Mittelamerika: starkes Erdbeben M 7,0

Vor der Küste Mittelamerikas ereignete sich ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,0. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe und gut 160 km vor der Küste von San Salvador. Es wurde Tsunami-Alarm gegeben. Kurz bevor die Erde bebte traf ein Hurrikan auf die Küste Zentralamerikas.

Ein kleines Schwarmbeben manifestierte sich am Kilauea auf Hawaii. es lag in geringer Tiefe nur wenige Kilometer südöstlich der Gipfelcaldera. Nahe des Pu’u O’o-Kraters sind 2 Lavaströme aktiv. Lava fließt weiterhin ins Meer.

Japan: schweres Erdbeben M 7,3

Erdbeben in Japan. © EMSCUpdate 22.11.16: Die Schäden durch das starke Erdbeben wenige Kilometer vor der Küste Japans hat nur relativ geringe Schäden verursacht. Dennoch wurden mehrere Menschen verletzt. Selbst im 250 km entfernten Tokyo schwankten die Hochhäuser und es kam zu Beeinträchtigungen im Personennahverkehr.

Inzwischen wurde der Tsunami-Alarm aufgehoben. Es gab einige kleinere Hafenwellen. Die Größte wurde mit einer Höhe von 140 cm in der Stadt Sendai registriert. Die Bevölkerung hatte sich auf höher gelegenes Terrain in Sicherheit gebracht. Die Atomkraftwerke blieben wohl unbeschädigt, allerdings hatte sich im Kraftwerk Fukushima Daini die Kühlung abgeschaltet. Wenn bei einem Atomkraftwerk die Kühlung länger ausfällt, kann es zur gefürchteten Kernschmelze kommen. Dieses Beispiel zeigt, wie unverantwortlich es ist Atomkraftwerke in Gebieten zu bauen, die häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden! Das größere Schäden ausblieben ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass sich das Hypozentrum in 25 km Tiefe befand und nicht in 10 km wie zuerst angenommen.

Heute ereignete sich auch ein starkes Erdbeben vor der Küste der Nordinsel Neuseelands. Dieses Beben hatte eine Magnitude von 5,9 und lag in 10 km Tiefe. Erst letzte Woche hatte sich im Süden Neuseelands mehrere starke Erdbeben ereignet.

Originalmeldung: Vor der japanischen Insel Honshu gab es heute Abend ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,3 (EMSC 6,8). Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe und 92 km südwestlich von Fukushima. es wurde Tsunami-Warnung gegeben. Es folgten mehrere Nachbeben. laut der Atomenergiebehörde wurde die Atomruine von Fukushima nicht erneut beschädigt. Im März 2011 löste ein starke Erdbeben dort die bekannte Katastrophe aus.

Neuseeland: Erdbeben M 7,4

Gestrandete Kühe. © FacebookUpdate 14.11.16: Am Tag nach der Erdbebenserie wird das Ausmaß der entstandenen Schäden deutlich! In der Nähe des Epizentrum sind zahlreiche Gebäude und Straßen zerstört. Es kam zu Hangrutschungen. Bisher ist von 2 Toten die Rede. In den weiter entfernt gelegenen Städten gab es ebenfalls Sachschäden. Zahlreiche Fenster sind zerborsten, Mauerstücke von den Fassaden gebrochen und Regale in Supermärkten umgekippt. Kurios: um eine Kuhfamilie sackte der Boden ab. Die Kühe standen auf einer kleinen Insel von der sie nicht mehr runter kamen. Solche Szenen kennt man sonst nur aus Katastrophenfilmen. 

Update: Es wurde wohl tatsächlich ein Tsunami generiert, welcher die Ostküste der Südinsel traf. Dieser war aber nur von geringer Höhe. Es besteht die Möglichkeit weiterer Flutwellen. Es wurden Schäden durch die Erdbeben gemeldet. Diese sind wohl geringer als zunächst befürchtet. Ein Grund hierfür wird die größere Tiefe des Hypozentrums sein, die inzwischen mit 25 km angegeben wird.

Erdbeben auf Neuseeland. © EMSCOriginalmeldung: Die Südinsel von Neuseeland wurde von einem starken Erdbeben der Magnitude 7,4 (EMSC 7,9) erschüttert. Das Hypozentrum lag in nur 10 km Tiefe. Die nächstgelegene Stadt Amberley liegt 56 km südlich des Epizentrums. Christchurch ist 97 km entfernt. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor, aber es ist mit welchen zu rechnen. In unmittelbarer Nähe zum Epizentrum liegen einige kleine Siedlungen und Farmen, die sehr wahrscheinlich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ein weiteres Erdbeben manifestierte sich offshore am Rande der Cook Strait zur neuseeländischen Nordinsel. Dieses Beben brachte es auf M 5,7 in 15 km Tiefe. Wellington auf der Nordinsel liegt nur 71 km entfernt. Scheinbar sind beide Beben Teile eines Erdbebenschwarms der ein recht großes Gebiet der nördlichen Südinsel erfasst.

In Neuseeland wurde Tsunami-Alarm gegeben. Unklar ist, wegen welchem Beben. Ich würde vermuten wegen dem Beben an der Cook Strait.

Die Erde bebte auch auf vor der Küste der philippinischen Insel Luzon. Dieses Erdbeben brachte es auf M 6,3. Es lag in 10 km Tiefe.

Die drei Erdbeben ereigneten sich innerhalb von 40 Minuten. Es hat den Anschein, als wäre ein Ruck durch die Pazifische Platte gegangen. Es bleibt spannend abzuwarten, ob ein Vulkan auf die Erdstöße reagiert.

Vulkane und Erdbeben

Heute fangen wir mal mit Regionalnachrichten an: in Hilzingen bei Konstanz am Bodensee ereignete sich heute Morgen eine kleine Serie schwacher Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 3,0.

In der Mittelitalienischen Region Perugia bebt die Erde weiterhin. Letzte Nacht gab es Erschütterungen bis zur Mw 4,8. Mit weiteren Erdbeben muss gerechnet werden. Es wurde auch die Aktivierung einer Schlammquelle beobachtet. Meldungen in der Boulevardpresse, dass durch die Erdbebenserie Vulkane in der Nähe von Rom aktiviert wurden, werden von Wissenschaftlern nicht bestätigt.

Der Sinabung auf Sumatra war gestern weiterhin besonders aktiv und generierte eine Serie pyroklastischer Ströme.

Vom Colima in Mexiko wurde gestern ebenfalls eine Erhöhung der Aktivität gemeldet und es begann wieder ein kurzer Lavastrom aus dem Krater zu fließen.

Italien: erneut starkes Erdbeben M 6,5

Update 31.10.16: In der betroffenen Region gibt es weiterhin zahlreiche Erdbeben mit Magnituden knapp über 4. Die Häufigkeit der Beben hat in den letzten Stunden ein wenig nachgelassen, doch man kann noch lange keine Entwarnung geben. Mehrere Ortschaften wurden zerstört. Besonders schlimm getroffen hat es z.B. Pescara del Tronto. In Norcia wurde die historisch bedeutende Basilika San Benedetto zerstört. Mindestens 15.000 Personen übernachten in Notunterkünften. Viele Menschen haben die Region bereits verlassen. Man geht von bis zu 100.000 Obdachlosen aus. Das Erdbeben forderte scheinbar keine neuen Todesopfer, allerdings gab es zahlreiche Verletzte.

Aus Rom wurden ebenfalls Schäden gemeldet: 2 Kirchen und eine Brücke mussten gesperrt werden. Dort wurden Risse festgestellt.

Originalmeldung: Die mittelitalienische Erdbebenregion Perugia kommt immer noch nicht zu Ruhe. Heute Morgen ereignete sich ein weiteres starkes Erdbeben der Magnitude 6,5.  Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe und dürfte weitaus mehr Schäden verursacht haben als die beiden Erdstöße vom 26.10.16, zumal die Bausubstanz deutlich vorgeschädigt war. Bleibt zu hoffen, dass die meisten Menschen noch nicht in ihre Häuser zurückgekehrt waren, bzw. die Erdbebenregion verlassen hatten.

Diesmal bebte die Erde wieder weiter südlich in der Nähe von Norcia. Das im August zerstörte Accumoli liegt nur 16 km weiter südlich.

Das Erdbeben war auch in Rom zu spüren. dort wurde der U-Bahn Betrieb vorübergehend eingestellt.

Es ist mit weiteren Erdbeben in dieser Region zu rechnen.

Italien: Erdbeben 5,8

Erdbeben vor Sizilien. © INGVEin starkes Erdbeben der Magnitude 5,8 erschütterte gestern Abend das Tyyrhenische Meer vor Sizilien. Es lag in einer Tiefe von 449 km und dürfte sich daher an der Oberfläche kaum ausgewirkt haben. Dennoch ist der Erdstoß auf der Seismik des INGV Catania deutlich auszumachen. Das Hypozentrum lag 138 km nördlich von Palermo. Solche tiefen Rüttler könnten die Aktivität der nahegelegenen Vulkane der Liparischen Inseln (Stromboli, Vulcano) beeinflussen. Die submarine Vulkan Marsili und Vavilov liegen in gut 70 km Entfernung vom Epizentrum.

Italien: schweres Erdbeben M 6,1

Erdbeben in Italien. © EMSCIn Mittelitalien kam es heute Abend erneut zu einer Serie schwerer Erdbeben. Die beiden stärksten Erschütterungen brachten es auf Magnituden von 5,5 und 6,1. Die Hypozenten lagen in 8 und 20 km Tiefe. Es wurden zahlreiche Gebäude stark beschädigt. Über evtl. Todesopfer ist noch nichts bekannt. Der stärkste Erdstoß wurde auch im 150 km entfernten Rom bemerkt. Dort wurden leichte Schäden verursacht.

Die Beben ereigneten sich erneut im Apennin und nur ca. 50 km nördlich von Amatrice entfernt. Dieser Ort wurde erst vor 2 Monaten von einem Erdbeben zerstört, bei dem fast 300 Menschen starben.

Die beiden Erdbeben dieses Jahr vielen in eine sogenannte seismische Lücke: weiter nördlich bebte die Erde bereits 1977 und den Süden der Region traf es 2009. In dem Gebiet dazwischen bauten sich die Spannungen im Untergrund weiter auf und mussten sich irgendwann entladen. So rechneten Geoforscher mit starken Erdbeben in dieser Region, doch noch immer kann man nicht vorhersagen, wann das Ereignis eintreten wird.

Update: am stärksten betroffen wurde die Gemeinde Visso. In der historischen Altstadt wurden viele Gebäude stark beschädigt. Trotzdem sind die Behörden zuversichtlich, dass die Opferzahlen gering bleiben. Bisher ist von nur einem Toten die rede. Dieser Mann soll einen Herzinfakt erlitten haben.

Am Abend brach bei vielen Menschen Panik aus und sie flüchteten aus ihren bebenden Häusern. Die z.T. historische Bausubstanz ist nicht erdbebensicher und die teilweise 500 Jahre alten Gebäude waren schon vor dem Beben baufällig, bzw. renovierungsbedürftig. Trotz Warnung von Seiten der Geoforscher investiert der italienische Staat viel zu wenig Geld in den Ausbau erdbebensicherer Strukturen.

Dass die Schäden im Vergleich zum Amatrice-Erdbeben geringe ausgefallen sind, ist der größeren Tiefe der aktuellen Erdbeben zu verdanken. Das Beben im August lag in nur 4 km Tiefe, gegenüber den 8 und 20 km der aktuellen Erdstöße. Zudem flüchteten viele Menschen nach dem ersten Beben ins Freie, so dass sich beim stärkeren 2. Erdstoß kaum noch jemand in den Häusern aufhielt.

Magnituden, Erdbeben und Schäden

Seismogramm. © was-ct.orgMagnituden gelten als Maß für die Stärke von Erdbeben und werden meistens aus den Maximalamplituden von Seismogrammen ermittelt. Diese Amplituden werden in einem linearen Zusammenhang mit der Energiefreisetzung gebracht, wodurch die Stärke verschiedener Erdbeben vergleichbar wird.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Magnituden-Skalen, die allerdings untereinander schwer zu vergleichen sind:

Richterskala

Am bekanntesten ist die Richterskala, die heute kaum noch benutzt wird. Sie wurde in den 1930iger Jahren von Charles Richter entwickelt und wird wissenschaftlich als Lokalbebenmagnitude (ML) bezeichnet. Sie eignet sich nur für Erdbeben bei denen der Abstand zwischen dem Erdbebenzentrum (Epizentrum) und dem Seismographen kleiner als 1000 km ist.

Die Richterskala stellt eine logarithmische Beziehung zwischen dem Abklingverhalten einer seismischen Welle und deren Stärke her. Als Grundlage für diese Funktion dient die Beobachtung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem maximalen Ausschlag eines Seismogramms und der Entfernung zum Epizentrum gibt. Richter stellte den dekadischen Logarithmus der Amplitudenwerte als Funktion vom Abstand des Messinstruments zum Epizentrum dar. Eine Erhöhung um eine Magnitude entspricht einer Verzehnfachung der Amplitude.

Für die Darstellung von Erdbeben mit Magnituden größer 6,5 taugt die Richterskala allerdings nichts. Ein Problem der meisten Magnituden-Skalen ist, dass sich die Amplituden im oberen Bereich nur noch wenig erhöhen, wenn mehr Energie freigesetzt wird. Diese Eigenschaft wird als Sättigungsproblem bezeichnet.

Oberflächenwellen-Magnitude

Die Energie eines Erdbebens lässt sich am besten berechnen, wenn man die Oberflächenwellen-Magnitude (Ms) betrachtet und sie in einer logarithmischen Funktion verwendet. Kernaussage dieser Funktion ist, dass bei der Erhöhung der Magnitude um eine Stufe das 32-fache an Energie frei wird. Bei einer Erhöhung um 2 Magnituden wird bereits mehr als 1000 Mal soviel Energie frei.

Moment-Magnituden-Skala

Um das Sättigungsproblem zu umgehen wurde die Moment-Magnituden-Skala (Mw) entwickelt. Sie ist heute quasi Standard und wird oft unwissentlich verwendet, wenn in den Medien von der Richterskala die Rede ist. Die Mw-Skala wurde 1977 von Kanamori eingeführt und basiert auf dem Seismischen Moment (Mo). Dies ist ein Skalarprodukt aus der Größe der Bruchfläche im Untergrund, der mittleren Verschiebung der Gesteinsblöcke und dem Schermodul des Gesteins. Das Seismische Moment wird mittels einer Formel aus der Oberflächenwellen-Magnitude bestimmt, erfährt aber keine Sättigung im oberen Amplitudenbereich. Daher eignet sich die Mw dazu die Stärken großer Erdbeben zu vergleichen. Die Moment-Magnituden-Skala ist begrenzt. Sie endet bei 10,6. Man nimmt an, dass die feste Erdkruste bei dieser Magnitude komplett zerbricht. Das stärkste jemals gemessene Erdbeben ereignete sich 1960 in Chile. Das Valdivia Erdbeben brachte es auf Mw 9,5 in 33 km Tiefe.

Die Betrachtung der Magnitude alleine reicht allerdings nicht aus um die Schäden eines Erdbebens zu qualifizieren. Man kann zwar abschätzen, dass mögliche Schäden eines energiereichen Erdbebens höher sind, als von einem Schwächeren. Ein entscheidendes Kriterium ist allerdings auch die Tiefe des Erdbebens. Je näher ein Hypozentrum an der Erdoberfläche liegt, desto fataler seine Auswirkungen. Dabei kann es sein, dass ein schwächerer, aber flacher liegender Erdstoß mehr Schaden anrichtet, als ein stärkerer tief liegender Erdstoß. Die Vorschädigung der Bausubstanz ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium um mögliche Schäden und Opferzahlen abzuschätzen. Oberflächennahe heißt im Allgemeinen eine Tiefe geringer als 10 km. Erdbeben in Tiefen größer 20 km verlaufen meistens weniger tragisch, es sei denn sie waren sehr stark.

(Quelle: WIKIPEDIA, USGS, GFZ)

Neuseeland: schweres Erdbeben M 7,2

Beben östlich von NZ. © EMSC

 

Vor etwas mehr als einer halben Stunde ereignete sich vor der neuseeländischen Ostküste ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,2. Das Hypozentrum lag in 27 km Tiefe, ca. 140 km von der Vulkaninsel White Island entfernt. Aufgrund der Tiefe wurde scheinbar kein Tsunami-Alarm gegeben. Wenig später folgte ein Nachbeben M 5,5 in nur 10 km Tiefe. Nachts gab es in der gleiche Region erste Erdbeben (s.u.). 

Am Mauna Kea auf Hawaii bebt die Erde weiterhin. Die Erdbeben manifestieren sich unter der Westflanke des Vulkans. Die Hypozentren liegen überwiegend in einer Tiefe von 22 km und ich halte es für möglich, dass diese Beben mit Magmaintrusion in der Erdkruste verbunden sind. Der Vulkan ruht seit mindestens 4000 Jahren, gilt damit aber noch nicht als erloschen. Zwischen den letzten beiden Eruptionsphasen lagen ca. 4500 Jahre.