Tungurahua: Asche-Explosion

Update 19.12.12: Die Aktivität ist weiterhin erhöht und sporadische Explosionen stellen ein hohes Risiko dar. Erste Anwohner wurden evakuiert und die Behörden richteten Notunterkünfte ein. Die Seismik ist hoch und es wird mit weiteren Eruptionen gerechnet. Die Alarmstufe „orange“ wurde ausgerufen.

Originalmeldung: Einen Vulkanausbruch gab es am ecuadorianischen Feuerberg Tungurahua. Eine Explosion förderte eine Aschewolke, die mindestens 2 km hoch aufstieg. Der Explosion gingen 74 vulkanische Erdbeben voran.

Der Vulkan steht regelmäßig in den Schlagzeilen und ist für seine explosiven Ausbrüche bekannt. Ortschaften am Fuß des Vulkans sind insbesondere durch Lahare und Pyroklastische Ströme bedroht.

Kilauea: ocean entry

Thermalaufnahme des ocean entry. © MODVOLCAm Kilauea auf Hawaii fließt weiterhin Lava ins Meer. Mittlerweile hat sich bei Kupapa`u  ein 50 m breites Lavadelta aufgebaut. In diesem Bereich münden verschiedene kleinere Arme eines Lavastroms im Ozean. Die Dampfentwicklung ist derzeit gering.

Im Pu`u `O`o-Krater kollabierte eine Seite eines Förderschlotes woraufhin Lava den Boden des Kraters überströmte und einen Lavapool bildete.

Der Lavasee im Halema`uma`u – Krater fluktuiert auf hohem Niveau. Der Schwefeldioxid-Ausstoß ist etwas höher als sonst.

Vulkanausbrüche weltweit

Lewotolo: der Vulkan auf der indonesischen Insel Flores scheint immer mehr zu erwachen. Jüngst sah man von der vulkanologischen Beobachtungsstation aus einen roten Lichtschein über den Krater. Der Vulkan befindet sich auf Warnstufe „orange“. Fotos von unserem Freund und Guide Andi in der Facebookgruppe.

Shiveluch: ein weiterer Vulkan Kamtschatkas ist aktiv. Aus dem Lavadom erfolgte eine kleine Ascheexplosion. Ein zähflüssiger Lavastrom bewegt sich auf der NW-Flanke des Domes.

Tolbatschik: die Eruption geht weiter. Aus dem untersten Förderschlot der Spalte gibt es strombolianische Eruptionen und starken Lava-Ausfluss. Der Tremor fluktuiert.

Desweiteren gab es am Ätna wieder einige leichte Beben und ein 3,2 Beben südwestlich von Vulcano.

Neuseeland: White Island und Tongariro

Die Vulkanologen von GeoNet melden neue Aktivität auf White Island. In einem Explosionskrater wächst ein kleiner Dom. Der extrem zähflüssige Lavastrom verstopft den Förderschlot. Explosionen sind möglich. Diese Vulkanaktivität ist für White Island ungewöhnlich. Zudem ist der Tremor erhöht.

Am Tongariro stieg eine große Dampfwolke auf. Hier ist ebenfalls mit einem weiteren explosiven Vulkanausbruch zu rechnen.

Vulkanausbrüche und Erdbeben weltweit

Heute gibt es eine Reihe kleinerer Meldungen über Vulkanausbrüche und Erdbeben, die ich in einem Bericht zusammenfasse:

Beben Indonesien: gestern gab es in der Bandasee ein Seebeben der Stärke 7.1.  Das Hypozentrum lag in 162 km Tiefe. Es liegen keine Meldungen über Schäden vor.

Kilauea: der Lavasee im Halema`uma`u Krater ist weiterhin aktiv, ebenso der Lavapool im Pu`u `O`o. Lavaströme münden im Meer und es gibt einen kleinen „ocean entry“.

Soufrière Hills: der Vulkan auf Montserrat ist relativ ruhig. Bereits am 30. November fand ein kleines Schwarmbeben mit 24 Einzelbeben statt.

Stromboli: auf der LiveCam war eine permanente thermische Anomalie zu sehen, die vermutlich durch kontinuierlichen Schlackenauswurf zustande kam.

Taal-Vulkan: der Caldera-Vulkan auf den Philippinen ist weiterhin unruhig. 11 vulkanische Beben und leichte Inflation fanden gestern statt.

Tolbatschik: die Eruption geht weiter und hat sich scheinbar wieder etwas verstärkt. Auf Thermalaufnahmen ist zu erkennen, dass der Lavastrom wieder fast den Fuß des Vulkans erreicht hat.

Vulkane weltweit: Tolbatschik, Santorin und Paluweh

Update 08.12.12: Die Eruption ist stark rückläufig. Auf Aufnahmen des Modis-Satelliten sieht man, dass sich die Lavaströme bereits stark abgekühlt haben. Es sind nur noch Reste der thermischen Anomalien sichtbar. Diese befinden sich an der Front der Lavaströme und an der untersten Spalte.

Update 07.12.12: Auf aktuellen Bildern ist zu sehen, dass die Stärke der Eruption rückläufig ist. Es wird zwar noch viel Lava effusiv gefördert, die Lavafontänen haben aber stark nachgelassen.

Originalmeldung: Die seit über 1 Woche anhaltende Eruption des Vulkans Tolbatschik ist weiterhin das beherrschende Thema der News. Weitere Bilder aus unserer Facebookgruppe (Link siehe rechts) zeigen die Lavafront des mächtigen Aa-Lavastroms. Diese ist ca. 15 – 20 m hoch und überragt damit die Baumwipfel der Birken. Eine Modis-Aufnahme von gestern zeigt, dass der Lavastrom nun flacheres Gelände am Fuße des Vulkans erreicht hat und nur noch langsam vorwärts kommt. Zudem nahm der Tremor wieder zu, nachdem er in den vergangenen Tagen nachgelassen hatte. Die Eruptionsspalte ist insgesamt über 5 km lang. Allerdings tritt nur aus 2 Teilstücken Lava aus. Ich vermute, dass die Eruption einige Zeit anhalten wird.

Heute eruptierte der Vulkan Langila auf Papua Neuguinea eine Aschewolke, die gut 2300 m hoch aufstieg. Langila ist für strombolianische und vulcanische Eruptionen bekannt.

In den letzten Tagen gibt es wieder Seismik am Vulkan Santorin. Es wurden einige Beben mit Magnituden um 2 registriert. Im Ganzen scheint der Mittelmeerraum seismisch sehr aktiv zu sein. Selbst am Vesuv zeigen die Seismogramme leichte Ausschläge. Statements von offizieller Seite gibt es dazu nicht.

Eine Expedition von volcanodiscovery.com, an der auch Geonaut Richard teilnahm, besuchte den indonesischen Domvulkan Paluweh. Der Dom wächst fleißig und erzeugt Schuttlawinen und kleine Pyroklastische Ströme. Fotos hierzu ebenfalls bei Facebook.

Tolbatschik: Eruption geht weiter

Eine der spannendsten Eruptionen des Jahres findet gerade praktisch unter Ausschluß der Weltöffentlichkeit statt. Die Website und Livecams von KVERT sind offline und auch sonst sind wenige verlässliche Informationen zu bekommen. Zum Glück haben einige Leser in unserer Facebookgruppe Fotos gesammelt und geteilt, die ich hier zusammen mit Daten von MODVOLC  interpretiere:

Die Lavaströme haben im Westen fast den Fuß des Vulkans erreicht. Bisher sind die Lavaströme sehr schnell geflossen, doch wenn sie nun in flacheres Gelände kommen, wird sich die Geschwindigkeit der Lavafront reduzieren. Die Aktivität konzentriert sich auf die unterste (südliche) Spalte. Die höher gelegene Spalte scheint zum größten Teil geschlossen zu sein. Hier ist nur noch ein Förderschlot aktiv, aus dem hohe strombolianische Eruptionen erfolgen.

 

Klimakatastrophe kaum noch abwendbar

Zur Weltklimakonferenz sind die Nachrichten mal wieder voller Schreckensmeldungen, die bei den Menschen aber scheinbar ohne Wirkung bleiben! Wissenschaftler sehen die Chance vertan, die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf 2 Grad zu begrenzen. Aktuelle Ereignisse wie das Schmelzen des polaren Eises und des drastischen Anstiegs des Meeresspiegels lassen vermuten, dass sich die Atmosphäre weitaus schneller und stärker erwärmt, als es die meisten Modelle voraussagten. Jetzt rechnen viele Wissenschaftler mit einer Erwärmung um mindestens 5 Grad bis zum Jahr 2100. Dass hätte dramatische Auswirkungen. Unwetter, Missernten, versunkene Küstenmetropolen und untergegangene Inseln. Damit verbunden sind Hungersnöte und zig Millionen Klimaflüchtlinge. Während der Ausstoß schädlicher Treibhausgase in einigen Staaten etwas abgenommen hat, schleudern aufstrebende Staaten wie China und Indien umso mehr Treibhausgase in die Luft.

Doch was kann man gegen die Klimaerwärmung tun? Ich meine, Schuld daran tragen wir alle und unsere Wirtschaftssysteme und Lebensstile, die auf stetiges Wachstum und Konsum ausgelegt sind. Nicht nur die Politiker stehen in der Verantwortung, sondern jeder einzelne Wohlstandsmensch. Was können wir tun? Umdenken! Weniger Konsum von Energie und billigen Ramschwaren, die meistens aus den aufstrebenden Schwellenländern kommen, die sich jetzt zu den größten Treibhausgas-Produzenten entwickeln. Statt dessen Energie sparen und auf Nachhaltigkeit setzen. Nicht jeden kurzweiligen Modetrend folgen, oder Technikwahn frönen. Lieber auf Qualität setzen und Produkte so lange wie möglich nutzen. Bei Neukauf von Elektrogeräten und Fahrzeugen auf Energiespartechniken setzen.  Besser einen gemütlichen Familienabend bei einem Brettspiel, als den Abend vor dem Fernseher, oder auf der Piste zu verbringen.

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