Bezymianny mit weiteren Eruptionen

Am Vulkan Bezymianny auf Kamtschatka finden weiterhin Eruptionen statt, die Aschewolken bis auf 7 km Höhe aufsteigen lassen. Immer wieder kommt es zum partiellen Kollaps des Doms und der Generierung pyroklastischer Ströme. Diese sind mehrere Kilometer lang und fließen häufig in Richtung Norden zum Klyuchevskoy, oder in südöstlicher Richtung. Die Vulkanasche stellt eine Gefährdung für den Flugverkehr dar.

Gunung Agung mit rückläufiger Seismik

Gestern wurden am Gunung Agung auf Bali 41 kleine Dampf-Asche-Eruptionen registriert. Nach wie vor wird kontinuierlicher Tremor aufgezeichnet, was ein Indiz für die Bewegung von Fluiden (Magma, Gas, Wasser) im Vulkan ist. Die Seismik  zeigt über die letzten Tage eine leichte Abnahme. Obwohl die Seismik leicht rückläufig ist, heißt dies nicht automatisch, dass sich die Situation entschärft. Einen ähnlichen Rückgang konnten wir auch vor dem Einsetzen der eruptiven Phase beobachten.

Stromboli weiterhin munter

Stromboli ist weiterhin gut in Form und ich würde sagen, Größe und Häufigkeit der Ausbrüche liegen auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Somit ist er wieder ein gutes Ziel für Vulkanreisende. Allerdings soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch am Stromboli gefährlich werden kann. Immer wieder ereignen sich spontane Eruptionen, die Größer sind als normal und Lavabrocken Richtung Besucher fliegen lassen.

Bezymianny mit großer Eruption

Erst vorgestern wurde der Alarmstatus des Vulkans im fernen Kamtschatka auf “orange” hochgestuft, da erfolgten auch schon 5 große Eruptionen. Diese ließen Eruptionswolken bis auf einer Höhe von 16 km aufsteigen. Dort stellte die Vulkanasche eine Gefahr für den Flugverkehr dar. Der Alarmstatus steht nun auf “rot”. Da der Vulkan fernab der nächsten Siedlungen liegt, sind wohl keine Opfer zu beklagen. Die Eruptionen gingen mit einem Kollaps des Doms einher, welcher seit Monaten wuchs. Bezymianny ist berüchtigt für diese Art der Eruptionen, die meistens ohne lange Vorwarnphasen geschehen. 2012 stand ich am Fuß dieses Vulkans, ohne ihn allerdings länger zu Gesicht zu bekommen. Ich sah den Dom nur kurz durch ein Wolkenloch. Allerdings waren Steinschläge zu hören, wenn Lavabrocken den Dom hinab polterten. Hier lest ihr die Reisereportage Kamtschatka 2012.

Ätna mit erhöhter Seismik

Am Vulkan auf Sizilien ereigneten sich weitere Mikrobeben in Tiefen kleiner als 5 km. Diese manifestieren sich überwiegend im Süden des Vulkans. Leider liegen keine Informationen über Inflation/Deflation vor, so dass Einschätzungen über möglicher Weise bevorstehende Eruptionen spekulativ sind. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass das INGV seine englischsprachige Webseite leider nicht mehr pflegt, so das ich Links dorthin bald löschen muss. Im Allgemeinen bemerke ich bei vielen Instituten eine Stagnation, oder sogar einen deutlichen Rückgang in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit, was ich sehr bedauerlich finde. Gerade das INGV war hier in den vergangenen Jahren Vorreiter. Es scheinen Personal und Gelder zu fehlen.

Bardarbunga mit Erdbeben M 4,3

Unter dem isländischen Gletschervulkan manifestierten sich 2 mittelstarke Erdbeben. Das Stärkste brachte es auf eine Magnitude von 4,3 und lag in 1,1 km Tiefe. Das 2. stärkste Beben hatte eine Magnitude von 3,7 und lag in 2,2 km Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Mehrere Vulkane auf Island bereiten Wissenschaftlern und Anwohnern Sorgen, da sie vermehrt Anzeichen bevorstehender Eruptionen zeigen.

Gunung Agung auf Bali

In den letzten 24 Stunden waren die Amplituden des kontinuierlichen Tremors größer als üblich. PVMGB meldet 54 Eruptions-Signale, die übrige Seismik ist relativ gering. Dank vieler Wolken war auf der LiveCam nicht viel zu sehen, nur gelegentlich war ein freier Blick auf den Vulkan zu erhaschen.

Stromboli: Aktivität weiterhin hoch

Der Stromboli zeigt was er kann und heizt mächtig ein: gestern registrierte MIROVA eine Wärmestrahlung von 49 MW, was der höchste Wert seit der Hochphase im Frühsommer darstellt. Auf der Thermalcam sieht man heiße Bereiche um 4 Schlote. Die heißen Stellen werden durch Tephra erzeugt, die sich nach den Eruptionen um die Schlote ansammelt. So bauen sich nach und nach kleine Kegel um die Schlote auf. Diese waren nach der letzten größeren Flankeneruption im Jahr 2014 eingesunken. Der Krater war relativ tief, nun füllt er sich wieder auf. Ungewöhnlich oft erfolgen simultaner Explosionen aus 2 Schloten.

Erta Alé: sehr hohes thermisches Signal

Mirowa verzeichnet am äthiopischen Vulkan Erta Alé wieder ein sehr hohes Thermisches Signal von 1615 MW. Auf einem 2 Tage alten Satellitenfoto sieht man ausgedehnte Lavaströme, die sich südöstlich und westlich der Caldera ausdehnen. Der größte Lavastrom hat eine Länge von ca. 4 km. Wahrlich eine heiße Zeit für den Vulkan in der heißesten Wüste der Erde.

Der Vulkan Bezymianny auf Kamtschatka hat auch eine schwache Wäremsignatur. In seinem Gipfelkrater wächst ein Lavadom. Das VAAC Tokyo meldete in den letzten Tagen mehrere Aschewolken die vom Bezymianny ausgingen.

Bezymianny: Aschewolke

Vom Vulkan Bezymianny auf Kamtschatka ging heute eine 7 km hohe Aschewolke aus. Diese driftete 112 km in nordwestlicher Richtung und stellte eine Gefährdung für den Flugverkehr dar. Derzeit registriert MIROVA eine hohe Wärmestrahlung. Die benachbarten Vulkane Klyuchevskoy und Shiveluch stoßen ebenfalls Aschewolken aus, die mehrere Kilometer hoch aufsteigen.

Heiß geht es auch am Erta Alé in der äthiopischen Wüste Danakil her: dort wird eine sehr hohe Wärmeabstrahlung registriert. Es brodeln mehrere Lavaseen von denen Lavaströme ausgehen.

Sabancaya: Erhöhung der Alarmstufe

Am Vulkan Sabancaya in Peru wurde der Alarmstatus auf “orange” erhöht. Die Vulkanologen verzeichneten in den letzten Wochen einen progressiven Anstieg der Tätigkeit. Zudem wurde an einigen Tagen harmonischer Tremor registriert. Täglich ereignen sich bis zu 52 Ascheeruptionen. Die Vulkanasche steigt dabei bis 4,5 km über den Krater auf und driftet bis zu 40 km weit. In mehreren Ortschaften kommt es zu Ascheregen.

Der Sinabung auf Sumatra ist weiterhin aktiv. Vulkanasche stieg in der letzten Woche des vergangenen Jahres bis zu 5,6 km hoch auf.

Ein weiterer alter Bekannter ist weiterhin recht munter: Dukono auf Halmahera. Hier erreicht die Vulkanasche eine Höhe von 2,6 km.

Der Aleuten-Vulkan Bogoslof eruptierte in der letzten Nacht 4 Aschewolken. Diese stiegen bis zu 12 km hoch auf und gefährdeten den Flugverkehr. Der Alarmstatus wurde erst kürzlich auf “orange” reduziert, jetzt dürfte er wieder auf “rot” stehen.

Am Vulkan Bezymianny bleibt der Alarmstatus auf “orange”. Der Dom wächst und die Dampfentwicklung ist hoch. Jeder Zeit muss mit größeren explosiven Eruptionen gerechnet werden.

(Quelle: Smithsonian / USGS Weekly Volcanic Activity Report)

 

Bezymianny: explosive Ascheeruption

Der Vulkane Bezymianny auf Kamtschatka erzeugte heute 3 Ascheeruptionen die vom VAAC Tokyo aufgezeichnet wurden. Die letzte der Eruptionen ließ Vulkanasche bis in einer Höhe von fast 7 km aufsteigen. Erst vor 2 Tagen wurde der Alarmstatus auf “orange” erhöht. Seit Mitte November verzeichneten die Vulkanologen von KVERT einen Anstieg von Seismik und Gastemperatur am Vulkan.

Bezymianny liegt in Zentralkamtschatka und ist nur schwer zu erreichen. Ich habe es während meiner ersten Kamtschatka-Reise bis zum Fuß des Vulkans geschafft, doch wegen des schlechten Wetters von einem Aufstieg abgesehen.

Bezymianny: explosive Eruptionen

Der Bezymianny in Kamtschatka ist überraschend ausgebrochen. Das VAAC Tokyo registrierte heute Abend 3 Aschewolken die eine Höhe von mehr als 5 km erreichten. Neben explosiven Eruptionen wäre auch ein Kollaps des Domes denkbar. In den letzten Tagen meldete KVERT Entgasungen des Vulkans, sowie sporadisch auftretende thermische Anomalien. Auf der LiveCam sieht man indes nur Wolken und Nebel.

Kamtschatka Bildbericht

Vom 24.08.2012 bis zum 15.09.2012 bereisten die Geonauten Florian, Martin und Marc Kamtschatka, das Land am anderen Ende Eurasiens. Die Halbinsel ist etwas größer als Deutschland und wird von nur 380.000 Menschen bewohnt. Zu Zeiten der UDSSR waren hier Radaranlagen, Raketenabschussanlagen und U-Bootbasen stationiert und Kamtschatka war für westliche Touristen gesperrt. Daher galt Kamtschatka lange Zeit als unentdecktes Land. Mit dem Ende des Kalten Krieges änderte sich das langsam und heute ist die Halbinsel Traumziel vieler Weltenbummler. Aus geologischer Sicht ist Kamtschatka ein Grenzland zwischen den Kontinenten: hier stoßen Eurasien und die Pazifische Platte aufeinander. Letztere taucht unter Kamtschatka ab. Im Erdmantel wird die Pazifische Kruste teilweise aufgeschmolzen. Ein Teil der Schmelze tritt an den Vulkanen Kamtschatkas wieder aus. So gesehen ist Kamtschatka das Krematorium von Hawaii, denn auch die Reste der vulkanischen Inselkette werden hier aufgeschmolzen.

Das Ziel der Geonauten war es die Vulkane Kamtschatkas zu erkunden. Besondere Aufmerksamkeit erhielten hierbei die Vulkane Kliuchevskoi, Bezymianny, Shiveluch und Mutnovsky. Die Feuerberge Tolbatschik und Gorely wurden ebenfalls besucht. Entgegen diverser Berichte der KVERT-Gruppe präsentierten sich die Feuerberge relativ ruhig. Am Dom des Shiveluch konnten wir nur 2 kleine Schlote mit Rotglut ausmachen, am Gorely glühte es aus einem Vent. Am Bezymianny dampfte der Dom und gelegentliches Rumpeln deutete auf Steinschläge hin. Der Vulkan Mutnovsky befindet sich seit Jahren in einem Zustand postvulkanischer Aktivität mit dampfenden Fumarolen und kochenden Schlammtöpfen. Das Besondere hier ist der Gletscher im Inneren der Caldera, die den Vulkan dominiert.

Am Fuße des Mutnovskys gibt es 2 Täler in denen sich kleine Gletscher befinden. Bäche haben Eishöhlen geschaffen die durchaus begehbar sind. Natürlich besteht ein vergleichsweise geringes Risiko, dass diese Höhlen einstürzen, dafür belohnen sie aber mit einem einmaligen Szenario aus Licht und Eis.

Kamtschtka: Bezymianny vor größerem Vulkanausbruch?

KVERT berichtet von einer weiteren Zunahme der seismischen Aktivität am Vulkan Bezymianny auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka: waren es im Februar noch zwischen 7 und 19 leichte Erdbeben, die den Vulkan täglich erschütterten, stieg ihre Zahl im März auf bis zu 66 Beben pro Tag an. Zugleich tauchte am Gipfel eine thermische Anomalie auf, die als wachsender Lavadom interpretiert wird.

Die Vulkanologen erhöhten den Alarmstatus auf „rot“. Mit einer starken explosiven Eruption ist jederzeit zu rechnen.

Bezymianny

Der Vulkan auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka produzierte am 14. April einen stärkeren explosiven Vulkanausbruch. Eine Aschewolke stieg bis in einer Höhe von ca. 8 Kilometern. Die Eruption dauerte 40 Minuten. Vulkanasche regnete in 45 Kilometern Entfernung auf eine Ortschaft nieder. Der Alarmstatus wurde kurzfristig hochgestuft, am Folgetag allerdings wieder auf “orange” zurückgesetzt.

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