Eine Reise in die Erde

Um zu verstehen wie Vulkane funktionieren, mußt du wissen wie unser Planet Erde aufgebaut ist. Die Erde ist kein durch und durch fester Körper. Sie besteht aus mehreren unterschiedlichen Schichten. Am besten läßt sie sich mit einer Pflaume vergleichen: Wie eine Pflaume hat die Erde eine Haut, Fruchtfleisch und einen Kern. Die feste Haut der Erde ist die Erdkruste, die äußerste Sicht auf der wir leben. Unterhalb der Erdkruste folgt der Erdmantel. Bei unserer Pflaume wäre das das Fruchtfleisch. Unterhalb des Erdmantels liegt der Erdkern.


Stell dir vor, du würdest eine Reise ins Innere der Erde unternehmen: Die ersten Kilometer führen dich durch festes Gestein. Schon nach wenigen Kilometern spürst du, daß es immer wärmer wird. Nach ungefähr 30 Kilometern wird es so heiß, daß festes Gestein schmilzt. Es wird zum Magma. Die Temperaturen hier unten sind viel größer als in einem Feuer, ca. 900 °C heiß ist es hier. Obwohl das Gestein schmilzt, wird es nicht flüssig.
Dafür ist der Druck in dieser Tiefe zu hoch. Statt flüssig zu werden, verhält sich das Gestein wie Knetgummi. Es wird plastisch. Du befindest dich jetzt im Erdmantel. Hier gibt es praktisch gar kein festes Gestein mehr, sondern nur noch Magma. Die Temperaturen im Erdmantel liegen etwa bei 2500 °C. Das ist viel heißer als in einem Hochofen. Du reist immer weiter in die Erde hinein. Nach 2900 Kilometern erreichst Du den äußeren Erdkern. Der Erdkern besteht nicht mehr aus Magma, sondern aus Eisen und einem weiteren Metall, dem Nickel. Im unteren Erdkern herrschen Temperaturen von 5500 °C. Das ist so heiß, wie auf der Oberfläche der Sonne! Hier, ganz in der Mitte der Erde, ist der Druck so groß, daß die Metalle trotz der großen Hitze fest sind.