Popocatepetl live

Livecam am Popocatepetl. © CENAPRED

 

Seismogramm des Popocatepetl. © SSN UNAM

Hier seht ihr live-Daten des Vulkans Popocatepetl. Weitere Seismogramme sind verfügbar. Um neue Bilder zu laden, bitte diesen Link klicken.

Wärmesignatur des Popocatepetls. © MIROVA

Überwachung des Vulkans Popocateptl

Das Monitoring obliegt der staatlichen Zivilschutz-Behörde CENAPRED (The National Center of Disaster Prevention) unter dessen Leitung die Vulkanologen des Popocatepetl Volcano Observatory (POVO) arbeiten und Daten sammeln. Das POVO wird in Zusammenarbeit mit mehreren Forschungseinrichtungen betrieben und wurde 1994 gegründet. Kurz nach der Gründung des Observatoriums erwachte der Vulkan aus einem langen Dornröschenschlaf und die Forscher starteten sofort ein Aufklärungsprogramm für die Anwohner des Popocatepetls. Damals stellte ich den Forschern meine ersten Videos über Vulkanausbrüche zur Verfügung, die sie in einem Aufklärungsfilm einsetzten.

Das Observatorium richtete 15 Messstationen am Popocatepetl ein. Die meisten Geräte arbeiten vollautomatisch und müssen nur gewartet werden. Die Messstationen beherbergen verschiedenste Instrumente: 18 Seismometer fühlen den Vulkan den Puls. Dabei kommen 3 verschiedene Gerätearten zur Anwendung. 4 biaxiale Tiltmeter überwachen die Hangneigung. Mehrere Videokameras sind für visuelle Beobachtungen des Vulkans zuständig. Zudem wird der Gasflux mittels mobilen Spektrometern gemessen. Diese Geräte erzeugen fast 50 verschiedene Signale, die über ein komplexes Funkkommunikationsnetz kontinuierlich an die zentrale Aufnahmestation übermittelt werden.

Darüber hinaus unternehmen die Vulkanologen regelmäßige Observierungsflüge über den Vulkankrater, um Veränderungen mit Kameras zu dokumentieren. Dabei wird in den letzten Jahren häufig ein Lavadom festgestellt.

Die Fäden laufen bei CENAPRED in Mexiko-City zusammen. Dort werten Vulkanologen und Seismologen die Daten aus. Bei auffälligen Veränderungen kann die Bevölkerung informiert werden. Große explosive Ascheeruptionen könnten eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen und zur Schließung des Flughafens in der Hauptstadt führen. Darüber hinaus bedrohen dann pyroklastische Ströme und Lahare die Menschen in den Ortschaften am Fuß des Feuerbergs.