El Hierro: Jacuzzi gesichtet

Die Kollegen von earthquake-report.com berichten heute Morgen davon, dass auf der LiveCam ein Jacuzzi sichtbar war. Demnach findet am Förderschlot zumindest noch Entgasung statt. Zur Zeit ist ein Forschungsschiff unterwegs und dessen Fahrt kann man auf der Cam beobachten. Ein vermeintlicher Jacuzzi lässt sich erahnen, dank des hohen Seegangs aber nicht einwandfrei zuordnen.

Der sehr schwache Tremor der letzten Wochen hat sich weiter verringert und ist nun praktisch nicht mehr nachweisbar. Die Zahl der Erdbeben bewegt sich derzeit zwischen 3 – 5 pro Tag. Die GPS Messungen sind unauffällig. Alles in allem keine Anzeichen dafür, dass sich der Vulkanausbruch bald wieder verstärken wird.

Indonesien: Kawah Ijen mit Zunahme der Aktivität

Wie Andi Lavahunter und volcano discovery berichten, wurde der Alarmstatus am Kawah Ijen auf „orange“ erhöht und der Zugang zum Krater wurde gesperrt. Am Ufer des Kratersees öffnete sich eine 10 Meter große Depression aus der schweflige Gase strömen, die mit blauer Flamme brennen. Der Schwefeldioxid-Ausstoß nahm zu, ebenso die Seismik, Wasserstand und Wassertemperatur des Kratersees.
Bereits im Dezember wurde über einen möglichen Vulkanausbruch spekuliert und der Schwefelabbau wurde kurzfristig eingestellt.
Unser Indonesien-Guide Andi möchte am Wochenende zum Kawah Ijen reisen und sich ein Bild der Situation vor Ort machen. Möglicherweise wird er eine Tour zum aktiven Vulkan anbieten.

Naturkatastrophen: enormer Schaden in 2011

Die Versicherungsgesellschaften haben Kassensturz gehalten und sind zu dem Schluss gekommen, dass es im letzten Jahr so hohe Schäden durch Naturkatastrophen gegeben hat, wie noch nie zuvor. In einem Bericht der Vereinten Nationen heißt es, dass es zu Schäden in Höhe von mindestens 285 Milliarden Euro gekommen sei.

Ein Großteil davon dürfte auf die multiple Katastrophe in Japan verbucht sein. Am 11. März 2011 löste eines der stärksten Erdbeben der Geschichte einen Tsunami aus, der wiederum zur Atomkatastrophe von Fukushima führte.

Kolumbien: Nevado del Ruiz erwacht

Der Vulkan Nevado del Ruiz in den kolumbianischen Anden erwacht aus einem Jahrzehnte langem Schlaf. Wissenschaftler von INGEOMINAS verzeichneten einen Anstieg der Seismik und des Schwefeldioxid-Ausstoßes. Eine Dampfwolke steigt bis zu 1,4 km hoch auf und bei einem Flug über dem Krater sahen die Wissenschaftler Vulkanasche auf dem Gipfelgletscher des Vulkans. Am 22 Februar ereignete sich eine leichte explosive Eruption, bei der Asche ausgestoßen wurde.

Nevado del Ruiz stand im Jahr 1985 in den Schlagzeilen, als 23.000 Menschen in einem gigantischer Lahar ums Leben kamen. Die Stadt Armero wurde zerstört.

El Hierro: Korrektur der letzten Tiefenmessung

Das IEO hat bereits Anfang der Woche seine Tiefenmessungen am Unterwasservulkan „Eldiscreto“  vor El Hierro korrigiert. Nach der endgültigen Auswertung der Daten des Forschungsschiffes Ramon Margalef befindet sich der Gipfel von „Eldiscreto“ nur noch in einer Wassertiefe von 88 Metern. Damit ist der Unterwasservulkan rund 32 Meter höher als gedacht.

 

Vanuatu: Erdbeben mit M 7,1

Die Inselgruppe Vanuatu wurde heute durch ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,1 erschüttert. Das Hypocenter lag 61 Kilometer nordöstlich der Insel Isangel in einer Tiefe von mehr als 36 km. Tsunamialarm wurde nicht ausgelöst und von Schäden ist bisher nichts bekannt.

Erdbeben können Vulkanausbrüche auslösen und die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs. Meine Reisepartner vulkanexpeditionen.de und volcanodiscovery.com bieten dieses Jahr Trekkingreisen zu den Vulkanen Vanuatus an.

Sonnensturm und Polarlichter

Für heute wird die Ankunft des stärksten Sonnensturms seit 5 Jahren erwartet. Polarlichter könnten hierbei sogar in unseren Breiten am Nachthimmel zu beobachten sein. Zudem fürchten Experten Störungen im Satellitenbetrieb (Navigation). In Extremfällen können Sonnenstürme die Stromnetze stören und Stromausfälle verursachen.

Eine besonders starke Form der Sonnenstürme, sogenannte Flares stehen im Verdacht mindestens ein Massensterben auf der prähistorischen Erde ausgelöst zu haben.

Kamtschtka: Bezymianny vor größerem Vulkanausbruch?

KVERT berichtet von einer weiteren Zunahme der seismischen Aktivität am Vulkan Bezymianny auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka: waren es im Februar noch zwischen 7 und 19 leichte Erdbeben, die den Vulkan täglich erschütterten, stieg ihre Zahl im März auf bis zu 66 Beben pro Tag an. Zugleich tauchte am Gipfel eine thermische Anomalie auf, die als wachsender Lavadom interpretiert wird.

Die Vulkanologen erhöhten den Alarmstatus auf „rot“. Mit einer starken explosiven Eruption ist jederzeit zu rechnen.

Vulkane weltweit: Kilauea und Tungurahua

Kilauea: am Vulkan auf Hawaii tritt weiterhin Lava aus und Lavaströme fließen über die Pali. Gestern vertrieb die Lava den letzten Siedler der Royal Gardens subdivision: Larry Thompson. Sein Haus wurde von der Lava zerstört. Thompson weigerte sich die Siedlung zu verlassen, die beim großen Ausbruch von 1983 evakuiert und aufgegeben wurde.
Am Pu`u `O`o – Krater wurde in den letzten Tagen leichte Inflation (Magmazufluss) gemessen. Nachts ist Rotglut zu sehen, die von einigen Spatter-Cones (Hornitos mit leichtem Schlackenauswurf) herrührt.

Tungurahua: der Vulkan in Ecuador war in den letzten Tagen unruhig. Es wurde eine erhöhte Seismik beobachtet und am Gipfelkrater ereigneten sich leichte explosive Vulkanausbrüche.

El Hierro: Eruption für beendet erklärt

Das Nationale Geografische Institut Spaniens hat die submarine Eruption vor der Südküste von El Hierro offiziell für beendet erklärt. Es tritt keine Lava mehr aus und die Seismik zeigt nur leicht erhöhte Werte. Zuletzt ging auch die Erdbebentätigkeit stark zurück.
Der Ausbruch begann am 17. Oktober 2011 und weckte in der Vulkan-Community die Hoffnung auf die Geburt einer neuen Insel. Eine surtseyanische Eruption blieb allerdings aus, obwohl es erste Anzeichen dazu Anfang November gab. Der Unterwasservulkan wuchs bis auf eine Tiefe von 120 Metern heran, bevor der Magmanachschub versiegte. Der Vulkan soll aber weiter unter Beobachtung bleiben.

Ich persönlich halte diese Eruptionsphase auch ersteinmal für beendet, allerdings besteht die Möglichkeit einer Reaktivierung der Eruption.

vulkane.net berichtete ausführlich über die Geschehnisse, hier gibt es eine Chronik der Eruption zu lesen.

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