Wie ist ein Vulkan aufgebaut?

Du kannst einen Vulkanberg mit allen dazugehörenden Erhebungen und Vertiefungen mit einem Gebäude vergleichen. Durch das Vulkangebäude verlaufen, wie ein Treppenhaus, viele unregelmäßige Kanäle. Diese Kanäle sind die Schlote. Sie beginnen Kilometer tief in der Erdkruste in einer Magmakammer. Verglichen mit einem Gebäude, ist die Magmakammer der Keller. Hier sammelt sich Gesteinsschmelze und vulkanische Gase aus dem oberen Erdmantel. Ist die Magmakammer voll, steigt das Magma durch den Schlot zur Erdoberfläche auf. Der Schlot endet in einer trichter- oder kesselförmigen Mündung, die Krater genannt wird. Aus den Kratern wird das Magma auf die Erdoberfläche ausgeworfen, wo du es dann sehen kannst.


Es gibt unterschiedliche Arten von Kratern. Sie werden unterschieden nach ihrer Form und der Stelle am Vulkan, an der sie sich befinden. Krater an der Spitze des Vulkans sind die Haupt- oder Zentralkrater. Hat der Vulkan zusätzlich noch Krater, die an seinen Hängen liegen, werden sie als Nebenkrater bezeichnet. Manchmal geschieht es auch, daß sich Risse auf den Hängen des Vulkans bilden. Aus solchen Rissen kann ebenfalls Magma austreten. Einen solchen Ausbruch nennt man Flankeneruption.
Vulkane sind nicht immer so einfach aufgebaut, wie auf der Zeichnung. Meist haben sie mehrere Krater, oder sogar mehrere Gipfel. Man spricht dann von Vulkangenerationen. Ein junger Vulkan steht auf einem älteren, der wieder auf einem noch älteren Vulkan steht. Je komplizierten ein Vulkan aufgebaut ist, desto bewegter ist seine Geschichte. Ein gutes Beispiel für einen komplizierten Vulkanaufbau ist der Ätna in Sizilien. In den tausenden Jahren seiner Tätigkeit hat er sich ein kleines Gebirge geschaffen. Unzählige Nebenkrater und Flankenrisse säumen seine Hänge.