Vesuv: Kommt er, oder kommt er nicht?

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Dieses Thema enthält 35 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Flo vor 5 Monate.

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  • #78 Antwort

    Marc Szeglat
    Keymaster

    In der letzten Zeit sehen wir eine leichte Zunahme der Seismik unter dem Vesuv. Experten meinen, dass es noch Jahrhunderte dauern könnte, bis er das nächste Mal eruptiert. Wie ist eure Meinung dazu?

  • #79 Antwort

    Stefan Tommasini
    Teilnehmer

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass er sich langsam wieder auf eine Eruption vorbereitet. Sind ja doch wieder einige Jahrzente der Ruhe vergangen. Klar könnte es auch noch Jahrhunderte dauern. Aber die Phlegräischen Felder werden ja auch etwas aktiver, warum sollte der Vesuv dabei völlig unbeeindruckt weiterschlummern…

  • #80 Antwort

    Wolfgang L.

    Ich glaube auch, dass es beim Vesuv gaaaaanz laaangsam auf eine Eruption hinausgeht. Das kann unter Ümständen noch mehrere Jahrzehnte dauern, aber auch ziemlich schnell gehen. Wenn die Vulkanologen nur die Vermutung einer Eruption haben, werden die Behörden noch nichts unternehmen. Man stelle sich vor, eine mögliche Evakuierung herauszugeben…..und es passiert lange Zeit nichts! Da die Bebauung/Besiedlung bis sehr sehr nah am Vesuv stattgefunden hat, gäbe es bei dem bloßen Verdacht einer zeitnahen baldigen Eruption eine regelrechte Flucht im Umkreis des Vesuv, Immobilienpreise stürzen ab und und und. Erst dann, wenn die Vulkanologen ganz sicher sind, die Eruption erfolgt sehr zeithan, erst dann werden die Behörden eine Warnung herausgeben. Dann kann es schon zu spät sein. Zu groß ist die Angst vor einem obigen Szenario.
    Und die Phlegräischen Felder?? Wenn die Menschen am heutigen Tage erst die Phlegräischen Felder entdeckt hätten, würden sie denken, das Ding geht bald hoch….und fliehen. Und was machen wir? Wir kennen die Felder seit langer Zeit. Ein bisschen Dampf und Zischen halt, ja, da unten im Erdreich ist wohl was heißes. Erst direkt vor dem großen Knall, wenn Dampfen und Zischen wie ein übergroßer kaputter Schnellkochtopf wirkt, dann werden die Fotografen die Kameras einpacken und weglaufen. Ich hoffe nicht, es passiert noch zu meinen Lebzeiten…und irgendwie hoffe ich es doch….!

  • #81 Antwort

    Christian

    Es hieß doch in einem früheren Bericht, dass die Vulkanologen davon ausgehen würden, dass Vesuv und Campi Flegrei eine möglicherweise gemeinsame Magmakammer haben sollen. Wenn das stimmt, könnte es durchaus in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten zu einer Eruption des Vesuv kommen, bedenkt man die deutlich erhöhte Aktivität des Supervulkans nebenan.

    • #83 Antwort

      Marc Szeglat
      Keymaster

      Das habe ich auch mal gelesen, aber sehr wahrscheinlich war damit gemeint, dass das Magma aus dem gleichen Ursprungsbereich der Grenze Erdmantel/Erdkruste stammt. Vielleicht gibt es da tatsächlich ein gemeinsames Reservoir. Beide Vulkane haben auf jeden Fall eigene Magmen-Reservoirs in der Erdkruste.

  • #82 Antwort

    Marc Szeglat
    Keymaster

    Ja, ich halte es auch für möglich, das wir gerade den Beginn einer Phase mit Inflation erleben und das es in einiger Zeit zu einer Eruption kommen könnte. Doch bevor ein Ausbruch beginnt, würde ich mit einen deutlichen Anstieg der Seismik rechnen, ähnlich wie wir es vom Barda kennen. Von daher scheint ein potenzieller Ausbruch noch ein wenig auf sich warten zu lassen.

  • #84 Antwort

    Christine

    Ich denke der Vesuv hat die Menschen schon mal überrascht und mein Gefühl sagt mir, dass es unter dem Vulkan ziemlich anfängt zu brodeln. Wenn es sich nicht beruhigen sollte, werden wir evtl. noch dieses Jahr einen Ausbruch erleben. Ich selber sehe auch immer wieder einen Zusammenhang zwischen bevorstehenden Vulkanausbrüchen und einer vorherigen unnatürlichen Wetterlage. Vielen Dank an dieser Stelle für die aktuelle Berichterstattungen auf dieser Seite, die ich täglich verfolge. Besser geht es nicht!

  • #85 Antwort

    Patrick Zimmermann

    Wenn es dieses Jahr noch knallen sollte, hätte Nostradamus mal recht gehabt xD
    Ich persönlich glaube aber, wenn es kracht, dann frühestens in ein paar Jahren.

  • #86 Antwort

    Bianca

    @Patrick: Nicht nur Nostradamus. Craig Hamilton-Parker für 2018: …..Darüber hinaus berichtet der Hellseher über schwere Erdbeben in Indien, Island und Italien. Mehrere Vulkane werden zudem ausbrechen, einer darunter der Vesuv – die Italiener scheint es einfach besonders schwer erwischt zu haben.

    Ansonsten: Christine, dito!!! Verfolge täglich diese Seite. Sie ist eine feste Kachel, welche ich täglich benutze. Danke auch von mir an dieser Stelle!!!!

  • #87 Antwort

    Patrick Zimmermann

    @Bianca: Ich denke mal, er hat sich da auf die Vorhersage von Nostradamus bezogen. Naja lang hat der Vesuv ja nicht mehr Zeit ^^

  • #89 Antwort

    Flo

    Ist meteovesuvio eine Seite von Hobbyvulkanologen? Die haben mit dem offiziellen Oservatorium nichts zu tun, seh ich das richtig?

    • #167 Antwort

      stef.

      Richtig, das ist ein Anwalt (Giuseppe D‘ Aniello) aus der Region dort, welcher den dortigen Behörden (womöglich zu Recht) nicht glaubt und sie auch nicht für besonders fähig hält. Jeder Vulkanologe aus der Region hält die Evakuierungspläne von Neapel denn auch eher für Makulatur, als auch nur ansatzweise brauchbar, wenn man ihre Interviews als realistische Sachdarstellung nehmen kann. Er (D‘ Aniello) hat aber offenbar die offiziellen Daten zur Verfügung, es ist also nicht etwa so, dass er seine Grafiken selber zeichnen würde.

  • #92 Antwort

    Markus Rosenberger

    Hallo zusammen.

    Meiner Meinung nach kann es durchaus sein, daß der Vesuv langsam aus seiner Ruhe erwacht. Seit der Eruption 1944 ist auch der Hauptschlot, durch den sich der innere
    Druck der vulkanischen Gase abbauen konnte, verstopft.
    Der Druck wird also immer weiter zunehmen, bis der „Korken“ rausfliegt.
    Außerdem ist es ja nicht unwahrscheinlich, daß der Vesuv von einem eventuellen
    Erwachen der Campi Flegrei getriggert werden kann.

    was die Aussage zur „normalen seismischen Aktivität“ angeht, gibt es eine recht
    passende Analogie:

    Setzt man einen Frosch in heißes Wasser, wird er versuchen, sofort
    herauszuspringen. Setzt man den Frosch aber in kaltes Wasser und erwärmt
    es nur langsam, bleibt er sitzen, bis es für ihn zu spät ist…

    Eine gewisse Skepsis ist bei Vulkanen immer angebracht, denke ich.

    • #116 Antwort

      Marc Szeglat
      Keymaster

      Das haben sie nicht. Eher eine private Initiative, die dem INGV auf die Finger guckt. Der Betreiber scheint Informatiker zu sein.

  • #93 Antwort

    Flo

    Das kuriose scheint ja nur zu sein, das es keine Inflation, sondern gar eine Deflation gibt, das spricht ja nicht für einen Aufstieg von Magma..

    • #122 Antwort

      Marc Szeglat
      Keymaster

      Wie die Bodendeformation aktuell aussieht weiß ich nicht, da habe ich noch keine Daten drüber gesehen. Boris meinte generell wurde in den letzten Jahren Deflation registriert, was nicht heißen muss, dass es jetzt auch noch so ist.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 2 Wochen von  Marc Szeglat.
      • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 2 Wochen von  Marc Szeglat.
  • #96 Antwort

    Angelika Hansen

    Sicherlich ist auch nach meiner Meinung der Vesuv erwacht aber zu einer Eruption wird es so bald nicht kommen,jedoch genau weiß man es nicht.Der Vesuv sowie die Phelgräischen Felder, werden durch ein und den selben Mantelplump (Hotspot) mit Magma versorgt.Vulkanologen sind in der Hinsicht vorsichtig, wegen Haftungsschäden die entstehen könnten, wenn sie eine Warnung aussprechen würden bezüglich einer Eruption am Vesuv oder den Phelgräischen Feldern.Die Kosten würden in die Milliarden gehen, wenn dies ein Falschmeldung wäre und anders herum wenn eine Eruption statt finden würde das selbe Disaster nur mit Millionen von Toten und verletzten sein.
    Man sollte ein besonders Auge auf dem Vesuv haben es könnte auch eine seitliche Eruption stattfinden die es auch schon einmal gab.
    Die Phelgräischen Felder ist ein Kleiner Super Vulkan, der das letzte mal vor 39.000 jahren ausgebrochen ist mit einer VEI 8.Das heißt nicht zwangsläufig das es zu einer VEI 8 kommen muß.Es könnte auch eine VEI 6-7 werden.Ich bin gespannt ich würde gerne so eine Eruption fotografieren in einer sicheren entfernungen.

    • #118 Antwort

      Marc Szeglat
      Keymaster

      Ein Mantle Plume unter dem Golf von Neapel? Diese Theorie gab es mal in den 70iger Jahren, aber soweit ich weiß, wurde die inzwischen widerlegt.

  • #98 Antwort

    Flo

    Hey Angelika…. Da muss ich dir widersprechen.. Die Felder sind noch nie mit einem vei 8 ausgebrochen, sondern maximal mit einem vei von 7 :

  • #101 Antwort

    Angelika Hansen

    Vor 39.000 Jahren (manche Quellen geben 36.000 Jahre an) kam es zum gewaltigsten Ausbruch der Campi Flegrei, in dessen Folge die Caldera entstand. Die Eruption mit einem VEI 7 – 8 förderte zwischen 100 und 150 Kubikkilometer trachytische Tephra
    Ich glaube da lag ich nicht so verkehrt.

  • #103 Antwort

    Flo

    Hey Angelika:) Jo alles gut, aber 150km³ ist klar vei 7….vei 8 beginnt bei 1000km³

  • #125 Antwort

    Björn Scholz

    Also ich weiß nicht so recht. Am Ende weiß es ja eigentlich niemand. Könnte sein, könnte nicht sein.

    Aber, die meisten würden es natürlich schon gerne erleben, wenn der Vesuv ausbricht. Auch wenn das moralisch so eine Zwickmühle ist, denn man wünscht den Menschen dort ja beim besten Willen nichts Schlimmes und ein Ausbruch wäre unter Umständen genau das.

    Spannend ist das Thema und ich bin so ehrlich und hoffe schon, dass sich da was tut, das wäre einfach ein riesiges Spektakel. Ich hoffe nur, dass keine Menschen zu Schaden kommen. Was Sachschäden angeht bin ich allerdings doch pragmatischer. Der Vesuv wird wieder ausbrechen und wer in unmittelbarer Nähe zum Vesuv wohnt und baut, der muss letzten Endes mit dem Totalverlust rechnen. Ich habe da auch keinerlei Verständnis für die Politik dort, da muss man ja nur an dieses Krankenhaus denken, Wahnsinn!

  • #126 Antwort

    Flo

    Das ist wieder so eine Geschichte der Menschen…. Eines der dichtbesiedelsten Gebiete in Europa drängt sich um einen explosiven,aktiven Vulkan… Intelligent ist das sicher nicht. Daher kommt ja auch die eigentliche Gefahr des Vesuvs. Nicht die Stärke des Vulkans ist das problem, sondern die Besiedlung…

  • #127 Antwort

    Patrick Zimmermann

    Zu den phlegräischen Feldern: die eruption vor 36000 Jahren ist nur die stärkste bekannte. Es ist nicht auszuschließen, dass es früher noch stärkere Eruptionen gab. Aber selbst ne VEI 7 hätte nicht nur auf Europa sondern vermutlich weltweit Auswirkungen.

    Zum Vesuv: wie ich auch schon in der fb Gruppe geschrieben habe, ist das größte Problem die enge Bebauung von Neapel. Für die knapp 4 Millionen Menschen sind die Straßen einfach viel zu eng. Daher würde es selbst im Idealfall mindestens 3 Tage dauern, um alle Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.

  • #129 Antwort

    Thomas Holzer

    Vorwort: Ich kenne die Seiten vom meteovesuvio und INGV Neapel, ich schaue jeden Tag mehrmals da hinein. Auch die Prophezeiung vom Nostradamus kenn ich. Zudem kannte ich selbst eine Hellseherin. Aber der Reihe nach!

    Das was ich die letzten zwei bis drei Jahre, bei den Internetseiten: meteovesuvio und INGV Neapel, beobachten konnte ist folgendes: Ja es Stimmt das, die seismische Aktivität zu genommen hatte und aus Bolletini des Vesuv INGV Neapel , geht in letzter Zeit hervor, das die Fumarolenaktivität, nach deutlichem Anstieg im April 2018, auf hohen Werten gleich bleibt.
    Wie sich das nun Weiterentwickelt, hängt sicher auch vom den Berichten (Bolletini) vom Vesuv INGV Neapel, für die Monate November und Dezember 2018 ab.

    Sollte es zu den seismischen Aktivitäten und wieder weiterer Anstieg der Fumarolentätigkeit, noch eine Inflation hinzu gesellen, dann werden wir wahrscheinlich auf einen neuen Vesuvausbruch zusteuern.

    Interessant ist hier bei auch die Prophezeiung, meiner Hellseherin und das deckt sich auch mit Nostradamus. Sie sagte folgendes:
    Erstens sagte Sie: Nicht der Vesuv ist das Gefährliche da dort, sondern das Ungeheuer, das vor der Küste liegt!
    Zweitens sagte Sie: Alle meinen das die Campi Flegri demnächst erwacht, die werden sich Beruhigen, als nächtes kommt der Vesuv!
    Drittens sagte Sie: Die Sogenannte Deflation kommt da durch zu stande, weil der Pfropfen der den Vesuv verschließt, eingeschmolzen wird.

    Wie auch immer Abwarten!

  • #130 Antwort

    Flo

    hä??

  • #131 Antwort

    Jürgen Schultz

    Patrick Zimmermann: Die Campi Flegrei sind u.a. vor 39.000 Jahren ausgebrochen – nicht vor 36.000 Jahren.
    Neuesten Studien zufolge wurden sogar bis zu 350km³ eruptiert. Diese Eruption wird mit dem Aussterben der Neandertaler in Verbindung gebracht.

    Zudem sind die Campi Flegrei nicht für eine VEI 8 – Eruption gut, da die Magmakammer das nicht mal hergeben würde. Es gab zwar mal die Überlegung, ob die gesamte Golfregion dort möglicherweise eine riesige Caldera wären – dies hat sich aber nie bestätigt. Aktuell geht man davon aus, das die Kammer der Campi Flegrei ca. 400 – 450km³ fasst.

    Die letzte Eruption (1538) hat den Monte Nuovo erschaffen – einen 133 Meter hohen Hügel und daneben einen See (ehemaliger Krater, der sich mit Wasser füllte).

  • #132 Antwort

    Flo

    @Jürgen.. Das mit dem aussterben der Neandertaler ist aber reine Spekulation.. Gibt gute Belege dagegen, unter anderem archäologische Ausgrabungen.

  • #153 Antwort

    Patrick Zimmermann

    @Jürgen, der Zeitpunkt der letzten großen Eruption wurde nicht exakt bestimmt. Irgendwann vor 36.000 bis 39.000 Jahren ist es auf jeden Fall passiert. Ich habe auch auf FB von dieser Theorie geschrieben, dass es vor der Küste eine große Caldera geben könnte aber auch, dass sie eben nicht erwiesen ist. Ich denke auch nicht, dass sie das Potential einer VEI 8 haben. Aber ne VEI 7 eruption wäre schon schlimm genug. Ich denke nicht, dass in den nächsten Jahren was passieren wird, weder am Vesuv noch in den phlegräischen Feldern (den vorhersagen aller Hellseher zum Trotz :p) aber auch, wenn ich es nicht hoffe, werde ich das Gefühl nicht los, dass wir zu unseren Lebzeiten dort noch was erleben werden und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es eher die Felder sein werden. Bleibt nur zu hoffen, dass es, wie im 16. Jhdt was kleines werden wird, obwohl die Bodenhebungen eher was anderes sagen…

  • #168 Antwort

    stef.

    Marc Szeglat hat in einem Artikel vom 23.12.2016 relativ klar und verständlich auf die (damals) aktuellsten Forschungen rund um die Campi Flegrei hingewiesen, u.a. wonach die Forscher eine Theorie über die Materialermüdung bereits schon beim Rabaul erprobt hätten und sich dort um rund 1 Jahr verrechnet hätten (bzw. die Toleranz des Bodens hat dazwischengefunkt). Der Rabaul ist nach 14 und nicht nach den zuvor berechneten 15 Jahren ausgebrochen. Ob die Campi Flegrei ausbrechen, ob es der Supervulkan sein wird oder vergleichswese nur ein kleiner „Furz“, kann niemand mit Bestimmtheit sagen. Im Jahr 2016 waren allerdings schon 11 der schon damals berechneten 15 Jahre vergangen, jetzt (Dez. 2018) sind es also deren 13. Überträgt man die bisherigen überaus bescheidenen Erfahrungen mit dieser Berechnungsmethode auf die aktuelle Situation, dürfte im Jahre 2019 in den flegräischen Feldern womöglich mit Action zu rechnen sein, deren Ausmass völlig ungewiss ist, ja eigentlich ob überhaupt. Das gleiche (ohne allerdings eine Jahreszahl zu nennen) geht aus auch den Antworten Chiodinis hervor, wonach zumindest die heutigen Modelle auf einen Ausbruch hinweisen, welche Antworten er in einem letzthin ausgestrahlten Interview gegeben hat (nano, 3sat, 23.11.2018). Daher, ja, der Vesuv wird irgendwann ausbrechen, aber vorher gibt es wohl eine Eruption in den Campi Flegrei, und zwar ist zu befürchten, dass das schon 2019 geschehen dürfte, falls es denn je so kommt. Es fällt mir sodann auf, dass in der Sendung nano keine konkreten Jahreszahlen genannt werden, aber beim apokalyptischen Szenario des Ausbruchs des Supervulkans im Rahmen der Berichterstattung unten rechts kurz mal das Jahr 2020 eingeblendet war; das wären dann exakt die schon vor langer Zeit errechneten 15 Jahre (welche so aber beim Rabaul offenbar gar nie so eingetroffen sind)…. Das sind die Hinweise… Bezüglich Hellsehereien halte ich mich an die Weisheit, dass auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet 🙂

    • #169 Antwort

      Marc Szeglat

      Hi Stef, Du weißt ja besser als ich, was ich geschrieben habe. Ich bin auch sehr gespannt, ob die vermeintlichen Prognosen stimmen. Meistens halten sich die Vulkane nicht dran.

      • #174 Antwort

        stef.

        Nunja, es erfüllt mich schon etwas mit Sorge, und zwar schon seit Längerem, was da auf uns zukommen könnte. Ich hoffe daher sehr, dass die Campi Flegrei der unzuverlässigste unter den unzuverlässigen Vulkanen ist…

        Wenn man der neusten Studie, unter Mitwirkung der ETH glauben kann, sieht es allerdings nicht zwingend gut aus. Die Wassereinschlüsse und Temperaturen wie auch die kristallinen Anteile im damaligen Magma vor rund 500 Jahren bei der Bildung des Monte Nuovo deuten darauf hin, dass dies ein „pre-caldera-forming“-Ausbruch gewesen sein KÖNNTE (was – nebst dem Konjunktiv – zudem nicht heissen soll, dass nicht noch einmal ein solcher möglich ist, bevor dann einer der grossen Kracher kommt). Dies unter dem Vorbehalt, dass ich den Text soweit einigermassen verstanden habe.

        Hier kann man den ganzen Text nachlesen und die Bilder auch in Grossformat und im Detail studieren. Es lohnt sich, den Text zuvor zu lesen.
        http://advances.sciencemag.org/content/4/11/eaat9401

  • #179 Antwort

    Flo

    Hey stef….Also wenn die Felder nur mit der Intensität vom 16. Jhd ausbrechen, besteht, außer für den Raum Neapel, keinerlei Grund zur Sorge. Das war damals ein relativ kleiner Ausbruch, welcher den Monte Nuovo formte.

    • #199 Antwort

      stef.

      Ciao Flo

      Ja, das ist wohl so und darauf hoffe ich. Die neuste Studie von u.a. Francesca Forni stellt gemäss Titel die These auf, „Long-term magmatic evolution reveals the beginning of an new caldera cycle at Campi Flegrei“. Sie stützt sich dabei auf die kristallinen Veränderungen im Magma und der Temperatur beim Ausbruch. Beim Ausbruch des Monte Nuovo vor rund 500 Jahren war die Temperatur offenbar so tief (ebenso wie die Kristalle im Magma), wie es jeweils ebenfalls geschehen war, ein paar Jahrhunderte oder Jahrtausende bevor die beiden Caldera-formenden Ausbrüche vor rund 38 ka und 15 ka. Wollen wir also hoffen, dass der Zirkel nur begonnen hat und sich in den letzten 500 Jahren nicht vollendet hat 🙂

      • #200 Antwort

        Flo

        Jo ich kenne die Studie, habe sie gelesen, sehe aber keinen Grund zur Panik.. 1. Deutet rein gar nichts auf einen kurzfristigen Ausbruch hin, alles über die Kurzfrist hinaus ist Kaffeesatzleserei und 2.weiß ja niemand mit welhcre Intensität die Felder dann tatsächlich ausbrechen.. Ich persönlich habe keine Angst vor den Feldern, warum auch?

  • #198 Antwort

    Ziemtstein

    Mal ein interessanter Hinweis… zum Kommentar von Thomas Holzer…

    nicht der Vesuv ist das Problem, sondern das Ungeheuer, welches vor der Küste liegt.

    Ich war 2013 in Pozzuoli, nahe Neapel ganz in der Nähe der phflegräischen Felder.
    Dort war ich in der Villa Luisa, in einem Hotel.
    Der Blick vom Balkon ging hinaus zum Golf von Pozzuoli… in der Ferne sind dor Capri und Ischia zu sehen. Rechtseitig Richtung Nordwesten ein Markanter Vulkankegel… Monte diProcida.
    Der Blick auf die kreisrunde Bucht, auch eine Caldera mit ca. 10km Durchmesser war im gesamten Hotel auf Gemälden und Bildern dargestellt.
    Die ersten Zeichnungen und Bilder aus dem 16. Jahrhundert.
    Ein aufmerksamer Betrachter sieht, daß der Meeresspiegel sich dort im Verlaufe der Jahrhunderte hebt und senkt. Große Teile der Bucht liegen derzeit nicht unter Wasser.
    In Pozzuoli sind römische Tempelanlagen freigegraben worden, die mehrfach mit Muschelbesetzungen in verschiedenen Höhen an Säulen „verziert “ sind.
    Daraus läßt sich auch schließen, daß es immer im Verlaufe weniger Jahre zu Hebungen und Senkungen kam.
    Förmlich sind die Bodenhebungen dokumentiert. Die Künstler bzw. Fotographen… haben es unabsichtlich der Nachwelt hinterlassen.
    Genau in dieser Bucht und auch in etlichen weiteren Kegeln brodelt es.
    Warum sollten dann der Vesuv oder die Felder erupieren. Es handelt sich dort um ein System von etlichen Kratern.
    Der monte Nuevo (neuer Berg) als jüngster Vulkan zeugt von der aktiven Geschichte des Vulkangebietes und sollte Warnung sein, da der ca 110m hohe Berg in wenigen Monaten entstanden ist.
    Der Vesuv ist in den letzten Jahrhunderten regelmäßig erupiert… und eigentlich überfällig… wenn er still bleibt, dann denke ich wird es gefährlich.
    Auch nördlich in Torregaveta am Strand sind die beeindruckenden Folgen von Eruptionen der Vergangenheit zu besichtigen.
    Steine im Durchmesser von bis zu einem Meter sind fast 20km vom Vesuv entfernt eingeschlagen…
    Überall in Pozzuoli und Neapel sind die Spuren von vergangenen Ausbrüchen zu erkennen.
    Die Wohnbebauung in dieser Gegend ist erschreckend. Während
    um den Vesuv in der schwarzen Zone illegal weiter gebaut wird… ist es in Solvatero an den phlegräischen Feldern bis auf die Vulkankegel hoch teilweise neu bebaut worden.

    Also Marc… in Pozzuoli gibt es für Vulkanfreunde und Laien wahnsinnig viel zu entdecken.
    Ich halte die Bucht vor Pozzuoli ebenfalls für das schlafende Monster.
    Die Neapolitaner ignorieren die alten Spuren… und eines Tages… wird es zur Katastrophe kommen..
    einen schönen Abend..

    PS Villa Luisa Pozzuoli Tripergola 3 Pozzuoli… Foyer Bildergalerie der Bucht mit dokumentierten Meeresspiegel.

Antwort auf: Vesuv: Kommt er, oder kommt er nicht?
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