Brüssel, Brügge, Gent

3 Städte, eine Geschichte

Belgien ist zwar ein relativ kleines Land, etablierte sich in Europa aber als Hauptsitz von EU und NATO. Grund genug, um dem Land eine Reise zu widmen ist das zwar nicht, aber da sind ja noch die alten Innenstädte von Brüssel, Brügge und Gent, die Besucher aufgrund ihrer mittelalterlichen Geschichte und Architektur der Renaissance anlocken. In Brüssel findet sich ein ansprechendes Ensemble alter Prachtbauten, die den zentralen Platz umschließen. Die barocken Fassaden und das gotische Rathaus stehen seit 1998 auf der Liste des Weltkulturerbes und zählen zu den schönsten Gebäuden Mitteleuropas.

Atomium von Brüssel

Ein weiteres „must see“ von Brüssel ist das Atomium. Es ist weitaus jünger als die zahlreichen sehenswerten Gebäude der Innenstadt und wurde zur Expo 1958 errichtet. Das futuristische Gebäude wurde als Sinnbild des Atomzeitalters errichtet und erinnert an die Atomstruktur einer kubischen Kristallstruktur, wobei jede der 9 Kugeln ein Atom darstellt. Die meisten der 18 Meter durchmessenden Kugeln sind für Besucher zugänglich. Die gesamte Konstruktion erreicht eine Höhe von 102 m.

Die Gründung der Städte geht teilweise auf das 2. und 3. Jahrhundert zurück. Damals siedelten dort Bauern, die Kontakt zum Römischen Reich hatten. Im Laufe der Zeit wurden die Nordseehäfen als Handelsplätze wichtiger und damit stieg auch die Bedeutung der Siedlungen an den Handelswegen abseits der Küste. Als Handelswege dienten damals Flüsse und Kanäle.

Zur vollen Pracht entwickelten sich Brüssel, Brügge und Gent im 14. und 15 Jahrhundert. Genauso, wie etwa Venedig, oder Florenz in Italien, die uns eigentlich als erstes einfallen, wenn von der Renaissance die Rede ist. Tatsächlich hat Brügge heute auch den Ruf als Venedig des Nordens.

Brügge und seine Kanäle

Tatsächlich lassen sich Teile vom alten Brügge besser vom Boot aus erkunden als per Auto. Ein über 10 km langes Kanalnetz umgibt die Altstadt. Die Kanäle -die hier Renen genannt werden- verbanden die Altstadt mit dem Hafen Zeebrügge. Die Handelsgilde hatte großen Einfluß auf die Stadtentwicklung. So war Brügge eine Schnittstelle zwischen London und anderen Handelsstädten entlang der Hellwege. Ihren Reichtum verdankte die Stadt dem Handel, was sich in den prächtig dekorierten Häusern am Großen Markt wiederspiegelt. Auch die Kirchen und Basiliken der Stadt lassen sich nicht lumpen: Blattgold überall!

Keltenstadt Gent

Ein ähnliches Bild erfährt man in Gent. Dort reihen sich die prächtigsten Handelshäuser entlang des Leie-Hafens. Ihre Bedeutung erlangte die Stadt im Mittelalter aufgrund des florierenden Tuchhandels. Die Gründung der Stadt geht auf die Kelten zurück. Heute steht die 2. größte Stadt Belgiens nicht nur bei der UNSECO hoch im Kurs, sondern auch bei Studenten und Kulturschaffenden.

Die größte Stadt Belgiens ist nicht etwas die Hauptstadt Brüssel, sondern Antwerpen. Während Brüssel heute von der Politik dominiert wird, ist Antwerpen auch heute noch ein mächtiges Handelszentrum. Ein Eckpfeiler des Handels bilden Diamanten.

 

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