Tongariro: neue Fakten über den Vulkanausbruch

In Bezug auf den Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Nordinsel sind nun genauere Fakten bekannt:

  • Der Ausbruch ereignete sich um 23.50 und dauerte ca. 30 Minuten
  • Vulkanasche schoss bis zu 7 km hoch, Lavabomben flogen bis zu einem Kilometer weit.
  • Vulkanasche driftete bis zu 200 km weit Richtung Napir
  • Ascheablagerungen im Umkreis des Vulkans im Zentimeter-Bereich
  • Einige Inlandsflüge wurden gestrichen und Strassen gesperrt
  • Alarmstatus „2“, Warnung für den Lufverkehr auf „orange“
  • Vermutlich phreatische Explosion (die Kiwis sprechen von hydrothermale Eruption)

Letzterer Punkt würde bedeuten, dass der Ausbruch durch hohen Wasserdampfdruck im Fördersystem des Vulkans entstand und nur wenig, bzw. keine frische Lava ausgestossen wurde. Wissenschaftler von GeoNet sammeln gerade Ascheproben um zu untersuchen, ob beim Ausbruch frisches Material gefördert wurde, oder ob die Asche altes Gestein ist, dass durch die Explosion pulverisiert wurde.

Die Wissenschaftler konnten bei einem ersten Inspektionsflug das Eruptionszentrum nicht lokalisieren, da der Tongariro zum größten Teil in den Wolken hing. Augenzeugen sprechen hingegen von 3 neuen Schloten, die derzeit dampfen.

 

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