Sinabung: starker Vulkanausbruch

Update 22:00 Uhr: Im Laufe des Tages gab das VAAC Tokyo 10 Warnungen vor der Aschewolke heraus, die bei der Eruption heute Morgen entstand. Die Vulkanasche stellte eine Gefahr für den Flugverkehr dar. Der Wind stand für den Internationalen Flughafen in Medan günstig und der Flugbetrieb konnte aufrecht erhalten werden. In der Provinz Ache wurde der Flughafen Kutacane geschlossen.

Originalmeldung: Heute sorgt der Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra für Schlagzeilen: Gegen 8.30 Uhr Ortszeit begann eine starke Eruption. Laut VAAC Darwin erreichte die Vulkanasche eine Höhe von 15 km. Das PVMGB/VSI berichtet von einer 5 km hohen Eruptionssäule. Es wurden große pyroklastische Ströme generiert, welche laut PVMGB bis zu 4,9 km weit flossen und mehrere evakuierte Dörfer erreichten. Ob Menschen zu Schaden kamen ist noch nicht bekannt. Es gibt auch Berichte von Augenzeugen, die meinten, die pyroklastischen Ströme hätten die Evakuierungszone verlassen.

Die Aktivität wurde von intensiven Tremor begleitet. Dieser hielt mindestens 2 Stunden an. Bei der Eruption handelte es sich nicht nur um einen partiellen Domkollaps, sondern um ein explosives Ereignis, welches den Dom zumindest teilweise ausgeblasen hat. Bereits am Vortag zog die Seismik deutlich an und es wurden fast 100 Erdstöße registriert. Es bleibt spannend abzuwarten, ob es bei einem Ereignis bleibt, oder ob weitere starke Eruptionen folgen werden. Der Sinabung ist bereits seit 2014 aktiv. Die Intensität der Aktivität fluktuiert stark.

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Sinabung mit pyroklastischen Strömen

Sinabung ist ein weiterer Vulkan in Indonesien, der immer wieder in den Schlagzeilen steht, trotzdem nicht halb so viel Aufmerksamkeit erregt wie der Gunung Agung auf Bali. Dennoch sind seine Eruptionen aktuell gefährlicher, als das, was Gunung Agung bis jetzt zeigte. Am Gipfel des Sinabung wächst seit Jahren ein Lavadom. Durch eine Bresche in der Kraterwand liegt dieser Dom zur Südflanke hin offen. entsprechend oft gehen pyroklastische Ströme ab. Gestern fand erst eine explosive Eruption statt, welche den Abgang von 2 größeren pyroklastischen Strömen verursachte. Diese erreichten Längen von 3,5 und 4,5 km und kamen evakuierten Ortschaften recht nahe. Sie bewegten sie sich innerhalb des Sperrgebietes, in dem aber trotzdem oft Menschen unterwegs sind.

Gunung Agung zeigt sich ruhig

In den letzten 24 Stunden präsentierte sich der Vulkan auf Bali relativ ruhig. Er erzeugte nur wenige Dampfexhalationen und die Seismik war niedrig. Dafür gab es eine weitere Episode mit harmonischen Tremor. Kontinuierlicher Tremor wurde ebenfalls weiterhin registriert.

Sinabung: hoher Ascheniederschlag

Die Eruption am indonesischen Vulkan Sinabung auf Sumatra verstärkte sich in den letzten Tagen: nachdem der Lavadom im Gipfelkrater wieder eine kritische Größe erreichte gingen mehrere pyroklastische Ströme ab. Diese sorgten für ordentlichen Ascheregen in den umliegenden Ortschaften. Es ist auch denkbar, dass es explosive Eruptionen gab.

Am chilenischen Vulkan Nevados de Chillan steigerten sich Häufigkeit und Energie der phreatomagmatischen Eruptionen, die dort seit einigen Wochen sporadisch stattfinden. Vulkanasche stieg bis zu 3000 m hoch auf.

Sinabung: pyroklastische Ströme

Pyroklastischer Strom am Sinabung. © AVCAN

In den letzten Stunden ging eine Serie pyroklastischer Ströme ab. Einer erreichte eine respektable Länge von 4 km und floss in südlicher Richtung. Vulkanasche stieg dabei 3 km hoch auf. Vulkanasche regnete auf die umliegenden Ortschaften nieder. Dieser pyroklastische Strom wurde durch eine explosive Eruption ausgelöst, welche einen Abbruch am Dom verursachte. Vulkanologen am Karangetang berichteten uns, dass der Sinabung in den letzten Wochen mehr und mehr zu explosiven Eruptionen neige und weniger effusiv tätig sei.

Colima: pyroklastische Ströme

Update 13.07.2015: Am Wochenende spitzte sich die Lage am Colima weiter zu. Es gingen mehrere pyroklastische Ströme ab, die bis zu 10 Kilometer weit flossen und Täler verwüsteten. Der Dom wächst weiter und bildet Lobes (Arme) aus. Die Sperrzone wurde auf 12 km erweitert und es wurden mehrere Hundert Personen evakuiert. Ein Regionalflughafen musste gesperrt werden. Die Situation sei ähnlich wie vor dem großen Ausbruch von 1913.

Der Dom des Colima wächst und bildet Lava-Lobes. Es wird wahrscheinlich weitere pyroklastische Ströme geben. © Roberto López Lara

Es gibt auch eine Livecam auf der sich das Geschehen verfolgen lässt.

Originalmeldung: der Colima in Mexiko steht mal wieder in den Schlagzeilen: in den letzten Tagen hat eine neue Phase mit Domwachstum eingesetzt und es gingen vermehrt glühende Schuttlawinen ab, die auf Bildern wie Lavaströme aussehen. Gestern fand eine explosive Eruption statt bei der eine Aschewolke 4 Kilometer hoch aufstieg. Dabei wurden pyroklastische Ströme generiert, die den Fuß des Vulkans erreichten. Es wurde eine 5 km Sperrzone um den Krater eingerichtet. 19 Personen wurden evakuiert.

Sinabung: weitere Evakuierungen

Am Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra hat sich die Lage weiter dramatisiert: täglich gehen mehrere große pyroklastische Ströme ab, die die Landschaft mit Vulkanasche bedecken. Der Gefahrenbereich wurde ausgedehnt und mehr als 7000 Menschen mussten evakuiert werden. Es wurden weitere Evakuierungszentren eingerichtet.

Für die Landwirtschaftlich geprägte Region ist die Vulkanasche ein ernstes Problem da Ernteausfälle drohen. Die Preise für Gemüse aus der Region fallen, weil viele Menschen verseuchte Feldfrüchte fürchten.

Sinabung: pyroklastische Ströme

Am Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist die Lage wieder kritisch geworden: vom Dom gehen nun regelmäßig pyroklastische Ströme ab. Mir liegen keine genauen Meldungen über die Reichweiten der pyroklastischen Ströme vor, aber einige von ihnen legen Distanzen von mehr als 4 km zurück. Ich kann mir vorstellen, dass diesmal sogar Dörfer betroffen werden könnten, die bei den Abgängen der letzten 1,5 Jahre verschont geblieben sind. In den letzten Wochen hat der Dom beachtlich an Volumen zugelegt.

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