Ambrym: Lavaseen weg?

Ich habe heute die Thermaldaten von MODIS gecheckt und es sieht so aus, als wären die beiden Lavaseen in den Kratern Marum und Benbow verschwunden. Grund hierfür ist die neue Spalteneruption in der Caldera, die nach einer Erdbebenserie begann. Das stärkste dieser Erdbeben erreichte am 19. Februar eine Magnitude von 6,5. Heute brachte es Eines auf M 5,1.

Auf den Screenshots sieht man deutlich die thermische Entwicklung in der Caldera. Im ersten Bild sind die thermischen Signaturen der beiden Lavaseen zu erkennen, im Mittleren die Spalteneruption und im dritten Bild sieht man, dass im Bereich der Krater keine Wäremstrahlung mehr auftritt. Das letzte Foto zeigt die Lage der Erdbeben der letzten Woche.

Bardarbunga: Lavasee verschwunden

Zahlreiche Beben entlang des magmatischen Ganges. © IMODie Eruption am isländischen Bardarbunga hat am Wochenende weiter stark nachgelassen. Fotos in unserer FB-Gruppe dokumentieren, dass der Lavasee im Baugur-Krater verschwunden ist. Nur an einem Vent köchelt die Lava. Trotzdem ist die Seismik heute recht hoch. Besonders entlang des magmatischen Ganges finden zahlreiche schwache Erdbeben statt. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Lava einen neuen Weg suchen wird. Auch eine explosive Eruption ist nicht auszuschließen. Eine schöne Sammlung von Luftaufnahmen seit Eruptionsbeginn gibt es bei IMO.

Bardarbunga: Aktivität schwächer

Dem Vulkanausbruch am isländischen Vulkan Bardarbunga geht langsam die Puste aus. IMO berichtet von nachlassender Aktivität. Während eines Überfluges am 16. Februar wurde nur noch ein aktiver Förderschlot im Baugur-Krater gesichtet. Der Lavasee stand deutlich tiefer und war zum Teil verkrustet. Auf dem Lavafeld gibt es nur noch wenige Lavadurchbrüche.
Heute ist die Seismik deutlich schwächer. Auf der Grafik sind erstmalig seit Beginn der Eruption keine Beben mit Magnituden größer als 3 zu sehen. In den letzten 48 Stunden wurden 73 schwache Beben registriert. Die Subsidenz hat aufgehört und die Grafik zeigt eine flatline.

Bardarbunga: Aktivität rückläufig

Die Aktivität an der Holurhaun-Spalte ist deutlich rückläufig. © IMOObwohl IMO immer berichtet, dass die Aktivität am Holurhaun ähnlich wie am Vortag sei, empfinde ich die Aktivität in den letzten Tagen als deutlich rückläufig. Die Anzahl der Erdbeben mit M größer 3 ist sehr stark zurück gegangen. In den letzten 48 Stunden wurde nur noch 1 dieser Beben registriert. Die Anzahl leichter Erschütterungen betrug in diesem Zeitraum 75. Das ist ebenfalls deutlich weniger als zuvor. Mit dem Rückgang der Bebentätigkeit ist auch die Subsidenz (Absinken des Calderabodens) fast zum Stillstand gekommen. Auf den LiveCams sieht man nur noch wenig Dampf aufsteigen. Das Lavafeld hat sich zudem auch nicht mehr wesentlich vergrößert. Im Baugur-Krater köchelt noch Lava, die Frage ist, wie lange noch?

Trotzdem ist die Gefahr einer explosiven Eruption unter dem Zentralvulkan noch nicht gebannt. Wenn der Druckabbau über die Holurhaun-Spalte nachlässt, könnte der Druck in der zähen Restschmelze unter dem Bardarbunga steigen, was letztendlich zu einem explosiven Vulkanausbruch führen könnte.

Bardarbunga: Seismik rückläufig

Seit gestern ist die Seismik am Bardarbunga weiter zurück gegangen. Es ereigneten sich nur ein paar Erdbeben mit Magnituden größer als 3. Seit Dienstag gab es kein Beben mit M größer 4. Die Anzahl schwacher Erschütterungen ist weiter zurück gegangen.

Dafür gibt es neue Fotos, welche die Depressionen auf dem Vatnajökull zeigen. Es gibt mehrere Calderons (Sinklöcher im Eis) die deutlich an Tiefe zugenommen haben. Dass bedeutet, das sich Magma in geringer Tiefe unter dem Calderaboden befindet, oder sogar unter dem Eis austritt.

Neue Messungen des Lavafeldes zeigen nur geringes Flächenwachstum, dafür hat es an Mächtigkeit zugelegt. Insgesamt wurden bisher ca. 1,4 Kubikkilometer Lava gefördert.

Bardarbung: Aktivität rückläufig

In einem neuen Kommuniqué des IMO heißt es, dass der Spiegel des Lavasees, im Krater der Holuhraun-Spalte, seinen tiefsten Stand seit seiner Entstehung erreicht hat. Gelegentlich kommt es noch zu Spattering, das Lavabrocken bis über den Südrand wirft, doch die Häufigkeit dieser Ereignisse hat ebenfalls abgenommen. Es fließt noch viel Lava durch die Kanäle des Lavafeldes. Die Förderrate liegt bei ca. 60 Kubikmeter pro Sekunde.
Die Seismik unter dem Zentralvulkan und entlang des magmatischen Ganges ist heute vergleichsweise niedrig. Während der Nacht ereignete sich kein Erdbeben mit einer Magnitude größer als 3. Die Anzahl der Schwachen Beben ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Dies könnte aber auch daran liegen, dass starker Wind eine Registrierung erschwert.

Bardarbunga: Eruption verändert sich

Die Eruption an der Holuhraun-Spalte scheint sich in den letzten Stunden deutlich verändert zu haben. Auf der Seite von Jón Frímann heißt es, dass das Südende des Lavasees zumindest oberflächlich erstarrt sein soll. Dafür bilden sich in der Nordwand des Kraters Risse. Sollte es dort zu einem Bruch der Kraterwand kommen, kann der Lavasee auslaufen. Auf der Livecam sieht man derzeit Rotglut am Ostrand des Kraters. Dieser ist mittlerweile ca. 80 m hoch, 500 m lang und 100 m breit.

Die Seismik unter dem Zentralvulkan ist hoch. In den letzten 48 Stunden ereigneten sich 13 Beben mit Magnitude größer als 3. Die Häufigkeit dieser Beben ist in den letzten Stunden geringer geworden. Dafür gibt es mehrere schwache Beben entlang des magmatischen Ganges.

Die Subsidenz des Calderabodens hat scheinbar deutlich nachgelassen. Aufgrund dieser Daten postuliert der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson das Ende der Eruption für März.

Bardarbunga: erhöhte Seismik

Seismik am Bardarbunga. © IMOHeute ist die Zahl der Erdbeben unter dem Zentralvulkan wieder etwas angestiegen. In den letzten 48 Stunden wurden 17 Beben mit M größer als 3 registriert, das Stärkste hatte eine Magnitude von 4,6. Eines dieser Beben manifestierte sich unter dem Nachbarvulkan Tungnafellsjokull. Die Anzahl schwächerer Beben ist ebenfalls höher als in den letzten Tagen. Besonders entlang des magmatischen Ganges und am Herdubreid ereigneten sich zahlreiche schwache Erdbeben.
IMO spricht davon, dass die Aktivität an der Holuhraun-Spalte nachgelassen hat, aber immer noch stark sei. Die meisten Lavaströme fließen nun in Tunnelsystemen und sind oberflächlich nicht sichtbar.

Bardarbunga: neue Daten

Das IMO veröffentlichte neue Daten luftgestützter Radarmessungen. Der Flug über den Bardarbunga wurde am 30. Dezember 2014 durchgeführt:

  • Das Lavafeld bedeckt nun 83 Quadratkilometer
  • Die Durchschnittliche Mächtigkeit des Lavafeldes beträgt 10 Meter. Im Zentrum des Lavafeldes beträgt die Mächtigkeit 12 m, im Westen sind es 14 m.
  • Am Rand des Lavasees bildet die Lava einen 40 m hohen Wall.
  • Die seit Eruptionsbeginn geförderte Lavamenge beträgt ca. 1,1 Kubikkilometer.
  • Die Subsidenz am Zentralvulkan beläuft sich auf ca. 0,25 m am Tag. Insgesamt sackte der Calderaboden um 59 m ab.

In den letzten 48 Stunden wurden unter dem Zentralvulkan 6 Erdbeben mit Magnituden größer als 3 registriert. Das Stärkste brachte es gestern Abend auf M 4,9.