3 japanische Vulkane aktiv

In Japan eruptierten in den letzten Tagen 3 Vulkane, die alle im Süden des Archipels liegen. Der aktivste Vulkan des Trios ist der Sakurajima. Von ihm gehen mehrmals täglich Aschewolken aus. Aktuell erreichen sie eine Höhe von 2700 m über dem Meeresspiegel. Seit gestern wurden 8 Eruptionen registriert. Bei den stärkeren Eruptionen der vergangenen Tagen wurden vulkanische Blitze erzeugt.

Der Asosan taucht ebenfalls regelmäßig in den Eruptionsmeldungen auf. Seit gestern wurden 8 Ausbrüche gemeldet. Die Asche erreicht eine Höhe von bis zu 2400 m. Der Aso liegt, wie der Sakurajima auch, auf der Insel Kyushu. Zwischen den beiden Vulkanen liegt noch der Komplexvulkan Kirishima, der momentan aber nicht eruptiert.

Südlich von Kyushu schließt sich der vulkanische Inselbogen der Ryukyu-Inseln an. Dort liegt der Inselvulkan Suwanosejima. Er generierte in den letzten Tagen einige kleinere Eruptionen, bei denen Aschewolken bis zu 1500 m hoch aufstiegen. Für diesen Vulkan sind strombolianische Eruptionen typisch, doch phasenweise ist er auch vulcanianisch tätig. In diesem Jahr eruptierte Suwanosejima 24 Mal.

Eine weitere Meldung von den japanischen Vulkanen kursiert derzeit: Das Thermalressort am Mt. Hakone wurde wieder geöffnet, nachdem es für ein halbes Jahr gesperrt war, da der Vulkan Anzeichen des Erwachens zeigte. In Japan etablierte sich eine ausgeprägte Bäderkultur und viele Vulkangebiete sind aufgrund ihrer heißen Quellen beliebte Ausflugsziele der Japaner.

Lamongan mit Seismik

Der indonesische Vulkan Lamongan wird unruhig. Am Mittwoch erschütterte ein Schwarmbeben den Vulkan im Osten Javas. Es wurden 252 Einzelbeben registriert. Zudem registrierten die Seismografen Tremor. Er hatte eine Maximalamplitude von 30 mm. In einigen Medienberichten wird davon geschrieben, dass der Vulkan ausgebrochen sei, doch das lässt sich bisher nicht bestätigen.

Campi Flegrei: Weiteres Schwarmbeben

Gestern Abend manifestierte sich unter dem italienischen Calderavulkan ein weiterer Erdbebenschwarm. Er bestand aus 13 sehr schwachen Erschütterungen nahe der Oberfläche. Es sieht so aus, als würde die Seismik ein wenig anziehen.

Stromboli in bester Form

Gestern Abend steigerte sich die Tätigkeit am Stromboli deutlich. Aus 2 Schloten feuerten kontinuierliche Eruptionen. Ein Lavastrom floss aus dem nordöstlichen Schlotbereich über die Sciara del Fuoco. Tremor und Inflation stiegen stark an. Die Daten sprachen für einen neuen Paroxysmus. Da die Schlote offen waren, kam es allerdings nicht zu einem großen Knall, sondern zu den kontinuierlichen Eruptionen. Dennoch berichtet das INGV über eine Sequenz stärkerer Eruptionen, die sich gegen 19:23 Uhr ereigneten. Sie förderten Tephra, die über den Ort Ginostra niederging.  In den Morgenstunden nahm die Intensität der Tätigkeit ab und die Parameter nähern sich wieder den Bereichen an, die wir seit der Eruption vom 3. Juli gewohnt sind.

 

Shiveluch mit hoher Aschewolke

Im fernen Kamtschatka gibt der Vulkan Shiveluch Rauchzeichen: Heute Nacht stieg Vulkanasche bis auf einer Höhe von 10.300 m ü.N.N. auf. Die Wolke breitete sich in der Höhe aus und driftete in südöstlicher Richtung. Es wurde eine VONA-Warnung für den Flugverkehr ausgegeben. Im Krater des Vulkans wächst ein Lavadom, der auf Satellitenfotos eine thermische Signatur erzeugt. Im Gegensatz zum Frühjahr gehen derzeit aber keine Lavaströme vom Dom aus. Ob die aktuellen Aschewolken in Verbindung mit Domkollaps stehen, oder ob sie rein explosiv gefördert wurden ist unklar.

Popocatepetl in Eruption

In Mexiko ist der Popocatepetl weiterhin aktiv. Er eruptierte heute Vulkanasche, die bis auf einer Höhe von 6400 m aufstieg. Die Vulkanasche driftete in westlicher Richtung. Gestern wurden 6 explosive Eruptionen registriert, 2 vulkanotektonische Erdbeben erschütterten den Vulkan, sowie 343 Minuten Tremor.

Asosan in Japan

Der Aso eruptiert weiterhin kleine Aschewolken. Laut dem VAAC Tokio erreichen diese eine Höhe von 1800 m über dem Meeresspiegel. Seit gestern gab es 7 Meldungen. Der Vulkan ist als touristisches Ziel gut erschlossen und es gibt sogar eine Seilbahn bis zum Kraterrand.

Karymsky in Eruption

Der Vulkan Karymsky eruptierte in den letzten Tagen regelmäßig Aschewolken. Die Vulkanasche erreichte dabei eine Höhe von bis zu 6100 m über dem Meeresspiegel. Das VAAC Tokio brachte in den letzten 3 Tagen 13 VONA-Warnungen für den Flugverkehr heraus. In den Meldungen werden Piloten vor den hoch aufsteigenden Vulkanasche gewarnt. Der Karymsky liegt in einer entlegenen Region Kamtschatkas. Wer ihn erreichen will, muss per Helikopter einfliegen. Vor 2 Wochen war eine Reisegruppe dort und brachte das Foto mit.

Karangetang in guter Form

Ein weitere entlegener Inselvulkan ist der Karangetang auf der indonesischen Insel Siau. Er ist seit Mitte Juli wieder sehr aktiv geworden. Im Krater des Vulkans wächst ein Lavadom und ein zäher Lavastrom fließt über den oberen Bereich der Westflanke. Am 21. August registrierte MIROVA eine thermische Anomalie mit einer Leistung von 107 MW. Zu dieser Zeit befanden sich die Vereinsmitglied Stefan Tommasini und Vulkanführer Andi am Vulkan. Stefan teilte in unserer internen Whatsap-Gruppe Vorschaufotos des Geschehens: Es gehen zahlreiche Schuttlawinen von der Lavafront ab, die recht weit über die Vulkanflanke hinabströmen und fast bewaldetes Gebiet erreichen.

Stromboli: Tremor fluktuiert

Gestern fluktuierte der Tremor am Stromboli stark und befand sich auf einer wechsel reichen Berg-und Talfahrt. Im Mittelwert bleibt er dennoch über dem langjährigen Durchschnitt und zeigt an, dass sich Magma im Fördersystem bewegt. Das LGS berichtet von generell hohen Parametern. Glühende Tephra wurde bis zu 300 m hoch ausgeworfen. Bei einigen Eruptionen wurde verhältnismäßig viel Vulkanasche gefördert.

Aso weiterhin aktiv

Auf der japanischen Insel Kyushu ist der Aso weiterhin aktiv und eruptiert mehrmals täglich Aschewolken. Diese steigen bis zu 1700 m ü.N.N. auf. Derzeit ist der Aso der aktivste Vulkan des japanischen Archipels. Sakurajima und Suwanosejima sind seit Anfang des Monats recht still.

Pacaya eruptiert Lavastrom

In Guatemala ist der Vulkan Pacaya weiter aktiv und eruptiert einen Lavastrom. Dieser fließt in nördlicher Richtung. Von der Lavafront gehen glühende Schuttlawinen ab. MIROVA registriert eine thermische Anomalie mit einer Leistung von 43 MW. Die Leistung der Wärmestrahlung entspricht die Hälfte von dem, was wir in den letzten Tagen am Stromboli sahen. Die Förderraten am Pacaya dürfte somit weniger als 1 Kubikmeter pro Sekunde betragen. INSIVUMEH berichtet zudem von leichter strombolianischer Aktivität des Kegels im Mc Kenney-Krater. Glühende Tephra wird bis zu 15 m hoch ausgeschleudert.

Fuego in Eruption

Der Fuego liegt in Sichtweite des Pacayas und ist weiterhin aktiv. INSIVUMEH  berichtet von 14-23 explosiven Eruptionen in der Stunde. Vulkanasche steigt bis auf einer Höhe von 4800 m über dem Meeresspiegel auf. Glühende Tephra schafft es bis auf 300 m über dem Krater. Es werden moderate Schuttlawinen generiert. Es kommt zu Gaseruptionen, die mehrere Minuten andauern und ein lautes Getöse verursachen.

Reventador in Ecuador

Der Vulkan in den ecuadorianischen Anden eruptierte seit gestern 8 Aschewolken. Sie erreichten eine Höhe von fast 4900 m über Meeresniveau. Bei stärkeren Eruptionen wird der obere Bereich der Vulkanflanken mit rotglühender Tephra eingedeckt. Reventador zählt zu den aktivsten Vulkanen des Landes.

Karymsky weiterhin aktiv

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka eruptiert der entlegene Vulkan Karymsky Aschewolken. Gestern erreichte eine dieser Eruptionswolken eine Höhe von 4500 m ü.N.N. und driftete in nördlicher Richtung.

Aso fördert Aschewolke

Auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte der Aso eine Aschewolke, die es bis auf einer Höhe von 1500 m über dem Meeresspiegel schaffte. Bisher wurden in diesem Jahr 82 Meldungen über den Aso herausgebracht.

Suwanose-jima eruptiert

Der Inselvulkan im Süden des japanischen Archipels ist vor einigen Tagen aktiv geworden. Das VAAC meldet Vulkanasche in einer Höhe von 1800 m. In diesem Jahr wurden 14 VONA-Meldungen herausgebracht.

Piton de la Fournaise: Tremor fällt

Die Eruption am Piton de la Fournaise hat stark nachgelassen. Der Tremor ist gegen Null gefallen. An der Oberfläche ist derzeit keine frische Lava zu entdecken. Das OVPF verkündet aber noch nicht das Ende der Eruption, sondern hält ein Wiederaufleben des Ausbruchs für möglich. Bisher trat verhältnismäßig wenig Lava aus und es könnte sich noch einiges an Magma unter der Oberfläche verbergen. Nach kurzlebigen Eruptionen verhielt es sich häufiger so, dass es nach einen Break zu einem weiteren Ausbruch kam. Die Pause kann durchaus mehrere Tage dauern. Genauso gut ist es möglich, dass sich das Magma einen anderen Weg sucht und dass sich das Eruptionszentrum verlagert. Schöne Fotos der Eruption gibt es bei IMAZPRESS.

Anak Krakatau eruptiert

Am Anak Krakatau im indonesischen Sunda Strait kam es zu einer Eruption. Das zuständige Observatorium meldet ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 48 mm und der Dauer von 94 Sekunden. Eine Aschewolke konnte nicht visuelle beobachtet werden, da die Sicht nicht klar war. Wahrscheinlich handelte es sich um eine phreatische Eruption, wie wir sie seit dem Kollaps des Vulkans Ende letzen Jahres öfters melden konnten. Die Anzahl vulkanisch bedingter Erdbeben ist in den letzten Wochen deutlich zurück gegangen, was dafür spricht, dass derzeit keine nennenswerten Mengen Magma aufsteigen. Trotzdem kann es zu weiteren Eruptionen kommen.

Stromboli: Aktivität weiter erhöht

Der Stromboli liegt nördlich von Sizilien und kommt nicht zur Ruhe. Die Aktivität ist weiterhin erhöht. MIROVA registriert eine thermische Strahlung mit einer Leistung von 165 MW. Im oberen Bereich des Kegels fließen weiterhin kleine Lavaströme. Sie entspringen der Basis des erweiterten Kraterbereich im Westen. Auf dem bild sieht man auch schön das Riff der Filo Di Baraona. Diese Felskante schützt Ginostra vor Lava. Die Frage ist, wie lange noch?

Webcam-Beobachter unserer Gruppe auf Facebook melden anhaltende strombolianische Tätigkeit. Die Explosionen sind stärker, als die des normalen Tagesgeschäfts des Leuchtfeuers des Mittelmeeres.

Aso  emittiert weiter Vulkanasche

Der japanische Vulkan Aso stößt weiterhin Vulkanasche aus. Das VAAC Tokio registrierte heute 2 Aschewolken. Sie stiegen bis auf einer Höhe von 2100 m ü.N.N. auf. Der Aso liegt auf der Insel Kyushu und ist in den letzten Jahren immer mal wieder aktiv.

Asosan: Ascheeruptionen

Auf der japanischen Insel Kyushu begann der Asosan (kurz Aso) gestern mit kleinen Ascheeruptionen. Das VAAC Tokio meldete bis jetzt 3 Aschewolken, deren Höhe allerdings nicht ermittelt werden konnte. Auf Bildern der Livecam sieht man, dass die Vulkanasche einige Hundert Meter hoch aufstieg und schnell vom Wind verfrachtet wurde. Bei den Ausbrüchen handelt es sich vermutlich um phreatische Eruptionen. Die Eruptionen finden aus dem Krater Nakadake statt. Er war bereits Austragungsort der letzten Eruptionen am Aso.

Asosan ist ein Komplexvulkan im Herzen der Insel Kyushu. An seinem Fuß liegt eine  Kleinstadt, die durch großen Eruptionen gefährdet ist. In Japan ist es üblich Komplexvulkane unter Naturschutz zu stellen und Naherholungsgebiete zu etablieren. Die Strukturen aus mehreren Kraterkegeln sind oftmals bewaldet und beherbergen heiße Quellen. Der Aso ist einfach zu erreichen und kann als „drive in volcano“ bezeichnet werden. Vor dem Nakadake gibt es Touristenanlagen und eine Seilbahn, die bis zum Kraterrand fährt. In aktiven Zeiten stellt diese ihren Betrieb ein uns es gibt eine 1 km Sperrzone um den Krater.

Tangkuban Parahu eruptiert

Update 15:30 Uhr: Nun ist das Seismogramm wieder online und es zeigt sich ein starkes, durchgängiges Tremor-Signal. Es sieht mir nicht nach einer kurzweiligen Eruption aus. Der Vulkan scheint sich einzuschießen und ein einer länger dauernden Aktivitätsphase eingetreten zu sein. Es finden phreatische-, bzw. phreatomagmatische Explosionen statt, bei den das Wasser des Kratersees eine Rolle spielt.

Originalmeldung: In Indonesien ist der Vulkan Tangkuban Parahu ausgebrochen. Das VAAC meldet eine Aschewolke, die bis auf einer Höhe von 2750 m ü.N.N. aufgestiegen ist. Der Vulkan liegt auf der Insel Java und hat eine Höhe von 2084 m. Er hat mehrere Krater, die zum Teil Kraterseen beherbergen. Allem Anschein nach handelt es sich noch um eine kleinere (phreatische) Eruption, die sich aber jeder Zeit steigern könnte.

Seit einigen Tagen gibt es vom Tangkuban Parahu ein Seismogramm auf der Seite des VSI zu sehen. Leider ist sie momentan offline. Bereits vor 3 Tagen warnten die Vulkanologen vor einer Zunahme der seismischen und fumarolischen Aktivität des Vulkans. Doch der Leiter des Nationalparks entschloss sich diesen für Besucher offen zu halten und erklärte den Park für sicher. Bleibt zu hoffen, dass sich keine Parkbesucher in Gefahr befinden.

Piton Fournaise und die Seismik

Am Piton de la Fournaise wurde in den letzten Tagen eine deutliche Zunahme der Seismik registriert. Am 30. und 31. Mai manifestierten sich 109 vulkanotektonische Erdbeben. Es wurden 2 Phasen mit Tremor aufgezeichnet. Magma steigt in die obere Magmakammer auf und führt zur Erhöhung der Hangneigung. Die Inflation geht einher mit der Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration. All diese Symptome deuten darauf hin, dass sich der Vulkan auf La Réunion auf eine weitere Eruption vorbereitet.

Ätna: Tremor fällt weiter

Der Ätna auf Sizilien ist weiterhin aktiv, allerdings bei weiter fallendem Tremor. Eine seismische Messtation registriert noch erhöhten Tremor. Diese ist leider auf der Karte des INGV nicht eingetragen, von daher kann ich nur spekulieren, dass nur noch eine Eruptionsspalte aktiv ist. Der Vulkan hüllt sich in Wolken, von daher fehlen visuelle Beobachtungen der Aktivität. Laut MIROVA hat die Wärmestrahlung eine Leistung von 840 MW, doch dieser Wert könnte durch die Bewölkung gedämpft worden sein. Bis dato lieferte die Eruption einige spektakuläre Bilder, etwa platzende Lavablasen im Förderschlot im Süden des Vulkans, oder die Lavaströme, die sehr schnell relativ weit die Flanken hinab flossen.

Die Lavaströme am Ätna. © MAPSISM via FB
Die Lavaströme am Ätna. © MAPSISM via FB

Gunung Agung: Eruption nach Mitternacht?

Der Gunung Agung auf Bali beschäftigt uns weiterhin. Kurz nach Mitternacht gab es scheinbar eine weitere explosive Eruption. Das VAAC Darwin meldet Vulkanasche in einer Höhe von 8200 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Auf dem Seismogramm ist allerdings kein Ausschlag zu erkennen und VSI meldet auch keinen Ausbruch. Von daher ist es unklar, ob sich am Agung tatsächlich eine Eruption ereignete, oder ob es sich um eine normale Wolke handelte, die von den Satelliten fälschlich als Aschewolke deklariert wurde.

Aso mit Ascheeruption

Der Aso liegt auf der japanischen Insel Kyushu und eruptierte gestern eine kleine Aschewolken. Laut VAAC Tokio stieg diese bis in einer Höhe von 1800 m auf. in den letzten Wochen kam es immer wieder zu kleineren Eruptionen. Die Aktuelle war die 29. in diesem Jahr.

Kilauea: Magma steigt auf

Nach Monaten der relativen Ruhe am Kilauea steigt nun wieder Magma auf. Die Schmelze erreicht die flach gelegene Magmakammer unter dem Halemaʻumaʻu-Krater. Die Vulkanologen des HVO berichten davon, dass seit März eine GPS Station in der Caldera eine Bodenanhebung um 5 cm registriert hat. Allerdings ist der Gasausstoß weiterhin schwach, was noch nicht auf eine große Menge Magma hindeutet. Die Forscher überwachen den Kilauea weiterhin und gehen davon aus, dass es wieder zu einem Ausbruch kommen wird. Die Frage lautet also nicht, ob der Kilauea wieder eruptieren wird, sondern wann? Der Alarmstatus steht auf „grün“.

Piton de la Fournaise: Leichte Inflation

Nicht nur am Kilauea wird Inflation registriert, sondern auch am Piton de la Fournaise. Bei dem Vulkan auf La Réunion handelt es sich um den gleichen Vulkantyp wie auf Hawaii: Beide Vulkane sind Schildvulkane, welche von einem Hot Spot gespeist werden. Die Inflation am Fournaise wird im Bereich des Gipfelkraters Dolomieu registriert. Zudem stieg die Kohlendioxid-Konzentration leicht an. Alles in Allem Anzeichen dafür, dass Magma ins Reservoir unter dem Vulkan aufsteigt.

Karymsky eruptiert Aschewolken

Auf Kamtschatka ist der Karymsky aktiv. Der entlegene Vulkan eruptierte gestern 5 Aschewolken, die vom VAAC Tokio registriert wurden. Die Asche steigt dabei bis in Höhen von 3000 m über dem Meeresspiegel auf. Karymsky galt früher als daueraktiv, doch seit einiger Zeit eruptiert er in Phasen.

Ebeko in Eruption

Mit dem Ebeko steht heute ein weiterer Vulkan Kamtschatkas in den News. Das VAAC Tokio registrierte vorgestern Aschewolken, die eine Höhe von mehr als 2000 m erreichten. Dieses Jahr eruptierte der Vulkan 44 Mal.

Aso mit weiterer Eruption

Der Aso-san auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte heute 1 Aschewolke. Die Höhe der Eruptionswolke wird mit 2100 m angegeben. Gestern wurden 2 kleinere Wolken registriert. der Aso liegt nicht weit von Kumamoto entfernt. Die Stadt wurden 2016 von einem starken Erdbeben Mw 6,1 erschüttert. Der Vulkan reagierte mit einer explosiven Eruption.

Sinabung: Domwachstum bestätigt

Nachdem der Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra, gestern Abend zum Dritten Mal in Folge eruptierte, bestätigte ein Mitarbeiter des zuständigen Observatoriums (PVMBG), dass der Dom im Krater des Vulkans wieder wächst. In einem Statement der Jakarta Post erzählt Armen Putera, dass der Druck des Magma im Inneren des Vulkans hoch sei. Im täglichen Update der Behörde liest man über zunehmende Seismik: gestern ereigneten sich 15 Niedrigfrequenz-Erdbeben, die in direktem Zusammenhang mit Magmenbewegungen stehen. Es ist also mit weiteren Eruptionen zu rechnen. Die Gefahr steig, dass pyroklastische Ströme generiert werden. Ein Blick auf die Live-Seite könnte sich lohnen.

Sakurajima eruptiert Aschewolken

Auf der japanischen Insel Kyushu ist der Sakurajima wieder sehr aktiv. In den letzten 48 Stunden wurden 7 Aschewolken detektiert, die von dem Vulkan in der Aira-Caldera ausgingen. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 4000 m über dem Meeresspiegel. Die Eruptionen gehen von einem Schlot im Hauptkrater aus. Der Showa-Krater war nicht involviert. MIROVA registriert eine schwache Wärmeanomalie mit einer Leistung von 4 MW.

Aso mit Aschewolken

Nicht weit vom Sakurajima entfernt liegt der Vulkan Aso. Von ihm gingen in den letzten 2 Tagen 5 Aschewolken aus. Sie erreichten eine Höhe von bis zu 2000 m über Meeresspiegel. Aso ist eine Komplexvulkan mit mehreren Kegeln und ist ein gut ausgebautes Touristikgebiet.

Rincon de la Vieja eruptiert phreatisch

In Costa Rica gab es eine weitere phreatische Eruption des Rincon de la Vieja. Am Samstag zeichnete eine Webcam eine kleine Eruptionswolke auf, die vom Krater de Vulkans aufstieg. Es wurde ein Gemisch aus Asche und Dampf gefördert. Die Wolke stieg einige Hundert Meter hoch auf. In den letzten Wochen wurden mehrere Dampfexplosionen beobachtet. Sie könnten darauf hindeuten, dass Magma aufsteigt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es in Bälde eine größere Eruption geben wird.

Aso eruptierte mehrmals

Der Vulkan Aso liegt auf der japanischen Insel Kyushu und eruptierte in den letzten 2 Tagen 13 Aschewolken. Die Vulkanasche stieg dabei bis auf einer Höhe von 3000 Metern auf.  Der Alarmstatus steht weiterhin auf 2. Um den aktiven Krater Naka-Dake gilt einem Sperrzone mit einem Durchmesser von einem Kilometern. Die Eruptionen locken viele Schaulustige an. Die Touristenstation am Fuße des Kegels ist weiterhin in Betrieb.

Kerinci eruptiert hoch aufsteigende Aschewolke

Der Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra erzeugte eine Aschewolke, die bis auf einer Höhe von 6700 m über dem Meeresspiegel aufstieg. Dies ist eine deutliche Steigerung Aktivität. Die Aschewolken der letzten Wochen waren deutlich niedriger. Eine weiter Steigerung der Tätigkeit ist möglich.

Karymsky verursacht Aschewolke

Nach mehrwöchiger Pause schickte der Karymsky auf Kamtschatka eine Rauchfahren in den Himmel: die Aschewolke stieg gut 3700 m hoch auf. Karymsky ist einer der aktivsten Vulkane der sibirischen Halbinsel.

Island: Schwarmbeben am Öræfajökull

Im Bereich des gefährlichsten Vulkans Islands ereigneten sich zahlreiche schwache Erdbeben. Es ist der größter Erdbebenschwarm dort seit mehreren Wochen. Die meisten Beben ereigneten sich in Tiefen kleiner als 1 km. Außerdem bebte die Erde im Bereich des Askja-Herdubreid-Systems. Unter der Hekla manifestierten sich 2 schwache Erdstöße. Alles in Allem ist die Seismik unter Island relativ hoch.

Sizilien: Erdbebenserie bei Enna

Auf der größten Insel des Mittelmeeres ereignete sich ein kleiner Erdbebenschwarm. Schauplatz war diesmal nicht der Ätna, sondern ein Gebiet 30 km nördlich von Enna. Die Hypozentren lagen in Tiefen um 10 km und hatten Magnituden im 2er Bereich. Bereits im Herbst letzten Jahres gab es in dieser Gegen mehrere Erdbeben. Sie sind tektonischer Natur und stehen nicht im direktem Zusammenhang mit Magmenaufstieg. Auffällig ist allerdings, dass der Ätna wenige Wochen nach dem Einsetzen der Beben hoch fuhr.