Vulkanausbruch auf Anak Krakatau

Der seit einigen Tagen andauernde Vulkanausbruch auf Anak Krakatau bewirkt nun, dass sich die Behörden von 7 indonesischen Distrikten darauf vorbereiten mehr als 40.000 Menschen zu evakuieren. Permanenter Ascheregen behindert das Leben der Menschen und stellt ein gesundheitliches Risiko dar. Zudem ist das seismische Netzwerk ausgefallen, dass die Tätigkeit des Vulkans überwacht. Asche bedeckt die Solarkollektoren der Messinstrumente. Vulkanologen und der Katastrophenschutz wissen so nicht, wie sich der Vulkan verhält und ob ein großer Ausbruch droht. Starke Eruptionen des Inselvulkans könnten Tsunamis auslösen und die Küstenbewohner gefährden.

Eruptionen auf Krakatau lassen eine Aschewolke bis zu 600 m hoch aufsteigen. Fischer und Touristen wurden aufgefordert, einen Abstand von 2 km zur Vulkaninsel einzuhalten.

Bei meinem jüngsten Besuch auf Krakatau im November 2010 zeigte sich der Vulkan von seiner aktiven Seite: vulkanische Bomben flogen praktisch über die gesamte Insel und schlugen auch im Meer ein. Hier gibt es eine Fotostrecke.

Vulkanausbruch am Kizimen

Der Vulkanausbruch am Kizimen (google map) auf Kamtschatka geht weiter. Bei hohem Tremor produzierte der Vulkan Explosionen und Pyroklastische Ströme. Auf Thermalaufnahmen war im Gipfelbereich eine thermale Anomalie sichtbar, die entweder auf einen Lavastrom, oder einen Lavadom hindeutet.

Eine Aschewolke driftete am 1. Januar 500 km in südwestlicher Richtung und verursacte über Petropavlovsky-Kamchatsky Ascheniederschlag. 5 Tage später verteilte sich die Asche in nordöstlicher Richtung bis in 836 km Entfernung.

Der 2485 m hohe Stratovulkan Kizimen liegt in 265 km Entfernung zur Provinzhauptstadt Petropavlov-Kamchatsky. Der Vulkan fördert Andesit und andesitischen Basalt. In seinem Krater wächst ein kleiner Lavadom. Vulkanologen schätzen, dass sein explosives Potenzial Eruptionen mit einem VEI 4 – 5 hervorrufen könnte. Bekannt ist der Kizimen für die Produktion vulcanischer Eruptionen und die Bildung von Pyroklastischen Strömen.

Die letzte eruptive Phase vor der Aktuellen, fand 1928 – 1929 statt. (Quelle KVERT)

Schwarmbeben am Eyjafjallajökull auf Island

Im Gebiet zwischen Eyjafjallajökull und Myrdalsjökull hat es in den letzten 24 Stunden zahlreiche Erdbeben gegeben. Alleine in den letzten 2 Stunden kamen 7 Beben hinzu. Das ist die Stärkste Bebenkonzentration in dieser Gegend seit dem Ausbruch im Frühjahr 2010. Dieser hatte sich durch wochenlange Bebentätigkeit angekündigt. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Vulkan Katla nach einem Vulkanausbruch des Eyjafjalljökull folgen wird. In der Vergangeheit ist es zu dermaßen getriggerten Ausbrüchen gekommen, wobei das Pausenintervall bis zu 18 Monaten betrug.

Lahare am Merapi

Am Merapi haben mehrere Lahare große Verwüstungen angerichtet. Sie zerstörten einige Brücken, u.a. auch die Gempol Brücke am Putih River, die eine wichtige Verbindungsroute der oberen Gemeinden an der Merapiflanke darstellte.

Montag Nacht überflutete ein Lahar den Magelang-Yogyakarta Highway und unterbrach ihn auf einer Breite von 500 Metern für 18 Stunden.

Lahare entstehen, wenn nach einem Vulkanausbruch Asche durch Wasser mobilisiert wird. Die Schlammströme führen große Mengen Geröll mit und können bis zu 100 km/h schnell werden.

Ätna mit strombolianischer Aktivität

Gestern Abend begann der Ätna auf Sizilien mit einer neuen eruptiven Phase! Aus dem Pitkrater auf der unteren Flanke des SE-Krater-Kegels, förderten strombolianische Eruptionen glühende Lava. Die Aktivität nahm heute Morgen gegen 6 Uhr wieder ab. Der Tremor war während des Vulkanausbruches erhöht. Das Seismogramm des INGV ist auch jetzt noch auffällig.

Die letzte kleinere Eruption des Vulkans ereignete sich am 22.12.2010. Sollte sich der Ätna an seinem Aktivitätsrhytmus der letzten Jahre halten, dann könnte in 2011 eine neue Eruptionsphase beginnen.

Vulkan Kizimen in Kamtschatka

Der Vulkan Kizimen im fernen Osten Russlands sorgt mit einem Vulkanausbruch für Schlagzeilen. Die Anzahl vulkanischer Beben stieg zwischen dem 17.12 und dem 22. 12. von 110 auf 304 Beben pro Tag. Über dem Lavadom wurde eine thermal Anomalie registiert. Am 27. 12 wurde der Alarm-Status auf  „Rot“ erhöht. Explosionen förderten Vulkanasche bis zu 4,5 km hoch. Möglicherweise entstanden Pyroklastische Ströme. Einen Tag später erreichte die Aschewolke eine Höhe von 3,7 km.

Tungurahua weiterhin aktiv

In der vergangenen Woche ereigneten sich am Tungurahua in Ecuador weitere Vulkanausbrüche. Am 23. Dezember berichteten Anwohner der Ortschaften in Vulkannähe von Explosionen die sich wie Kanonenschüsse anhörten und Fensterscheiben zum Klirren brachten. Eine Aschewolke stieg bis in 11 km Höhe auf und glühende Lava rollte über die Vulkanflanken.

Am 24. 12. stieg eine Aschewolke bis zu 8 km hoch auf, und auch in den Folgetagen kam es zu Eruptionen die Vulkanasche und glühende Bomben förderten.

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