Tungurahua: erhöhte Seismik und Aschewolke

Wie latina-press.com berichtet ereigneten sich am ecuadorianische Vulkan Tungurahua 13 vulkanische Erdbeben. Gleichzeitig förderte der Vulkan eine Asche- und Dampfwolke die bis zu 5 km hoch aufstieg. In einigen Ortschaften am Fuß des Vulkans wurde eine erhöhte Aschekonzentration gemessen.

Der Tungurahua zählt zu den aktivsten Vulkanen Ecuadors und steht immer wieder in den Schlagzeilen. Der letzte große Ausbruch ereignete sich im Jahr 2006.

Erdbebenserie: PNG, Chile, Kenya

In den letzten 24 Stunden ereignete sich eine weltweite Serie mittelschwerer Erdbeben mit Magnituden zwischen 4,6 und 6,8. In den Medien wird um einen möglichen Zusammenhang mit dem schweren Sumatra-Erdbeben von letzter Woche spekuliert.

Es könnte spannend werden, ob sich eine direkte Reaktion der Vulkane auf die Erdbeben in Chile und Papua Neuguinea beobachten lässt.

Statistisch gesehen ist die Häufung starker und mittelstarker Erdbeben in den letzten Jahren ungewöhnlich: Seit 2004 ereigenten sich bei Sumatra mehrere Erdbeben mit einer Magnitude größer als 8, was zuvor nur ca. alle 500 Jahre in dieser Gegend vorkam. Die Erdbebenserie der letzten Tage wird von Seismologen als ungewöhnlich betrachtet. Der rumänische Seismologe Gheorghe Marmureanu meinte in einem Interview: “Something is wrong! There are too many strong earthquakes”.
Wissenschaftler stellten indes schon vor längerem die These auf, dass die Erde Aktivitätszyklen durchläuft, in denen es vermehrt zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommen soll.

Popocatepetl: größte Eruption des Jahres

Der Popocatepetl nahe der mexikanischen Hauptstadt sorgt weiterhin für Schlagzeilen. So produzierte er die größte Ascheeruption des Jahres: die Asche stieg ca. 2 km über den Krater auf und führte in benachbarten Ortschaften zu Ascheniederschlag. Die Vulkanasche lagerte sich in einer Schicht ab, die bis zu 7 cm Mächtigkeit erreichte. Um den Vulkan wurde eine 12 km Sperrzone etabliert.
Die Warnstufe wurde auf „3“ erhöht. Die Mexikaner wenden ein 7-stufiges Warnsystem an.

El Hierro: 2 Erdbeben M >2

Gestern Mittag ereigneten sich unter der Kanareninsel El Hierro 2 Erdbeben mit Magnituden von 3 und 2.2. Die Epizentren lagen in 15 und 19 km Tiefe. Es waren die stärksten Erschütterungen seit Wochen. Der Tremor ist minimal gestiegen. Die Kollegen von earthquake-report.com berichten von einer sichtbaren Wasserverfärbungen über „Eldiscreto“ und in der Bucht von Naos.

Der submarine Vulkan stößt weiterhin große Menge Kohlendioxid aus, der Anteil der Schwefelverbindungen ist allerdings gering.

Tornados im mittleren Westen der USA

Am Wochenende wüteten in den USA zahlreiche Tornados. Insgesamt wurden 120 dieser Twister genannten Wirbelstürme gemeldet. 5 Menschen fanden den Tod, darunter 2 Kinder. Großer Sachschaden entstand.
Besonders stark getroffen wurde im Bundesstaat Oklahoma der Ort Woodward. Der kleine Ort wurde von mehreren Tornados gleichzeitig heimgesucht.
Treten Tornados Nachts auf, besteht ein besonders hohes Gefahrenpotential, da man sie nicht sehen kann und viele Menschen im Schlaf überrascht werden.

Sakura-jima: der Kirschblüteninsel-Vulkan

Die Geonauten Richard, Martin und Marc machten sich am 04.04.2012 auf den Weg nach Japan. Ziel war der Vulkan Sakura-jima, der sich seit einigen Wochen in einer Phase erhöhter Daueraktivität befand. Mehrmals wöchentlich wurde von starken strombolianischen Eruptionen berichtet, die Lavabomben bis zu 2 Kilometern weit schleuderten. Aschewolken stiegen bei diesen Gelegenheiten bis zu 2,5 Kilometer hoch auf.
Als wir uns im Landeanflug auf Kagoshima befanden, passierten wir den Vulkan, aus dessen Nebenkrater eine kleine Dampfwolke aufstieg. Mir kam der Gedanke, dass wir eigentlich durch eine Zone mit erhöhter Aschekonzentration fliegen mussten, in der sich weitaus mehr Vulkanasche befand, als zu Zeiten der Eyjafjallajökull-Eruption über Europa. Damals war der Luftraum für mehrere Tage gesperrt. Hier schien es niemanden zu kümmern und eine Gefährdung des Flugverkehrs schien niemand zu befürchten. Dabei erwies sich der Sakura-jima als wahre Drecksschleuder: als wir gelandet waren sahen wir vom Flughafen aus, wie eine mächtige Aschewolke aufstieg und direkt in die Anflugschneise driftete, die wir vor wenigen Minuten passiert hatten.
Entsprechen euphorisch machten wir uns auf den Weg zum Vulkan. Noch immer stieß der Sakura-jima kleine Aschewolken aus, mit dem Ergebnis, dass der Krater nur bedingt sichtbar war. Also gingen wir erst einmal in den nächsten Familiy-Supermarkt und kauften unser Abendessen. Es gab eine Reihe abgepackter Gerichte aus Hühnerfleisch, Reis und Sushi die man sich bei Bedarf in der bereitstehenden Mikrowelle aufwärmen konnte. Die Kommunikation mit den freundlichen Japanern gestaltete sich schwierig und beschränkte sich auf Gebärdensprache, was aber irgendwie funktionierte.
Nach dem Abendessen postierten wir uns am Fuße des Vulkans und hofften auf nächtliche Vulkanausbrüche, doch außer Ascheexhalationen tat sich nichts. Erst am nächsten Morgen manifestierten sich 2 mittelstarke strombolianische Eruptionen. Die Explosionen schleuderten Lavabomben auf den Hang des Krater-Kegels. Den Rest des Tages hüllte sich Sakura-jima wieder in Asche. Daran änderte sich in den folgenden 36 Stunden wenig. Erst nach Ablauf dieser Frist ereigneten sich 2 weitere Explosionen, die im Abstand von ca. 40 Minuten folgten. Diesmal wurde fast die gesamte Flanke des Vulkankegels unterhalb des Kraters mit Lavabomben eingedeckt.
Wieder verfiel der Vulkan in ein Stadium permanenter Ascheexhalation. Nächtliche Ausbrüche nennenswerter Intensität blieben aus, vor allem wurde sehr wenig glühendes Material gefördert. Erst am letzten Abend zeigte sich Sakura-jima etwas munterer: in der aufsteigenden Asche manifestierten sich einige vulkanische Blitze, die Martin erfolgreich auf den Chip bannte. Auch leichte strombolianische Eruptionen waren zu beobachten. Nach 6 Nächten am Vulkan verpackten wir unsere eingestaubte Ausrüstung wieder und machten uns auf den Heimweg. Wenige Tage nach unserer Heimkehr zeigte sich Sakura-jima wieder von seiner aktiveren Seite und produzierte auch nachts einige stärkere Explosionen.

Ätna: folgt neuer Paroxysmus?

Update 16.00 Uhr: Der Paroxysmus No. 24 ist voll im Gange. Der Tremor steigt langsam und der Vulkanausbruch scheint relativ lange zu dauern. Es wird eine Lavafontäne gefördert und ein Lavastrom fließt in Richtung Valle del Bove.
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Seit gestern werden am Ätna auf Sizilien wieder strombolianische Eruptionen beobachtet, zudem steigt der Tremor gerade signifikant an. Auf der Thermal-LiveCam des INGV sieht man eine thermalische Anomalien in der Scharte des Südost-2-Kraters. Diese deutet auf kontinuierliche strombolianische Eruptionen hin. Möglicherweise steht ein neuer paroxysmaler Vulkanausbruch bevor.

Ätna: paroxysmaler Vulkanausbruch Nr. 23.

Update: Die Geonauten sind vom Ätna zurück und haben einige fantastische Aufnahmen mitgebracht. Eine Bemerkung am Rande: Thorsten und Richard parkten ihren Leihwagen am Wanderparkplatz zur Schienna del’asino und fanden den Wagen am nächsten Morgen aufgebrochen und ohne Räder vor. Die Paroxysmen scheinen Volk anzulocken, dass sich sonst am Ätna nicht rumtreibt. Vorsicht ist also geboten: keine Wertgegenstände im Auto zurücklassen!
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Am Ätna auf Sizilien ereignete sich heute Nacht der 23 Paroxysmus dieser Eruptionsphase, die im Januar 2011 begann. Der Höhepunkt des Vulkanausbruches fand gegen 3 Uhr statt. Der Südost-2-Krater förderte Lavafontänen und Lavaströme die ins Valle del Bove flossen. Im Südosten des Berges ging viel Vulkanasche nieder.
Leider ist die Seite des INGV offline, so dass keine seismischen Messdaten vorliegen.

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