Kilauea: 61g weiterhin aktiv

Lavadelta am Kilauea. © HVOAm Kilauea auf Hawaii fließt Lavastrom 61g weiterhin in den Pazifik. Es gibt mehrere Eintrittstellen bei Kamokuna. Am “ocean entry” bildet sich ein Lavadelta, das mit zunehmender Größe immer instabiler wird. Das HVO warnt ausdrücklich vor den Gefahren eines Kollapses.

Weitere Meldungen: am Santiaguito in Guatemala gab es gestern 2 explosive Eruptionen die Vulkanasche bis in einer Höhe von 5000 m aufstiegen ließen.

Am Ätna auf Sizilien dampft der neue Förderschlot in der Voragine. Nachts geht von ihm Rotglut aus, allerdings ohne sichtbare Eruption.

Update: heute ereignete sich am Santiaguito eine starke Eruption bei der zumindest ein größerer Pyroklastischer Strom entstand. Dieser erreichte das Feld einer Farm in Vulkannähe. Foto in unserer FB-Gruppe “volcanoes and volcanism”.

Vulkane Guatemalas

In dem mittelamerikanischen Land Guatemala sind derzeit 3 Vulkane aktiv! Der Fuego scheint wieder langsam auf einen neuen Paroxysmus zu zusteuern. INSIVUMEH berichtet von 6-8 explosiven Eruptionen pro Stunde. Vulkanasche steigt dabei bis in einer Höhe von 4600 m auf. Schockwellen der Explosionen sind in den Ortschaften um den Vulkan zu hören. Zudem kommt es zu lautstarken Gaseruptionen. Glühende Tephra steigt bis zu 100 m hoch auf.

Der Pacaya ist in den letzten Tagen ebenfalls munterer geworden. Die schwache Aktivität im McKenney Krater steigerte sich zu strombolianischen Eruptionen bei denen glühende Tephra bis zu 75 m hoch geschleudert wird.

Die Eruptionen am Santiaguito sind in den letzten Tagen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Es finden täglich mehrere schwache Ausbrüche statt, bei denen Vulkanasche aufsteigt. Trotzdem ist der Lavadom weiterhin aktiv und es kann jederzeit eine stärkere Explosion stattfinden.

Darüber hinaus sind auch weiter Vulkane munter: im Krater Santiago des Vulkans Masaya in Nicaragua kocht weiterhin ein Lavasee. Vom Calderavulkan Ilopango in El Salvador gibt es einen neuen Forschungsbericht, nach dem sich Magma in der Magmakammer ansammelt.

Auf Kamchatka haben Shiveluch und Kliuchevskoi thermische Signale. Letzterer erzeugt mehrmals täglich Ascheeruptionen die vom VAAC Tokyo registriert werden. 

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Lavasee im Masaya-Krater im April 2016.

Piton Fournaise und mehr

Der Piton de la Fournaise zeigt seit 3 Tagen wieder Zeichen des Erwachens: es werden VT-Beben und Inflation registriert, was auf aufsteigendes Magma hindeutet.

Am ähnlichen Vulkan Kilauea auf Hawaii stagniert der Lavastrom 61g knapp 900 m vor der Küste. Er ist noch aktiv, bewegt sich an seiner Front aber nur noch extrem langsam vorwärts.

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka sorgte in den letzten Tagen der Shiveluch für Wirbel. Vom Domvulkan gehen immer wieder Aschewolken aus, die mit pyroklastischen Strömen assoziiert sind.

Ähnlich verhält es sich am Sinabung auf Sumatra. Auch hier kommt es zu Abbrüchen am Lavadom und es entstehen glühende Schuttlawinen und kleine pyroklastische Ströme.

Ein anderer Domvulkan steht weiterhin in den Schlagzeilen: Santiaguito in Guatemala eruptierte gestern abermals eine Aschewolke.

Vulkane weltweit

Bromo: der Vulkan in Indonesien sorgte gestern für Einschränkungen im Flugverkehr. Anhaltende Ascheeruptionen verteilten so viel Asche über die Gegend, dass ein Regionalflughafen im Malang-District gesperrt werden musste.

Klyuchevskoy: auf Kamtschatka geht es seit Wochen heiß her und in den letzten Tagen dominierte der Klyuchevskoy die Meldungen des VAAC Tokyo. Größere Eruptionen die den Flugverkehr gefährden sind jederzeit möglich.

Santiaguito: der Domvulkan in Guatemala eruptierte am Sonntag einer Aschewolke, die eine Höhe von 5,5 km erreichte. Die Explosivität des Vulkans hat in den letzten Wochen deutlich zugenommen.

Vulkane weltweit

Santiaguito Heutemorgen. © FB / Johanna Timeus
Santiaguito Heutemorgen. © FB / Johanna Timeus

Kilauea: der Lavastrom 61g hat die PulamaPali hinter sich gelassen und fließt langsam weiter in Richtung Küste. Der lavastrom geht von der Basis des Puʻu ʻŌʻō-Kraters aus und müsste nun fast 8 km lang sein. Damit hat er 2/3 des Weges bis zur Küste geschafft.

Santiaguito: in Guatemala gab es wieder 2 größere Explosionen die vom Domvulkan Santiaguito ausgingen. Vulkanasche stieg dabei bis zu 5 km hoch auf. Lavabomben mit einem Meter Durchmesser flogen bis zu 1 km weit. Pyroklastische Ströme flossen durch die Täler.

Sinabung: der Vulkan auf Sumatra ist weiterhin munter und erzeugt Asche-Eruptionen und kleiner pyroklastische Ströme, sowie Schuttlawinen.

In unserer Facebookgruppe “volcanoes and volcanism” sind einige Videos und Fotos zu den Nachrichten verlinkt.

Vulkane weltweit

Chaparrastique: in El Salvador ist der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen wieder unruhig geworden. Eine Dampfexplosion förderte auch etwas Vulkanasche und ließ sie in umliegenden Dörfern abregnen. Eine Dampfwolke stieg ca. 400 m hoch auf.

Santiaguito: bereits gestern ereignete sich eine starke vulcanianische Eruption am Domvulkan in Guatemala. Die Vulkanasche erreichte eine Höhe von gut 5000 Metern.

Turrialba: in Costa Rica ist der Turrialba wieder ausgebrochen und stieß eine Aschewolke aus. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Da der Vulkan aber seit einigen Monaten immer wieder eruptiert kann es bei Anwohnern zu Reizungen von Augen und Atemwegen kommen.

Vulkane weltweit

Klyuchevskoy: der Vulkan in Kamchatka ist derzeit besonders munter und erzeugt neben strombolianischen Eruptionen Aschewolken, die fast 3 km über den Krater aufsteigen. Die thermische Strahlung ist so hoch, dass wahrscheinlich auch wieder Lavaströme unterwegs sind.

Sakurajima: auf der japanischen Insel Kyushu geht es wieder heiß her. Saku eruptierte am 01. Mai 7 Aschewolken. Vulkanasche stieg mehrere Kilometer hoch auf.

Santiaguito: in Guatemala ist der Domvulkan Santiaguito weiterhin sehr aktiv. Gestern fanden 2 stärkere explosive Eruptionen statt. Vulkanasche erreichte eine Höhe von gut 4500 m.

Turrialba: der Vulkan in Costa Rica ist weiterhin aktiv. Vorgestern wurden 32 Explosionen in 10 Stunden registriert. Die Meisten sind relativ schwach, doch manchmal kommt es zu stärkeren Explosionen. Die Vulkanasche steigt dann mehr als 1000 m über den Krater auf.

Vulkane weltweit

Aso: infolge der schweren Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu ist der Vulkan Aso ausgebrochen. Er liegt nur wenige Kilometer von Kumamoto entfernt und wurde auch direkt von einem schwächeren Beben getroffen. Der Vulkan eruptierte 2 kleinere Asche-Dampfwolken. Es könnte durchaus möglich sein, dass sich die Aktivität in den nächsten Wochen/Monaten verstärkt.

Bromo: auf Java ist der Bromo weiterhin aktiv und eruptiert Vulkanasche. Der Vulkan im Tengger-Massiv war Anfang der Woche erneut ausgebrochen.

Klyuchevskoy: in Kamtschatka eruptiert der Feuerberg weiterhin strombolianisch. Zudem registrierte das VAAC Tokyo mehrere Aschewolken die eine Höhe von 7500 m erreichten.

Nyramuragira: im Kongo ist der Lavasee im Vulkan der Virunga-Vulkankette spurlos verschwunden. Quasi über Nacht lief die Lava unterirdisch ab.

Santiaguito: in Guatemala kam es zu einer explosiven Eruption am Domvulkan. Vulkanasche stieg dabei gut 1000 m über den Krater auf. Regelmäßig gehen Schuttlawinen vom Dom ab, was auf konstantes Domwachstum hindeutet.

Sinabung: auf Sumatra ist der Sinabung wieder etwas aktiver. Der Lavadom ist kurz davor eine kritische Größe zu erreichen, so dass pyroklastische Ströme entstehen könnten.

 

Vulkane weltweit

Ätna: in den letzten Tagen zeigte sich die Seismik am Ätna etwas erhöht und es kam zu einigen Mikrobeben. Betroffen waren auch die Liparischen Inseln.

Bromo: bereits vor 2 Tagen kam es zu einer Ascheeruption, in deren Folge ein Regionalflughafen im Malang gesperrt wurden musste.

Fuego: die Aktivität ist weiterhin recht hoch. Der Vulkan eruptiert bis zu 6 Mal in der Stunde. Glühende Tephra wird bis zu 200 m hoch ausgeworfen, Vulkanasche steigt bis in einer Höhe von 4800 m auf.

Pacaya: neue Videoaufnahmen zeigen die Aktivität im Krater des Vulkans. Dort sind 2 Förderschlote aktiv. Es kommt zu Spattering und gelegentlichen Lavaströmen im Krater.

Santiaguito: gestern eruptierte der Domvulkan in Guatemala. Ein partieller Kollaps des Lavadoms generierte einen pyroklastischen Strom und eine Aschewolke.