Vulkane weltweit

Ätna: auf facebook wird von einer morphologischen Änderung auf der Flanke des Nordost-Kraterkegels berichtet. Vermutlich hat es dort einen Erdrutsch gegeben, es wird aber auch über die Öffnung einer Fraktur spekuliert. Zudem entgaste der Krater stark und es wurde leichte Seismik registriert.

El Hierro: die Schwarmbeben unter der Kanareninsel haben in den letzten Tagen stark nachgelassen. Ein Vulkanausbruch scheint nicht unmittelbar bevorzustehen.

Island: Das Vulkansystem Grimsvötn- Barabunga, das unter dem Gletscher Vatnajökull liegt, ist seismisch unruhig. Es ereigneten sich eine Reihe von Erdbeben, darunter auch eines mit einer Magnitude größer 3.

El Hierro: Warnstufe “gelb”

Die Erdbeben erfolgen in sehr kurzen Zeitabständen und gehen fast in einen kontinuierlichen Tremor über. © IGNUpdate 30.03.13: Die Bebentätigkeit hält unvermindert an. Gestern Abend ereignete sich ein Beben der Magnitude 4,6. Anwohner berichten nicht nur von Steinschlägen, sondern auch von Rissen in den Häusern.

Originalmeldung: Aufgrund der weiter anhaltenden Erdbebentätigkeit vor der Westküste der Kanareninsel, hat die Inselregierung die Warnstufe “gelb” ausgerufen. Das bedeutet, dass mittelfristig mit einem Vulkanausbruch gerechnet werden kann. Zudem geht eine ernste Gefahr von Steinschlägen aus, die durch die zahlreichen Erdbeben mit einer Magnitude größer als 4 ausgelöst werden.

Gründe für die Erhöhrung der Warnstufe dürften, neben den Schwarmbeben, die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration und starke Bodendeformation sein.

Gestern wurde eine Kohlendioxid-Konzentration von 1678 Tonnen gemessen. Sie ist fast fünf Mal höher als normal und übersteigt die Werte, die 2011 während der submarinen Eruption gemessen wurden.

Die Bodendeformation nimmt rapide zu und beträgt an einigen Stationen bereits 12 cm. Alle Daten zusammen genommen deuten darauf hin, das derzeit viel Magma in die ozeanische Kruste eindringt und weiter aufzusteigt. Die Gefahren durch die Erdbeben und eines möglicher Weise bevorstehenden Vulkanausbruches sind real.

Die Seismogramme und Daten des IGM sind nach wie vor online. Vielen Dank an die Betreiber dieses Dienstes.

Seismik und Erdbeben

Auf Taiwan ereignete sich heute ein Erdbeben der Magnitude 6. Das Erdbeben richtete einige Schäden an, zerstörte Infrastruktur, tötete mindestens einen Menschen und es gab 86 Verletzte.

El Hierro kommt nicht zur Ruhe: heute gab es 4 Erdbeben mit einer Magnitude größer als 4. Das Stärkste brachte es auch M 4,6. Somit ist es eines der stärksten Schwarmbeben seit Beginn der Magmaintrusion im Sommer 2011.

Auf Island gibt es nicht nur an der Hekla Seismik, sondern auch an den Vulkanen Askja und Krafla.

El Hierro: erhöhte seismische Aktivität

Update 20.00 Uhr: Am Nachmittag ereignete sich eine Serie mittelstarker Erdbeben mit Magnituden um 4. An steilen Hängen kam zu Steinschlägen. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt, es ist aber mit weiteren Beben zu rechnen. Die Bebenserie wird vermutlich durch aufsteigendes Magma verursacht. Ob- und wann es austreten wird ist ungewiss, ein Vulkanausbruch kann aber jederzeit starten.

Während meiner Abwesenheit meldete sich ein alter Bekannter mit Anzeichen erhöhter Aktivität zurück. Unter der Kanareninsel El Hierro rappelt es dieser Tage wieder gewaltig: Schwarmbeben, Tremor, Deformation und unterseeische Gasaustritte manifestierten sich seit dem 18.03. urplötzlich. Die Anzahl der täglichen Schwarmbeben stieg sprunghaft an und erreichte am Samstag mit 170 Einzelbeben diesjährige Rekordwerte. Die Hypozentren der Beben liegen diesmal vor der Küste im Nordwesten der Insel, in 10 – 20 km Tiefe. Messungen im Bereich des „Eldiscreto“ deuten auf submarine Gasaustritte hin.

Vulkane weltweit

El Hierro: der Erdbebenschwarm im Norden der Kanareninsel hat sich stark abgeschwächt. Gestern gab es noch 24 Erdbeben, heute wurde noch keines registriert. Dafür steigt aber die Inflation an 2 Messstationen auf 3 cm.

Stromboli: die Amplitude der Explosionsbeben hat sich verstärkt. Das deutet auf stärkere Explosionen hin. Die Seismik deckt sich mit den Beobachtungen der Kollegen von volcanodiscovery.com, die von hohem Auswurf der glühenden Schlacken und kontinuierlichem Lavaspattering berichten.

Tolbatschik: die Eruption in Kamtschatka geht auf leicht verringertem Niveau weiter. Es wird immer noch sehr dünnflüssige Lava gefördert. Um einem Förderschlot baut sich derzeit ein 5. Schlackenkegel auf.

El Hierro: neues Schwarmbeben

Update 01.01.2013: Bis zum Abend ereigneten sich heute 26 Beben, zudem setzte leichter Tremor ein. Einige Autoren spekulieren über eine neue submarine Eruption in der Bucht von El Golfo.

Update: Der letzte Tag des Jahres endete mit 59 Beben unter El Golfo. Damit war es die stärkste Erdbebenserie seit dem Herbst.

Auf der Kanareninsel El Hierro gibt es zum Jahreswechsel einen neuen Erdbebenschwarm. Bisher wurden 12 Beben registriert, deren Hypozentren in 15 – 20 km Tiefe unter der Bucht von El Golfo lagen. Die Erschütterungen von geringer Magnitude gehen sehr wahrscheinlich mit einer Magmaintrusion in die Erdkruste einher. Ob- und wann das Magma die Erdoberfläche erreicht ist ungewiss. Seit Beendigung der Eruption Anfang 2012 gab es mehrere solcher Perioden mit Magmaaufstieg, ohne dass es zu einem neuen Vulkanausbruch gekommen wäre.

Vulkane weltweit: Ätna, Bromo und El Hierro

Ätna: Der Bergführer Andrea Ercolani berichtet auf seiner Website über die aktuelle Aktivität in der Bocca Nuova. Einer seiner Kollegen bestieg gestern den Hauptkrater und sah, dass der Intrakraterkegel vom Sommer kollabiert ist. Die Explosionen finden tief im Förderschlot statt. Nur gelegentlich sind glühende Schlacken sichtbar.

Bromo: Am Vulkan auf der indonesischen Insel Java wird erhöhte Seismik registriert. Der Alarmstatus wurde auf „gelb“ gesetzt.

El Hierro: In den letzten Tagen hat die Seismik unter der Kanareninsel wieder leicht zugenommen. Gestern wurden 14 Beben registriert. Die Hypozentren konzentrieren sich auf 2 Zonen in 10 km und in 20 km Tiefe.

El Hierro: Erdbeben flacher

In der letzten Woche hat die Anzahl der leichten Erdbeben unter El Hierro stark abgenommen, dennoch wird Seismik registriert. Interessant ist, dass die Hypozentren nun flacher liegen. Einige Erdbeben ereigneten sich in nur 10 km Tiefe. Laut unseren Kollegen von volcanodiscovery wird im Südteil der Insel eine Inflation bis zu 3 cm registriert. Ein Teil des Magmas hat es scheinbar geschafft weiter aufzusteigen. Im Norden wird unterdessen Deflation verzeichnet. Dort reduzieren sich die Aufwölbungen des Bodens bereits wieder. Möglicher Weise bewegt sich das Magma aus dem Norden in den Süden.

El Hierro: Schwarmbeben

Seit Freitag steigt die Zahl der Erdbeben unter der Kanareninsel El Hierro wieder stark an: am Freitag ereigneten sich 71 Beben, am Samstag waren es 167 und heute bereits 127 Erdstöße. Die Epizentren konzentrieren sich in der Bucht von El Golfo und dem zentralen Teil der Insel. Ein Teil der Erdstöße lag relativ flach, scheinbar steigt das Magma weiter auf.