Gunung Agung: Ascheeruption

Der Gunung Agung auf Bali eruptierte gestern eine Aschewolke. Das berichten mehrere Leser in unserem Forum auf FB. Zudem erfolgte eine Bestätigung durch das VAAC Darwin, welches Vulkanasche in einer Höhe von knapp 5 km registrierte. Für den Flugverkehr wurde die Warnstufe „orange“ ausgerufen. Die Eruption erfolgte um 15.45 Zulu-Zeit. Für Anwohner bestand keine Gefahr. Die Seismik ist seit längerem niedrig und es werden täglich nur noch 2-5 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert.

Kawah Ijen wieder für Besucher offen

Seit einigen Tagen ist der Abstieg in den Krater des Kawah Ijens (Indonesien, Java) wieder geöffnet. Dies berichtete Florian Wizorek. Der Absteig in den Krater war seit Mitte März gesperrt, nachdem eine Gaseruption 30 Personen verletzte. Im Krater wird Schwefel per Handarbeit abgebaut. Die blauen Flammen des Schwefelbrandes sind inzwischen zu einer Touristenattraktion geworden.

Kilauea mit Inflation

In den letzten Stunden ist die Deflation wieder in Inflation umgeschlagen: es steigt wieder Magma auf und der Pegel des Lavasees steigt ebenfalls. Sollte die Inflation lange genug anhalten, dann wird der Lavasee wieder überlaufen. Derweilen beunruhigen andere Schlagzeilen die Gemüter: auf Hawaii gehen immer stärkere Niederschläge nieder. Vor 2 Wochen fielen auf Kauai 1250 mm Regen innerhalb von 24 Stunden! Wissenschaftler schlagen Alarm. Der Klimawandel lässt sich auch dort nicht mehr leugnen. Schon während meiner Reise im September 2016 regnete es ungewöhnlich viel.

Aschewolke am Ibu

Der Vulkan auf Halmahera steht in den letzten Tagen sporadisch in den Meldungen des VAAC Darwins, so auch gestern: es wurde eine Aschewolke aufgezeichnet, die einige Hundert Meter über den Krater aufstieg. Der Dom wächst langsam weiter und eruptiert wieder regelmäßiger. Es wurde eine neue Aussichtsterrasse für Vulkanbeobachter eingerichtet.

Kawah Ijen: 30 Verletzte nach Gas-Exhalation

Am indonesischen Vulkan Kawah Ijen kam es zu einer Gas-Exhalation und zahlreiche Leute gerieten in die Gaswolke, welche hohe Konzentrationen an Schwefeldioxid enthielt. 30 Personen mussten anschließend wegen Gasvergiftung behandelt werden. Der Vulkan in Ostjava ist bekannt für seinen Schwefelabbau. Im Krater befindet sich ein saurer Kratersee und an dessen Ufer ein Fumarolenfeld. Dort lagern sich große Mengen Schwefel ab. Arbeiter bauen den Schwefel per Hand ab und tragen ihn in Körben bis zur Verladestation. Nachts kommt es zu Schwefelbrand, welcher aufgrund seiner intensiven blauen Farbe zu einer beliebten Touristenattraktion geworden ist. Der Zugang zum Krater wurde gesperrt, obwohl es keine Anzeichen für eine Eruption gibt. Solche Gas-Exhalationen kommen immer wieder vor und sind durchaus lebensgefährlich.

Kanlaon mit Inflation

Auf den Philippinen bereitet sich ein weiterer Vulkan auf eine mögliche Eruption vor. Der Kanlaon stand in den letzten Monaten immer wieder in den Schlagzeilen, weil er kleinere phreatische Eruptionen produzierte. Nun dringt scheinbar neues Magma in den Untergrund des Vulkans ein und bläht ihn auf. Wissenschaftler von PHLIVOLCS vergleichen die Inflation mit jener des Mayon, der Anfang des Jahres ausbrach. Zudem werde vulkanotektonische Erdbeben registriert. Die Vulkanologen befürchten, dass sich in den nächsten Monaten eine Eruption ereignen könnte. Der Alarmstatus steht auf „2“.

Fuego: Zunahme der Aktivität

Am Vulkan in Guatemala nimmt die Häufigkeit der strombolianischen Eruptionen zu. Stündlich werden 6-9 Explosionen generiert, die Glühende Tephra bis zu 250 m hoch auswerfen. Vulkanasche steigt bis auf einer Höhe von 4800 m ü.NN. Die Explosionen sind bis in die nächstgelegenen Ortschaften zu hören. MIROVA registriert eine thermische Anomalie von 79 MW. Statistisch gesehen wäre der nächste Paroxysmus in gut 1 Woche fällig. Mal sehen, ob sich der Fuego dran hält.

Bardarbunga: Erdbeben M 4,3

Unter dem isländischen Gletschervulkan Bardarbunga ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 4,3. Das Hypozentrum lag in 8 km Tiefe und gut 6 km östlich der Caldera. Die meisten Erdbeben unter dem Vulkan stehen im Zusammenhang mit Inflation von Magma. Bereits kurz nach der Eruption von 2014 begann sich die Magmakammer unter dem Vulkan wieder zu füllen. Allerdings kann es Jahrzehnte dauern, bis sie wieder soweit gefüllt ist, dass eine weitere Eruption stattfinden wird.

Schwefelraffinerie am Kawah ijen

 

Der Schwefel aus dem Abbau im Krater des Kawah Ijen wird an verschiedenen Orten weiter verarbeitet. Ein Teil geht zur Aufbereitung in diese einfache Raffinerie.

Blaue Flammen am Kawah Ijen

 

Am indonesischen Vulkan Kawah Ijen brennt Schwefel mit blauer Flamme. Der Vulkan ist berühmt für den Schwefelabbau. Dass man Nachts brennenden Schwefel sehen kann, ist noch nicht lange bekannt. Der Schwefel kondensiert aus Rohrleitungen die Fumarolen anzapfen.

Die blauen Flammen vom Kawah Ijen

Die Bildergalerie entstand am 25. und 26. August 2015.

Kawah Ijen war eigentlich nur ein Nebenziel meiner Reise im August 2016. Eigentlich wollte ich zusammen mit Martin und Thorsten den Nachbarvulkan Raung besteigen, doch die Eruption des 3332 m hohen Vulkans endete kurz vor unserer Ankunft auf Java. So machten wir aus der Not eine Tugend und besichtigten den Schwefelabbau im Krater des Kawah Ijen. Im Mittelpunkt unseres bestreben standen die Blauen Flammen des brennenden Schwefels, welcher im Krater an Fumarolen kondensiert und per Hand abgebaut wird.

Während unserer Anfahrt ergab sich ein Problem gesperrter Straßen, die vom Südosten auf die Flanke des Ijen-Massiv führen. Tatsächlich wurde in den Dörfern ein Fest gefeiert, welches an unseren Karneval erinnert: die Menschen verkleideten sich als Figuren der hiesigen Mythologie und des Zeitgeschehens und veranstalteten Straßenumzüge. Für uns eine willkommener Einblick in das Leben der Indonesier.

Mit 2 Stunden Verspätung erreichten wir die Kawah-Ijen-Lodge, wo wir mal ein luxuriöses Quartier bezogen. Vom Schwimmbecken aus bot sich ein Blick über Reisterrassen bis zum Ijen, der heute allerdings im Nebel verhüllt war.

Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst eine kleine Schwefelfabrik, in der der Schwefel geschmolzen und gereinigt wurde. Wie der Abbau selbst, geschah hier alles unter einfachsten Methoden. Die Schmelzöfen wurden per Holzfeuer betrieben und der geschmolzene Schwefel gefiltert und anschließend in Bottichen gefüllt, welche über den weiträumigen Boden ausgeschüttet wurde. Der flüssige Schwefel erstarrte zu einer dünnen Kruste auf dem Boden, welche zu Platten zerbrochen wurde und mit Schneeschiebern auf eine Haufen geschoben wurden. In Säcken verpackt trat der Schwefel dann seine Reise zu den Bestimmungsorten an.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Krater. Verwundert stellte ich fest, dass ein Stück Hightech Einzug im Tagebau gehalten hatte: einige Schwefelträger verwendeten eine Art Schubkarre um den Schwefel zu transportieren. Die Karren hatten bereits tiefe Spurrillen in den Weg gefressen, welche den Aufstieg nicht angenehmer machten.

Pünktlich zur Abenddämmerung erreichten wir den Kraterboden mit seinem Schwefelabbau. Die bis zu 240 Grad heißen Dämpfe aus den Fumarolen werden durch ein Rohrsystem zum Rand des Kratersees geleitet. Dort kondensiert der Schwefel am Ende der Rohre und wird von den Arbeitern gebrochen und eingesammelt.

Mit zunehmender Dunkelheit konnte ich immer besser das Ziel meiner fotografischen Begierden ausmachen: die blauen Flammen des Schwefelbrandes. Dieser manifestiert sich am Ende der Rohrleitungen. Die Flammen zischen dabei teilweise wie aus eine Schweißbrenner aus den Rohren hervor. Mit etwas Glück sieht man auch ein Rinnsal brennenden Schwefels, welches sich langsam hangabwärts bewegt.

Das Fotografieren gestaltet sich hier immer schwierig: die Gase hüllen oft die Fumarolen ein und man muss auf die kurzen Augenblicke warten, während derer man freie Sicht hat. Mein Problem war, dass der Filter meiner Gasmaske aufgab und ich deutlich mehr Schwefelgase inhalierte, als mir gut tat! So machte ich mich nach 2 Stunden wieder an den Aufstieg, doch das war eigentlich schon zu spät. Meine Bronchien schleimten ohne Ende und meine bis dahin leichte Erkältung verschlimmerte sich deutlich. Als meine Nase nach ein paar Tagen wieder frei war, merkte ich, dass mein Geruchssinn zu 90% ruiniert war. Sogar nach einem Jahr war er noch nicht wieder richtig hergestellt.

Vulkane weltweit

Aso-san: der Japaner produziert weiter fleißig Aschewolken. Im Schnitt sind es 4 pro Tag die vom VAAC Tokyo registriert werden.

Colima: der Vulkan in Mexiko erzeugte eine explosive Eruption die einen pyroklastischen Strom verursachte. Menschen waren nicht gefährdet

Karymsky: in Kamtschatka ist der daueraktive Vulkan Karymsky derzeit besonders aktiv und produzierte in den vergangenen Tagen mehrere Aschewolken. Die Vulkanasche stieg dabei bis zu 3 km hoch auf.

Kawah Ijen: der Zugang zum Kratersee wurde zum Monatsanfang kurzfristig gesperrt und der Schwefelabbau eingestellt. Grund hierfür war ein instabiler Kratersee. Vermutlich war die Gaskonzentration zu hoch. Ob der Zugang mittlerweile wieder geöffnet ist bleibt unklar.

Sakurajima: der Vulkan auf der japanischen Insel Kyushu ist seit 1 Woche ungewöhnlich ruhig. Es wurden keine Aschewolken registriert. Möglicher Weise ist der Krater wieder verstopft. In der Folge könnte der Druck im Vulkan steigen und damit die Gefahr einer größeren Eruption.

 

Blaues Feuer: Schwefelbrand am Kawah ijen

 

Am Kawah Ijen brennt flüssiger Schwefel blau. Dieses natürliche Phänomen tritt auf, wenn die Schwefelarbeiter den Schwefelbrand nicht löschen. Auch die Gase am Ende der Rohre brennen mit blauer Flamme. Die Rohre leiten die Gase der Fumarolen bis zum Fuß der Schwefelbank. Dort kondensiert der Schwefel aus und wird von den Arbeitern abgebaut. Die Fumarolen stoßen täglich bis zu 10 Tonnen schwefelhaltiger Gase aus. Wenn sie heißer als 240 Grad sind fängt der Schwefel Feuer. In Phasen besonders hoher Aktivität können die Gase Temperaturen um 600 Grad erreichen.

Indonesien: Sirung und Kawah Ijen

Gunung Sirung ist ein Komplexvulkan auf der indonesischen Insel Pantar. Zunehmende Seismik, sowie Asche- und Dampfexhalationen sorgten dazu, das der Alarmstatus auf „orange“ erhöht wurde. Der letzte Ausbruch des Vulkans fand 2004 statt. Gunung Sirung ist bekannt für phreatische explosionen und der Generierung von Lahare.

Am Kawah Ijen wurde der Alarmstatus auf „gelb“ zurück gesetzt. Ob der Krater wieder betreten werden darf ist mir derzeit unbekannt.

Kawah Ijen: Zugang zum Krater gesperrt

Unser Indonesien-Guide Andi besuchte den Kawah Ijen am 17. März und stieg auf den Kraterrand des Vulkans, obwohl der Zugang offiziell gesperrt ist. Der Gasausstoß war ungewöhnlich hoch und der gesamte Krater in Dampf gehüllt. Auch die Schwefeldioxid-Konzentration soll extrem hoch gewesen sein, so dass Andi schon am Kraterrand eine Gasmaske tragen musste. Ein Abstieg in den Krater ist derzeit unmöglich und der Schwefelabbau wurde eingestellt. Der Alarmstatus befindet sich auf „orange“, ein Vulkanausbruch ist jederzeit möglich.

Indonesien: Kawah Ijen mit Zunahme der Aktivität

Wie Andi Lavahunter und volcano discovery berichten, wurde der Alarmstatus am Kawah Ijen auf „orange“ erhöht und der Zugang zum Krater wurde gesperrt. Am Ufer des Kratersees öffnete sich eine 10 Meter große Depression aus der schweflige Gase strömen, die mit blauer Flamme brennen. Der Schwefeldioxid-Ausstoß nahm zu, ebenso die Seismik, Wasserstand und Wassertemperatur des Kratersees.
Bereits im Dezember wurde über einen möglichen Vulkanausbruch spekuliert und der Schwefelabbau wurde kurzfristig eingestellt.
Unser Indonesien-Guide Andi möchte am Wochenende zum Kawah Ijen reisen und sich ein Bild der Situation vor Ort machen. Möglicherweise wird er eine Tour zum aktiven Vulkan anbieten.

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