Fuego: Abgänge von Laharen

Am Vulkan Fuego in Guatemala gehen derzeit Lahare ab. Die Schlammlawinen werden von langanhaltenden Regen ausgelöst, der Vulkanasche und größere Lavabrocken mobilisiert. Es werden Blöcke bis zu 3 m Durchmesser transportiert. INSIVUMEH beschreibt die Lahare als moderat. Sie fließen durch einen Nebencanyon des Las Lajas Guacalate-Flusses. Seit mehreren Tagen blieben Meldungen des VAACs aus, was nicht etwa einem Nachlassen der Aktivität geschuldet ist, sondern dem schlechten Wetter. Die Satelliten-Instrumente können die dichte Wolkenschicht über den Vulkan nicht durchdringen. Die Vulkanologen berichten indes von ca. 20 Eruptionen pro Stunde. Vulkanasche steigt bis auf 4800 m Höhe auf. Sie driftet in östlicher Richtung bis 20 km weit. Glühende Tephra wird bis zu 350 m über Kraterhöhe ausgeworfen.

Ätna emittiert Vulkanasche

Heute Morgen stößt der Ätna weiterhin Vulkanasche aus. Ort des Geschehens ist nach wie vor der Nordost-Krater. Die helle Färbung der Aschewolke deutet an, dass es sich um älteres Material handelt und nicht um frisch aufgestiegenes Magma. Auf dem jüngsten-Satellitenfoto vom 18. August erkennt man allerdings wieder 3 schwache thermische Anomalien, die die Förderschlote im Zentralkrater und NE-Krater markieren. Das Magma steht also relativ hoch im Fördersystem. Infraschallmessungen des LGS liefern heute ein unruhiges Seismogramm. Hier eingebunden ist die aktuelle realtime-Grafik.

Tremor am Ätna. © LGS

Kilauea: Schwarmbeben an der Küste

An der Südost-Küste von Big Island Hawaii wird ein Schwarmbeben registriert. Die schwachen Erdstöße haben Magnituden im 2-er Bereich und manifestieren sich in rund 30 km Tiefe. Es ist wahrscheinlich, dass die Erdstöße im Zusammenhang mit Magmenbewegungen im Bereich des oberen Erdmantels stehen. Es wird weiterhin leichte Inflation des oberen Magmenreservoirs registriert. Sollten die Erdbeben von aufsteigendem Magma verursacht werden, sollte sich diese Inflation in den nächsten Wochen beschleunigen. Mit einen mittelfristigen Ausbruch rechne ich dennoch nicht.

Piton Fournaise: Eruption eingestellt

Der Piton de la Fournaise stellte seine Aktivität gestern Abend gegen 22 Uhr Ortszeit erneut ein. Bereits in der Nacht auf Donnerstag pausierte der Vulkan für 4 Stunden. Unklar ist, ob die Aktivität wieder fortgesetzt wird, oder ob es das endgültige Aus ist. Die letzte Phase der Eruption wurde auf Video dokumentiert. Viele Aufnahmen gab es diesmal nicht zu sehen, das La Réunion fest im Griff der Wolken war. Dieser Ausbruch war der 4. in diesem Jahr und wohl möglich nicht der Letzte.

Sangeang Api weiterhin aktiv

Auf der indonesischen Insel Sangeang ist der Hausvulkan weiterhin aktiv. Das VAAC berichtet von Eruptionen, bei denen Asche bis auf einer Höhe von 3000 m ü.N.N. gefördert wird. Aus Satellitenbildern der letzten Woche erkennt man nur eine thermische Anomalie im Kraterbereich, aber einen Lavastrom mehr. Unklar ist, ob der Dom im Krater noch wächst.

Popocatepetl eruptiert Asche

In Mexiko ist der Popocatepetl weiter aktiv und fördert Aschewolken. Das VAAC meldet Vulkanasche in einer Höhe von 6700 m über dem Meerespiegel. CENAPRED berichtet von 13 Explosionen, 162 Exhalationen und 711 Minuten Tremor. Dieser steigerte sich in den letzten Wochen kontinuierlich und deutet darauf hin, dass Magma aufsteigt. Die Eruptionen könnten sich weiter steigern.

Fuego in Guatemala

Der Fuego eruptiert Aschewolken. Diese schaffen es bis auf einer Höhe von 4600 m ü.N.N. und driftet bis zu 20 km weit. Laut INSIVUMEH wird glühende Tephra bis zu 400 m über Kraterhöhe ausgeworfen. Stündlich werden zwischen 15 und 18 explosive Eruptionen registriert, deren Druckwellen in Ortschaften Vibrationen auslösen. Es gibt laute Gaseruptionen, die bis zu 12 Minuten anhalten. Solche Gasausbrüche können sehr laut werden un den Beobachtern die Nackenhaare aufstellen.

Merapi mit pyroklastischen Strom

Bereits vorgestern ging am Merapi auf Java ein pyroklastischer Strom ab. Lokale Medien berichteten über das Ereignis, dass auf indonesisch Awanas Panas heißt. Das Domwachstum ist indes relativ gering. Vulkanotektonsiche Erdbeben zeigen allerdings an, dass weiterhin Magma aufsteigt.

Pacaya eruptiert Lavastrom

In Guatemala ist der Vulkan Pacaya weiter aktiv und eruptiert einen Lavastrom. Dieser fließt in nördlicher Richtung. Von der Lavafront gehen glühende Schuttlawinen ab. MIROVA registriert eine thermische Anomalie mit einer Leistung von 43 MW. Die Leistung der Wärmestrahlung entspricht die Hälfte von dem, was wir in den letzten Tagen am Stromboli sahen. Die Förderraten am Pacaya dürfte somit weniger als 1 Kubikmeter pro Sekunde betragen. INSIVUMEH berichtet zudem von leichter strombolianischer Aktivität des Kegels im Mc Kenney-Krater. Glühende Tephra wird bis zu 15 m hoch ausgeschleudert.

Fuego in Eruption

Der Fuego liegt in Sichtweite des Pacayas und ist weiterhin aktiv. INSIVUMEH  berichtet von 14-23 explosiven Eruptionen in der Stunde. Vulkanasche steigt bis auf einer Höhe von 4800 m über dem Meeresspiegel auf. Glühende Tephra schafft es bis auf 300 m über dem Krater. Es werden moderate Schuttlawinen generiert. Es kommt zu Gaseruptionen, die mehrere Minuten andauern und ein lautes Getöse verursachen.

Reventador in Ecuador

Der Vulkan in den ecuadorianischen Anden eruptierte seit gestern 8 Aschewolken. Sie erreichten eine Höhe von fast 4900 m über Meeresniveau. Bei stärkeren Eruptionen wird der obere Bereich der Vulkanflanken mit rotglühender Tephra eingedeckt. Reventador zählt zu den aktivsten Vulkanen des Landes.

Karymsky weiterhin aktiv

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka eruptiert der entlegene Vulkan Karymsky Aschewolken. Gestern erreichte eine dieser Eruptionswolken eine Höhe von 4500 m ü.N.N. und driftete in nördlicher Richtung.

Aso fördert Aschewolke

Auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte der Aso eine Aschewolke, die es bis auf einer Höhe von 1500 m über dem Meeresspiegel schaffte. Bisher wurden in diesem Jahr 82 Meldungen über den Aso herausgebracht.

Suwanose-jima eruptiert

Der Inselvulkan im Süden des japanischen Archipels ist vor einigen Tagen aktiv geworden. Das VAAC meldet Vulkanasche in einer Höhe von 1800 m. In diesem Jahr wurden 14 VONA-Meldungen herausgebracht.

Fuego in Guatemala eruptiert

Der Feuerberg Fuego liegt in Guatemala und ist weiterhin aktiv. INSIVUMEH berichtet von bis zu 20 Explosionen pro Stunde. Vulkanasche steig bis auf einer Höhe von 4700 m über dem Meeresspiegel auf. Sie driftet bis zu 20 km weit und regnet über bewohnten Gebiet ab. Glühende Tephra wird bis zu 350 m über den Kraterrand hinaus ausgeworfen. Dass ist eine respektable Höhe und stellt eine Steigerung gegenüber den letzten Wochen dar. Die Lavabomben lösen Schuttlawinen aus und erreichen die Vegetationszone. Der Druck ist hoch. Er verursacht laute Gaseruptionen. Sie dauern zwischen 6-8 Minuten und erzeugt Lärm wie ein startendes Düsenflugzeug. Vibrationen sind weithin spürbar. Das Foto stammt aus dem letzten Jahr.

Manam auf PNG eruptiert Vulkanasche

Auf Papua Neuguinea ist der Manam wieder aktiv geworden. Der Inselvulkan eruptiert Vulkanasche, die bis auf einer Höhe von 4250 m Höhe aufsteigt. Die häufigen Ascheerupion stellen eine zunehmende Belastung für die verbliebenen Inselbewohner dar. Besonders knapp ist sauberes Trinkwasser: Durch den sauren Ascheregen werden sämtliche Reservoirs kontaminiert.

Ebeko eruptiert Aschewolken

Der Kurilenvulkan Ebeko liegt auf Pamushir Island und eruptierte gestern 2 Aschewolken. Das VAAC meldet Asche in einer Höhe von 3350 m. Die Insel liegt südlich von Kamtschatka und ist Ziel einer Vulkan-Expedition. In Kürze bekommen wir bestimmt neue Fotos zu sehen. Wer nicht warten kann, versucht einen Blick via LiveCam.

Ätna mit Rückgang des Tremors

Die Eruption am Ätna auf Sizilien scheint sich ihrem Ende zu nähern. Der Tremor ist deutlich abgefallen und ist nur noch leicht erhöht. Gestern Abend endeten bereits die strombolianischen Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater. Der Lavastrom war zu dieser Zeit noch ein wenig aktiv. Heute Morgen ist die Wärmestrahlung mit 82 MW nur noch moderat. Tendenz abnehmend. Gestern wurden vereinzelte Eruptionen aus dem NE-Krater und der Bocca Nuova gesichtet.

Stromboli weiter aktiv

Dem Stromboli auf den Liparischen Inseln geht die Puste noch nicht ganz aus. Es wird noch eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 152 MW gemessen. Doch gegenüber den Vortagen ist die Tendenz auch hier abnehmend. Das gleiche gilt für den Tremor. Er ist leicht erhöht. Im Gipfelbereich könnte noch ein Lavastrom unterwegs sein. Es werden relativ starke strombolianische Eruptionen beobachtet.

Anak Krakatau eruptiert

Im indonesischen Sunda-Strait ist Anak Krakatau weiterhin aktiv. Der Inselvulkan eruptierte in der letzten Nacht 2 Mal und ist mit entsprechenden VONA-Meldungen vertreten. Wie bei den vorangegangenen Ausbrüchen konnte die Höhe der Eruptionswolke von den Satelliten nicht erfasst werden. Die Eruptionen waren aber relativ kurzlebig und dauerten weniger als 40 Sekunden. Trotzdem zeigen sie, dass es jeder Zeit zu weitaus stärkeren Vulkanausbrüchen kommen kann. Nach wie vor interagieren Magma und Wasser, was von Natur her eine ziemlich unkalkulierbare Sache ist. Sehr wahrscheinlich gibt es unterseeische Risse im Vulkangebäude. Sollte eine größere Menge frischen Magmas aufsteigen, könnte es zu starken phreatomagmatischen Eruptionen und weiteren Hangrutschen kommen. Das Bild stammt vom 25. Juni 2019.

Mayon heizt auf

Auf den Philippinen zeigt der Mayon Anzeichen eines Erwachens. PHILVOLCS registrierte in den letzten 24 Stunden 7 vulkanotektonische Erdbeben. Diese wurden durch aufsteigendes Magma verursacht. Es kam zum Abgang einer Schuttlawine. Dampf steigt vom Krater auf. Zudem wird leichte Inflation registriert. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei 680 Tonnen am Tag. Es ist nicht eine Frage ob der Vulkan ausbricht, sondern wann?

Fuego weiterhin aktiv

In Guatemala ist der Fuego weiterhin munter. Nach 1 Woche ohne VONA-Meldungen, wird er heute wieder 3 Mal beim VAAC Washington gelistet. Demnach stieg Vulkanasche bis auf einer Höhe von 4700 m ü.NN. auf. Laut INSIVUMEH eruptiert der Vulkan bis zu 20 Mal pro Stunde. Die Vulkanasche driftet bis zu 20 km weit. Glühende Tephra erreicht eine Höhe von 400 m über dem Krater. Die Eruptionen werden als moderat eingestuft. Die Druckwellen der Explosionen lassen Fensterscheiben in angrenzenden Siedlungen vibrieren. Dass es letzte Woche keine VONA-Meldungen gab, dürfte einer dicken Wolkenschicht geschuldet gewesen sein. Der Fuego scheint munter wie eh und je gewesen zu sein.

Kilauea: Magmakammer füllt sich

Das HVO berichtet vom Kilauea auf Hawaii, dass sich die oberste Magmakammer unter dem Gipfel des Vulkans langsam füllt. Seit März wird leichte Inflation registriert. Allerdings ist der Gasausstoß bisher gering und es sieht nicht danach aus, als würde das Magma weiter aufsteigen. Das oberste Magmenreservoir liegt in einer Tiefe zwischen 2 und 1 km. Erst wenn dieses gefüllt ist, wächst die Wahrscheinlichkeit für eine neuer eruptive Phase. Bisher steht der Alarmstatus auf „grün“. Nichtsdestotrotz sind sich die Vulkanologen sicher, dass es wieder zu Eruptionen kommen wird.

Ätna: weiterhin geringe Aktivität

Gestern ebbte die vulkanische Aktivität am Ätna noch nicht ganz ab. Am Fördersystem auf 2850 m Höhe war noch ein Hornito aktiv, aus dem leichtes Lava-Spattering zu beobachten war. Die Lavabrocken wurden ca. 10 m hoch ausgestoßen. Es flossen zwei Lavaströme, deren Fronten bis auf 2300 und 2500 m hinab reichten. Der Tremor stabilisierte sich auf niedrigem Niveau und ist minimal erhöht.

Fuego erzeugte Lahare

Bereits am Wochenende gingen am Fuego auf Guatemala einige Lahare ab. Sie flossen durch 3 verschiedene Schluchten. Schäden wurden nicht angerichtet. Starke Regenfälle verursachten die Schlammlawinen. Derweilen geht die vulkanische Aktivität weiter: INSIVUMEH berichtet von bis zu 20 Explosionen pro Stunde. Vulkanasche steigt bis zu 4800 m auf. Glühende Tephra wird bis zu 300 m über Kraterhöhe ausgeworfen. Gaseruptionen verursachten Lärm wie ein startendes Düsenflugzeug.

Schwarmbeben am Torfajökull

Aus Island intensivierte sich das gestern gemeldete Schwarmbeben, bevor es Nachmittags nachließ. Insgesamt wurden 31 Erdstöße aufgezeichnet, die sich am westlichen Calderarand manifestierten. Es ist gut möglich, dass die Erdbeben im Zusammenhang mit der Bewegung magmatischer Fluide im Untergrund standen. Da der Vulkan zuletzt 1477 eruptierte, fehlen Vergleichsdaten, wie er sich vor einer Eruption verhält. So könnte es sein, dass wir ein frühes Stadium des Aufheizens beobachten. Mittelfristig rechne ich hier allerdings nicht mit einem Vulkanausbruch.

Fuego zeigt sehr hohe Wärmestrahlung

In Guatemala ist der Vulkan Fuego sehr aktiv: MIROVA registriert eine sehr hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 174 MW. Das Signal ist langgestreckt und könnte von einem kurzen Lavastrom stammen. Es ist allerdings auch möglich, dass hier in eine heiße Eruptionswolke hinein gemessen wurde. Im gestrigen Bulletin von INSIVUMEH wird von anhaltender explosiver Tätigkeit berichtet. Demnach erzeugt der Vulkan zwischen 19 und 22 explosive Eruptionen pro stunde. Vulkanasche steigt bis auf eine Höhe von 4800 m über dem Meeresspiegel auf. Glühende Tephra wird bis zu 450 m (!) hoch ausgestoßen, was schon eine beachtliche Höhe ist und auf sehr starke Explosionen hindeutet. Sie könnten vom vulcanianischen Charakter sein. Noch im vergangenen Jahr hätte ich den Beginn eines Paroxysmus vermutet, doch nach den Erfahrungen der letzten Monate scheinen sich keine Paroxysmen zu ereignen. Dafür intensivierte sich die Daueraktivität. Eigentlich eine gute Gelegenheit für Vulkanchaser einen stark aktiven Vulkan zu beobachten, sofern das Wetter zu dieser Jahreszeit mitspielt. Das Bild stammt vom letzten Jahr.

Pacaya eruptiert Lavastrom

In Sichtweite des Vulkans Fuego liegt der Pacaya. Bei ihm ist es sicher, dass er einen kurzen Lavastrom fördert. Er hat eine Länge von mindestens 300 m und bewegt sich auf der Nordflanke des Vulkans. Der neue Intrakraterkegel eruptiert strombolianisch: die Tephra wird bis zu 25 m hoch ausgestoßen.

Karymsky weiterhin aktiv

Auf Kamtschatka ist der Karymsky weiterhin aktiv. Heute wurden bereits 4 Aschewolken beobachtet. Sie erreichen eine Höhe von 3600 m über Meeresniveau. Der entlegene Vulkan eruptiert phasenweise. Seine Eruptionen werden nur selten von Beobachtern am Boden dokumentiert. Die meisten Daten werden von Satelliten gesammelt.

Sakurajima eruptiert Aschewolken

In Japan ist der Sakurajima wieder munterer geworden. Das VAAC Tokio registrierte seit gestern 4 Ausbrüche. Die Vulkanasche erreicht eine Höhe von 1800 m. Allerdings verfrachtet starker Wind die Eruptionssäule und drückt die Asche nieder.

Aso eruptiert Vulkanasche

Der japanische Vulkan Aso eruptierte heute die 5. Aschewolke in diesem Jahr. Das VAAC Tokio registrierte Asche in gut 2000 m Höhe. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Vulkan auf eine neue Eruptionsphase vorbereitet. Die letzte größere Eruptionsphase begann im Herbst 2014 und hielt gut 1 Jahr an. Im Oktober 2016 ereignete sich eine explosive Eruption. Der Aso liegt auf der Insel Kyushu und im Wirkungskreis des Kumamoto-Erdbebens vom April 2016. Es ist möglich, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und der Eruption im gleichen Jahr gibt.

Auf dem aktuellen Satellitenbild sieht man eine Dampfwolke, die vom Mount Aso ausgeht. eine thermische Anomalie ist auch im entsprechenden Spektrum nicht zu erkennen. Dafür aber die Stadt Aso, welche sich am Fuß des Vulkans ausbreitet. Bei einer großen Eruption ist sie gefährdet.

Nevado del Ruiz mit weiterer Eruption

In Kolumbien kommt der Nevado del Ruiz nicht zur ruhe. Das VAAC Washington meldete gestern eine Aschewolke in 5800 m Höhe über dem Meeresspiegel. damit stieg die Asche gut 450 m über den Krater auf.

Fuego spuckt wieder

Nach 2 Tagen ohne Meldungen steht auch der Fuego wieder in den Listen des VAACs. Ich gehe davon aus, dass das Ausbleiben der Meldungen Wetterbedingt war. INSIVUMEH berichtet nach wie vor von anhaltender Aktivität des Fuegos. Vulkanasche steigt bis zu 4900 m über dem Meeresspiegel auf, glühende Tephra schafft es bis auf 300 m über dem Krater. Stündlich werden zwischen 14 und 23 Explosionen registriert. Es fließt ein kurzer Lavastrom im oberen Bereich der Schlucht von Seca.

Kerinci eruptierte

Beim VAAC Darwin liegt eine Meldung über eine mögliche Eruption des indonesischen Vulkans Kerinci vor. Diese könnte sich bereits am 29. April zugetragen haben. VONA berichtet von Vulkanasche südlich des Vulkans. Auf Satellitenbildern wurde keine Aschewolke detektiert. Die seismische Aktivität des Vulkans ist erhöht: gestern wurden 6 vulkanotektonische Erdbeben registriert und es gibt Tremor mit einer Amplitude von 3 mm.

Ätna: kleiner Erdbebenschwarm

Im Nordwesten des Vulkans Ätna gab es heute Morgen ein kleines Schwarmbeben. Es manifestierte sich 2 km von Bronte entfernt. Die 6 Einzelbeben hatten Magnituden zwischen 2,7 und 2, 0. Die Hypozentren lagen zwischen 36 und 28 km Tiefe und damit an der Grenze Erdmantel-Erdkruste. Es ist wahrscheinlich, dass die Beben durch Magma ausgelöst wurden, das aufsteigt und sich seinen Weg in die Erdkruste sucht. In der Vergangenheit haben wir viele solcher Schwarmbeben gesehen. Sie markieren meistens den Anfang einer neuen Eruptionsphase. Bis es zu Eruptionen kommt, kann es allerdings noch einige Monate dauern. Mit weiteren Schwarmbeben ist zu rechnen. MIROVA registriert heute eine Wärmestrahlung mit einer Leistung von 15 MW. Das ist ein weiteres Indiz für die Aufheizung des Vulkans.

Shiveluch mit weiteren Eruptionen

Auf Kamtschatka ist der Shiveluch wieder etwas munterer geworden. In den letzten 2 Tagen gab das VAAC Tokio 8 Meldungen zu diesem Vulkan heraus. Es wurden Aschewolken beobachtet, die bis auf einer Höhe von 4500 m über dem Meeresspiegel aufstiegen. Im Krater wächst weiterhin ein Lavadom. Diese birgt ein großes Gefahrenpotenzial. Jederzeit sind Explosionen möglich, bei denen Vulkanasche so hoch aufsteigt, dass sie eine Gefährdung für den Flugverkehr darstellt.

Fuego mit Lavastrom

Der Fuego in Guatemala erzeugt eine zähen Lavastrom. Er fließt in Richtung der Schlucht von Seca und ist ca. 400 m lang. Die Wärmestrahlung ist mit 127 MW entsprechend hoch. Zudem gibt es zahlreiche explosive Eruptionen: INSIVUMEH berichtete gestern von bis zu 22 Explosionen pro Stunde. Vulkanasche stieg bis zu 5000 m hoch auf. Der Wind verfrachtet die Asche bis zu 225 km weit. Glühende Tephra stieg bis zu 300 m über dem Krater auf. Alles im Allem ist die Aktivität auf hohem Niveau. Seit mehreren Monaten blieben die Paroxysmen aus, die früher charakteristisch für den Fuego waren. Stattdessen entlädt sich die Lava in konstanten schwachen-moderaten Eruptionen.

Fuego: kleiner Lavastrom

Der Fuego eruptiert einen kleinen Lavastrom. Er ist ca. 500 m lang und fließt in westlicher Richtung durch die Schlucht Secase. In der Vergangenheit flossen Lavaströme häufig bevor es zu einer paroxysmalen Eruption kam. Allerdings änderte der Vulkan im letzten Jahr sein verhalten, nachdem es im Juni zu der katastrophalen Eruption kam, bei der pyroklastische Ströme zahlreiche Menschenleben forderten. Die explosive Tätigkeit ist seit mehreren Wochen hoch: gestern wurden pro stunde bis zu 22 Explosionen registriert. Aschewolken erreichten eine Höhe von 4800 m über dem Meeresspiegel. glühende Tephra stieg bis zu 300 m über dem Krater auf. Es kam zu Gaseruptionen, die mehrere Minuten lang anhielten und Geräusche wie ein startendes Düsenflugzeug erzeugten. Bei Vulkan-Beobachtern stellen sich häufig die Nackenhaare auf, wenn sie das Getöse länger ertragen müssen.

Klyuchevskoy eruptiert Aschewolken

Nach längerer Pause meldet sich der Klyuchevskoy auf Kamtschatka (Russland) zurück. Gestern eruptierte er 2 Aschewolken, die bis in einer Höhe von 5200 m aufstiegen. Die Vulkanasche driftete in nordwestlicher Richtung. Da der Vulkan selbst 4750 m hoch ist, waren die Aschewolken nicht sonderlich groß. Dieses Jahr brach der Vulkan insgesamt 8 Mal aus.

Shiveluch ist weiterhin aktiv

Der Nachbarvulkan des Klyuchevskoy ist ein bisschen munterer: der Shiveluch tauchte in den letzten 48 Stunden 12 Mal in den Meldungen des VAACs auf. Heute eruptiert er Vulkanasche bis in einer Höhe von 4000 m.

Ruapehu: Kratersee heizt auf

Am neuseeländischen Vulkan Ruapehu stieg die Wassertemperatur des Kratersees Te Wai deutlich: seit März stieg die Temperatur täglich um 0,5 Grad. Am 9. April betrug die Wassertemperatur 42 Grad. In den letzten Monaten bevor der Temperaturanstieg begann, war das Wasser 30 Grad warm. Bisherige Rekordtemperatur lag bei 46 Grad, ohne dass es zu einem Ausbruch kam. Allerdings wird auch leichter Tremor registriert und steigende Wassertemperaturen könnten einen bevorstehenden Vulkanausbruch ankündigen.