Vulkane weltweit

Pavlof-Vulkan am 28. März. © Coast Guard – Almandmoss, Nahshon

Chikurachki: der Vulkan der Kurilen eruptierte heute 5 Mal. Vulkanasche stieg dabei bis zu 3,5 km hoch auf.

Kanlaon: auf den Philippinen brachte es der Kanlaon in die Schlagzeilen. Asche schaffte es bis in einer Höhe von 4,3 km.

Pavlof: der starke Vulkanausbruch in Alaska scheint (zumindest vorerst) wieder zu einem Ende gekommen zu sein. Der Alarmstatus wurde auf “orange” reduziert.

Sakura-jima: in Japan eruptierte der Vulkan etwas stärker als üblich. Eine Aschewolke stieg auf aus der mehrere Blitze zuckten. Laut VAAC Tokyo erreichte die Vulkanasche eine Höhe von 6 km.

Vulkane weltweit

Am BArdarbung werden nur wenige Beben registriert. © IMOBardarbunga: der isländische Vulkan verdient heute mal wieder eine Schlagzeile durch seine auffallend geringe seismische Aktivität in den letzten Tagen. So wenige leichte Erdbeben hat es dort schon lange nicht mehr gegeben. In den letzten 48 Stunden wurden 21 Beben registriert viele davon manifestierten sich in der Herdubreid-Gegend.

Sakura-jima: nachdem der japanische Vulkan in den letzten 3 Wochen sehr munter war, gab er in den letzten 2 Tagen kein Lebenszeichen von sich. Wahrscheinlich sammelt er Kraft für eine neue Serie starker Eruptionen mit vulkanischen Blitzen.

Shiveluch: denkt nicht ans Pausieren und produziert weiterhin tägliche Aschewolken, die vom VAAC Tokyo aufgezeichnet werden. Die Aschewolken sind wahrscheinlich mit dem Abgang pyroklastischer Ströme assoziiert.

Zhupanovski: der Vulkan auf Kamchatka zeigte sich gestern mit 4 Eruptionen von seiner besonders aktiven Seite.

Vulkane Japans

Kuchinoerabu-jima: der Inselvulkan im Süden Japans scheint sich in einer Aufwärmphase zu befinden. Im Krater Shindake wurde Rotglut beobachtet. Seismik und Tremor sind seit der letzten Eruption im August 2014 leicht erhöht. JMA setzte die Alarmstufe auf “3”, mit einer Eruption ist jederzeit zu rechnen.

Sakura-jima: ist gestern zu neuer Bestform aufgelaufen und erzeugte 14 Eruptionen die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Die Ausbruchserie ereignete sich nach einer relativ ruhigen Phase in den letzten Tagen.

 

Sakura-jima: Blitzwolken

Den Sakurajima in Japan besuchte ich in den vergangenen Jahren öfters: die vulkanischen Blitze in den Aschewolken zogen mich immer wieder magisch an! Das Fotografieren am Vulkan ist niemals einfach, doch um Blitzwolken einzufangen bedarf es eines besonderen know how und viel Geduld. Ich war wieder mit Martin Rietze unterwegs und nach dem langen Flug machten wir uns abends nach unserer Ankunft in Kagoshima gleich auf den Weg zum Vulkan. Wie wollten wieder auf unseren Lieblingsplatz nächtigen und unsere Kameras aufbauen. Dieser liegt ca. 3 km vom Gipfel des Sakurajima entfernt, fast am Ende einer kleinen Stichstraße die zu einem Lahar-Schutzdamm führt. Doch, oh weh, das Grundstück mit der Wiese war eingezäunt und die Wiese schön säuberlich entfernt und der Boden planiert. Was nun? Mit schlechtem Gewissen umgingen wir die Absperrung und bauten unser Lager am Rande eines Gebüschs auf.

Bereits in der ersten Nacht wurde unsere Geduld auf die Probe gestellt: der Vulkan war ungewöhnlich ruhig und produzierte nur ein paar kümmerliche Aschewolken, so ganz ohne Blitze. Am Morgen dann, entlud sich die ganze aufgestaute Energie in einer ordentlichen Detonation! Die erzeugte Druckwelle sah man nicht nur in den Wolken über dem Krater, sondern sie war auch als kurze Schockwelle deutliche zu spüren. Nach der lahmen Nacht brachte uns dass in Schwung. Doch leider wurde das Wetter immer mieser und wir beschlossen unser Lager abzubrechen und brachen zum Vulkan Aso auf. Dieser liegt ungefähr 2 Fahrstunden vom Sakurajima entfernt. Aso war in den letzten Wochen strombolianisch aktiv und besonders Martin vernahm seinen lockenden Ruf.

Doch, wie konnte es anders sein, mit uns erreichte auch das schlechte Wetter den Vulkan. Kurz bevor die Wolken dicht machten, erhaschten wir noch einen kurzen Blick auf den Krater und einer kleinen Aschewolke, dann begann es auch schon zu regnen. Wir erkundeten das Visitorcenter am Fuße des Kraterkegels. Der Aufstieg zum Krater war natürlich gesperrt. Ich staunte nicht schlecht über die Größe des Parkplatzes: im Sommer musste hier mächtig was los sein! Nun ja, die Japaner lieben und verehren ihre Vulkane und gehen dort gerne wandern.

Gegen Abend dann, begann es zu schneien und Martin und ich verbrachten einen ungemütliche Nacht im Wagen, so ganz ohne Vulkanblick. Da wir wenig Zeit hatten, machten wir uns am nächsten morgen wieder auf den Weg zum Sakurajima. Wir unternahmen noch einen kurzen Abstecher zum Vulkan Kirishima. Dort war das Wetter besser und die vulkanische Landschaft beeindrucken! Wenn der Vulkan wieder aktiv werden sollte, muss man dort unbedingt hin!

Auf dem Weg zum Sakurajima stürmten wir noch einen Supermarkt: die Preise in Japan sind zum Teil enorm! Anstatt einen auf Selbstversorger zu machen, kann man besser in einem der wenigen Fastfoodrestaurants essen gehen, oder sich in einem Minimarket fertige Schnitzel kaufen.

Abends bezogen wir wieder Stellung am Sakurajima. Doch auch diese Nacht verlief recht ruhig. Morgens dann wieder eine schöne Eruption, diesmal bei schönerem Wetter!

Langsam wurde unsere Zeit knapp, doch in der nächsten Nacht sollten wir mehr Glück haben. Saku drehte auf und produzierte kurz hintereinander 2 Eruptionen mit vulkanischen Blitzen. Unsere Kameras ratterten im Dauermodus und kaum ein Blitz ging uns durch die Lappen. In der Luft hing das Grollen der Eruptionen und das Knistern elektrischer Entladungen, dass einem die Nackenhaare aufstellt. Beinahe euphorisch blickten wir durch unsere Kameras und hofften auf mehr, doch weitere Blitze blieben aus. So ist das am Vulkan! Oft braucht man viel Geduld für wenige kostbare Augenblicke erfolgreichen Erlebens.

Guckt euch auch das Video an.

Vulkane weltweit

Das VAAC Tokyo registriert derzeit die Vulkanausbrüche der aktivsten Vulkane im „ring of fire“.

Aso-san: der japanische Vulkan ist weiterhin aktiv und erzeugte heute bereits 3 Aschewolken. Martin beobachtete via LiveCam eine Eruption, die glühendes Material über den Kraterrand hinaus warf.

Klyuchevskoy: der Vulkan auf Kamtschatka ist seit mehreren Wochen aktiv und erzeugt strombolianische Eruptionen und Aschewolken. Zudem fließt ein Lavastrom über seine Flanke.

Sakura-jima: auch dieser Vulkan im Süden Japans ist recht munter. Heute tauchte er bereits in 4 Meldungen auf.

Shiveluch: auf Kamtschatka ist nicht nur der Klyuchevskoy aktiv. Der Nachbar Shiveluch ist derzeit besonders munter und produzierte seit gestern 8 explosive Eruptionen. Wahrscheinlich gehen auch pyroklastische Ströme ab.

Vulkane Japans

In den letzten 2 Tagen registrierte das VAAC Tokyo vor allem Eruptionen an den japanischen Vulkanen. Die explosive Tätigkeit der Feuerberge auf Kamtschatka scheint leicht nachgelassen zu haben. Kliuchevskoi war gestern nur mit einer Meldung vertreten. Dafür brachte es Aso-san seit gestern auf 7 Ascheeruptionen. Sakura-jima eruptierte 8 Mal und ist damit wieder in Bestform. Suwanose-jima ist mit 6 Eruptionen auch noch gut im Rennen. Von diesem Vulkan liest man ja nicht täglich in den Schlagzeilen.

Vulkane weltweit

Aso-san: der japanische Vulkan ist weiterhin in den Meldungen des VAAC Tokyos vertreten. Er eruptiert täglich 3-5 Aschewolken.

Bardarbunga: die isländischen Forscher arbeiten an einer neuen Gefahrenkarte für das Gebiet um den Bardarbunga. Die Seismik war gestern relativ hoch. Es wurden zahlreiche Beben mit Magnituden kleiner als 3 registriert. 8 Beben hatten eine Stärke größer als 3.

Pacaya: in Guatemala heizt der Vulkan Pacaya weiter auf. In einem Report vom 28. Januar heißt es, dass im McKenney-Krater ein neuer Schlot entstanden ist, der einen Durchmesser von 40-50 m hat. Es wurden ca. 40 Ascheexhalationen beobachtet. Der Tremor ist erhöht und die Wissenschaftler von INSIVUMEH spekulieren über eine bevorstehende Phase strombolianischer Eruptionen.

Sakura-jima: Auf der japanischen Insel Kyushu läuft Sakura-jima beinahe zu alter Bestform auf. Gestern erzeugte er 5 Aschewolken. Bei stärkeren Eruptionen werden Lavabomben bis zu 800 m weit ausgeschleudert.

Vulkane weltweit

Ätna (Italien): seit Tagen war der Tremor erhöht, gestern Abend manifestierten sich nun strombolianische Eruptionen in der Voragine. Neben der Bocca Nova ist dies der zweite der großen Gipfelkrater. Die Eruptionen schleuderten glühende Lavabomben bis weit über den Kraterrand. In unserer facebook-Gruppe “volcanoes and volcanism” gibt es zahlreiche Fotos davon.

Colima (Mexiko): der Vulkan in der Provinz Jalisco eruptierte eine 3 km hohe Aschewolke. Seit einigen Monaten wächst ein Dom im Krater des Colimas.

Klyuchevskoy (Russland): der Vulkan auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka ist seit ein paar Tagen wieder aktiv. Es wurden strombolianische Eruptionen aus dem Gipfelkrater gemeldet. Vereinzelt werden auch höher aufsteigende Aschewolken registriert. Die letzte Eruption im Herbst 2013 konnte ich dokumentieren und erstellte eine Bildergalerie.

Sakura-jima (Japan): nach einigen Wochen relativ geringer Aktivität produzierte der Vulkan gestern 10 Ascheeruptionen, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Im Allgemeinen bilden sich in diesen Aschewolken häufig vulkanische Blitze.

Sinabung (Indonesien): gestern wurden mehrere pyroklastische Ströme am Sinabung beobachtet. Sie legten Entfernungen bis zu 2,5 km zurück. Seit Herbst 2013 wächst ein Lavadom im Vulkankrater und es kommt immer wieder zu Phasen mit erhöhter Aktivität.

Vulkane weltweit

Piton de la Fournaise: seit einigen Tagen registriert man auf La Reunion erhöhte Seismik unter dem Vulkan. Nun wurde die Warnstufe auf “1” (von “3”) erhöht. Der Zugang zur Caldera wurde eingeschränkt. Ein baldiger Vulkanausbruch ist möglich.

Sakura-jima: der Vulkan auf der japanischen Insel Kyushu ist in den letzten Tagen wieder deutlich munterer geworden. In den letzten 48 Stunden brach der Feuerberg 13 Mal aus. Dieses Jahr produzierte er bisher 551 Eruptionen, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Dass ist deutlich weniger, als in den vergangenen  Jahren.