.

Japan: Erdbeben Mw 6,1

Vor der Nordostküste der japanischen Insel Honshu bebte es mit einer Magnitude von 6,1. Das Epizentrum befand sich 44 km östlich von Ōfunato. Das Hypozentrum lag 42 km tief. Aufgrund der relativ großen Tiefe wurde kein Tsunamialarm gegeben. Das Beben erinnert allerdings an das fatale Tōhoku-Erdbeben von 2011, dass sich in der gleichen Region ereignete.

Vanuatu: Erdstoß Mw 5,9

Der Inselstaat Vanuatu wurde heute von einem Beben der Magnitude 5,9 erschüttert. Das Epizentrum wurde 102 km nordwestlich von Port-Vila lokalisiert. Die Herdtiefe wird mit 10 km angegeben. In den letzten Tagen manifestierten sie hier zahlreiche Erdbeben vergleichbarer Magnituden.

Indonesien: Moderates Erdbeben auf Lombok

Auf der indonesischen Insel Lombok kam es heute zu einem moderaten Erdbeben der Magnitude 4,4. Das Epizentrum befand sich 21 km östlich von Gili Air, auf der westlichen Vulkanflanke des Rinjanis. Das Hypozentrum saß 12 km tief. Bis jetzt bleibt der Vulkan ruhig.

Fuego steigert Aktivität im September

Der Fuego in Guatemala hat seine effusive- und explosive Aktivität weiter gesteigert. INSIVUMEH berichtet von einer Aktivitätssteigerung die am 5. September einsetzte. Es kommt allerdings zu deutlichen Variationen in der Intensität der Tätigkeit. So fließt in der Rinne von Cenzia ein Lavastrom, dessen Länge zwischen 100 und 650 m fluktuiert. Auf einem aktuellen Sentinel-Satelittenfoto im Infrarotbereich, lässt sich der Lavastrom gut sehen. Von der Lavafront gehen heiße Lawinen ab. Zusätzlich kommt es zu explosiven Eruptionen. Das VAAC Darwin brachte heute 2 Vona-Warnungen heraus, nach denen Vulkanasche in einer Höhe von 4600 m detektiert wurde. Glühende Tephra wird mehrere Hundert Meter hoch ausgeworfen und löst Schuttlawinen auf der Flanke aus. Auf den Seismogrammen erkennt man zahlreiche Erschütterungen. Teilweise erzeugen die Explosionen seismische Signale mit großen Spitzenamplituden. Leider ist ausgerechnet während dieser Phase erhöhter Aktivität unsere LiveCam ausgefallen. Unser Mann vor Ort ist bemüht, sie schnell wieder online zu bekommen.

Pacaya eruptiert Lavaströme

In Guatemala liegt auch der Pacaya. Er ist weiterhin aktiv und generiert 2 Lavaströme. Der Länger fließt in nordöstlicher Richtung und hat die Basis des McKenney-Kegels erreicht. Der kürzere Lavastrom fließt in südlicher Richtung und ist wesentlich kürzer. Die offizielle Längenangabe lautet 150 m. Zudem gibt es strombolianische Eruptionen mit Auswurfshöhen von bis zu 100 m.

Santiaguito mit Laharen

In den vergangenen Tagen brachte INSIVUMEH mehrere Warnungen vor Laharen am Domvulkan Santiaguito heraus. Die Seismografen registrierten 2 Abgänge am 6. und 9. September. Die Lahare waren in den Bachläufen von Nimá, Cabello de Ángel und dem Rio Samalá unterwegs gewesen. Die Schlammströme entstehen, wenn starke Regenfälle vulkanische Ablagerungen auf einem Vulkanhang mobilisieren. Darüber hinaus ist der Santiaguito weiterhin effusiv und explosiv aktiv. Der Lavadom wächst und emittiert eine schwache Wärmestrahlung. Auf Satelittenbildern ist eine thermische Anomalie zu erkennen. Die Vulkanologen berichten von schwachen Asche-Eruptionen, die Vulkanasche bis auf einer Höhe von 3500 m aufsteigen lassen.

Chile: Erdbeben Mw 6,3

In der chilenischen Region Atacama kam es zu einem weiteren starken Erdbeben. Es hatte die Magnitude 6,3 und wurde 88 km nord-nord-östliche von Tocopilla lokalisiert. Die Herdtiefe wird vom EMSC mit 45 km angegeben. Der Erdstoß ereignete sich um 07:36 UCT. In Chile war es 04:36 Uhr und die Menschen wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen.

In der gleichen Gegend hatte es am 1. September ein Beben der Magnitude 6,8 gegeben. Man kann davon ausgehen, dass die beiden Erdstöße im Zusammenhang stehen. Es gab weitere Nachbeben.

In der Atacama liegen mehrere potenziell aktive Vulkane. Der Lascar ist einer von ihnen. Er zeigte Anfang des Jahres Anzeichen für ein Erwachen und emittierte Wärmestrahlung. Sehenswert ist das Geysirfeld beim Tatio-Vulkan.

USA: Erdbeben in Kalifornien

Im US-Amerikanischen Bundesstaat Kalifornien bebte es mit einer Magnitude von 4,0. Das Epizentrum lag 20 km südlich von Lone Pine. Der Ort liegt in der Nähe von Ridgecrest im Searles Valley, wo sich im Juli 2019 ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,1 ereignet hatte. Aktuell gab es 3 weitere Erdbeben mit Magnituden im 3-er Bereich.

Deutschland: Erdstoß M 2,5

In Deutschland gab es heute Morgen eine schwache Erschütterung der Magnitude 2,5. Das Epizentrum lag 6 km westlich von Worms. Die Tiefe des Hypozentrums wird mit 3 km angegeben.

Kanarische Inseln: Erdbeben bei El Hierro

Vor der Westküste der Kanareninsel El Hierro bebte es erneut. Der Erdstoß hatte eine Magnitude von 2,3 und lag in 30 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 34 km westlich von Valverde. In den letzten Wochen war eine Häufung von Erdbeben in dieser Region zu beobachten gewesen. Die Beben deuten auf Magmenintrusion hin.

Yellowstone: Schwarmbeben

Das Schwarmbeben, dass sich gestern unter dem Yellowstone-Nationalpark ereignete scheint erst einmal zu Pausieren. Insgesamt registrierte das EMSC 21 Beben mit Magnituden größer als 2. Zudem kam es zu einer Vielzahl schwächerer Beben. Ein Tag zuvor gab es einen weiteren Sprung des Steamboat-Geysers.

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