Deformation

Von Deformation (Bodendeformation) spricht man, wenn sich die Hangneigung eines Vulkans ändert. Wird der Vulkanhang steiler, dann dringt meistens Magma in das Gestein unter einem Vulkan ein. Oft bildet sich dabei ein Magmakörper (Magmakammer) und der Vulkan bläht sich auf. Der Vulkanologe bezeichnet diesen Vorgang als Inflation. Fließt das Magma ab, dann verringert sich die Hangneigung des Vulkans und man spricht von Deflation.

Epizentrum

Das Epizentrum ist der Ort an der Oberfläche, welcher genau über einem Erdbebenherd (Hypozentrum) liegt. In der Seismologie geht man vereinfachend davon aus, dass sich ein Erdbeben auf einen Punkt konzentriert. In der Realität hat die Bruchzone einen Erdbebens meistens eine Längserstreckung entlang einer Störungszone.

Hypozentrum

Unter Hypozentrum versteht man die Lage des Erdbebenzentrums. Also jener Punkt in der Erdkruste (oder im Erdmantel), an dem sich ein Erdbeben ereignet. Das Epizentrum beschreibt den Ort an der Erdoberfläche über dem Hypozentrum.

Inflation

Inflation bezeichnet das Eindringen von Fluiden (Magma, Gas, Wasser) in einem Magmenkörper. Der Vulkan über dem Magmenkörper bläht sich auf, wodurch seine Hänge steiler werden. gegenteiliger Prozess wird als Deflation bezeichnet.

Lava

Lava ist eruptiertes Magma, aus dem die Fluide (Gas, Wasser) zum größten Teil entwichen sind. Lava enthält bereits viele Kristalle und erstarrt früher oder später zu Vulkangestein. Magma kann auf unterschiedliche weise eruptiert werden und bildet unterschiedliche Lava-Arten und Vulkanite.

Magma

Als Magma bezeichnet man eine Gesteinsschmelze im Erdinneren, welche aus geschmolzenen Mineralien besteht und flüchtige Substanzen enthält. Bei diesen handelt es sich um Fluide, die flüssig, oder gasförmig sein können. Wird die Gesteinsschmelze aus einem Vulkan eruptiert, entweichen diese Fluide zum großen Teil. das Magma wird zur Lava. Die Lava kühlt ab und erstarrt zu festem Gestein. Diese Gesteine nennt man Vulkanite.

Magmatischer Gang

Ein magmatischer Gang (Dyke) entsteht, wenn Magma in einem Gesteinskörper eindringt. Das Magma nutzt Schwachstellen im Gestein aus, oder nutzt bereits vorhandene Risse, durch die es fließt. Das Eindringen (intrudieren) des Magmas in das Gestein löst meistens schwache Erdbeben aus. Erstarrt das Magma, dann bildet sich ein langgestreckter Körper aus einem magmatischen Gestein. Ein magmatischer Gang kann wie eine Rohrleitung fungieren und Magma seitwärts bis zu einem Eruptionszentrum transportieren.

Pyroklastische Ströme

Pyroklastische Ströme sind heiße Wolken aus Vulkanasche, Blöcke und Gas, die am Vulkanhang zu Tal rasen. Sie haben ein großes zerstörerisches Potenzial und entstehen meistens durch Kollaps eines Lavadoms. Sie können auch entstehen, wenn von der Front eines zähflüssigen Lavastroms große Gesteinspakete abbrechen. Das Gas in der Lava wird durch den Kollaps explosionsartig freigesetzt. Die Lava explodiert und wird fragmentiert, also zu kleineren Fragmenten und Vulkanasche zerblasen. Die Gase sind sehr heiß und bilden ein Luftkissen, welches die Reibung zum Boden verringert. Dadurch erreichen pyroklastische Ströme große Geschwindigkeiten. Da die treibende Kraft die Gravitation ist, werden pyroklastische Ströme auf steilen Hängen schneller, als auf sanft geneigten Vulkanflanken. Sie fließen oft durch Schluchten und Bachläufen, können aber auch größere Hindernisse überspringen.

Pyroklastische Ströme zerstören praktisch alles in ihrem Weg. Die Gase können bis zu 1000 Grad Celsius heiß sein. Die Blöcke in den Strömen sind manchmal so groß wie ein Kühlschrank und erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h. Noch höhere Extremwerte sind möglich. Pyroklastische Ströme sind so ziemlich das gefährlichste, was einem am Vulkan begegnen kann. Das Heimtückische: pyroklastische Ströme entstehen nicht nur an Domvulkanen, sondern sie gibt es als Sonderformen. Selbst am „gutmütigen“ Ätna wurden schon welche gesichtet. Dort entstehen sie meistens, wenn sich ein heißer Lavastrom durch die Wand eines Kraterkegels frisst.

Pyroklastische Ströme können sich auch aus kollabierenden Eruptionswolke bilden. Dann werden sie Glutlawinen (base surges) genannt. Reist der Gasschub einer großen Eruptionswolke ab, kollabieren diese. Die Tephra rast dann an den Seiten des Kegels herab.

Eine weitere Sonderform der pyroklastischen Ströme sind die sogenannten Glutwolken. Diese werden auch nuées ardentes genannt. Sie bilden sich durch peleanische Eruptionen, die auch seitwärts gerichtet sein können. Im Gegensatz zu den normalen pyroklastischen Strömen, kommen hier mehr große Blöcke vor.

Seismik

Seismik ist der Oberbegriff für sämtliche Erdbeben. Ob es sich um tektonische bedingte Erdbeben handelt, oder ob sie mit dem Vulkanismus im Zusammenhang stehen, spielt erst einmal keine Rolle.

Seismologie

Seismologie ist die Lehre von den Erdbeben und der Ausbreitung von Erdbebenwellen (seismischen Wellen) in der festen Erdkruste. Die Seismologie ist eine Teildisziplin der Geophysik. Das Wort Seismologie stammt vom griechischen Begriffen seismós ab, was Erschütterung bedeutet.

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