Island: Erdbeben M 4,5

Im Süden von Island ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 4,5. das Hypozentrum lag in 7 km Tiefe und nur 20 km vom Vulkan Hekla entfernt. Es folgten mehrere Nachbeben.

Vulkanologen rechnen schon seit Jahren mit einem Ausbruch der Hekla. Die Bodendeformation ist hoch und der Vulkan bereit zu einer Eruption. Während des Wartens habe ich eine neue Seite mit Island-Reisevideos bei meinen Internet TV-Sender Streaming Planet hochgeladen. Die Island-Mediathek ist noch nicht komplett, weitere Videos folgen. Sie stammen von meiner 2-monatigen Islandreise im Jahr 2004. Damals sah ich zwar keinen Vulkanausbruch, aber es war eine sehr abenteuerliche Reise im VW-Bus.

In einem weiteren Vulkangebiet bebte die Erde mit einer Magnitude von 2,6: am Nordwestrand des Yellowstone Nationalpark.

Bardarbunga: Erdbeben M 4,2

Gestern manifestierte sich unter dem Bardarbunga auf Island ein Erdbeben der Magnitude 4,2. Das Hypozentrum lag in 8 km Tiefe am Westrand der Caldera. Es folgten zahlreiche Nachbeben. In den letzten 48 Stunden wurden in der Vatnajökull-Region 46 Erschütterungen registriert. Unter anderen Vulkangebieten wie der Katla kommt es ebenfalls immer wieder zu Schwarmbeben.

Insgesamt ist die Seismik unter Island in den letzten Wochen und Monaten sehr hoch. Diese muss nicht unbedingt mit magmatischer Aktivität zusammen hängen, sondern mit dem Umstand, dass Island auf der kontinentalen Nahtstelle zwischen Nordamerika und Europa liegt. Da die meisten Vulkan Islands entlang der assoziierten Störungszonen liegen, finden dort auch die meisten Erdbeben statt.

Nichts desto trotz sind mindestens 2 Vulkane auf Island bereit für eine Eruption, zumindest, wenn man den örtlichen Vulkanologen Glauben schenkt: Katla und Hekla. Die beiden Vulkane liegen im Süden Islands quasi in Sichtweite voneinander. Katla liegt unter dem Gletscher Myrdalsjökull und hat das Potenzial eine Naturkatastrophe größeren Ausmaßes hervorzurufen. Gefürchtet sind vor allem Gletscherläufe, die benachbarte Ortschaften zerstören könnten. Zudem fürchtet man große Aschewolken, die eine Gefahr für den Flugverkehr werden könnten.

Erdbeben fanden auch in der Karibik statt: gestern bebte die Erde mit einer Magnitude von 5,6 in 40 km Tiefe. Das Epizentrum lag nordöstlich der Insel Antigua. Es gab mehrere Nachbeben. Auch hier ist eine Region mit aktiven Vulkanen involviert. Der Soufrière Hills volcano auf Montserrat liegt nur 100 km entfernt. Etwa doppelt soweit entfernt liegt der Schicksalsberg von Martinique: Montagne Pelée. Als dieser Vulkan 1902 katastrophal ausbrach fanden mehr als 30.000 Menschen den Tod.

Fuego: erneuter Paroxysmus

In den letzten 24 Stunden legte der Fuego in Guatemala einen erneuten Paroxysmus hin. Dieser wäre bei mir beinahe unbemerkt geblieben, doch ein Blick auf die Detaildarstellung bei MIROVA enthüllte entsprechend hohe thermische Strahlung.

Auf Island bebte die Erde in mehreren vulkanisch aktiven Regionen. Hervorzuheben sind 2 Erschütterungen am Vulkan Hekla. Dieser soll zu einer Eruption bereit sein und brach in der Vergangenheit meistens ohne eine langandauernde seismische Krise aus.

Island: Schwarmbeben Kolbeinsey

Gestern manifestierte sich 250 km nördlich von Island ein ungewöhnlich starkes Schwarmbeben. Mehrere Einzelbeben brachten es auf Magnituden zwischen 4 und 5. Die Epizentren lagen in einem Gebiet 80 km nördlich der Insel Kolbeinsey. Seit längerem wurde dort eine Erhöhung der Seismik registriert, doch der aktuelle Erdbebenschwarm war ungewöhnlich stark.

Herdubreid: Schwarmbeben

Unter dem isländischen Tafelberg-Vulkan Herdubreid manifestiert sich ein starkes Schwarmbeben. In den letzten 48 Stunden wurden 205 Einzelbeben registriert. 2 der Erdbeben brachten es auf Magnituden größer als 3. Die Tiefe der Erdbeben variiert, liegt im Durchschnitt bei ca. 5 km. 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Erdbeben in Zusammenhang mit dem Aufstieg von Magma stehen. Ob- und wann es zu einem Vulkanausbruch kommen könnte ist derzeit noch völlig offen. Im Falle der letzten Eruptionen auf Island dauerten solche Schwarmbeben mehrere Wochen an, bevor es zu einem Ausbruch kam. 

Bardarbunga: Erdbeben M 4,0

Unter dem isländischen Vulkan Bardarbunga bebte wieder die Erde. Es kam zu einer Erdbebenserie, bei der die stärksten Erschütterungen die Magnituden 4,0 – 3,9 – 3,3 aufwiesen. Die Hypozentren lagen in 11 km Tiefe. Auch unter dem Gletschervulkan Katla kam es zu weiteren Erdbeben.

Zudem ereignete sich unter Kreta heute ein Erdbeben der Magnitude 4,4. Das Hypozentrum lag offshore in 50 km Tiefe und dürfte keine Schäden verursacht haben.

Erwähnenswert sind mittelstarke Erdbeben der Inselwelt des Pazifiks: auf Vanuatu, Sumatra, Halmahera und Hokkaido kam es zu Beben mit Magnituden zwischen 5 und 6.

Schweiz: Erdbeben M 4,6

In der Schweiz ereignete sich gestern Abend ein Erdbeben der Magnitude 4,6. Das Hypozentrum lag in 5 km Tiefe bei dem Örtchen Linthal. Es folgten einige schwache Nachbeben.

Bereits am Sonntag manifestierte sich ein Schwarmbeben am Kilauea auf Hawaii. Es wurden 31 einzelne Erschütterungen gemessen. Die Stärkste brachte es auf M 3,5. Die Hypozentren lagen unweit der Gipfelcaldera in 2-3 km Tiefe.

Schwarmbeben gab es am Wochenende auch wieder auf Island. Die „hot spots“ lagen dabei unter den Vulkanen Katla und Bardarbunga.

Katla: neues Schwarmbeben

Update: unter der Katla manifestierte sich ein weiterer Erdbebenschwarm. Die stärkste Erschütterung brachte es auf M 3,0.

Originalmeldung: Unter dem isländischen Gletschervulkan Katla kam es heute Morgen zu einem Erdbebenschwarm. Es wurden in den letzten 48 Stunden 26 Einzelbeben registriert. Die Hypozentren liegen zwischen o,1 km und 7 km Tiefe. Rein eisbedingte Erdbebewegungen erscheinen somit unwahrscheinlich.

Die isländischen Vulkanologen rechnen bereits seit mehreren Jahren mit einem baldigen Ausbruch des Vulkans. Wann dieser tatsächlich kommt kann derzeit niemand vorhersagen.

Dank an Daniel für den Hinweis.

Island: Schwarmbeben

In den letzten 24 Stunden gab es an 3 Locations auf Island Schwarmbeben: Bardabunga, Katla und Hrómundartindi (Reykjanes Halbinsel). Das stärkste Beben eines jeden Schwarmbebens brachte es auf eine Magnitude zwischen 3 und 4. Die größte Anzahl an Erdbeben manifestierte sich unter Hrómundartindi. Dort wurden bisher 100 Beben registriert. Die Tiefe der Beben liegt bei ca. 5,5 km.

Schwarmbeben stehen oft im Zusammenhang mit der Intrusion von Magma: wenn es in der Erdkruste aufsteigt bahnt es sich einen Weg durch das Gestein, welches zerbricht. Dabei werden schwache Erdstöße erzeugt.

 

Katla: Schwarmbeben

Starkes Schwarmbeben unter der Katla.Update 19.00 Uhr (30.09.16): IMO erhöhte die Alarmstufe auf „gelb“, obwohl nach wie vor weder Tremor, noch Inflation registriert wurden. Die Zahl der Beben steigerte sich auf 352. In den letzten Stunden ist die Bebenhäufigkeit ein wenig rückläufig.

Update 30.09.16: Heute Nacht ereigneten sich weitere Erdbeben. 4 Beben hatten Magnituden zwischen 3 und 4.  Insgesamt waren es in den letzten 48 h 257 Beben. IMO hat noch kein offizielles Statement gegeben, sobald ich mehr weiß teile ich es Euch mit.

Originalmeldung: Gerade findet unter der Katla ein starkes Schwarmbeben statt: in den letzten Stunden ereigneten sich 105 Einzelbeben, deren Hypozentren in weniger als 1 km Tiefe liegen sollen. Für aufsteigendes Magma ist diese Tiefe zu gering, da müsste sich bereits eine Spalte bilden, oder Eisverschiebungen statt finden. Hält die seismischen Aktivität in den nächsten Tagen an, wächst die Wahrscheinlichkeit für einen baldigen subglazialen Ausbruch!