Ätna: strombolianische Aktivität verstärkt

Gestern Abend verstärkte sich die strombolianische Aktivität aus dem Neuen Südostkrater weiter. Explosionen konnten im Minutentakt beobachtet werden. Die Quelle der Eruptionen war der neue Kraterkegel über dem Sattelvent.

Der Kilauea auf Hawaii ist weiterhin aktiv. In der Gipfelcaldera  brodelt ein Lavasee und ein Weiterer ist im Pu’u ‚O’o aktiv. Lavastrom 61 g fließt ins Meer und generiert einen Lavafall. Die Lavaausbrüche auf der Pali sind seltener geworden. In unserer Facebookgruppe wurden 2 Meldungen von Vulkanfreunden geteilt, die im Sperrgebiet der Gipfelcaldera erwischt wurden. Die Konsequenzen waren wenig erfreulich. Ein Betroffener zitiert die Aussage eines Rangers, nachdem das gesamte Gebiet mittlerweile sehr gut überwacht wird. Dies deckt sich mit meiner Beobachtung vom August letzten Jahres, wo ich eine gut versteckte Fotofalle im Sperrgebiet entdeckte.

In Peru ist der Sabancaya weiterhin aktiv und fördert sporadisch Aschewolken die relativ hoch aufsteigen können.

Der indonesischen Vulkan Sinabung zeichnet sich durch anhaltendes Domwachstum aus. Der Dom steht wieder kurz davor eine kritische Größe zu erreichen und man rechnet mit seinem partiellen Kollaps. Dabei werden dann pyroklastische Ströme erzeugt.

Vor der Küste Strombolis ereigneten sich mehrere schwache Erdbeben. Der „Dauerbrenner des Mittelmeeres“ ist seit seiner letzten Episode mit Lavastromtätigkeit im August 2014 nur noch sporadisch aktiv. Vielleicht stellen die Erdbeben ein Indikator dar, dass sich das bald wieder ändert.

Fuego: steigende Aktivität

Wenige Tage nach dem letzten Paroxysmus beginnen am Fuego bereits wieder strombolianische Eruptionen. Auf Mirova wird ein moderates thermisches Signal angezeigt.

Ebenfalls in Guatemala liegt der Pacaya. Hier registriert MIROVA ein mittelstarkes thermisches Signal. Dessen Ursprung ist unklar, es könnte sich um einen Waldbrand handeln.

Am Colima in Mexiko hat die Häufigkeit der Eruptionen wieder etwas zugenommen. Im Krater des Vulkans Popocatepetl wächst weiterhin ein Lavadom. Die thermische Strahlung ist relativ hoch.

Stromboli: Aktivität nimmt zu!

Unser Vereinsmitglied Rafael beobachtete am Stromboli Eruptionen die bis zu 150 m hoch aufstiegen. Vorgestern brach der Vulkan alle 10 – 15 Minuten aus. Der aktivste Schlot liegt im Südosten des Kraters. Auf der Livecam sieht man derzeit aus einem Förderschlot permanente Rotglut. In den letzten Wochen gab es im Raum der Liparischen Inseln relativ viele leichte Erdbeben.

Heute gibt es zudem eine interessante Meldung vom Bulusan auf den Philippinen: eine phreatische Eruption ließ eine Aschewolke 2 km über den Krater aufsteigen. Das VAAC Tokyo registrierte insgesamt 4 Aschewolken.

Am Sabancaya in Peru riefen die Behörden für 20 Bezirke einen Asche-Notstand aus. Die permanenten Eruptionen stellen eine zunehmende Belastung dar.

 

Stromboli: Aktivität legt zu

Thermisches Signal der Stromboli LiveCam. © INGVUpdate: Die Aktivität flaute nach wenigen Tagen wieder auf niedrigem Niveau ab.

Originalmeldung: Gestern konnte ich zum ersten Mal seit Monaten heiße Tephra im Krater ausmachen. Sie war auf der Thermalcam sichtbar und wurde kurz vorher von einer Explosion gefördert. Heute berichtet Tom Pfeiffer davon, dass Stromboli in den letzten Tagen wieder zu alter Form zurück gefunden hat. Er beobachtete alle 15 – 20 Minuten Eruptionen, bei denen glühende Tephra bis zu 250 m hoch geschleudert wurde. Leider kommt das Wiederaufleben der Aktivität für die Reisesaison 2016 etwas spät. Zwischen November und Februar ist der Fährverkehr zur Insel stark limitiert.

Ätna: erhöhte Seismik

Seismogramm des Ätna. © INGVAuf dem Seismogramm des Ätna sieht man deutlich einzelne Pulse, die sehr wahrscheinlich mit tiefsitzenden Explosionen in einem der Schlote assoziiert sind. Vermutlich ist der Ort des Geschehens der neue Pitkrater in der Voragine. Seit dem 7. August wird hier nachts Rotglut beobachtet. Der Tremor ist indes noch unauffällig.

Bemerkenswert ist auch, das die LiveCams am Stromboli wieder vernünftig funktionieren. Selbst die Realbild-Kamera auf dem Pizzo funktioniert wieder.

Weitere Meldungen: unter der Katla auf Island fand ein Schwarmbeben statt. Die stärkste Erschütterung hatte eine Magnitude von 3,5.

Stromboli: Erdbeben M 3,2

Heute ereignete sich 15 km nordwestlich der Vulkaninsel Stromboli ein Erdbeben der Magnitude 3,2. Das Hypozentrum lag mit 308 km sehr tief. Normalerweise ist so ein Erdbeben keine Meldung wert, allerdings traten vergleichbare Beben gehäuft vor der letzten Flankeneruption auf. Daher sei es hier erwähnt.

Eine ähnliche Korrelation ist am Suwanose-jima in Japan zu beobachten. Seit dem 10. August verzeichnete das VAAC Tokyo 16 Aschewolken, die von dem Vulkan ausgingen. Sie erreichten Höhen von 3 km. In der Vorwoche gab es ein Erdbeben in der Inselgruppe zu der auch der Suwanose-jima gehört.

Zu einer exakten Vorhersage von Vulkanausbrüchen eignen sich solche Erdbeben nicht. Für Vulkan-Chaser können sie aber als Indikatoren für erhöhte Wachsamkeit dienen.

Vulkane weltweit

Nevado del Ruiz: in Kolumbien kam es zu einer kleinen Ascheeruption des unruhigen Vulkans Nevado del Ruiz. Eine Aschewolke stieg gut 1300 m über den Krater auf.

Rincón de la Vieja: am Vulkan in Costa Rica ereignete sich gestern eine phreatische Eruption. Eine Eruptionswolke aus Wasserdampf und Asche stieg aus dem Kratersee empor. Im letzten Jahr gab es mehrere dieser sporadischen Eruptionen.

Sangay: in Ecuador macht nun auch der Sangay von sich reden. Im Laufe der letzten Woche wurde eine Zunahme der vulkanischen Erdbeben registriert und zeitweise setzte Tremor ein. Vor 2 Tagen kam es dann zu einigen kleineren Explosionen. Satelliten zeichneten eine thermische Anomalie auf.

Stromboli: der Vulkan auf den Liparischen Inseln vor Sizilien ist in den letzten Wochen ungewöhnlich ruhig. Es finden nur gelegentlich sehr schwache Eruptionen statt. Ich wurde mehrfach gefragt, ob sich ein Besuch derzeit lohnt? Ich denke eher nicht!

Vulkane weltweit

Colima: der Vulkan ist nach wie vor aktiv und produziert frequente Aschewolken. Fotos in unserer Facebookgruppe zeigen relativ häufige vulkanische Blitze in den Eruptionswolken.

Santiaguito: gestern kam es am Domvulkan in Guatemala zu einem partiellen Domkollaps. Pyroklastische Ströme erreichten die Basis des Vulkans und flossen in Richtung der ersten Farmen.

Soufriere Hills: auf der Karibikinsel Montserrat dampft der Dom des Soufriere Hills Volcano recht beeindrucken. Neue Meldungen vom Observatorium gibt es allerdings nicht. In den Wochenzusammenfassungen ist von geringer Aktivität die Rede. Statistisch gesehen wäre ein neue Magamschub mit Domwachstum überfällig.

Stromboli: nachdem es in den letzten Monaten recht ruhig um den Italiener war, zeigen neue Fotos, dass der Vulkan wieder etwas mehr Power hat. Die Eruptionen scheinen wieder so stark zu sein, dass man dem Vulkan eine gute Form attestieren kann.

Vulkane weltweit

Bulusan: auf den Philippinen hat der Bulusan eine Aschewolke ausgestossen die ca. 250 m hoch aufstieg. Die kleiner Eruption ereignete sich nach einem Erdbeben. Der Alarmstatus wurde auf „1“ erhöht. Bulusan liegt 70 km vom Mayon entfernt, der ja immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Sinabung: nach dem letzten Abgang pyroklastischer Ströme wächst der Dom des Vulkans auf Sumatra wieder. Ein neuer Zyklus ist im Gange und sobald der Dom wieder eine kritische Größe erreicht hat, muss mit weiteren pyroklastischen Strömen gerechnet werden.

Stromboli: in unserer Facebookgruppe ist ein Foto zu sehen, das eine Aschewolke zeigt, die vom Ort aus sichtbar war. Der daueraktive Vulkan scheint langsam wieder besser in Form zu sein.

Villarrica: der chilenische Vulkan erhöhte seine Aktivität erneut. Auf der LiveCam sieht man heute einen rot illuminierten Himmel. Die Rotglut stammt wahrscheinlich von einem Lavasee der im Förderschlot köchelt. Es könnten auch kleine strombolianische Eruptionen stattfinden. In einer Pressemeldung ist von einer neuen „Fumarole“ die Rede. Wahrscheinlich ist damit ehr ein neuer Schlot gemeint.

Stromboli: Rückkehr zur normalen Tätigkeit

Der italienische Vulkan Stromboli hat in den letzten Wochen wieder seine normale strombolianische Tätigkeit aufgenommen. Das berichten Tom Pfeiffer und Boris Behncke. Es finden pro Stunde zwischen 3 und 5 Eruptionen statt, die von niedriger-durchschnittlicher Intensität sind. Es werden auch wieder Gruppen auf die Cima geführt. Für alle Vulkantouristen ist das eine erfreuliche Nachricht zum Start der Reisesaison auf Stromboli.

Nach der starken effusiven Eruptionsphase, die am 7. August begann (Bericht) fanden nur gelegentliche strombolianische Eruptionen statt. Aus Angst vor einem Schloträumer war der Aufstieg zum Gipfel gesperrt worden.

Gestern ereignete sich ca. 30 km nordöstlich von Stromboli ein Erdbeben der Magnitude 4,3. Das Hypozentrum lag allerdings in 256 km Tiefe, daher dürften an der Erdoberfläche keine starken Erschütterungen zu spüren gewesen sein.