Gunung Agung: weiterer Tremor

Am Gunung Agung verschärft sich die Situation zusehends: heute waren und sind mehrere Tremor-Episoden auf dem Seismogramm zu sehen. Seltsamer Weise bleibt der Alarmstatus auf “orange”, obwohl jetzt alles sehr schnell gehen kann, aber nicht muss. Magma steigt aus dem Magma-Reservoir in 4-5 km Tiefe unter dem Vulkan weiter auf und sucht sich seinen Weg zur Oberfläche. Natürlich kann es immer noch stecken bleiben, ohne dass es zu einer Eruption kommt, doch je intensiver der Tremor wird und je länger er andauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine Eruption.  Sehr wahrscheinlich zögert man nun die Alarmstufe “rot” auszurufen, weil die Vulkanologen von Seiten der Regierung unter Druck gesetzt werden. Man fürchtet kurz vor den Weihnachtsferien einen weiteren Einbruch des Tourismus.


Gunung Agung: kleine Eruption und Tremor

Eruptionswolke am Gunung Agung. Sie besteht überwiegend aus Wasserdampf, scheint aber auch (juvenile) Vulkanasche zu enthalten. Foto: Hans J. Struck

Update 15.00 Uhr:

Scheinbar möchte das Magma im Gunung Agung doch nicht durchstarten. Der Tremor endete wieder gegen 21.30 Uhr Ortszeit. Der Vulkan stellt uns weiterhin auf eine Geduldsprobe. Die Gefahr einer größeren Eruption ist aber wieder deutlich gewachsen.

Update 13.00 Uhr:

Die Eruption wurde von offizieller Seite bestätigt. Um 17.35 Uhr stieg eine erste Eruptionswolke auf. Sie erreichte eine Höhe von 700 m über den Krater. Die Seismik ist sporadisch wieder aufrufbar und zeigt harmonischen Tremor, der nach dem Ausbruch einsetzte und nun deutlich anzieht und stabiler wird. Das Magma scheint sich endgültig auf den Weg zu machen. Jetzt könnte es stündlich/täglich mit einem großen Ausbruch los gehen und ich gehe davon aus, dass der Alarmstatus bald wieder auf “rot” gesetzt wird. Momentan hält das PVMGB aber noch die 2. höchste Alarmstufe “orange”. Die Bevölkerung wird aufgerufen Ruhe zu bewahren.

Originalmeldung:

Am Gunung Agung auf Bali ereignete sich heute gegen 18.00 Uhr (Ortszeit) eine kleine Asche-Dampf-Eruption. Dies berichtet vulkane.net Leser Hans j. Struck, der in Sichtweite des Vulkans lebt. Von ihm stammt auch das Foto. Von offizieller Seite gibt es noch kein Statement. Die Seismik des VSI ist nicht aufrufbar. Ich vermute, dass die starken Regenfälle der letzten Stunden zu einer phreatischen Eruption führten: das versickernde Wasser verdampfte im Untergrund des Vulkans schlagartig und sorgte für die Eruptionswolke. In der Regel wird bei solchen Ausbrüchen keine frische Lava gefördert, sondern anstehendes Lavagestein aus dem Krater pulverisiert und emittiert. Trotzdem verdeutlicht das Ereignis, wie heiß der Untergrund des Vulkans mittlerweile ist. Das Magma muss relativ hoch im Fördersystem stehen. Phreatische Eruptionen können Vorzeichen einer größeren Eruption sein.

Gunung Agung mit nicht-harmonischen Tremor

13.11.2017

Am Vulkan in Bali wurden 79 schwache Erdbeben aufgezeichnet. Dazu kamen 3 Phasen mit nicht-harmonsichen Tremor. Das meiste Magma scheint derzeit in einer Tiefe von 4 km festzustecken.

12.11.2017

Gestern wurden am Gunung Agung auf Bali 66 Erdbeben registriert, zudem 6 Phasen mit nicht-harmonischen Tremor. Das ist schon eine relativ hohe Anzahl und ein Indiz dafür, wie aktiv das Magma unter dem Vulkan ist. Heute sind auf dem Seismogramm auch wieder Tremorphasen zu erkennen.

Tremor und der Schrei des Vulkans

Vulkanische Erdbeben und Tremor sind wichtige Indizien für einen bevorstehenden Vulkanausbruch. Bei den meisten explosiv eruptierenden Vulkanen wurde harmonischer Tremor registriert und auch bei effusiven Eruptionen ist er nicht selten. Meistens setzt der Tremor einige Stunden vor einer Eruption ein und hält auch während dieser an. Eine Abnahme des Tremor ist meisten ein Hinweis darauf, dass die Eruption langsam zu einem Ende kommt. Wie Tremor entsteht ist nicht zu 100% geklärt, doch es gibt Modelle die mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffend sind.

Wie langperiodische Erdbeben, so schwingt auch der harmonische Tremor üblicher Weise in einer Frequenz zwischen 1-5 Hz. Ein harmonisches Tremorsignal im Seismogramm wird als irregulär sinusoidal beschrieben. Es ähnelt also mehr oder weniger einer Sinuskurve. Auf dem Seismogramm erhält man ein gleichförmiges Signal ohne einzelne Höhepunkte und ohne Unterscheidung in S und P-Wellen. Das Signal hält mehrere Minuten, oft sogar Stunden, oder Tage an. Es wurde auch schon Tremor registriert, der mehrere Wochen, oder Monate anhielt.

Entstehung von harmonischen Tremor

Harmonischer Tremor wird durch Druck-Fluktuationen von entgasenden Magma hervorgerufen, was in den Medien auch schon als „Magma-Wackeln“ bezeichnet wurde: durch entweichende Gasblasen beginnt das zähflüssige Magma zu Wackeln und zu Schwingen, während es durch das Fördersystem des Vulkans aufsteigt. Dieses lässt sich am Besten mit einem Topf voll kochendem Haferschleim vergleichen. Die brodelnden Gasblasen versetzten den Schleim in Schwingung, was sich auf den Topf überträgt. Wir hören ein dumpfes Brodeln. Genauso kann auch der vulkanische Tremor Infraschall hervorrufen, den wir mit bloßem Ohr normalerweise nicht hören können. Die Betonung liegt auf normalerweise, denn mir ist in der Nähe aktiver Förderschlote bereits öfters ein dumpfes Grollen am Rande der Wahrnehmbarkeit zu Ohr gekommen, welches ich mit dem spürbaren Tremor assoziierte. In der Tat kann die Frequenz eines Tremors bis zu 30 Hz betragen, wenn der Vulkan unmittelbar (Sekunden) vor einer Explosion steht.

Wissenschaftler des AVO untersuchten an mehreren Vulkanen harmonischen Tremor. Vielen Feuerbergen scheint eigens zu sein, dass der Tremor mit niedrigen Frequenzen (0,5-2 Hz) beginnt, welche sich unmittelbar vor einer Eruption bis auf 20 Hz (und sogar darüber hinaus) steigern.

Infraschall und der Schrei des Vulkans

Mit Hilfe eines einfachen technischen Tricks konnten die AVO-Wissenschaftler um Alicia Hotovec-Ellis den, vom Tremor erzeugten, Infraschall für Menschen hörbar machen: sie beschleunigten Aufnahmen des Infraschalls 60-fach (10 Sekunden Audio entsprechen 10 Minuten Tremor) und schon konnten sie den „Schrei des Vulkans“ hören. Je höher der Schrei wird, desto weniger Zeit bleibt bis zur Explosion:

 

Die amerikanischen Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass am Vulkan Redoubt in Alaska, nicht nur die Tremorfrequenz ansteigt, je näher eine explosive Eruption rückt, sondern dass dort der Tremor unmittelbar vor einer Explosion ganz aussetzt, der Schrei abrupt verstummt:

 

Nicht-harmonischer (spasmodic) Tremor

Neben dem harmonischen Tremor gibt es noch eine größere Bandbreite von Tremorsignalen, die in einer höheren Frequenz schwingen, als es für harmonischen Tremor typisch ist. Das führt uns zu nicht-harmonischen Tremor, der im englischen Sprachgebrauch als spasmodic tremor bezeichnet wird. Hier liegen die Frequenzen normalerweise über 5 Hz. Wird spasmodic tremor registriert, erfolgen einzelne langperiodische Erdbeben so schnell hintereinander, dass das nächste Erdbeben erfolgt, noch bevor die Schwingungen des vorangegangenen Bebens ausgeklungen sind. Es können sogar S und P-Wellen registriert werden. Bei einem harmonischen Tremor können keine einzelnen Erdbeben mehr voneinander unterschieden werden. Nicht-harmonischer Tremor ist sehr wahrscheinlich noch mit dem Brechen von Gestein assoziiert, während sich die Fluide (Magma und Gas) einen Weg nach oben bahnen.

Eine weitere Sonderform des Tremors ist der gebänderte Tremor, der auf Neudeutsch banded tremor genannt wird. Dieser kommt überwiegend in einem Frequenzbereich zwischen 12 und 20 Hz vor und ist ein zyklisch wiederkehrendes Signal mit gleichlangen Pausen, so dass auf dem Seismogramm ein Bandmuster entsteht. Gebänderter Tremor wurde 2008 und 2009 am Ätna auf Sizilien registriert und analysiert.




Quellen:
Steven R McNutt, Encycolpedia of Earth System Science, 1992
Alicia Hotovec-Ellis, University of Washington (Audio Quelle)
David Bercovici, Geowissenschaftler der Universität Yale

Gunung Agung: vermehrte Tremor-Episoden

16.10.2017

Status des Gunung Agung unverändert

Am Gunung Agung ist alles unverändert: gestern ereigneten sich 788 Erdbeben. Tremor wurde nicht registriert. dafür gab es letzte Nacht ein Erdbeben M 3,2 an der Nordküste. Dieses Erdbeben stand nicht in direktem Zusammenhang mit dem Vulkan.

Sperrzone am Kirishima vergrößert

Aufgrund verstärktem Gasausstoß wurde gestern die Sperrzone am Kirishima auf 3 km vergrößert. Vulkanologen rechnen mit höherer Explosivität der Ausbrüche. Ähnlich verhielt es sich bei der letzten eruptiven Phase 2011.

Seismik auf Island hoch

Entlang der isländischen Störungszonen, die den Verlauf der kontinentalen Plattengrenzen markieren, kommt es in den letzten Tagen zu erhöhter Seismik. Besonders viele Erdbeben gibt es am Reykjanes, den Vulkanen Katla und Bardarbunga, Askja und der Tjörnes-Fracture Zone nördlich von Island.

15.10.2017

In den letzten Tagen wurden mehrere Episoden mit nicht-harmonischen Tremor registriert: gestern waren es 6. Insgesamt fanden 1142 Erdbeben statt. Auffällig ist, dass in den letzten beiden Tagen die Anzahl flacher Erdbeben zurück ging, dafür aber mehr Erdbeben in Tiefen von mehr als 5 km registriert wurden. Es strömt also noch ordentlich Magma nach und je länger diese Aufheizphase dauert, desto stärker könnte die resultierende Eruption sein, wenn es denn zu einer kommen wird.

Kirishima mit explosiven Eruptionen

Laut einem Newsbericht soll der Tremor am japanischen Vulkan Kirishima stark rückläufig sein. Trotzdem kommt es es weiterhin zu explosiven Eruption und dem Ausstoß von Vulkanasche. Das VAAC Tokyo registriert ungefähr alle 6 Stunden eine Eruption.

Kilauea: Lavadelta umgeformt

In den letzten Tagen gab es mehrere Oberflächen-Lavaströme am Lavadelta des Kilauea. Diese manifestierten sich kurz vor der Küstenlinie und flossen als Lavafälle über die Steilküste. Das Lavadelta ist somit sehr mächtig geworden. Die vor wenigen Wochen gemeldeten Risse im Lavadelta wurden überdeckt. Das HVO wart explizit davor, das Lavadelta zu betreten, denn es kann jeder Zeit kollabieren.

Ätna mit Ascheemission

In unserer FB-Gruppe “volcanoes and volcanism” ist ein Foto des Ätnas aufgetaucht, das eine kleine Aschewolke über den Neuen-Südostkraterkegel zeigt. Die Erdbebentätigkeit ist recht lebhaft: in den letzten Tagen gab es noch einen kleinen Erdbebenschwarm unter der Nordflanke des Vulkans. Zudem wurden mehrere sehr schwache Erdbeben in geringer Tiefe aufgezeichnet. Der letzte größere Erdbebenschwarm ist jetzt gut 6 Wochen her. Wenn man davon ausgeht, dass das Magma ähnlich schnell wie im Winter aufsteigt, dann könnten in gut 2 Wochen neue Paroxysmen  einsetzten. Dass ist allerdings nur meine Spekulation.

Gunung Agung: Drohne abgestürzt

14.10.2017:

Die Verdichtung der seismischen Signale von gestern Abend hat sich in Luft (oder vielmehr Stein) aufgelöst. Die Erdbebentätigkeit sieht wieder wie in den Vortagen aus. Das Magma hat noch keinen Weg nach draußen gefunden. Heute fand bei VSI/PVGMB noch kein update statt, so dass ich keine neuen Zahlen präsentieren kann. Sobald sie verfügbar sind, reiche ich diese nach.

Update 21.00 Uhr

Auf dem Seismogramm sieht man heute Abend eine Zunahme der Erdbebentätigkeit. Zudem wird die Grundlinie dicker, was ein Anzeichen für beginnenden Tremor sein könnte. Es kann sich aber auch nur um eine Zwischenphase handeln die wieder abklingt, dennoch sollte man in den nächsten Stunden ein Auge auf die Seismik haben! Hier findet ihr die LiveSeismik.

Originalmeldung:

Der Krater des Gunung Agung sollte mit einem ferngesteuerten Flugzeug erkundet werden. Nun berichten einheimische Medien von einem Misserfolg des Projekts. Während des Jungfernfluges fiel die Kamera schon beim Steigflug aus. Gestern krachte die Drohne dann während des 2. Starts vor eine Brücke, wobei sie stark beschädigt wurde. Die Balinesen machen die Geister im Vulkan für das Desaster verantwortlich, während ich ein wenig an den Fähigkeiten des Piloten zweifel, oder ein technisches Versagen für wahrscheinlich halte. Auf jeden Fall bleibt der Krater des Vulkans unbeobachtet.

Die Geister im Berg reagierten gestern auf die Entweihung durch die Drohne ein wenig verschnupft: es wurden 963 Erdbeben registriert und 7 Episoden mit Tremor. Dieser war nicht-harmonisch und wies keine eindeutigen Spektrallinien auf. Es ist nicht klar bestimmbar, ob der Tremor durch aufsteigendes Magma verursacht wurde, oder andere Ursachen hatte. Harmonischer Tremor ist normalerweise mit dem finalen Magmaaufstieg vor, oder während einer Eruption assoziiert. Das Auftreten von nicht-harmonischen Tremor wurde an anderen Vulkanen öfters während der Aufheizphase beobachtet. Es bleibt spannend am Gunung Agung!

Gunung Agung: finaler Magmenaufstieg

Update 23.09.2017, 20.00 Uhr:  

Im Laufe des Tages verstärkte sich die Seismik wieder. Allerdings erfolgte noch keine Eruption. Erfahrungsgemäß kann dieses Spiel mehrere Tage dauern bis es zur Eruption kommt. Am Bardarbunga dauerten die Erdbeben sogar mehrere Wochen, bis der Vulkan eruptierte. Das Magma erhöht den Druck im Vulkan und sucht sich eine Schwachstelle im Vulkangebäude.

Update 23.09.2017:

Gunung Agung auf höchster Warnstufe

Gestern Abend wurde die höchste Warnstufe am Gunung Agung auf Bali ausgerufen. Es wurden 586 vulkanotektonische Erdbeben registriert, sowie 116 Erdbeben in geringer Tiefe. In den ersten Stunden des heutigen Tages (zwischen 0.00 und 6.00 Uhr) registrierten die Seismometer 72 vulkanotektonische Erdbeben. Statistisch gesehen war die Seismik rückläufig.

In den letzten Tagen wurden von gläubigen Hindus Zeremonien abgehalten, um die Geister der Ahnen im Vulkan zu besänftigen. Trotzdem wurden bisher mehr als 10.000 Menschen evakuiert. Die Notunterkünfte verzeichnen weiterhin Neuankömmlinge. Mehr als 200.000 Personen sollen sich im Osten Balis bereithalten, die Gegend schnell zu verlassen.

Übernächste Wochen beginnen in Australien Ferien, dann rechnet man auf Bali mit besonders vielen Touristen. Wenn der Vulkan wie befürchtet ausbricht, dürfte es zu massiven Beeinträchtigungen kommen. Sehr wahrscheinlich wird auch der Flugverkehr gestört. Touristen sollen sich auf Entsprechendes einstellen und ihre Reisepläne überdenken.

Laut einem Medienbericht, den Bernard Duyck in der Tribun Bali entdeckt hat, sollen Tiere bereits auf der Flucht sein. Von Schlangen und anderen Reptilien ist bekannt, dass sie empfindlich auf seismische Wellen reagieren.

Update 22.09.2017:

Eruption am Gunung Agung steht unmittelbar bevor

Am Mount Agung rechnet man nun mit einer Eruption innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die Evakuierungszone wurde nochmal vergrößert und misst jetzt 9 x 12 km. Offenbar erwartet man einen sehr heftigen Vulkanausbruch, bei dem pyroklastische Ströme entstehen können!

Bei der letzten Eruption des Agung im Jahr 1963 starben 1148 Menschen in pyroklastischen Ströme. Der Vulkanausbruch dauerte mehrere Monate. Die Eruption war eine der Stärksten des 20. Jahrhunderts.

Originalmeldung:

Am Agung auf Bali hat die seismische Aktivität weiter zugenommen. Die Wissenschaftler vor Ort sind sich sicher, dass das Magma mit dem Aufstieg aus 5 km Tiefe begonnen hat. VSI registrierte 568 vulkanische Erdbeben innerhalb von 24 Stunden. In einem Newsbericht ist von Tremor die Rede. Die seismische Energie ist sehr hoch und man rechnet mit einen größeren Vulkanausbruch. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen die 6 km Sperrzone um den Vulkan zu respektieren.

Ätna mit Aschewolken

Heute morgen konnte man am Ätna kleine Aschewolken beobachten, die von Neuen Südostkrater ausgingen. Diese kleinen Eruptionen könnten die Vorankündigung einer neuen Aktivitätsphase darstellen. Wie wir an der Seismik der letzten Wochen und Tage gesehen haben ist Magma dabei aufzusteigen.

Ätna: Tremor rückläufig

 

Am Ätna erreichte der Lavastrom gestern das Valle del Bove, wo die Geschwindigkeit des Stromes aufgrund der großen Hangneigung zunahm. An 2 Stellen fließt die Lava ins “Tal des Ochsen”. Allerdings nimmt die Stärke der Eruption kontinuierlich ab, wie man am Tremor sehen kann. Die strombolianische Aktivität am Südostkrater ist deutlich zurück gegangen. 

Das Sentinel-Foto oben zeigt die Lava des Ätnas am 16. März. Zu sehen ist der 2 geteilte Lavastrom. Ein Arm fließt Richtung Süden, der 2. Arm in südöstlicher Richtung. Seine Front war zu dieser Zeit kurz vor dem Valle del Bove am sogenannten Belvedere.

Popocatepetl: erhöhter Tremor

Tremor am Popo. © CENAPRED

Am mexikanischem Vulkan Popocatepetl wurde in den letzten Tagen ein deutlicher Tremoranstieg verzeichnet. Gestern wurde 780 Minuten lang ein Tremor mittlerer Amplitude registriert. Am Vortag waren es 381 Minuten. Zugleich verdoppelte sich die Anzahl strombolianischer Eruptionen von 4 auf 8. Diese schmissen teilweise glühende Lavabomben auf die Außenflanke des Vulkans. Trotz des erhöhten Tremors bleibt die Alarmstufe auf “gelb”.

Ätna: erneuter Tremoranstieg

151121

Der Tremor am Ätna ist wieder einmal erhöht und fluktuiert seit gestern Abend. DR. Boris Behncke vom INGV schreibt dazu, dass nicht nur die Tremoramplitude steigt, sondern sich das Hypozentrum in Richtung Oberfläche verlagert. Zudem wandert es von der Voragine, an den NESC vorbei in südlicher Richtung. Das bedeutet also, dass Magma zur Oberfläche aufsteigt und sich seinen Weg an die Gipfelkrater vorbei nach Süden sucht. Sollte es zu einer Eruption kommen, dann könnte sich sogar eine Spalte auf der Südflanke des Vulkans öffnen. Nicht klar ist, wie weit sich die Quelle des Tremors in den Süden verlagert. Es ist bereits der 5. Versuch eines Ausbruches in diesem Monat.