Yellowstone: Tremor ebenfalls erhöht!

Update: Erik Klemetti schreibt auf wired science über den Yellowstone. Er hat mit Vulkanologen von dort kommuniziert. Diese meinten, dass der erhöhte Tremor wahrscheinlich auf stürmisches Wetter zurückzuführen sei. Einige der Seismographen würden zudem alt sein und an exponierten Stellen stehen, sodass es zu Fehlfunktionen kommen kann.

Ein vulkane.net Leser machte mich auf erhöhten Tremor in der Yellowstone Caldera aufmerksam. Weiß jemand etwas darüber? Ich werde das morgen genauer recherchieren.

19 Gedanken zu “Yellowstone: Tremor ebenfalls erhöht!”

  1. …Nur komisch, dass die jetzt auf einmal so auffallen, wenn die Erde da doch immer bebt…..und dass es nicht möglich scheint, dass sich mal ein paar entsprechende Techniker auf den Weg machen und die verflixten Seismometer und die Umgebung ins Visier nehmen, alte Geräte austauschen etc.. Der Tourismusbranche sowie den dortigen Politikern kann doch nur daran gelegen sein, dass sämtliche Katastrophengerüchte schnellstens fachlich und offiziell ausgeräumt werden! Dass dies anscheinend nicht geschieht, spräche dann wieder dafür, dass vielleicht doch was dran ist…

    Hella

  2. Dass es auf Santorini Erdbeben gibt ist so normal wie dass es hier in Deutschland regnet.
    Unter Yellowstone bebt es im Jahr auch tausende Male. Genauso wie hier in Deutschland unter der Eifel.
    Diese Hot-Spot Regionen sind nunmal vulkanisch aktiv und dazu gehören Erdbeben die uns immer noch zeigen, dass dort Magma in Bewegung ist.
    Dies ist jedoch nicht gleich damit zu interpretieren, dass ein Ausbruch bevorsteht.

    Nehmen wir als Beispiel Yellowstone. Dort gab es in den letzten 50 Jahren zwei sehr heftige Erdbeben am 30. Juni 1975 mit der Stärke 6,1 und davor am 18. August 1959 mit der Stärke 7,5. Dies sind aber nur Extrembeispiele.

    Mfg

  3. Hallo Marc,

    meinst du mit den wahrscheinlich doch gestörten Signalen s.o. Yellowstone oder Santorini, von dem hier zuletzt die Rede war?
    Auf Santorini haben immerhin Menschen die Beben gespürt, welcher Herkunft sie auch immer sein mögen.

    Gruß Hella

  4. Ich finde es auffällig, dass die Signale gleich bis zum Anschlag der Skala durchschlagen und dann wenig variieren. Das deutet schon auf eine Störung hin. Sturm und Schneeauflast, sowie große Temperaturschwankungen können die Seismometer beeinflussen. Am Stromboli und Ätna sieht man bei schlechtem Wetter auch oft ein hohes Grundrauschen. Winddruck auf den Boden darf nicht unterschätzt werden, dadurch kann der Boden richtig schwingen und einige Wissenschaftler forschen derzeit daran, ob Unwetter sogar Erdbeben auslösen können.
    Natürlich kann man im Augenblick einen echtenTremor auch nicht ausschließen. An Verschwörungstheorien glaube ich weniger, selbst wenn man an touristischen Hot-Spots sowas bestimmt nicht sofort an die große Glocke hängen wird.

  5. Auf Santorini soll es heute mittag ein Beben der Stärke 2,9 gegeben haben, das von den Inselbewohnern auch wahrgenommen wurde. Dies zumindest war keine Fehlaufzeichnung eines gestörten Seismometers.

    Hella

  6. Guten Tag allerseits,

    es ist tatsächlich auffällig, dass viele der Seismographen plötzlich Fehlmessungen bringen sollen. Und der Verweis auf 2012 ist ein wirklich guter. Verschwörungstheorien bringen glaube ich gar nix. Fakt ist, dass gerade bei den Touristenmagneten etwas in Gang geraten ist, egal was es ist.
    Ich glaube auch nicht an diese vielen Fehlmeldungen. Allerdings glaube ich auch nicht daran, dass sowohl in Santorin als auch im Yellowstone ein großer Ausbruch stattfinden wird. Dafür müssten gerade am Yellowstone weitere Seismographen ausschlagen, ausdauernd ausschlagen! Die Geräte, die über der tatsächlichen Magmakammer installiert wurden, zeigen nur wenig Aktivität. In Santorin fehlt es auch an andauernder Tätigkeit. Vielleicht füllen sich tatsächlich ganz allmählich die Kammern, aber mehr auch nicht. … Zur Zeit zumindest. 😉

    • Es wird immer von einem großen Ausbruch gesprochen, wenn es darum geht, dass befürchtet wird, dass so ein Riese ausbrechen könnte.

      Aber hat es nicht in der Vergangenheit oft genug den Fall gegeben, dass sich in einer zusammengefallenen Caldera im Laufe der Zeit neue Vulkane gebildet haben? (Vesuv, Mount Mazama)

      Es muss ja nicht heissen, dass wenn der Yellowstone ausbricht, es genauso heftig passieren wird wie beim letzten Mal.

      Genauso gut kann es doch sein, dass es irgendwann zu einem kleineren Ausbruch kommt, der einen neuen Vulkan inmitten der Yellowstone-Caldera schafft.

      • Ja, halte ich auch für wahrscheinlicher. Im Yellowstone soll zwar gerade eine Supereruption seit etwa 40 000 (!) Jahren überfällig sein, trotzdem gabs ziwschen durch häufiger begrenzte Ausbrüche.
        Die Eifel an sich wäre auch überfällig, aber soweit ich aus Literatur darüber schließen konnte der Laacher See Vulkan noch nicht unbedingt, da seine Magmakammer sich sehr lange und langsam füllt. Explosive Eruptionen gab es aber auch schon anderswo in der Eifel (Riedener Vulkankomplex z.B. weit früher). Neuer Vulkanismus in der Eifel käme auch eher nicht aus schon bestehenden Vulkanen, wahrscheinlicher entstünden neue. Insofern müsste man wahrscheinlich den gesamten Boden der Eifel überwachen was kaum möglich scheint. Wo will man die Messungen machen außer am Laacher See, das interessiert mich mal? Vielleicht würden alle bekannten Stellen wie Laacher See, Brubbel… unruhiger ohne dass man daraus schließen könnte wo genau es zu einem Ausbruch kommt und wann. In der Eifel auch möglicherweise recht plötzlich ohne große Vorzeichen. Man kann ja nach Ameisenhaufen Ausschau halten… am besten halten alle Eifelbewohner ihre Sinne offen und achten auf das Verhalten ihrer Katzen, die sie alle halten sollten 😉

        Nea Kameni könnte wieder ausbrechen, aber seit der letzten g r o ß e n Eruption auf Santorini sind gerade mal 3600 Jahre vergangen, der Abstand zwischen solchen Kalibern soll mind. 10 000 Jahre betragen, da wär der Laacher See noch vorher fällig. Aber Vulkane halten sich nicht zuverlässig an solche Regeln, sollte man nicht vergessen.

        Hella

      • Gerade habe ich in einer Auflistung gegenwärtig aktiver Vulkane auf Juski’s Erdebebenvorhersage Santorini und Yellowstone auf Stufe 1 (Aktivitäts-Skala 1-5)
        gefunden. Das hieße doch, dass eine gewisse Aktivität mittlerweile zugegeben wird. Allerdings weiß ich nicht woher Juski diese Einschätzung hat. Habe per mail nachgefragt. Und der Tambora gesellt sich ebenfalls mit Stufe 1 zu den Katastrophenkandidaten dazu. Welche Überraschung.
        Oder wird diesen Kandidaten generell mindestens Stufe 1 zugeteilt?

        http://juskis-erdbebenvorhersage.blogspot.com/

        Gruß Hella

  7. Trotzdem behaupten die Zuständigen in Yellowstone es gäbe da nichts Ungewöhnliches zu verzeichnen.
    Siehe der Artikel von Erik Klemetti (über volcano discovery)
    http://www.wired.com/wiredscience/2012/01/yellowstone-the-anatomy-of-a-supposed-volcanic-conspiracy/

    Müssten die es nicht eigentlich am besten nachprüfen können…es sei denn da gäbe es wirklich eine Art blinden Fleck oder Verschwörung.
    Ich habe noch nie so häufig von unzuverlässigen Seismometern gelesen wie etwa seit der Jahreswende.
    Immer an Orten mit viel Katastrophenpotenzial. Nach Santorini und La Palma jetzt Yellowstone. Ach ja, und die Engländer verdächtigten den Laacher See- Vulkan. Klingt alles sehr nach 2012.
    Was fehlt noch? Am Toba hat es Ende letzten Jahres mal gebebt. Oder falsch gemessen…?
    Und was machen die Campi Flegrei und der Vesuv bei Neapel? Gibts da auch unnormale Beben oder defekte Seismometer?

    Hella

    • Zumindest rüsten sie was den Laacher See angeht nun langsam auf, da für 2012/2013 nun endlich Fördergelder für seismische Gerät und Ga-Messstationen bewilligt wurden.

      Obwohl ich nicht denke, dass alleine den Laacher See zu überwachen nicht ausreichen wird, denn das Vulkangebiet Eifel an sich ist ja nun wesentlich größer.

      Und wer weiss, was sich da im Laufe der Zeit so alles entwickelt hat, oder noch entwickeln wird. Man kann es nie wissen.

  8. Wir diskutieren bei uns im Forum auch über dieses Thema, und ich finde die Aussage, dass es am Wetter liegen soll, mehr als unglaubwürdig.

    Weltweit stehen seismische Messstationen, dann ist es doch seltsam dass nirgends diese Anlagen auf Wetterbedingungen so reagieren, wie ausgerechnet die Anlagen, die auf einer der größten Zeitbomben der Erde platziert sind, und von denen man doch eigentlich Zuverlässigkeit vorrausetzt. Oder hat bei den letzten zwei Orkan-Besuchen jemand solche Ausschläge auf deutschen Seismogrammen sehen können?….

    Ich habe mal einen Seismologen von der deutschen Erdbebenzentrale angeschrieben, und er sagt zu den Seismos von Yellowstone folgendes:

    In den
    Aufzeichnungen sind tatsaechlich regelmaessig
    monofrequente, an- und abschwellende Signale zu finden, also typische
    Merkmale von Tremoren. Auch an anderen
    Stationen des Messnetzes in Yellowstone treten solche Signale auf. Es
    handelt sich also sicher nicht um eine Fehlfunktion
    der Seismometer.

    Also nichts mit Fehlfunktion. Zumal: die Seismos sind in Behältern, diese sind in den Boden eingelassen, und sind von oben abgedeckt….

  9. Wenn man den YS schon länger beobachtet fällt tatsächlich auf, dass es anders ist als sonst. In anderen Foren wird über einen Wetterumschwung diskutiert, der das Material der Seismos strapaziert oder über arbeiten mit schwerem Gerät in der Nähe. Ich glaube das aber nicht, da das Ganze Jahr über nicht solche Ausschläge in diesem Maße auftraten, auch nicht letztes Jahr im Winter. Und die Stationen an denen erhöhter Termor vorlag sind auch in der ganzen Caldera verteilt, wobei andere Stationen in der Nähe wieder keinen Ausschlag haben.
    Kann es eher sein, dass durch die aktuellen Temperaturen dort (-7 °C und Schneefall) der Boden sequenziell so abgekühlt ist, dass sich dadurch „high-velocity-zonen“ bilden, die die Erdbebenwellen schneller und besser leiten ?

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