Urlaub an der Ostsee

Die deutsche Ostseeküste beherbergt viele beliebte Urlaubsorte und einige geologische Besonderheiten. Besonders, da zur Zeit Auslandsreisen nur sehr eingeschränkt möglich sind, erfahren die heimischen Urlaubsorte eine Renaissance. In den Sommerferien könnte es schwierig werden noch einen Platz im Hotel, oder auf dem Campingplatz zu bekommen.

Gerade Camping erfreut sich wachsender Beliebtheit. Meiner Erfahrung nach sind die Campingplätze in Deutschland oft nur rudimentär ausgestattet und alles andere als geräumig: Privatsphäre bleibt kaum! Trotzdem kann Campingurlaub eine Alternative sein, wenn man soziale Kontakte zu seinem Zelt- oder Caravan-Nachbarn sucht. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, wird sie auf deutschen Campingplätzen bestenfalls im Winter finden. Trotzdem verbrachten meine Familie und ich Pfingsten 2020 auf einem Campingplatz in Freest. Das ist ein kleiner Fischerort an der Peene-Mündung. Wir übernachteten in einer kleinen Mietbungalow und zahlten für pro Nacht 50 €. Mein Sohn Leroy zeigte sich nicht nur von dem Hochbett mit Vorhang begeistert, sondern auch von dem kleinen Strand an der Flussmündung, die sich 200 m vom Campingplatz entfernt befand. Begeistern konnte auch der kleine Fischereihafen.

Am ersten Morgen stattete ich dem Hafen einen Besuch ab und beobachtete morgens um 7 Uhr eine Handvoll Fischer, die in ihren kleinen Motorbooten mit ihrem Fang zurückkehrten. In der Peene-Mündung tummelten sich Brassen, Herringe und sogar eine große Meerforelle, die der Fischer stolz als Lachs präsentierte. Der bärtige Mann erklärte, dass er das ganze Jahr über keinen Zander gefangen hätte: die Robben hätten sich zu sehr vermehrt und würden den begehrten Raubfisch verdrängen. In dem Mann hatte ich einen Seelenverwandten gefunden: genau wie ich, hält er nicht viel von all den kontrollierenden Beschränkungen moderner Zeiten und der permanenten Reduzierung von Eigenverantwortung und Freiheit. Trotzdem -oder gerade deswegen- ist er sehr naturverbunden und liebt das Meer.

Peenemünde und die beiden Vs

Am Vormittag ging es dann nach Peenemünde auf der Insel Usedom. Der Weg führte uns über eine imposante Hebebrücke und weiter zu dem geschichtsträchtigen Ort. In Peenemünde war die Raketenschmiede des Deutschen Reichs untergebracht. Findige Waffeningenieure schafften es die ersten ernst zunehmenden Raketen zu bauen und erlangten damit traurigen Weltruhm. Die erste richtige Rakete, die in der Lage war bis an den Rand des Weltraums vorzudringen war die V2. Ein Model von Hitlers Vergeltungswaffe steht -scheinbar startbereit- neben ihrem Vorgänger V1. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die deutschen Raketeningenieure um Werner von Braun von den Amerikanern angeworben und entwickelten auf Grundlage der V2 die Saturn-Rakete der amerikanischen Mondmission Apollo.

Genug des geschichtsträchtigen Exkurs steuerten wir am Nachmittag die Strände der Insel an. Zuerst ging es zu einem Strand nahe Peenemünde. Trotz gerade erst eingesetzten Corona-Lockerungen war er recht gut besucht. Allerdings weit davon entfernt voll zu sein. Dank der starken Brise dominierten die Kyte-Surfer Küste und Himmel: mit beeindruckendem Tempo steuerten die Drachenbezwinger ihre Bretter über das Wasser. Mein Leroy amüsierte sich im Sand und buddelte was das Zeug hielt.

Am nächsten Tag statteten wir dem Ort Heringsdorf einen Besuch ab und fanden es sehr mondän. Die Masken tragenden Urlauber flanierten über die Landungsbrücke, die hier den Strand dominiert und fest in italienischer Hand zu sein scheint. Damit meinte ich jetzt nicht die Mafia, sondern Eisdielen und Pizza-Restaurants. Am Strand mieteten wir uns einen der Strandkörbe, die als Sinnbild für die deutschen Küsten gelten. Wäre da nicht die große LED-Tafel im Meer gewesen, die die Urlauber aufforderte Abstand zu halten und Masken zu tragen, hätte man für einige wertvolle Augenblicke lang das Schlamassel um Corona vergessen können.

Insel Rügen und die Kreidefelsen

Schlange stehen vor einem Restaurant war bis dato hierzulande ja praktisch unbekannt, doch dank „wait to be seated“ und der Registrierungspflicht der Anti-Coronamaßnahmen, gehört das wohl der Vergangenheit an. Dennoch gibt es in der Gegend zahlreiche nette Restaurants, in denn man freundlich bedient wird. Das Beste erlebten wir am Folgetag im Ort Glowe auf Rügen. Ich persönlich finde die Insel weitaus abwechslungsreicher als Usedom. Tatsächlich entdeckten wir einen nahezu menschenleeren Strand am „Langes Moor“ zwischen Glowe und Juliusruh. Kilometerlang erstreckt sich der Sandstrand zwischen den beide Orten. Ein Paradies für kleine und große Jungs. Zuvor waren wir an den berühmten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund. Die für Deutschland einzigartige Gesteinsformation entstand vor 70 Millionen Jahren, zu einer Zeit, als die Erde von Dinosauriern bevölkert wurden. Damals, im Erdzeitalter Kreide, hätte man sich nicht träumen lassen, dass einmal Schulkinder mit der Kreide aus Rügen auf Tafeln kritzeln würden. Die steile Kliffküste entstand aufgrund der Abrasion der Meeresbrandung. Die Ablagerungen der Kreidezeit sind bekannt für ihren Fossilreichtum. Nach Herbststürmen lassen sich nicht nur Fossilien finden, sondern auch Bernstein. Er wird oft mit Seetang angespült. Leider hatten wir dafür keine Zeit, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Rügen hat das Potenzial für einen längeren Aufenthalt und das Steine sammeln wird bestimmt bald nachgeholt.

Reisen zu Corona-Zeiten: Update

Und plötzlich ging alles ganz schnell! Der Lockdown, der infolge der Corona-Pandemie über Deutschland und den Rest der Welt verhängt wurde, lockerte sich deutlich schneller, als es von den meisten Experten vorgeschlagen wurde. Dafür gibt es 3 Gründe: erst einmal nahm die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland und weiten Teilen Europas schnell ab, zum anderen, wuchs der Druck der Bevölkerung, die des Lockdowns überdrüssig war, stark an. Hinzu kam, dass die Wirtschaft am Boden lag und die Reiseindustrie besonders hart von den Maßnahmen getroffen wurden, die zum Schutz der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus erlassen worden waren.

Usedom: Landungsbrücke Heringsdorf. Foto: Marc Szeglat

Die Bundesregierung will zum 15. Juni die Reisewarnungen für 31 EU-Staaten wieder aufheben. Zusätzlich sollen die Grenzen nach Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein geöffnet werden. Allerdings heißt das nicht automatisch, dass Deutsche für touristische Gründe wieder in diese Länder einreisen dürfen. Das hängt von den Beschlüssen der entsprechenden Staaten ab. Zudem ist es ein Irrglaube, dass Corona in diesen Ländern besiegt ist und dass man sich nicht mehr anstecken könnte. Manche Staaten öffnen ihre Grenzen wieder, weil sie wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand stehen und auf Touristen angewiesen sind. So sollte man sich vor einer Reise gründlich informieren, ob man einreisen kann, welche Beschränkungen und Maßnahmen am Urlaubsort gelten und ob man evtl. Risiken eingehen will. So gilt für Einreisende in Großbritannien weiterhin eine 14-tägige Quarantäne.

Außenminister Maas betonte, dass es keine weiteren Rückholaktionen gestrandeter Touristen geben werde. Wer jetzt auf Entdeckungstour geht, tut dies auf eigene Gefahr.

Für außereuropäische Staaten gelten weiterhin die Reisebeschränkungen und eine Lockerung ist noch nicht in Sicht. Nach wie vor breitet sich das Corona-Virus weiter aus, besonders betroffen sind Staaten der Südhalbkugel, die jetzt auf den Winter zusteuern.

Urlaub in Deutschland ist wieder möglich, wenn auch mit vielen Einschränkungen. Ich selbst verbrachte Pfingsten auf den Ostsee-Inseln Rügen und Usedom. Dort verlief alles ruhig und gesittet, unter Einhaltung der Abstandsregeln und Hygiene-Maßnahmen. In den Sommerferien wird es voraussichtlich schwierig werden freie Unterkünfte zu finden. Selbst viele Campingplätze sind bereits jetzt ausgebucht.

DJI Mavic Air 2-Unboxing und Praxistest

Endlich ist sie da, die heiß ersehnte Kameradrohne, die das Modell ersetzt, welches mir im Januar am Fuego davon geflogen ist. Da es absehbar war, dass der Nachfolger der Air 1 bald auf den Markt kommt, habe ich 3 Monate gewartet. Schon die technischen Daten der Air 2 lesen sich beeindruckend und lassen das Vorgängermodell richtig alt aussehen. Die Liste der Neuerungen ist lang. Neben einem wertigeren, aber auch schwereren Gehäuse, dass ehr an die Mavic Pro erinnert, denn an die Air 1, ist die wichtigste Neuerung des Fluggeräts das Fernsteuerungssystem nebst Bildübertragung: Anstatt WIFI zu verwenden, kommt nun das OcuSync 2.0-Übertragunssystem der große Mavic Pro 2 zum Einsatz. Als Reichweite werden bis zu 10 km (FCC-System) angegeben. Dies gilt für die USA. In Europa wird die Sendeleistung gedrosselt, so dass noch 6 km möglich sein sollen. Erfahrungsgemäß werden solche theoretischen Werte in der Praxis selten erreicht, doch wenn die tatsächliche Reichweite der Air 2 nur bei 3 km liegen sollte, wäre das eine enorme Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell. Die Air 1 konnte ich im außereuropäischen Ausland (FCC-Sendeleistung) bis auf maximal 1,3 km Entfernung fliegen. In Deutschland war meistens bei 350 m Schluss. Das lag nicht nur an den hiesigen Sichtflug-Bedingungen, sondern auch am Abriss des Signals.

Die 2. wichtige Neuerung der Mavic Air 2 liegt in den Details der Kamera: der Sensor ist mit 1/2 Zoll größer und kann in 2 verschiedenen Foto-Auflösungen gefahren werden. Die Standard-Auflösung liegt bei 12 MP. Sie wird aus dem Zusammenschluss von je 4Pixeln des 48 MP-Sensors generiert, indem man sich eines Quad-Bayer Filters bedient. Will man 48 MP-Fotos schießen, benötigt man schon gute Licht-Bedingungen. Auf der Videoseite glänzt die Kamera mit 4k Auflösung und einer Bildrate von 50 Bildern pro Sekunde. Zudem können auch 2,7K und Full-HD Videos geschossen werden. Hier sogar in Zeitlupe. Soviel zur Theorie.

Wie sich die Drohne in der Praxis schlägt werde ich hier in den nächsten Tagen berichten. Von besonderem Interesse für einen Vulkanfilmer sind Dynamikumfang und Low-Light-Verhalten. Hier haperte es bei der Mavic Pro. Neben geringer Lichtempfindlichkeit des kleinen Sensors stellte die geringe Datenrate der Aufnahmen ein Problem dar. Bei 70 Mbits kam es in dunklen Bildbereichen schnell zur Bildung von Artefakten, selbst bei niedriger Iso-Zahl. Die Air 1 schaffte es auf 100 Mbits und hatte weniger Probleme mit Artefakten, fing aber genauso schnell an zu Rauschen. Die Air 2 schafft 120 Mbits und dass sogar im relativ neuen Codec h.265. Hier bin ich auf die Resultate gespannt.

Erster Testflug

Einen ersten kurzen Testflug absolvierte ich im heimischen Garten. Die Mavic Air 2 surrte erfreulich leiste los. Das liegt an den neuen Propellern, die an ihren Enden kleine Winglets haben. Damit ist ein großer Kritikpunkt der Air 1 kompensiert worden. Das Vorgängermodell surrte wie eine wild gewordene Hornisse und war hörbar, bevor man sie sah. Nichts für Aufnahmen im vulkanischen Sperrgebieten. Die Air 2 hob souverän vom Boden ab und schwebte extrem stabil auf der Stelle. Sie reagiert sehr sensibel auf die Fernsteuerung und lässt sich wunderbar feinfühlig steuern. Einzig das Gepiepe der Abstandssensoren nervte ein wenig, aber vielleicht lässt sich das Abstellen. Ob mir das gelingt, lest ihr im nächsten Update. Dann will ich auch ein paar low-light Aufnahmen präsentieren.

Reisen in Zeiten von Corona

Airbus A-380 im Landeanflug. @ Kevin Hackert

Momentan gelten in vielen Ländern der Erde Ausgangssperren, oder Kontaktverbote. Die normalen demokratischen Freiheiten wurden durch Notstandsgesetzte stark eingeschränkt. Die Grenzen wurden geschlossen und vielerorts gelten Reisebeschränkungen. Besonders hart getroffen hat es Frankreich, Italien und Spanien. Dort dürfen die Bürger nur für wichtige Angelegenheiten das Haus verlassen. In Deutschland wird es weniger streng gehandhabt, aber touristische Reisen sind auch hier praktisch unmöglich: Hotels, Campingplätze und Gasthäuser sind entweder ganz geschlossen, oder laufen im Notbetrieb für Geschäftsreisende. Ähnlich düster sieht es mit der Mobilität aus. Die meisten Flugzeuge bleiben am Boden, der Bahn-Fahrplan wurde stark zusammengestrichen und in manchen Bundesländern wird an Autobahnausfahrten kontrolliert, ob hier nicht jemand aus einem anderen Bundesland unberechtigt abfährt.

Wie sieht es mit dem Sommerurlaub aus?

Viele stellen sich jetzt im Frühjahr die Frage, wie es denn mit ihrem Sommerurlaub aussieht? Viele unserer Nachbarstaaten haben bereits angekündigt, dass zur Urlaubssaison keine ausländischen Touristen einreisen dürfen. In Spanien wird infrage gestellt, ob das bis zur Jahresfrist überhaupt wieder möglich sein wird. Anders sieht es in Österreich aus. Dort bereitet man sich auf die Aufhebung der Beschränkungen aus und hofft, dass bis zu den Sommerferien die Grenzen zu Deutschland wieder geöffnet werden können. Doch die Sache hat noch einen Harken: Selbst wenn Österreich seine grenzen wieder öffnet, müssen bis dato alle nach Deutschland einreisende für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Diese Maßnahme müsste also als ersten aufgehoben werden, bevor wir wieder von Reisen in fernen Ländern träumen dürfen.

Vorsichtig optimistisch bin ich, was das reisen innerhalb Deutschlands angeht. Sollte sich der positive Trend rückläufiger Neuinfektionen durchsetzen, ist es ein Gebot der Vernunft wieder inländische Reisen zuzulassen. Stellt sich die Frage, wie es bis dahin um die Infrastruktur bestellt sit. Bereits Ende April stehen viele Gastronomen und Hoteliers vor der Pleite. Ob sie noch einen weiteren Monat Stillstand überleben ist ungewiss. Die Bettenkapazitäten und Bewirtungsmöglichkeiten vieler beliebter Urlaubsgebiete werden deutlich schrumpfen, bei sehr wahrscheinlich deutlich erhöhter Nachfrage in Ermangelung an alternativen Reisezielen. Nach dem Corona-Lockdown wird das Reisen wohl teurer werden, das Warten in Staus und an Kassenschlangen länger dauern.

Interkontinentale Reisen

Ziemlich pessimistisch schätze ich die Möglichkeiten von Fernreisen ein. Hier werden viele Monate vergehen, bis wir auch nur wieder einen Hauch von Normalität erleben. Zwar verbreitet sich da Virus in tropischen Ländern bis jetzt nicht so schnell, wie in gemäßigten Zonen, dafür sind die Gesundheitssysteme vieler außereuropäischen Urlaubsländer nicht so belastbar wie die Europäischen. Daher ist man hier besonders Vorsichtig und wird Reisende nicht wieder so schnell ins Land lassen. Hinzu kommt, dass die touristische Infrastruktur kollabieren könnte. Viele regionale Fluggesellschaften könnten den Lockdown nicht überleben, von Hotels- und Gaststätten ganz zu schweigen. Es droht neue Armut. Diese birgt für Touristen zusätzliche Gefahren.

Flugreisen mit dem Virus?

Ein zusätzliches Problem entsteht durch die Enge in ausgebuchten Ferienfliegern. Meistens ist man Ellenbogen an Ellenbogen nebeneinander gepfercht und die Luft zirkuliert in der geschlossenen Kabine, da würde sich das Virus schnellstens unter den Fluggästen verbreiten. Eine Möglichkeit, um wenigstens den Abstand einzuhalten wäre, nur jeden zweiten, oder dritten Sitz zu besetzten, was natürlich unwirtschaftlich und teuer wäre. Sollten in den nächsten Monaten wieder Ferienflieger abheben, dann wird es wohl eine Maskenpflicht an Bord geben und die Flugpreise wären deutlich höher, als wir sie zuletzt gewohnt waren. Zudem bleibt die Unsicherheit, ob bei einem neuerlichen plötzlichen Corona-Ausbruch in Grenzen nicht wieder blitzartig geschlossen werden und der Reisende im Ausland festsitzt. Mehrere deutsche Politiker kündigten bereits an, dass es eine zweite Evakuierungs-Luftbrücke nicht geben wird. Nein, die Zeichen für Fernreisen sehen in den nächsten Monaten und Jahren nicht gut aus. Das Einzige, was unserer Reiselust entgegen kommen könnte, wäre, wenn das Coronavirus durch sommerliche Temperaturen den Garaus gemacht werden würde. Ein Impfstoff steht wohl frühestens nächstes Jahr zur Verfügung.

Venedig: Sehenswürdigkeiten um San Marco

Die Piazza San Marco (Markusplatz) stellt das touristische Zentrum der Altstadt von Venedig dar. Hier befindet sich die berühmte Markuskirche mit dem Campanile, der Dogenpalast und die Alten- und Neuen Prokuratien. Von historischer Bedeutung ist auch der Glockenturm Torre dell’Orologio.

Der Markusplatz liegt an der -dem Meer zugewandten- Mündung des Canale Grande. An dessen gegenüber liegendem Ufer findet man die Kirchen Santa Maria della Salute und San Giorgio Maggiore. Der Campanile von San Giorgio ist für Besucher geöffnet und bietet einen schönen Blick über Venedig. Die gewaltige Kuppel von Santa Maria della Salute dominiert das südwestliche Ufer des Kanals und ist von der Ponte dell‘ Accademia aus gut zu fotografieren. Doch zurück zum Markusplatz.

Der Dogenpalast

Betritt man den Markusplatz vom Ufer des Kanals aus, steht man direkt vor dem Dogenpalast. Der Doge war praktisch der Regent der Stadt, Bürgermeister und Richter in einer Person. Darüber hinaus wohl nicht nur der mächtigste Mann der Stadt, sondern auch der Reichst. Selbst wenn man nur wenig Zeit in Venedig verbringt, sollte man sich diesen Prachtbau von Innen angucken. Der Eintritt ist allerdings recht happig. Dafür kann man die prächtigen Säle bewundern, deren Decken mit reichlich Stuck und Blattgold verziert sind. Überall hängen düstere Ölgemälde, die oft Motive aus der Bibel zeigen, oder Schlachten darstellen. Kunstwerke der anderen Art finden sich auch im Gefängnistrakt des Palastes, den man über die berühmte Seufzerbrücke betritt. Wovon die meist männlichen Gefangenen träumten, sieht man in zahlreichen Graffitis, die auf den Putz der Mauern gekritzelt wurden.

Basilica di San Marco

Der Markusdom grenzt direkt an den Dogenpalast und scheint mit diesem zu verschmelzen. Dieser Eindruck täuscht nicht, denn der Grundstein zum Dom wurde bereits im Jahr 829 gelegt. Damals noch als Palastkapelle des Dogen. Die Kapelle wurde als neue Ruhestätte der Gebeine des heiligen Markus errichtet, dessen Gebeine aus Alexandria entführt worden waren. Die Kapelle wurde bei einem Feuer zerstört. Doch auf wundersame Weise entdeckte man im 11. Jahrhundert die Knochen wieder und baute um sie herum den Markusdom.

Die zahlreichen Mosaike zeigen nicht nur Motive aus dem Leben und Sterben von Jesus, sondern auch die Überführung der Gebeine des Apostels Markus.

Direkt neben dem Markusdom steht der Glockenturm Torre dell’Orologio. Er wurde am Ende des 15. Jahrhunderts fertiggestellt. Seinen Namen erhielt der Turm von der großen „Astronomischen Uhr“, welche die astrologischen Tierkreiszeichen anzeigt.

Lagunenstadt Venedig: Zwischen Glanz und Patina

Venedig ist eine Stadt die verschiedenste Reaktionen hervorruft: Während die Einen ihrer einmaligen Atmosphäre erliegen und schwärmen, verfluchen sie die Anderen als überlaufen, laut und stinkig. Ohne Zweifel strömen jährlich Millionen Touristen in die Stadt und schaffen eine Menge Probleme in den Kanälen und Gassen, die an sich malerisch sind und Träumen längst vergangener Zeiten entsprungen zu sein scheinen. Tatsächlich findet man heute noch das ursprüngliche Venedig, sobald man sich ein paar Meter abseits der berühmten Attraktionen befindet.

In der Tat fasziniert mich die Geschichte der Stadt. Besonders die handwerklichen- und architektonischen Leistung der Menschen des Hochmittelalters verdienen mein Respekt. Das Venedig, wie wir es kennen, entstand ab dem 11 Jahrhundert. Die Gebäude der historischen Altstadt wurden auf mehr als 100 Inselchen und Sandbänken inmitten der Lagune errichtet. Die Fundamente ankern oft weniger als einen Meter tief im sandigen Schlamm. Die kanalseitigen Fassaden wurden auf Holzpfählen errichtet, die 3 m tief gründen. Die Holzpfähle stammten überwiegend aus den Eichenwäldern Dalmatiens, die heute weitestgehend verschwunden sind.

Geologie der Lagune Venedigs

Die Lagune selbst bildete sich nach der Eiszeit: zahlreiche Bäche und der Fluss Brenta (in deren alten Flussbett der heutige Canale Grande verläuft) mündeten in dem Gebiet und lagerten Sedimente aus dem Alpenraum im flachen Wasser ab. Sandbänke entstanden, die die Küste gegen das offene Meer abschirmten und es bildete sich die Lagune. Heute sind es vor allem die Flüsse Adige (Etsch) und Piave die Süßwasser und weitere Sedimente in die Lagune bringen.

Seit dem Ende der Eiszeit stieg der Meeresspiegel um 120 m an. Der Hauptanstieg von 110 m ging dabei in den ersten 4000 Jahren nach der Eiszeit über die Bühne. Im 400 Jahrhundert lag Venedig noch ca. 1,9 m unter dem Meeresspiegel-Niveaus des Jahres 1897. Heute beschleunigt sich der Meeresspiegelanstieg wieder, was zum größten Problem der Lagunenstadt geworden ist. Im neuen Millennium wurden am Lido gigantische Fluttore errichtet, die den Wasserzustrom aus der Adria regulieren.

Doch der Mensch greift noch weitgehender in die Natur der Lagune ein: die Kanäle müssen ständig ausgebaggert werden, damit die Fahrrinnen auch für große Schiffe tief genug bleiben. Sie passieren die Lagungenstadt auf den Weg zum Hafen von Venedig, der sich auf der dem Festland zugewendeten Seite der Altstadt befindet.

Venedig: Laut, teuer, stinkig?

Sicherlich, in der Nähe der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Venedigs ist es laut und teuer. Über Allem liegt ein multilinguales Stimmengewirr, in den engen Gassen und auf so mancher Brücke wird gedrängelt und geschoben was das Zeug hält. Wer hier in einem Café, oder Restaurant einkehrt -und sei es nur, weil er aufs Klo muss- wird sich über die Rechnung wenig freuen. Ebenso wenig erfreulich ist es Opfer von Taschendiebstahl zu werden, was hier oft der Fall sein soll. Doch obwohl ich schon einige Zeit in Venedig verbrachte, ist mir noch nie etwas abhanden gekommen. Was mich persönlich nervt, sind die häufigen Versuche in den Gastronomie-Betrieben, sich ein Trinkgeld zu verschaffen, indem man auf der Rechnung andere Preise abrechnet, als sie in der Speisekarte angegeben waren. Doch wer sich von den Hauptattraktionen entfernt, der kann noch echte italienische Gastfreundschaft erfahren und zu moderaten Preisen speisen.

Unterkünfte in der Altstadt sind überdurchschnittlich teuer. Bei meinen diversen Aufenthalten in der Lagune, kam ich meistens am Lido di Jesolo unter. Von der Spitze der vorgelagerten Halbinsel aus, die die Lagune gegen das Meer abschirmt, fährt man ca. 30 Minuten mit dem Boot bis in die Altstadt Venedigs. Die Passagierfähren starten am Punta Sabbioni und verkehren im 30 Minuten Takt. Dort gibt es auch große Parkplätze. Für 5-7 € kann man den ganzen Tag parken. Wer sich am Anleger für ca. 20 € ein Tagesticket kauft, fährt im Endeffekt am Günstigsten und kann auch in Venedig Boot fahren. Vorsicht, an vielen Anlegern in der Stadt bekommt man keine Tickets mehr. Schwarzfahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen, wobei man bereits als Schwarzfahrer behandelt wird, wenn man einen Anleger ohne entwertetes Ticket betritt!

In der Nähe von Jesolo gibt es zahlreiche große und gut ausgestattete Campingplätze, auf denen man mittlerweile auch Chalets und Mobilhomes mieten kann. Für Familien und Gruppen stellt das oft eine günstige Alternative zum Hotel dar, zumal man dort auch selbst kochen kann. Aber aufgepasst, nicht immer wird man über die fälligen Gebühren für die Endreinigung informiert. Bei meinem jüngsten Familienurlaub mieteten wir uns eines jener Mobilheime. Einen Tag vor der Abreise erkundigte ich mich nach der Rechnung. Beiläufig erwähnte man, dass 70 € für die Reinigung dazu kämen. Das war mehr als eine Tagesmiete des Wohncontainers. Da wir Ordnung gehalten hatten, entschlossen wir uns die Gebühr zu sparen und das Teil selbst zu reinigen, was innerhalb von 1 Stunde erledigt war.

Dechenhöhle und Rheinisches Schiefergebirge

Das Rheinische Schiefergebirge ist eine der dominantesten geologischen Strukturen in der Mitte Deutschlands und sogar Zentraleuropas. Als Mittelgebirge erstreckt es sich zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Über die Landesgrenzen hinaus kann man die Gesteine des Gebirges bis in die Ardennen verfolgen und findet sie in Belgien, Luxemburg und Frankreich. Der Fluss Rhein teilt das Gebirge in links- und rechtsrheinische Einheiten.

Geologische Strukturen des Rheinischen Schiefergebirges. © WIKEPEDIA

Das Rheinische Schiefergebirge entstand während der variszischen Orogenese, in einer Periode zwischen 299 bis 419 Millionen Jahren vor heute. Damit ist das Rheinische Schiefergebirge mehr als doppelt so alt wie die Alpen. Die meisten Gesteine bildeten sich während der Erdzeitalter Devon und Karbon als marine Sedimente. Bei dem Meer handelte es sich um ein relativ flaches Meer am Kontinentalrand von Laurasia, dass nach Süden hin tiefer wurde. Im Bereich der heutigen Mosel wurde das Meer von steilen Bergen begrenzt. Als im Unterkarbon die Gebirgsbildung einsetzte, wurden die flach abgelagerten Sedimente verfaltet und gekippt. Einige Gesteinspakete tauchten dabei in tiefere Erdschichten ab, gelangten bei steigenden Temperaturen unter hohem Druck und metamorphosierten.

Seinen Namen erhielt das Rheinische Schiefergebirge von dem dominierenden Gestein Tonschiefer. Genaugenommen handelt es sich bei der Masse der Gesteine um geschieferte sandige Tonsteine, Sandsteine Grauwacken und Taunusquarzite. Es gibt aber auch Provinzen mit Vulkaniten (Eifel) und Kalkgesteinen. Letztere finden sich ebenfalls in Teilen der Eifel, den Ardennen und im Bergischen- und Sauerland. In den Kalkgesteinen bildeten sich zahlreiche Tropfsteinhöhlen, von denen einige als Schauhöhlen begehbar gemacht wurden und somit der Öffentlichkeit offen stehen.

Die Dechenhöhle bei Iserlohn

Die Dechenhöhle ist eine der bekanntesten Schauhöhlen des Rheinischen Schiefergebirges und liegt bei Iserlohn. Sie hat eine Länge von 902 Metern, von denen etwas weniger als die Hälfte als Schauhöhle ausgebaut wurde. Sie bildete sich in einer Massenkalksenke, in der auch weitere bekannte Karsthöhlen wie die Balverhöhle liegen.

Die Dechenhöhle wurde am 10. Juni 1868 entdeckt, als Bahnarbeiter einen Hammer bargen, der in einer Felsspalte verschwunden war. Benannt wurde die Höhle nach Oberberghauptmann Heinrich von Dechen.

Die Höhle ist für ihre vielen verschiedenen Arten von Sintererscheinungen bekannt. Tropfsteine wie die säulenförmigen Stalagmiten und Stalaktiten begegnen dem Höhlengänger auf Schritt und Tritt. Darüber hinaus finden sich Sinterfahnen, Makaronis und Höhlenperlen.

Der Kalksinter wächst sehr langsam. Es gild die Faustregel, dass sich aus den Wassertropfen innerhalb von 100 Jahren gut 1 Kubikzentimeter Kalk ablagert. Dabei kommt es regional zu sehr unterschiedlichen Wachstumsraten, je nachdem, wie viel Kalk im Wasser gelöst ist.

In den abgelagerten Sedimenten entdeckten Archäologen und Paläontologen die sterblichen Reste verschiedener Tiere der Eiszeit. Unter ihnen befanden sich die Knochen eines Höhlenbären. Besonders bemerkenswert ist der Schädelfund eines Wald-Nashorns, dass während einer Warmzeit in der Höhle Unterschlupf suchte. Das Waldnashorn starb bereits vor 80.000 Jahren aus.

Abenteuer Knitterhöhle

Die Dechenhöhle entstand durch Kalklösung und Abtransport des Materials in einem unterirdisch strömenden Bach. Zunächst drang Regenwasser in Klüfte ein, die sich im Laufe der Äonen vergrößerten. In einen so entstandenen Tunnel begann ein Bach zu fließen, der immer mehr Material fortspülte. Der Bach ist mittlerweile aus der Dechenhöhle verschwunden, befindet sich allerdings ein Stockwerk tiefer. Dort entsteht die Knitterhöhle. Sie ist nur Eingeweihten bekannt und über ein Privatgrundstück erreichbar. Hier kann man abtauchen in die ansonsten unsichtbare Welt einer embryonalen Höhle. Vor einigen Jahren unternahm ich dort mehrere Höhlenbegehungen, was ein ziemlich schlammiges Erlebnis war. Das Wasser des Bachs war arschkalt. Auf dem Bauch liegend quetschte ich mich unter einem Felsvorsprung durch, die Nase noch gerade über Wasser haltend. Auf der anderen Seite des Mauselochs vertiefte sich der Bach und ich watete durch brusttiefes Wasser. Nach ein paar Dutzend Metern war allerdings Schluss: gurgelnd verschwand der Bach in einen Siphon. Wer sich auf vergleichbare Abenteuer einlässt, sollte den Wetterbericht im Auge behalten. Starke Regenfälle können den Wasserpegel unterirdischer Gewässer sehr schnell ansteigen lassen, so dass man in der Höhle gefangen ist und schlimmstenfalls ertrinkt.

Wanderin findet Diamant

Im US-Bundesstaat Arkansas ging ein Paar im „Crater of Diamonds State Park“ wandern und fand einen 3,29 Karat großen Diamanten.

Der Diamant von Pat Choate

Ganz so zufällig war der Fund nicht, denn Pat Choate und ihr Mann unternahmen eine zweistündige Fahrt zum State Park, um nach Diamanten zu suchen, heißt es in einer amerikanischen Pressemitteilung.

„Jedes Mal, wenn Pat und ich auf dem Weg in den Park das Straßenschild für den Krater der Diamanten sehen, sagen wir uns immer: „Lass uns wie einige dieser anderen Touristen sein und in 30 Minuten einen Diamanten finden. Das sagen wir schon seit Jahren, aber diesmal ist es uns tatsächlich passiert“, sagte ihr Mann John Choate,

Das Paar betrat gegen 14.00 Uhr das 37,5 Hektar große Diamantsuchgebiet des Parks. Pat Choate hatte etwa 30 Minuten lang gesucht, als sie ihren spektakulären Fund machte. Sie sagte: „Ich sah etwas Glänzendes einige Meter vor mir liegen und ging hinüber, um zu sehen, was es war. Ich habe es aus den Augen verloren, als ich näher kam, aber dann drehte ich mich um und fand den Diamanten neben mir!“

Choate sagt, sie wusste auf Anhieb, dass sie einen Diamanten gefunden hatte und zeigte ihn einigen anderen Besuchern, die in der Nähe waren. Sie trat den Stein in einer Pillenflasche, um ihn ihrem Mann zu zeigen. Dann brachte sie ihren Fund zum Diamond Discovery Center im Park, wo er von den Mitarbeitern des Parks als brauner Diamant mit einem Gewicht von 3,29 Karat registriert wurde.

Laut Assistant Superintendent Meghan Moore, „hat der Diamant von Mrs. Choate die Größe einer Kichererbsen, mit einem funkelnden metallischen Glanz und einem schönen Farbton ähnlich dem Brandy. Wie viele größere Diamanten aus dem Park scheint er gebrochen zu sein und enthält einige Einschlüsse, was ihm ein einzigartiges Aussehen verleiht.“

Choate’s Diamant ist der Drittgrößte, der 2019 gefunden wurde. Es ist der größte braune Edelstein, der im Park seit mehr als zwei Jahren gefunden wurde. Der Größte Diamant des Parks hatte 7,44 Karat.

Im bisherigen Jahresverlauf wurden im Crater of Diamonds State Park 426 Diamanten registriert, die mehr als 84 Karat wiegen; 15 Diamanten, die in diesem Jahr registriert wurden, wogen mindestens je einen Karat.

Insgesamt wurden über 75.000 Diamanten am Krater der Diamanten ausgegraben, seit die ersten Diamanten 1906 von John Huddleston entdeckt wurden, einem Landwirt, der das Land besaß, lange bevor es 1972 zum Arkansas State Park wurde.

Wie Diamanten entstehen

Diamanten sind Manifestationen aus reinem Kohlenstoff, der sich in mehr als 100 km Tiefe bei großer Hitze und starkem Druck zu kubischen Mineralen formte.

An die Erdoberfläche gelangten Diamanten über sogenannte Kimberlit Pipes: Die Diamanten sind in einer magmatischen Schmelze eingebettet gewesen und mit dieser sehr schnell durch Vulkanschlote in Richtung Erdoberfläche aufgestiegen.

Diamanten sind das härteste natürlich vorkommende Mineral der Welt und hat den Härtegrad 10 nach Mohs.

Diamanten sind optisch isotrop, habe die höchste Wärmeleitfähigkeit aller Minerale.

Ihr Gewicht wird in Karat gemessen, wobei 1 Karat 0,2 Gramm entspricht.

Zugspitze: Höchster Berg Deutschlands

Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands und als solcher eine touristische Attraktion. Dieser Umstand ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass der fast 3000 m (genauer 2962 m) hohe Berg in den Alpen liegt und eben der höchste Berg unseres Landes ist, sondern auch seiner spektakulären Seilbahn, die bis auf den Gipfel führt.

Panorama Zugspitze. © Marc Szeglat

Seilbahn Zugspitze

Die Seilbahn Zugspitze ging in ihrer aktuellen Version im Dezember 2017 ans Kabel und ersetzte die Eibsee-Seilbahn. Die Stationen der alten- und neuen Seilbahn befinden sich an gleicher Stelle. Die Zugspitz-Seilbahn ist von allen Pendelbahnen der Welt diejenige, die den größten Höhenunterschied in einer Sektion überwindet: 1945 m. Sie hat eine Länge von 4.467 m. Ihre beiden Gondeln sind gigantisch und bieten 120 Passagieren Platz.

Die Zugspitze-Seilbahn auf deutscher Seite ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit auf den Gipfel zu kommen. Vom Eibsee aus startet auch eine Zahnradbahn. Sie wurde bereits 1930 in Betrieb genommen und stellte damals eine Spitzenleistung der Ingenieure dar. Allerdings verläuft die Strecke zum größten Teil in einem Tunnel und bietet somit wenig Panorama.

Darüber hinaus gibt es noch eine Seilbahn auf der österreichischen Seite des Berges.

Das Gipfelkreuz der Zugspitze

Die Bergstation der Seilbahn nimmt den größte Teil der Gipfelregion der Zugspitze ein. Etwas abseits befindet sich die höchste Erhebung des Berges, auf der ein goldenes Gipfelkreuz steht. Dieses wurde 2017 erreichtet. Es ersetzte eine ältere Version, welche aus den 1970iger Jahren stammte. Das erste Gipfelkreuz wurde 1851 gesetzt. Die Erstbesteigung der Zugspitze gelang am 27.August 1820. Sie wurde von dem Trio Leutnant Josef Naus, dem Bergführer Johann Georg Tauschl und dem Gehilfen Maier.

Erlebnis Zugspitze

Selbst wenn man die Zugspitze nicht selbst erklimmt, ist die Fahrt mit der Seilbahn ein Erlebnis. Die Gondel steigt fast so schnell wie ein Hubschrauber empor und kommt den fast senkrechten Wänden ganz nahe. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Die futuristisch anmutende Gipfelstation scheint sich auf einem anderen Planeten zu befinden. Das Alpenpanorama beeindruckt, besonders bei klarem Wetter. Wer Wetterpech hat und trotzdem hoch fährt, erlebt die Unbilden der Natur.

Vulkanauten werden zu Geonauten

Dieser Blog ändert seinen Namen zu Geonauten, da ich die gleichnamige Website hierhin migrieren werde. Die Inhalte der Vulkanauten werden übernommen. Externe Links müssen allerdings geändert werden.

Bei den Geonauten geht es künftig nicht nur um Vulkane, sondern auch um andere Themen aus den Bereichen Geologie, Reise, Natur und Kultur.