Gunung Agung: finaler Magmenaufstieg

Update 22.09.2017:

Eruption am Gunung Agung steht unmittelbar bevor

Am Mount Agung rechnet man nun mit einer Eruption innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die Evakuierungszone wurde nochmal vergrößert und misst jetzt 9 x 12 km. Offenbar erwartet man einen sehr heftigen Vulkanausbruch, bei dem pyroklastische Ströme entstehen können!

Bei der letzten Eruption des Agung im Jahr 1963 starben 1148 Menschen in pyroklastischen Ströme. Der Vulkanausbruch dauerte mehrere Monate. Die Eruption war eine der Stärksten des 20. Jahrhunderts.



Originalmeldung:

Am Agung auf Bali hat die seismische Aktivität weiter zugenommen. Die Wissenschaftler vor Ort sind sich sicher, dass das Magma mit dem Aufstieg aus 5 km Tiefe begonnen hat. VSI registrierte 568 vulkanische Erdbeben innerhalb von 24 Stunden. In einem Newsbericht ist von Tremor die Rede. Die seismische Energie ist sehr hoch und man rechnet mit einen größeren Vulkanausbruch. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen die 6 km Sperrzone um den Vulkan zu respektieren.

Ätna mit Aschewolken

Heute morgen konnte man am Ätna kleine Aschewolken beobachten, die von Neuen Südostkrater ausgingen. Diese kleinen Eruptionen könnten die Vorankündigung einer neuen Aktivitätsphase darstellen. Wie wir an der Seismik der letzten Wochen und Tage gesehen haben ist Magma dabei aufzusteigen.

Ätna: Tremor rückläufig

 

Am Ätna erreichte der Lavastrom gestern das Valle del Bove, wo die Geschwindigkeit des Stromes aufgrund der großen Hangneigung zunahm. An 2 Stellen fließt die Lava ins “Tal des Ochsen”. Allerdings nimmt die Stärke der Eruption kontinuierlich ab, wie man am Tremor sehen kann. Die strombolianische Aktivität am Südostkrater ist deutlich zurück gegangen. 

Das Sentinel-Foto oben zeigt die Lava des Ätnas am 16. März. Zu sehen ist der 2 geteilte Lavastrom. Ein Arm fließt Richtung Süden, der 2. Arm in südöstlicher Richtung. Seine Front war zu dieser Zeit kurz vor dem Valle del Bove am sogenannten Belvedere.

Popocatepetl: erhöhter Tremor

Tremor am Popo. © CENAPRED

Am mexikanischem Vulkan Popocatepetl wurde in den letzten Tagen ein deutlicher Tremoranstieg verzeichnet. Gestern wurde 780 Minuten lang ein Tremor mittlerer Amplitude registriert. Am Vortag waren es 381 Minuten. Zugleich verdoppelte sich die Anzahl strombolianischer Eruptionen von 4 auf 8. Diese schmissen teilweise glühende Lavabomben auf die Außenflanke des Vulkans. Trotz des erhöhten Tremors bleibt die Alarmstufe auf “gelb”.

Ätna: erneuter Tremoranstieg

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Der Tremor am Ätna ist wieder einmal erhöht und fluktuiert seit gestern Abend. DR. Boris Behncke vom INGV schreibt dazu, dass nicht nur die Tremoramplitude steigt, sondern sich das Hypozentrum in Richtung Oberfläche verlagert. Zudem wandert es von der Voragine, an den NESC vorbei in südlicher Richtung. Das bedeutet also, dass Magma zur Oberfläche aufsteigt und sich seinen Weg an die Gipfelkrater vorbei nach Süden sucht. Sollte es zu einer Eruption kommen, dann könnte sich sogar eine Spalte auf der Südflanke des Vulkans öffnen. Nicht klar ist, wie weit sich die Quelle des Tremors in den Süden verlagert. Es ist bereits der 5. Versuch eines Ausbruches in diesem Monat.

Ätna: thermisches Signal

Jahresübersicht thermische Signale. © MIROVA

Der Ätna auf Sizilien heizt langsam, aber stetig auf. Der Tremor fluktuiert im 12 Stunden Takt. Parallel dazu werden auf MIROVA thermische- und radioaktive Strahlungssignal registriert. Zudem gibt es weitere Erdbeben in Tiefen kleiner als 5 km. Derzeit ist es schwer einzuschätzen, ob die leichte Erhöhung der Aktivität zu einer neuen Ausbruchsserie führt, oder ob es nur ein Intermezzo ist. Die italienischen Kollegen vom INGV halten sich bedeckt und kommentieren das Geschehen nur wenig.

Ätna: erneuter Tremoranstieg

Mikroseismik am Ätna. © INGVLetzte Nacht gab es eine erneute Erhöhung des Tremors. Ich vermute diese hing mit einer Intensivierung der strombolianischen Tätigkeit in der Voragine zusammen. Zudem gab es in den letzten Tagen wieder vermehrte Mikrobeben. Die Hypozentren lagen in Tiefen kleiner 5 km und scheinen sich (mehr oder weniger) entlang einer SW-NE streichenden Linie ereignet zu haben, die parallel zur Hauptstörungzone des Vulkans verläuft.

Ätna: erhöhter Tremor

Leicht erhöhter Tremor am Ätna. © INGVHeute Abend steigt der Tremor am Ätna deutlich (aber nicht dramatisch) an. Da man auf der LiveCam nichts außergewöhnliches sieht, vermute ich einen Zunahme der strombolianischen Aktivität in der Voragine. Seit einigen Tagen ist dort ein Schlot schwach aktiv. Zudem gab es wieder einige schwache Erdbeben am Vulkan und es wurden von einigen Fumarolen am Neuen-Südostkrater thermische Signale registriert. Alles in Allem sieht es so aus, als würde mein Lieblingsvulkan wieder etwas munterer werden. Neue paroxysmale Eruptionen könnten sich in der nächsten Zeit wieder manifestieren!

Ätna: Tremor erhöht

Kleines Schwarmbeben am Ätna. © INGVSeit den frühen Morgenstunden ist der Tremor am Ätna deutlich erhöht. Nach einem Geräteausfall startete die Grafik mit einem deutlichen Aufwärtstrend neu. Da der Vulkan in dichten Wolken gehüllt ist, ist die Ursache des Tremors unklar. Es könnten wieder strombolianische Eruptionen in einem der Hauptkrater statt finden, es ist aber auch ein Gerätefehler denkbar. Die Seismik-Stationen sind leider offline.

Vor 2 Tagen ereignete sich im Norden des Vulkans ein kleiner Erdbebenschwarm. Die Hypozentren lagen in Tiefen kleiner 5 km und damit sehr flach.

Ätna: Tremor erhöht

Erhöhter Tremor am Ätna. ©INGVAn den italienischen Vulkanen Ätna und Stromboli hat der Winter Einzug gehalten. Stromboli ist in einem dünnen weißen Kleid gehüllt, was ein recht seltenes Phänomen ist. Ätna trägt hingegen ein Eisbärenfell. Der Schnee hat viele Messinstrumente ausfallen lassen und auf der Website des INGV ist derzeit nur eine Messstation online. Diese zeigt langsam ansteigenden Tremor. In seiner Intensität erinnert er mich an den Sommer, als die Hornitos an der Basis des NE-Kegels aktiv waren. Vielleicht startet das neue Jahr ja mit einem besonderen Feuerwerk.

Ätna und Stromboli

Heute Nacht ließ fast zeitgleich an beiden Vulkanen in Italien der Tremor nach und die Aktivität ist rückläufig. Die 4 Lavaströme am Stromboli haben sich auf einen reduziert. Die Lava strömt aber noch aus einem Förderschlot ca. 60 m unterhalb des Kraterrands. Laut Dr. Boris Behnke erreicht der Lavastrom nicht mehr das Meer.

Am Ätna hat die Lavastromtätigkeit bereits in den vergangenen Tagen nachgelassen, doch die Schlote an der Basis des NE-Kraters waren noch explosiv tätig. Der geringe Tremor deutet darauf hin, dass die Stärke der Explosionen nachgelassen hat. Auf der LiveCam konnte ich Vulkanasche erkennen, die von den Förderschloten aufsteigt.