Lahar am Merapi

 

Lahare sind an vielen Vulkanen eine große Gefahr. Die Schlammströme verwandeln Bäche und Flüsse in alles zerstörende Naturgewalten. Diesen kleinen Schlammstrom konnte ich im Jahr 2010 am Merapi filmen.

Merapi: Student zu Tode gestürzt

Am Samstag ist ein 21 jähriger Student aus Yogjakarta in den 300 m tiefen Krater des Vulkans Merapi auf Java gestürzt. Zusammen mit 4 Freunden bestieg er den Vulkan. Zum Fotografieren kletterte er auf einen exponierten Felsen von dem er abstürzte. Seine Freunde alamierten den Rettungsdienst. Dieser konnte gestern mit Hilfe einer Drohne die Leiche orten. Sie liegt in ca. 100 m Tiefe. Wegen der starken Gasentwicklung konnte der tote Student bisher nicht geborgen werden. Im Krater des Vulkans wächst ein Lavadom.

Dieses traurige Beispiel verdeutlicht einmal mehr, dass an Vulkanen nicht nur die Eruptionen gefährlich sind. Immer wieder verunglücken Menschen durch die allgemeinen Gefahren des Alpinismus an Vulkanen. Eine der Hauptursachen von Unfällen sind Abstürze die oft mit plötzlichen Wetterumschwüngen assoziiert sind. Vulkanwanderer müssen bei Glatteis und Nebel besondere Vorsicht walten lassen und sich über Gefahren des Vulkanismus und Alpinismus im Klaren sein.

Merapi und Raung

Auf der indonesischen Insel Java sind derzeit 2 der aktivsten Vulkane leicht aktiv. Am Merapi wächst der Lavadom. Aus mindestens einem Förderschlot steigt Dampf auf.

Der Raung im Ijen-Plateau (dort liegt auch Kawah Ijen) ist strombolianisch aktiv, zudem tritt ein Lavastrom aus, der sich innerhalb der Gipfelcaldera bewegt. Die Fotos stammen von unserem Freund und Guide Andi, der den Raung vor ca. 3 Wochen bestieg. Laut seiner Aussage nimmt die Aktivität bereits wieder ab.

Vulkane Indonesiens

Bromo: Vulkan-Guide Aris beobachtete am Bromo erhöhten Gasausstoß, der auch etwas Vulkanasche enthielt. Das ist ein mögliches Anzeichen für ein Erwachen des Vulkans.

Merapi: Gestern wurde die Warnstufe des Vulkans Merapi von „grün“ auf „gelb“ erhöht. Grund hierfür ist die Zunahme von Erdbebenaktivität und der Abgang von Schuttlawinen. Einige Erdbeben deuten darauf hin, dass sich Magma im Untergrund bewegt. Eine Eruption könnte sich aufbauen und es ist erhöhte Vorsicht geboten.

Semeru: diesen Vulkan am Rand der Tengger-Caldera hatten wir schon lange nicht mehr auf dem Radar. Der Alarmstatus bleibt zwar auf „gelb“ dennoch gibt es zum ersten Mal seit Monaten neue Informationen über die Aktivität des Semeru. Demnach ist die Seismik recht hoch, im Vergleich zum Vormonat hat sie allerdings abgenommen. Im April wurden 666 seismische Signale registriert, die auf Explosionen hindeuten. Es traten einige Phasen mit Tremor auf, sowie 2 vulkanische Erdbeben und 45 tektonische Beben.

Slamet: die Warnstufe wurde heute von „gelb“ auf „orange“ erhöht. In den letzten 4 Tagen wurden starke seismische Signale registriert. Darunter 621 Signale, die auf explosive Eruptionen hindeuten. Es wird ein größerer Vulkanausbruch befürchtet.

Merapi: Ascheeruption

Tremor am Merapi. © BPPTKGMount Merapi auf der indonesischen Insel Java eruptierte gestern Vulkanasche. Der Vulkanausbruch selbst konnte aufgrund dichter Bewölkung nicht beobachtet werden, allerdings hörten Vulkanologen im Observatorium rumpelnde Geräusche. Wenig später regnete es Asche im Süden des Vulkans. Der Ascheniederschlag wurde noch in 15 km Entfernung vom Krater beobachtet. Die explosive Eruption wurde von Tremor begleitet, der ca. 20 Minuten andauerte. Der Alarmstatus wurde bisher nicht erhöht.

In den vergangenen Wochen kam es schon öfters zu einzelnen Events am Mount Merapi. Diese hängen wahrscheinlich mit leichtem Domwachstum zusammen.

Vulkane weltweit

Karymsky: der Vulkan auf Kamtschatka eruptierte gestern 3 Aschewolken, die vom VAAC Tokyo registriert wurden.

Merapi: gestern gab es am Vulkan auf Java eine kurzweilige Eruption. Da der Vulkan in Wolken gehüllt war, liegen keine visuellen Beobachtungen vor. In 7 km Entfernung vom Krater wurde Donnergrollen gehört und Asche regnete nieder. Die explosive Eruption förderte viel Gas und wurde von leichten Beben begleitet. Am Montag gab es in 4 km Entfernung vom Gipfel ein Erdbeben. Dieses löste möglicher Weise die Explosion aus. Das vermutet der Chef des Observatoriums von Yogyakarta.

Sakura-jima: auf der japanischen Insel Kyushu ist der Sakura-jima wieder munterer geworden. Nachdem er zum Anfang des Jahres verhältnismäßig ruhig war, erzeugt er derzeit wieder zwischen 3 und 6 größere Ascheeruptionen am Tag. Bilder einer etwas größeren Eruption von gestern, tauchten in unserer Facebookgruppe auf.

Merapi: Ascheeruption

Mount Merapi auf Java eruptierte heute überraschend eine Aschewolke. Sie stieg ca. 1500 m hoch auf. Asche regnete in 7 km Entfernung vom Krater nieder.

Der Chef der örtlichen Vulkanologen vermutet, dass die Eruption von einem Erdbeben der Magnitude 5,4 getriggert wurde. Das Beben ereignete sich am Sonntag  in 115 km Entfernung. Nicht weit vom Epizentrum des Bebens liegt der Vulkan Kelut.

Indonesien: Vulkanausbruch am Merapi

Der Vulkan Merapi auf der indonesischen Insel Java ist heute Nacht ausgebrochen. Aus dem Krater stieg Dampf und vulkanische Asche auf. Viele Anwohner reagierten in Panik und einige 100 Menschen wurden evakuiert. Genaue Fakten sind noch dünn gesäht. Die Vulkanologen untersuchen, ob es ein einzelnes Event war, dass möglicher Weise durch einen Kollaps im Krater ausgelöst wurde, oder ob sich der Aktivitätsstatus tatsächlich geändert hat.

Zuletzt gab es 2010 ein katastrophale Eruption am Vulkan Merapi.

Merapi: kleiner Vulkanausbruch

Am indonesischen Vulkan Merapi ereignete sich gestern Morgen eine kleine Ascheeruption. Gegen 9.15 Uhr Ortszeit hörten Anwohner nahe gelegener Ortschaften einen Explosionsknall. Kurz darauf rieselte in 3 Dörfern Vulkanasche nieder.

Laut Aussagen der örtlichen Vulkanologen besteht kein Grund zur Sorge, alle vulkanologischen Parameter seien normal. Ein größerer Vulkanausbruch wird derzeit nicht erwartet. Der Alarmstatus bleibt auf „grün“.