Turrialba erneut ausgebrochen

In Costa Rica ist der Vulkan Turrialba erneut ausgebrochen. Das VAAC Washington registrierte heute 2 Aschewolken, die bis in einer Höhe von 3500 m über dem Meeresspiegel aufgestiegen sind. Der Vulkan selbst hat eine Höhe von 3340 m, von daher waren die Eruptionen nicht besonders groß. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Wind die Aschewolken oft schnell seitlich verfrachtet und die Vulkanasche daher nicht hoch aufsteigt. Der Turrialba war im letzten Jahr (siehe Foto) sehr aktiv und erzeugte permanent Aschewolken. Dieses Jahr scheint nicht nur er ruhiger geworden zu sein.

Manam zeigt thermisches Signal

In Papua Neuguinea geht es am Vulkan Manam heiß her: MIROVA registriert ein thermisches Signal mit einer Leistung von 20 MW. Da das VAAC heute keine Eruptionswolke meldet, liegt die Vermutung nahe, dass Lava im Krater austritt. Die Wärmesignatur würde zu einem kurzen, zähen Lavastrom passen, oder auch zu einem keinen Lavadom. Glühende Tephra, die von strombolianischen Eruptionen gefördert wird, ist auch in der Lage ein entsprechendes Signal zu erzeugen. Es könnten erste Anzeichen eines bevorstehenden Paroxysmus sein.

Ätna eruptiert Aschewolke

Bereits am Dienstag eruptierte der Ätna auf Sizilien wieder kleine Aschewolken. Diese gingen vom Neuen Südostkrater aus und waren von relativ heller Färbung. Daher ist es möglich, dass altes Material ausgeblasen wurde und noch keine Tephra aus frischer Lava. Es wird sporadisch eine schwache Wärmesignatur registriert. Auf den jüngsten Sentinel-Satellitenaufnahmen präsentieren sich die Schlote ungewöhnlich kalt. ein größerer Ausbruch scheint noch auf sich Warten zu lassen.

Vulkane der Philippinen

Auf den Philippinen stehen derzeit 4 Vulkane unter besonderer Beobachtung: Bulusan, Kanlaon, Mayon und Taal. Kurioserweise wurden gestern bei allen 4 Vulkanen 3 vulkanotektonische Erdbeben registriert. Bei den Vulkanen Mayon und Taal wurde zudem leichte Inflation festgestellt. Beim Kanlaon war es hingegen Deflation. Beim Mayon wurde nachts zudem Rotglut im Kraterbereich gesichtet. Es ist also gut möglich, dass es hier bald weitere Eruptionen geben wird. Auch am Taal Vulkan scheint ein Ausbruch im Bereich des Möglichen zu liegen.

Shindake eruptiert erneut

Auf der japanischen Vulkaninsel Kuchinoerabujima ist der Krater Shindake wieder aktiv. Nach einer Serie kleinerer Eruptionen erzeugte er heute Morgen eine größere Aschewolke. Diese stieg bis in einer Höhe von 5300 m auf. Erst in der letzten Woche gab es größere Eruptionen mit pyroklastischen Strömen. Die Glutwolken stellen eine ernste Bedrohung für die Insulaner dar. Diese mussten ihre Heimat in der Vergangenheit bereits öfters verlassen.

Tinakula mit thermischen Signal

Der entlegene Inselvulkan Tinakula scheint zu erwachen. Satellitenfotos zeigen eine schwache thermische Anomalie und Fotos, die von einem Passagierjet aus aufgenommen wurden, dokumentieren eine Dampfwolke. Es ist gut möglich, dass der Vulkan bereits strombolianisch aktiv ist. Tinakula ist eine unbewohnt und liegt im Norden des Archipels von Santa-Cruz. Die Inselgruppe gehört zu den Salomonen. Tinakula ist 851  m hoch. Die Insel kann man durchaus als Stromboli des Pazifiks bezeichnen. Sogar eine Feuerrutsche ist vorhanden! Die letzte bekannte Eruption ereignete sich im Oktober 2017.

Turrialba in Aktion

In Costa Rica spukt der Turrialba erneut Vulkanasche. Laut dem VAAC steigen die Aschewolken bis zu 4300 m auf. Der Vulkan ist seit mehreren Jahren aktiv. Größere Aschewolken beeinträchtigten bereits den Flugverkehr im Mittelamerikanischen Land zwischen zwei Ozeanen.

Ätna eruptiert weiterhin Vulkanasche

Der Ätna auf Sizilien erweist sich weiterhin als Dreckschleuder und eruptiert Aschewolken. Diese manifestieren sich im Abstand von ein paar Minuten aus der Bocca Nuova und dem Nordostkrater. Die Aschewolken steigen einige Hundert Meter hoch auf und werden vom Wind in östlicher Richtung verfrachtet. Tremor wird keiner registriert, dafür aber schwache seismische Signale, die mit den entsprechenden Explosionen assoziiert sind. Es findet weiterhin Mikroseismik statt, die auf die üblichen Magmenbewegungen hindeutet. Stärkere Erdbeben sind in den letzten Tagen ausgeblieben.

Turrialba eruptiert Aschewolken

In Costa Rica ist der Turrialba besonders aktiv. Das VAAC registrierte 2 Aschewolken, die bis zu 4300 m ü.N.N. aufstiegen. Das entspricht gut 1000 m über Kraterhöhe. Der Vulkan ist seit mehreren Jahren aktiv, doch höhere Aschewolken werden selten ausgestoßen. Normalerweise steigen die Aschewolken nur ein paar Hundert Meter auf.

Fuego steigert sich

Der Fuego in Guatemala ist weiterhin aktiv und steigert die Höhe seiner Eruptionswolken. So wurde Vulkanasche in 6 km Höhe festgestellt. INSVUMEH berichtet von 3 starken Eruptionen, deren Druckwellen Scheiben klirren ließen. Glühende Tephra stieg bis zu 300 m hoch auf. MIROVA registriert eine thermische Strahlung in Höhe von 52 MW. Diese könnte auf einen kurzen Lavastrom hinweisen, oder auf eine größere Menge glühender Tephra. Es sieht so aus, als würde sich der Vulkan auf einen neuen Paroxysmus vorbereiten.

Campi Flegrei: Kleiner Erdbebenschwarm

In der vergangenen Woche gab es 2 kleine Erdbebenschwärme im Bereich der Caldera. Der Erste manifestierte sich am 14. Januar und bestand aus 7 einzelnen Erschütterungen sehr geringer Magnituden. Der 2 Schwarm wurde am 18. Januar festgestellt und bestand aus 4 Mikroerdbeben. Grund zur Sorge gibt es derzeit aber noch nicht. Die Beben zeigen lediglich an, dass sich Fluide im Untergrund bewegen. ein Vulkanausbruch steht nicht unmittelbar bevor. Das gleiche gilt für den benachbarten Vulkan Vesuv. Auch hier manifestierten sich gestern 5 Mikrobeben in geringen Tiefe.

Lascar mit thermischen Signal

In der chilenischen Atacama heizt der Vulkan Lascar weiter auf. MIROVA verzeichnet eine geringe thermische Strahlung in Höhe von 5 MW. Seit Anfang Dezember werden thermische Signale registriert. Diese stammen sehr wahrscheinlich von einer Hochtemperatur-Fumarole, was darauf hindeutet, das Magma im Fördersystem aufsteigt. Weitere Daten wie Seismik und Inflation liegen nicht vor. Trotzdem würde es mich nicht überraschen, wenn der Vulkan in den nächsten Monaten eruptieren würde.

Shiveluch: Vulkan eruptiert Aschewolken

Der Shiveluch auf Kamtschatka war gestern wieder besonders aktiv. Der Vulkan eruptierte 2 Aschewolken, die Vulkanasche bis in einer Höhe von 7300 m transportierten. Typischer Weise gehen die Eruptionen am Shiveluch mit partiellen Kollaps des Lavadoms einher. In den letzten Tagen waren sporadisch auftretende Aschewolken beobachtet worden, die eine Höhe von 4 km erreichten.

Ätna mit thermischer Strahlung

Gestern registrierte MIROVA eine hohe thermische Strahlung in Höhe von 103 MW. Diese wird vom Lavastrom emittiert, welcher weiterhin aus dem Kegel des „Puttusiddu“ strömt. Kontinuierliche strombolianische Eruptionen lassen den Schlackenkegel deutlich anwachsen. Dieser verändert ständig seine Form. An klaren Tagen ist der Lavastrom auf den Thermal-Kameras von Satelliten sichtbar. Diese Form der relativ milden Tätigkeit kann über lange Zeiträume weitergehen. Diesmal scheint sich keine direkte Vorläufer-Tätigkeit eines Paroxysmus zu sein. Allerdings kann sich das schnell ändern.

Batur mit hohen Gaskonzentrationen

Wieder einmal steht die indonesische Insel Bali im Fokus der Berichterstattung: Vom Batur gibt es eine inoffizielle Warnung vor hohen Gaskonzentrationen im Kraterbereich. Dort soll vermehrt Schwefeldioxid austreten. Als Grund sehen einheimische Vulkanbeobachter den starken Dauerregen, der seit 4 Tagen anhält. Dadurch würde mehr Dampf erzeugt werden der sauer riecht und die Atemwege reizt. Es wird das Tragen von Atemmasken empfohlen. Auf der Seite des VSI/ PVMGB ist davon nichts zu lesen, daher kann ich die Meldung nicht verifizieren.

Sakurajima eruptiert gelegentlich

Auf der japanischen Insel Kyushu eruptiert der Sakurajima weiterhin. Allerdings kommen die Vulkanausbrüche unregelmäßig und in relativ großen Zeitintervallen. Vulkanasche steigt bis zu 3000 m ü.N.N. auf.

Turrialba weiterhin aktiv

In Costa Rica spuckt der Turrialba weiterhin Vulkanasche. Diese erreicht eine Höhe von 4000 m ü.N.N. und wird zusehends zu einem Problem für umliegende Gemeinden. Diese leiden unter dem ständigen Ascheregen. Die Flugaufsicht hat ein Auge auf den Asche-Speier, da die jeder Zeit größere Eruptionen generiert werden könnten, die den Flugverkehr gefährden.

Yellowstone: Steamboat-Geyser bricht Rekord

Vor 2 Tagen eruptierte der weltgrößte Geysir Steamboat erneut. Es war der 30. Sprung in diesem Jahr. Damit stellte der Geysir im Yellowstone-Nationalpark einen neuen Rekord auf und überbot seine bisherige Bestleistung von 1964. Die bemerkenswerte Aktivität des Geysirs spiegelt -laut dem USGS- keine Änderung im Status des Caldera-Vulkans wieder. Vielmehr kommt die Aktivität durch lokale Änderungen im Hydrothermal-Systems des Yellowstones zustande.

Steamboat Geyser liegt im Norris Geyser Basin, welches vor einigen Jahren in den Schlagzeilen stand, weil sich der Boden dort anhob. Zugleich stiegen die Temperaturen einige Quellen und es bildeten sich neue hydrothermale Erscheinungen. Damals postulierten einige Medien bereits den Ausbruch des Supervulkans.

Póas mit grünem Kratersee

Die Farbe des Sees im Krater des Póas (Costa Rica) verwandelte sich in Grün. Diese Umfärbung deutet auf eine Änderung des Mineralbestandes des Wassers hin. Noch im letzten Jahr befand sich der Póas in einer eruptiven Phase, bei der der Kratersee verdampfte. Der Nationalpark wurde für Besucher gesperrt. Seit dem 1. September 2018 ist der Park wieder für Besucher zugänglich. Dank der intensiven Grünfärbung dürfte der Kratersee wieder zahlreiche Besucher locken. Ein schönes Beispiel, wie schnell sich das Gesicht eines Vulkans ändern kann.

Turrialba eruptiert Vulkanasche

Der Turrialba in Costa Rica ist weiterhin ziemlich aktiv. Mehrmals täglich werden Aschewolken eruptiert. Das VAAC registriert Vulkanasche in 5300 m Höhe. Teilweise wird auch glühende Tephra ausgestoßen. In den letzten Tagen steigerte sich die lang anhaltende Tätigkeit etwas.

Vesuv mit weiterem Erdbeben

Gestern wurde am Vesuv bei Neapel ein weiteres Erdbeben der Magnitude 2,0 registriert. Es folgte ein Weiteres mit M 1,2. Die Hypozentren lagen in weniger als 1000 m Tiefe. Ein weiterer Erdbebenschwarm bliebt allerdings aus.

Fuego: Hohes thermisches Signal

Am Fuego in Guatemala geht es wieder heiß her: MIROVA registriert ein hohes thermisches Signal in Höhe von 119 MW. Möglicherweise wird wieder ein kleiner Lavastrom gefördert. Auf jeden Fall wird Vulkanasche eruptiert, welche laut dem VAAC bis zu 6000 m hoch aufsteigt. Die Aschewolken driften in nordwestlicher Richtung. INSIVUMEH berichtet sogar von Aschewolken, welche eine Höhe von 9000 m erreichen. Glühende Tephra steigt 200 m hoch auf. Die vulcanianischen Eruptionen sind zum Teil stark und generieren Schockwellen. Die Seismik ist erhöht.

Laut einem Medienbericht wurde der Aufstieg zum Fuego gesperrt. Unklar ist, ob damit nur der direkte Zugang über den Sattel zwischen Acatenango und Fuego gemeint ist, oder ob auch der Acatenango nicht mehr bestiegen werden darf.


Santiagito erzeugt pyroklastischen Strom

Mit dem Santiaguito steht ein weiterer Vulkan Guatemalas in den Schlagzeilen. Hier wird seit einigen Tagen eine Zunahme der Aktivität beobachtet. Gestern gingen mehrere Schuttlawinen und ein kleiner pyroklastischer Strom ab.

Karangetang mit steigender Aktivität

Der Vulkan auf der Insel Api Siau liegt im Norden des indonesischen Archipels. Am Gipfel des Vulkans befinden sich mehrere Krater entlang einer Störungszone. In einem der Krater wächst nun wieder ein Lavadom. Die Seismik ist deutlich erhöht und MIROVA registriert eine Wärmestrahlung von 40 MW.

Der steile Stratovulkan überragt mehrere Siedlungen. Die Menschen hier leben mit der Gefahr pyroklastischer Ströme. Schon öfters wurden auf Api Siau Siedlungen von ihnen vernichtet.

Merapi: Dom wächst weiter

Der Lavadom im Krater des Merapi wächst weiter. Die tägliche Wachstumsrate liegt bei ca. 3000 Kubikmeter. Bereits letzte Woche ging eine glühende Schuttlawine ab. Die Vulkanologen warnen zugleich vor pyroklastischen Strömen. Dennoch registriert MIROVA bisher keine kontinuierliche Wärmestrahlung und auch bei Sentinel sieht man kein thermisches Signal. Möglicherweise wird derzeit noch eine relativ kalte Restschmelze aus dem Förderschlot gequetscht.

Turrialba eruptiert Aschewolke

In Costa Rica hat der Turrialba seine Aktivität verstärkt: die sporadischen Asche-Eruptionen gingen in einem kontinuierlichen Asche-Ausstoß über. Die Vulkanasche lagerte sich in 14 km Entfernung vom Flughafen in San José ab. Noch geht der Flugbetrieb normal weiter, doch dass könnte sich ändern, wenn der Wind stärker wird, oder die Asche höher aufsteigt. Bisher erreicht sie eine Höhe von 500 m über dem Krater.

Mayon: Phreatische Eruptionen

Am Mayon auf den Philippinen ereigneten sich heute 2 phreatische Eruptionen. Die schwachen Vulkanausbrüche folgten im Abstand von 6 Minuten und ließen eine Eruptionswolke 500 m über Gipfelhöhe aufsteigen. Bereits vor einigen Tagen gab es eine vergleichbare Eruption. Die Dampfexplosionen zeigen, dass es im Fördersystem des Vulkans recht heiß ist. Unklar ist, ob es sich um Restwärme der Eruptionsphase Anfang des Jahres handelt, oder ob bereits wieder frisches Magma aufsteigt. Letzteres Szenario ist nicht unwahrscheinlich, da PHILVOLCS Inflation registriert. Zudem ist der Schwefeldioxid-Ausstoß mit fast 2000 Tonnen am Tag hoch. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass wir in den nächsten Wochen/Monaten weitere Eruptionen des Mayon erleben werden. Typisch für den Stratovulkan ist Domwachstum mit explosiven Eruptionsphasen.

Fuego weiterhin aktiv

In Guatemala ist der Fuego weiterhin munter. Auch nach seinem Paroxysmus in der letzten Woche eruptiert der Vulkan ohne größere Pause weiter. INSIVUMEH berichtet von bis zu 15 explosiven Eruptionen pro Stunde. Diese werden als schwach bis moderat beschrieben. Glühende Tephra wird bis zu 200 Meter über den Krater ausgeworfen. Vulkanasche erreicht eine Höhe von 4600 m ü.NN.

Kilauea: Asche-Emissionen

Bereits am 23 November registrierte das VAAC Asche-Dampf-Wolken die vom Kilauea auf Hawaii ausgingen. Genaue Daten fehlen, aber sehr wahrscheinlich standen die Wolken mit Kollaps-Events am Halemaʻumaʻu, oder Puʻu ʻŌʻō im Zusammenhang. Berichte beim HVO konnte ich nicht entdecken. Die News-Meldungen werden nicht mehr täglich aktualisiert, da der Vulkan nicht eruptiert. Allerdings wird magmatische Aktivität im Untergrund registriert: Inflation deutet darauf hin, dass sich die Magmen-Reservoirs in der Mittleren-Ostrift-Zone wieder auffüllen. Unklar ist allerdings, wie lange es dauert, bis wieder Lava sichtbar sein wird.

Turrialba eruptiert Aschewolke

In Costa Rica ist der Turrialba weiterhin aktiv. Der Vulkan spie gestern 2 Aschewolken aus, die vom VAAC Washington registriert wurden. Vulkanasche stieg bis in 4000 Metern Höhe auf und wurde in westlicher Richtung verfrachtet. Der Vulkan ist seit mehreren Jahren aktiv und stößt sporadisch Aschewolken aus.

Fuego: Höhepunkt überschritten

Die erhöhte Aktivität am Fuego geht weiter, allerdings hat der Tremor bereits gestern Abend nachgelassen. Der Lavastrom erreichte eine Länge von 1000 m. Von seiner Front gingen Schuttlawinen ab. Glühende Tephra wurde bis zu 200 m über Kraterhöhe ausgeworfen. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 4800 m ü.NN. Der Vulkanausbruch hatte viele Merkmale eines Paroxysmus, allerdings fehlte die hoch aufsteigende Lavafontäne. Die Aktivitätssteigerung spielte sich überwiegend effusiv ab, in dem der Lavastrom gefördert wurde und wohl auch noch wird. Ähnlich wie am Ätna auf Sizilien scheint der Gasdruck zu fehlen, um eine Lavafontäne zu erzeugen.

Anak Krakatau verstärkt seine Aktivität

Gestern eruptierte Krakatau wieder eine Aschewolke, welche vom VAAC Darwin registriert wurde. Vulkanasche wurde in 1300 m Höhe nachgewiesen. Das VSI beschreibt eine Aschewolke, die 600 m über den Krater aufstieg. Insgesamt wurden 224 seismische Eruptions-Signale aufgefangen. Zudem wurden mehrere vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Der Tremor hat eine durchschnittliche Amplitude von 8 mm. Auf einem aktuellen Sentinel-Foto sieht man wieder eine thermische Anomalie im Bereich des Förderschlots.

Turrialba eruptiert Vulkanasche

In Costa Rica eruptiert der Turrialba weiterhin Vulkanasche. Täglich ereignen sich mehrere Eruptionen, die Aschewolken gut 500 m aufsteigen lassen, bevor der Wind sie verdriftet. Der Tremor schwankt zwischen hoch und moderat.

Villarica eruptiert strombolianisch

Der Viillarica in Chile stand schon länger nicht mehr in den Schlagzeilen. Nun steigerte sich die Aktivität des Gletscher bedeckten Vulkans deutlich. Gestern wurden strombolinaische Eruptionen beobachtet, die glühende Tephra gut 80 m über den Kraterrand hinaus schleuderten. Am Vortag wurden rot illuminierte Dampfwolken gesichtet. Tief im Krater des Vulkans brodelt ein Lavapond. Diese hat einen Durchmesser von ca. 15 m und befindet sich in 75 m Tiefe.

Piton de la Fournaise eruptiert weiter

Die Eruption am Piton de la Fournaise geht weiter, allerdings auf niedrigem Niveau. Gestern wurde allerdings wieder ein Lavastrom ausgemacht, der an der Oberfläche fließt. In den letzten Tagen beschränkte sich die Aktivität auf unterirdische Lavaströme, die in Tunneln unterwegs waren. Wahrscheinlich verstopfte einer dieser Tunnel, durch den Kollaps der Decke, so dass der Lavastrom an der Oberfläche austrat. entsprechend erhöht war die Wärmestrahlung: MIROVA registrierte 286 MW. Der Kegel auf dem Förderschlot dampft vor sich her, ohne dass glühende Tephra gefördert werden würde. Der Tremor nimmt weiterhin leicht ab, ist aber noch erhöht. Unter dem Dolomieu wird immer noch eine leichte Inflation gemessen. Es strömt also noch Magma in ein flache Reservoir.

Turrialba: Krater vergrößerte sich

In Costa Rica stellten Vulkanologen fest, das sich der Krater des Turrialba vergrößerte. Erdrutsche und partielle Kollapse von der Südwand der Kraters ließen diesen wachsen. Das Material stürzte in den Krater und verstopfe den Schlot. Die Forsche gehen nun davon aus. dass diese Verstopfung Grund der letzten 2 Explosionen waren, welche sich am 5. und 10. Oktober ereigneten. Bei diesen Eruptionen wurde das eingebrachte Material wieder heraus gepustet. Am Kraterrand entdeckte man bis zu 25 Zentimeter durchmessende Klasten.

Anak Krakatau: Aktivitätsrückgang

Nach der Hochphase der letzten Wochen, ist die Aktivität am Krakatau derzeit rückläufig. Seit mehreren Tagen werden keine Lavaströme mehr beobachtet. Auf der Seismik sind die Signalamplituden niedriger geworden und MIROVA registriert nur noch eine moderate Wärmestrahlung in Höhe von 38 MW. Das VAAC Darwin meldete die letzte Aschewolke gestern Mittag. Sehr wahrscheinlich ist der Vulkan noch strombolianisch aktiv, starke Explosionen wie vom 15. Oktober bleiben aber aus. Trotzdem kann sich die Aktivität schnell wieder steigern. Die 2 km Sperrzone bleibt bestehen.

 

Rincon de la Vieja: Eruption

Am Rincon de la Vieja in Coste Rica ereignete sich eine kleinere Eruption. Zunächst gab es um 11.15 Uhr eine Meldung des VAAC Washington über einen möglichen Vulkanausbruch. Vulkanasche konnte allerdings nicht registriert werden. Später wurde von Institut OVSICORI eine Eruption bestätigt. Demnach soll eine Eruptionswolke bis zu 1 km über den Krater aufgestiegen sein. Ich vermute einmal, dass es sich um eine phreatische Eruption gehandelt hat, bei der überwiegend Dampf eruptiert wurde.  Im Krater des Vulkans gibt es einen Kratersee.

Turrialba mit Aschewolke

Um noch ein wenig in dem Land zwischen den Ozeanen zu verweilen: vom Turrialba wurde bereits vorgestern eine Aschewolke gemeldet. Diese stieg gut 1000 m hoch auf. Der Wind verteilte die Asche recht schnell, so dass eine diffuse Eruptionswolke entstand.