Aus einem Naturphänomen kann eine Naturkatastrophe werden, wenn Menschen sterben. Dies kann entweder unmittelbar durch die direkten Folgen des Naturphänomens passieren, oder mittelbar durch später wirkende Folgen.
Während ein Naturphänomen viele Menschen begeistern kann, rufen Naturkatastrophen durchweg negative Emotionen wach. Betrachtet man unseren Planeten Erde als Ganzes, so liefern aber selbst katastrophale Ereignisse wichtige Impulse für die Evolution des Lebens. Globale Naturkatastrophen können ein Massenaussterben auslösen, von denen es im Laufe der Erdgeschichte mindestens 6 gab. Sie sind dadurch nachweisbar, dass in einer geologischen Gesteinsschicht besonders viele Fossilien einer Art vorkommen, während sie in der darüber liegenden Schicht fehlen. Die Grenzen dieser Schichten markieren neue Abschnitte in der evolutionären Entwicklung und bestimmen Erdzeitalter. In jedem Erdzeitalter war eine bestimmte Art dominant. Die Herrschaft der Dinosaurier wurde vermutlich durch den Einschlag eines Meteoriten beendet. Für uns Menschen war dieses Ereignis ein Glücksfall, denn erst nachdem die Dinosaurier verschwunden waren, gelangten die Säugetiere zur vollen Blüte.
Unter dem Aspekt des Massensterbens von Arten betrachtet, entwickelt sich gerade der Mensch zu einer Naturkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, denn bereits innerhalb weniger Jahrhunderte gelang es ihm unzählige Arten auszurotten. Fortschreitende Umweltzerstörung, vor allem das Verbrennen fossiler Brennstoffe, die Verschmutzung der Ozeane und das Abholzen der Regenwälder tragen zu einem Klimawandel bei, der sich in wesentlich kürzeren Zeiträumen zu etablieren scheint, als dass sich die Natur anpassen könnte.
Das Wesen der Naturkatastrophe ist, dass sich der Mensch vor den Unbilden der Natur kaum wirksam schützen kann; und die einzige Naturkatastrophe, die der Mensch beeinflussen könnte lässt er untätig geschehen.
Erdgeschichtlich scheint eines gewiss; auch der Mensch wird eines Tages Opfer einer globalen Naturkatastrophe werden, nur wann es soweit ist, vermag niemand zu sagen. Planeten wie die Erde und selbst Sterne wie unsere Sonne leben nicht ewig. Selbst wenn sich ihre Lebensspanne in Milliarden Jahren rechnen werden sie sterben und damit alles Leben.
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Viele katastrophenauslösende Naturphänomene sind so alt wie der Erde selbst, oder eigentlich noch älter. Kosmische Trümmer aus der Zeit der Entstehung unseres Sonnensystems bedrohen die Erde genauso wie gigantische Strahlungsausbrüche der Sonne. Einige geologische Phänomene wie Erdbeben und Vulkanausbrüche finden ihren Ursprung in den Kräften der Erddynamik und können zu Naturkatastrophen führen. Auch wenn diese Katastrophen viel Menschen töten können, sind ihre primären Auswirkungen meistens regional begrenzt. Erdbeben können aber Tsunamis auslösen und Vulkanausbrüche einen globalen Temperaturrückgang, der zu Missernten und Hungersnöten führen kann. Wetterphänomene wie Stürme, Tornados, Hurrikane und Blizzards können weiter Ereignisse auslösen. Schutt- und Schlammlawinen, Hochwasser und Springfluten sind nur wenige der sekundären Folgen.
Neben den direkten Gefahren aus dem Wirken einer Naturkatastrophe entstehen weitere Gefahrenherde für den Menschen. Meistens bricht die Infrastruktur der betroffenen Region zusammen: das Stromnetz versagt, ebenso die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Verkehrswege werden zerstört und Versorgung und Rettung ist nur aus der Luft möglich. Von verwesenden Leichen geht eine große Seuchengefahr aus. Besonders bei Flutkatastrophen besteht diesbezüglich eine besonders hohe Gefahr. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Stürme haben in Städten oft den Ausbruch von Großbränden zur Folge, die aufgrund der zerstörten Verkehrswege kaum kontrollierbar sind.
Systematisch kann man Naturkatastrophen nach verschiedenen Kriterien zusammenfassen. Zum einen gibt es Naturphänomene, die durch die endogenen Kräfte des Erdinneren zustande kommen. Treibende Kräfte sind hier tektonische Prozesse, die durch die Konvektionsströme im Erdmantel und durch die Gravitation hervorgerufen werden. Zum Anderen sind da die Naturphänomene, die durch exogene Kräfte entstehen. Hier ist unsere Sonne der Hauptenergielieferant. Feiner aufgeschlüsselt kann man die Naturkatastrophen nach Art des auslösenden Ereignisses beschreiben, wobei zu berücksichtigen ist, dass globale Ereignisse viele Wechselwirkungen bedingen und regionale Katastrophen auslösen können. Ein Sturm, der starke Regenfälle mit sich bringt muss noch lange nicht zur Katastrophe werden, allerdings kann er dann einen -lokal begrenzten- Steinschlag oder eine Schlammlawine auslösen, bei der zahlreiche Menschen sterben.
Die Naturphänomene, die im Zusammenhang mit der Dynamik des Erdkörpers stehen, werden hier beschrieben. Ursprung vieler dieser Ereignisse sind die Konvektionsströme im Erdmantel. Diese Kräfte lassen Kontinente wandern, was zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führen kann.
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Erdbeben Erdbeben zählen zu den häufigsten Naturkatastrophen. Sie entstehen durch den ruckhaften Abbau von Spannungen in der Erdkruste und finden meistens entlang der kontinentalen Plattengrenzen statt. Alleine in den letzten 10 Jahren (Stand Februar 2010) starben ca. 450.000 Menschen an den Folgen von Erdbeben. more... |
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Tsunamis Tsunamis sind Riesenwellen, die ihre Kraft erst im flachen Schelfbereich der Ozeane entfalten. Auf offener See weisen sich Tsunamis durch eine große Wellenlänge, aber ehr geringer Wellenhöhe aus. Sobald die Welle flaches Wasser erreicht, wird sie im unteren Bereich abgebremst und gewinnt an Höhe. Die Macht der nachschiebenden Wassermassen kann zu Überflutungen bis weit ins Hinterland der Küstengebiete führen. more... |
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Vulkanausbrüche Weltweit werden ca. 1500 Vulkane als aktiv eingestuft und 40 - 50 Vulkane brechen jährlich aus. Die Auswirkungen der meisten Ausbrüche beschränken sich auf die unmittelbare Nähe zum Eruptionszentrum und gefährden selten Menschen. Es kommen aber auch immer wieder große Ausbrüche vor die viele Opfer zufolge haben. more... |
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Bergstürze / Schlammlawinen Diese Ereignisse treten verhältnismäßig oft in Gebirgen auf. Die treibende Kraft hinter Bergstürzen und Lawinen ist die Gravitation in Zusammenhang mit einer Destabilisierung des tektonischen Gefüges. Erdbeben, oder schwere Regenfälle lösen diese aus. Diese Naturkatastrophen kommen häufig in tropischen Gegenden vor. more... |
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Schneelawinen Schneelawinen bilden sich meistens an Bergflanken mit einer Hangneigungen zwischen 25 und 50 Grad. Bei einer geringeren Hangneigung kommt die Schneemasse kaum ins Rutschen. An steileren Hängen sammelt sich selten soviel Schnee, dass eine Lawine entstehen könnte, weil der Schnee schon vorher in kleinen Mengen abgleitet. Bei Tauwetter, aber auch bei Neuschnee in Kombination mit Wind herrscht besonders hohe Lawinengefahr. more... |
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Polsprung Der Polsprung ist ein Phänomen, dass erst seit wenigen Jahren bekannt ist. Dabei vertauschen die magnetischen Pole des Erdmagnetfeldes die Polarität. In historischen Zeiten ist ein Polsprung bisher nicht aufgetreten und die Auswirkungen sind spekulativ. Das Erdmagnetfeld würde an Stärke verlieren (was es bereits tut) und wir wären verstärkt kosmischer Strahlung ausgesetzt. Elektrische Geräte und Satelliten würden beschädigt werden. more... |
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Meteoriteneinschläge Der Einschlag von Asteroiden, Meteoriten und Kometen auf der Erde ist erdgeschichtlich gesehen relativ häufig. Statistisch gesehen kommt es in Zeiträumen zwischen 500.000 und 10 Millionen Jahren zum Impakt eines Asteroiden, der einen Durchmesser von mehr als 500 m hat. more... |
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Strahlungsstürme Naturkatastrophen die durch die sogenannten Flares verursacht werden sind praktisch nicht nachweisbar, da die Strahlung keine geologischen Spuren auf der Erde hinterlässt. Dennoch sind sich Wissenschaftler einig, dass mindestens ein Massenaussterben durch einen Strahlungssturm verursacht sein könnte. more... |
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Stürme Stürme sind die bedeutendsten Wetterphänomene. Statistisch gesehen verursachen Stürme 57% aller Todesopfer durch Naturkatastrophen. Stürme entstehen durch einen hohen Luftdruckunterschied auf kurzer Distanz. Luftdrucksysteme mit hohem Druckgradienten bauen sich bevorzugt über dem offenen Meer auf. Hohe Wassertemperaturen und ein großes Temperaturgefälle in der Atmosphäre begünstigen die Bildung von Stürmen. more... |
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Hurrikane und Tornados
Tropische Wirbelstürme werden je nach Entstehungsort mit den Begriffen Hurrikane, Zyklone und Taifune bezeichnet. Sie bilden sich ausschließlich über dem offenen Meer bei einer Wassertemperatur höher als 26,5 Grad Celsius. |
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Hochwasser Hochwasser tritt am häufigsten in Flusstälern auf. Schneeschmelze und starke Regenfälle können Flüsse über die Ufer treten lassen und ganze Landstriche überfluten. Die Begradigung und künstliche Eindämmung von Flüssen begünstigt die Entstehung von Hochwasser, da häufig die natürlichen Überflutungsflächen (Flussauen) der Flüsse verbaut wurden. more... |
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Dürre
Das Ausbleiben von Niederschlägen, über einen längeren Zeitraum kann zu Dürreperioden mit Ernteausfall und Hungersnöte führen. Besonders betroffen sind Regionen in den Subtropen, in denen es oft schon überdurchschnittlich warm ist. Zunehmend leiden aber auch die Mittelmeer-Staaten unter Dürreperioden. |
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Klimawandel Das Klima der Erde ändert sich innerhalb geologischer Zeiträume ständig. Ein (über lange Zeiträume) stabiles Klima stellt die Ausnahme dar. Das Klima hängt von zahlreichen Faktoren ab. Globale Naturkatastrophen wie Supervulkan-Eruptionen und Meteroiten-Einschläge können einen globalen Winter hervorrufen, der mehrere Jahre anhält und zu Fehlernten und Hungersnöten führt. Dass kann soweit gehen, das es zu einem Massensterben kommt. more... |
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Springfluten Springfluten sind von den Gezeiten abhängig und werden durch die Konjunktion, oder Opposition von Sonne und Mond ausgelöst. Während der gezeitenabhängigen Flut steigt das Wasser höher als normal, wenn Sonne und Mond auf einer Linie stehen, was bei Vollmond, oder Neumond der Fall ist. In Verbindung von auflandigem Wind kann eine Springflut zur Katastrophe führen und weite Landflächen im Küstenbereich überfluten. |
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Freisetzten von Methanhydraten Methanhydrate finden sich in Permafrostböden und am Grund der Ozeane, bevorzugt am Kontinentalschelf. Beim Methanhydrat handelt es sich um Methangas, dass in Wassereis eingeschlossen ist. Selbst im eisförmigen Zustand brennt es. Unter bestimmten Bedingungen kann das Methangas der Hydrate freigesetzt werden. Werden große Mengen gleichzeitig freigesetzt, dann kann das Treibhausgas Methan zu einem drastischen Temperaturanstieg führen. |
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Schädlinge Das Aufkommen großer Schädlingspopulationen, die Kulturpflanzungen zerstören und so den Ernteertrag des Menschen schmälern kann auch zu kompletten Ernteausfällen führen, wodurch Hungersnöte entstehen können. In diesem Zusammenhang spricht man von einer Ungeziefer Plage. Heuschrecken, Blattläuse, Raupen, Mäuse und Ratten sind bekannte Schädlinge, deren Plagens chon im Alten Testament überliefert sind. |
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Seuchen Seuchen und Pandemien werden von Schädlingen anderer Art ausgelöst: Bakterien, Viren und parasitäre Mikroorganismen wie Pilze und Würmer können Infektionskrankheiten verursachen. Besonders neue Mutationen dieser Erreger können zur raschen Ausbreitung von Seuchen führen, da dass Immunsystem der Menschen neuen Erregern nichts entgegenzusetzen hat. |
| Auf dieser Seite berichtet Geonaut Marc Szeglat über Naturkatastrophen und Naturphänomene. Erdbeben, Bergstürze, Tsunamis, Überschwemmungen und Waldbrände stehen im Mittelpunkt der Berichte. Vulkanausbrüche werden auf vulkane.net ausführlich thematisiert. |
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